Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 14 (1927)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1927)
- Date
- 1927-07-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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14. Jahrgang 5687 אב — תטה Juli—August 1927 Heft 7/8 Wesen und Wertung des Minhag in Israel. Von Joseph Carlcbach. אין הלבה נקבעת עד שנקבע המנהג וזה שאמרו מנהג מבטל הלכת מנהג ותיקין אבל מנהג שאין לו ראיה מן התורה איבו אלא כטועה בשקול הדעת (מסכת סופרים פרק י״ד הל׳ י״ח) Ueber Sein und Kraft des Minhag bestehen die irrigsten Vorstellungen. Wenn daher auch in der rabbinischen Literatur bereits eine erschöpfende und tiefschürfende Sonderbehandlung dem Problem des Minhag gewidmet wird, so glauben wir doch der Oeffentlichkeit mit einer zusammenhängenden Darstellung dienen zu können, um der richtigen Einstellung, gegenüber der Uebertreibung wie der Unterschätzung, die Wege zu ebnen. Vielleicht dass auch dieser Darbietung etwas von dem Glücke zu teil wird, das einer der grossen Meister der Halacha, der פרי חדש seiner Abhandlung wünscht, dass das talmudisehe Wort an ihr in Erfüllung gehen möge: אי אפשר לבית המדרש בלא חדוש keine neue Diskussion ohne einen neuen Gedanken1). 1) Einen ausser st wertvollen und aufschlussreichen Artikel über Entstehung und Arten der Minhagim, ihre Behandlung in den Werken der Dezisoren und den Responsen hat Rabb. Dr. Unna נ״י im Jahrg. X, S. 462 ff. gegeben. Unsere Arbeit will mehr die grundsätzliche Frage behandeln. Sie dürfte daher neben der Darstellung Unnas ihren Wert besitzen. 1