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Jeschurun · 1923-03-01 · Heft 3-4 (März 1923) · page 54

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 3-4 (März 1923)
Date
1923-03-01
Page
– (sequence 54)
Language
German
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150 Der grosse Sebbath Harfe.“ Das Lied der Natur wird auf sieben Saiten gespielt, denn in sechs Tagen schuf Gott Himmel und Erde und ruhte am siebenten Tag. Jede Saite spielt das Lied der Schöpfung, die erste die des ersten Schöpfungstages, die zweite die des zweiten und alle übertönt die siebente Saite, die Saite des Sabbath. Wo kann aber diese Musik nur gespielt werden, wo kann sie mit ganzer Seele aufgenommen werden? Im Heiligtume, dort, wo der ewige Odem Gottes atmet. Dort konnten die Leviten in Zittern und Jauchzen die Psalter schlagen und die Schöpfung besingen. Dort sangen sie ״das Lied des Tages“, dort sangen sie am ersten Tage der Woche von dem Herrn, dem die Welt gehört, der sie an diesem Tage gründete, dort sangen sie am sechsten Tage von dem Ewigen, der König ist und erhaben über das All, das er an diesem Tage beendet, dort sangen sie am Sabbath von dem Herrn, dessen die heilige Kühe, dessen der heilige Sabbath ist (ד ר״ה ל״א ע״א?). Die Zeit des Messias aber wird diesen sieben Saiten, die den Kuhm Gottes in der Natur künden, noch eine achte hinzufügen, ein neues Lied, ein שיר חדש. Und David, der erfüllt war von Sehnsucht nach diesem neuen Liede, nach der Zeit, wo alle Menschen das empfinden, was er in seiner glaubensglühenden Seele empfand, dass der Ewige immer und ewig regiert, er sang seinen Psalmen von der achten Saite. Das alte und das neue Lied hat Zeugen im Leben des jüdischen Volkes, die es stets an seinen Gott gemahnen: Sabbath und Pessach. Was der Sabbath für die Natur bedeutet, das bedeutet Pessach für die Geschichte. Wenn der Sabbath Woche um Woche wiederkehrt und uns gebietet, einzuhalten in dem eitlen Treiben unseres Lebens, zu ruhen und zu preisen den Einen, der der Welten Einheit wohl gegründet, den Heiligen, der ruhend heiligte den Sabbath, die Krone seiner Schöpfung, so kündet Pessach uns von Jahr zu Jahr und ruft es Schwuoth zu und Schwuoth kündet’s Sukkoth, זכר ליציאת מצרים, dass ein Gedenken ist zu halten an den Auszug aus Aegypten, da Gott sein Walten zeigte einer Welt, da Gott sein Volk erschuf. Doch welcher Zeuge ist grösser, welcher ist wichtiger? Unsere Weisen

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