Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1917)
- Date
- 1917-03-01
- Page
- – (sequence 99)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Aphorismen. 227 Der Jude muß um rein zu bleiben — oft untertauchen. Not kennt kein Gebot, auch der Überfluß oft nicht. 5jc Wer über der Menge steht, untersteht dem Neid und der Bosheit. Unter die Lupe genommen, erscheint selbst das zarteste Gespinnst roh und unfein. Die Erziehung gelingt uns leider nicht immer. Auch Gott dem Allmächtigen ist es nicht gelungen, Israel in seiner Gesamtheit zu treuen Bewahrern Seines Gesetzes durch all die Jahrtausende heranzubilden. Niemals fand die Thorah so freiwillige Träger, als heute, wo die jüdische Gerichtsbarkeit fehlt. Die höchste Aufgabe einer jüdischen Schule ist, Schule zu machen. * Bildung vieler Menschen — Einbildung. Die Juden waren immer in der Minderheit, selbst mit ihrem Gott dem Einzigen. * Zu keiner Zeit wurden von uns so viele Opfer gebracht, als seit dem Aufhören des Opferkultus im Tempel von Jerusalem. * Bauschhaschono bekleiden wir uns mit dem Totenhemd — zur Erhaltung unseres Lebens.