Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- – (sequence 81)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Jüdische Grabmalkunst in Osteuropa 333 selten ist, daß man beabsichtigte Exklusivität vermuten möchte.*) Der Gegenstand der Darstellung ist recht mannigfaltig, je nach der Absicht des Künstlers, und alle möglichen Formen und Wesen werden im Bilde festgehalten, nur nicht Menschengestalt. In den Fällen, in denen diese zu einem Bilde oder Bildkomplex gehört und nicht fortbleiben kann, ohne den Sinn Abb. 26. Gora Kalvaria. des Ganzen zu stören, wird sie angedeutet oder ersetzt (siehe Seite 27). Was bedeuten aber nun diese Bilder, und wie ist ihr oft dunkler Sinn zu erklären? Ursprünglich sind sie wohl heraldische Zeichen gewesen. Vom Prager Friedhof her kennen wir den Brauch, daß man die Namen von Verstorbenen figür- *) Wie diese kunstfreudige Linie sich bewegt, woher sie kommt, ob sie ihre Ansätze in den Zeichen auf den jüdischen Katakombensteinen Roms hat, ob sie mit dem Chassidismus einhergeht, das sind Fragen, die der Kunsthistoriker zu beantworten hätte 6