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Jeschurun · 1923-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1923) · page 69

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1923)
Date
1923-05-01
Page
– (sequence 69)
Language
German
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Neue Beiträge zur Geschichte usw. 249 und 135 nachweisbaren Priesterorte in der ברייתא jedenfalls nicht erscheinen, so darf sicher mit Recht gefolgert werden, dass die ברייתא jedenfalls etwas spätere Verhältnisse uns vor Augen führt. Dafür spricht auch der folgende Umstand: in der ברייתא werden als Priesterorte in Obergaliläa עייתהלו ,מרון und צפת angeführt. מרון M7jpa>& und 267 צפת:© kennen wir aus der Kriegszeit, dagegen ,werden sie nachher bis etwa 150 nicht genannt. מרון wird erst nach 150 Wohnort von Rabbi Simon b. Johaj’s; עייתהלו wird erst gegen Ende des 2. Jahrhunderts als Priesterort genannt; צפת kommt nur einmal im pal. Talmud vor. Vor 150 hatte es sicher keine Bedeutung. Wir haben schon auf Grund mehrfacher Indizien bewiesen, dass Obergaliläa infolge der Verwüstungen der Kriegszeit lange nachher fast gänzlich unbewohnt war. Wenn nun diese ברייתא einige — im Ganzen nur drei! — Priesterorte dort nennt, so kann sich dies nur auf die Zeit nach 150 beziehen, wo aUmählich auch dieser Teil Galiläas von Juden besiedelt wurde23). (Schluss folgt.) Bücherbesprechungen. Igereth R. Scherira Gaon in der französischen und spanischen Version, ediert und kommentiert. Dr. Benjamin Lew in, Frankfurt a. M. — Haifa 1921. Das Sendschreiben Scheriras ist der bedeutendste historische Text in unserer mittelalterlichen Geschichte. Bedeutsam in den langen Zeiträumen, das es umfasst, und vornehm in seiner Kraft und Schüchtheit, ohne jede stylistische Reflexion. Seine Form und seine Diktion allein geben schon ein Bild von Zeit und Persönlichkeit. Der Gaon hatte lebendige Ueberlieferung. Er lebte die Zeiten, von denen er erzählte. Er musste nicht erst Materialien zusammensuchen; dies ist keine fleissige oder unfleissige Arbeit. Der Gaon erzählt als wie wenn er die tausend und mehr Jahre von denen er berichtet, selbst durchlebt hätte und nun seine Erinnerungen zusammenfügt. Das Sendschreiben 23) Es ist auch beachtenswert, dass der in Semalot IV 11 genannte Priester Johanan, dessen Bruder Simon b. Jehosadak nach 70 in Lod wohnte, als einer aus Galiläa (מן הגליל), nicht aus Obergaliläa, bezeichnet wird. Zur Stelle s. Büchler, 328.

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