Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1917-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1917) · page 23

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1917)
Date
1917-07-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2292929-2292969-2292976--02241-2295508
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Probleme der Pentateuchexegese. 375 daß dort kein Arob sein werde, damit du erkennst, daß ich JW in Mitte der Erde walte. “ Durch die Unterscheidung zwischen den Ägyptern und den Israeliten, die auch bei der folgenden Plage (9,4) mit Nachdruck betont wird, wurde dem Pharao gezeigt, daß die göttliche Vorsehung (השגחה) auf Erden waltet und jedem Menschen nach seinem Tun vergilt. — Endlich spricht Mose bei der Vorverwarnung der siebenten Plage, der ersten der dritten Guppe (9,14): ״Auf daß du erkennst, daß mir nichts gleicht auf der ganzen Erde.“ Gottes Allmacht und Herrschaft über alle Naturkräfte, die nur seinem Befehle gehorchen, sollte zuletzt noch von Pharao erkannt werden. Trotzdem aber unser Abschnitt sich als eine einheitlich planmäßig verlaufende Erzählung kundgibt, meinen dennoch sämtliche Kritiker, daß hier drei Quellen zu unterscheiden seien, die von einem (oder mehreren) Ued. zusammengearbeitet worden sind. Bezüglich der P angehörenden Stücke sind die neuern Kritiker in Übereinstimmung. Es werden dieser Quelle zugeschrieben: 1. Das Schlangenwunder, 7,8—13; 2. von der Plage des Blutes die Stellen: 7,19—20; v. 20 bis 'ה; v. 21 b; v. 22; 3. von der Froschplage die Stellen 8,1—3; v. 11 von ילא an; 4. die Plage der Mücken (5;15—8,12 ,(כנים. die Plage 7שהין 9,8—12; darauf folgte das Nachwort 11,9—10. Diese Stücke sollen sich durch formelhafte Gleichartigkeit der Darstellung von den andern Teilen der Erzählung unterscheiden. Letztere werden in verschiedener Weise auf J und E verteilt. Während nun die Kritiker der Wellhausenschen Schule die genannten P- Stücke für die jüngsten, nachexilischen Teile unserer Erzählung erklären, behauptet Eerdmans (1. c, III 31 u. 32), es sei befremdend, daß man diese Abschnitte P zugeschrieben hat5 denn sie passen inhaltlich gar nicht zu dem Manne, dessen transzendenter Gottesbegriff und strenger Monotheismus den trockenen Gelehrten der exilischen oder nachexilischen Zeit verraten würde. Vielmehr meint Ee., gerade diese für die jüngsten erklärten sogenannten P- Stücke bilden den Grund־ stock unseres Abschnittes, der später durch Aufnahme anderer Teile erweitert wurde. Immerhin ist Ee. auch der Ansicht, daß

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.