Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1922)
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 63 (sequence 63)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2292929-2293011-2293013--05448-2298731- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Briefe aus dem Golus 68 nachifarben — altgold — violett, über vergrauendem Tag, dabin über Augen, die geöffnet sind, geöffnet, acb, der Braunen! der Dürren! der Duftenden! Unvergleichlichen Steppe \ Ferne sind Menschen — 9 so ferne alles, was menschlich ist — aber lese ich nicht in den Sternen die Mitternacht?! — Schwingt nicht in der brausenden Luft Einssof?! Aus vieltöniger Luft, wie ein Schrei, wie e i n lebenlanges Gebet, Wie Inbrunst und Inbrunstgewähr — wie Hisbaudedus und ״Brenn4־'. Eint sich nicht wunderbar Ewig - Einzig ״Haschern der Gottheit!? —44 Webt nicht die Steppe, ach, seinen Namen?! —“ Naht in der glühenden Steppe der Unbenennbare nicht!? — Auf gen Osten hebe ich meine Stirn — meine inbrunstzitternden Hände — erhebe gebetschwer mein Herz — ewigkeitsschauernd mein ganzes Sein — auf Ihn, Haschern! meine Seele, gotttaumelnd erhoben, ja aufgehoben im Wirbelsturm, — fühl’ ich aus tausend Leben mir ausbrechen wie einen Schrei: aus tausend Gebeten mir entflammen deh heiligen Namen! Unwiderstehlich gerichtet auf Ihn;Haschern* — entbraust meine Seele, ewig geoffenbart dem Gott!