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Jeschurun · 1929-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1929) · p. Seite 320

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
16 (1929)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1929)
Date
1929-05-01
Page
Seite 320 (sequence 102)
Language
German
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320 Bücherbespreehungen sich für die von ihm edierten Responsen der von der Nationalbibliothek in Jerusalem angelegten ausgedehnten Sammlung photographischer Reproduktionen hebräischer Handschriften. Diese Kollektion, deren Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, wird» sobald sie erst beendet ist, über die gesamte handschriftlich vorhandene gaonäische Literatur einen klaren Ueberblick gewinnen lassen. Mit ihrer Hilfe hat es nun Verfasser verstanden» winzige Fragmente zu einer Einheit zu verbinden. Äuf diese Weise ist ihm u. a. gelungen, eine 86 Responsen umfassende Sammlung wieder״ herzustellen, die unter vierzehn verschiedenen Nummern in den Bibiio״ theken Leningrad’s und Gxford’s geführt werden. Den einzelnen Gruppen von Responsen werden Einleitungen vorausgeschickt, in denen VerL über das Manuskript, über Zitate bei Rischonim sowie über die Autorschaft der einzelnen Responsen (so״ weit möglich) Auskunft gibt. Knappe, aber gediegene Anmerkungen tragen wesentlich zum Verständnis bei, und drei Indices erleichtern die Auffindung des Materials. Der außerordentliche Reichtum des Werkes zeigt sich darin, daß allein im Hauptteii nicht weniger als 455 (!) bisher zumeist unbekannte Responsen ediert sind. In einem Anhänge folgen: ein Teil des 0' המתיבות zu בבא בת־יא (s. über dieses Werk A. Marx, JQR. NS. I. S. 86 fg.), sowie zwei im wesent icnen עבדים׳ יבום וחליצה sowie לבירת betreffende Bruchstücke eines haiachischen Werkes, in dem Assaf glaubt, das von Or Sarua häufig zitierte ס' המקצעות gefunden zu haben, das zahlreiche anonyme Zitate aus den Halachot Gedolot und vor allem gaonäische Responsen enthält. Zuletzt wird das Fragment eines Exzerptes aus verschiedenen Werken wiedergegeben. In philologischer Beziehung ist Ässaf’s Werk natürlich von hoher Bedeutung. Nur ein Beispiel: S. 30 steht die durch überein״ stimmende La. in einem zweiten Ms. beglaubigte Schreibung בקול ׳:חומר• eine Subsiantivbiidung, die offenbar die ursprüngliche La. gewesen ist, da ja das Nomen דונ?ר ein korrespondierendes ver״ langt, so daß also die schon von Schwarz (in ״Der hermeneutische Syllogismus‘:) ausgesprochene Annahme eine neue Stütze fände. Diese neue Edition Assafs darf als eine Spitzenleistung unter den bedeuisimsten jüdisch-wissenschaftuchen Veröffentlichungen der letzten Zeit angesprochen werden; nicht nur daß das Material mit größter Ausdauer und intuitivem Blick zusammengestellt worden ist, ze chnet sich die Ausgabe durch Akribie und Zuverlässigkeit, durch Heranziehung weitschichiigen Materials, klare Disponierung und scharfsinnige Erklärungen aus. Möge der gelehrte Verfasser seinen bisherigen bedeutenden Publikationen noch eine große Zahl fernerer hinzufügen! E. E. H. Verantwortlicher Redakteur Dr. J. Wohlgemuth. Berlin Druck: Hermon Druckerei und Verlag, Frankfurt a. M.

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