Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1917)
- Date
- 1917-03-01
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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13° Erziehungsfragen in Ost und West. und inhaltlich das Denken, Fühlen und Wollen der Knaben und Jünglinge in dem Maße bildet, daß sie zu charakterstarken Jehudim und ökonomisch brauchbaren Menschen heranwachsen. Von oben nach unten: In dem großen Gebiet, in dem die eigentliche Masse der Judenheit in der ursprünglichen Ueberlief er ungs treue lebt, müssen die Männer erstellen, die 'für die Erhaltung der Lehre richtunggebietenü sind. Für die Auseinandersetzung mit den Ideen der Umwelt müssen hier die Waffen geschmiedet werden. Und wenn'diese geistigen Führer erstanden, dann werden sie, die aus dem Milieu herausgewachsen, am besten zu beurteilen wissen, wie den Gefahren, mit denen die große Umwälzung das osteuropäische Judentum bedroht, zu begegnen ist. Sie werden befähigt sein, dem ganzen zukünftigen Unterrichtswesen, den Stempel aüfzudrücken, die Wege zu weisen, auf denen innerhalb der gewaltigen kulturellen und wirtschaftlichen Wandlungen, die mit■ Naturnotwendigkeit eintreten werden, die Thorakenntnis und Thoratreue zu erhalten ist. Die Lösung des Bildungsproblems wird nicht durch Aufstellung von Theorieen gegeben und auch durch das Vorhandensein einzelner großer geistiger Führer nur erleichtert. Es müssen noch ganz andere Faktoren hinzutreten, um den Weg zu bahnen. Die Masse der Gesetzestreuen, der gerade im osteuropäischen Judentum iedes Verständnis 'dafür fehlt, wie sehr die Steigerung der Kräfte durch Zusammenschluß der Gesinnungsgenossen ermöglicht wird, muß organisiert, die Aufklärungsarbeit durch das heute nun einmal unentbehrliche Mittel ,'der Presse geleistet werden. An einzelnen Experimenten faktischer Schulgründung muß die Richtigkeit und Durchiührbarkeit der Theorieen demonstriert werden. Das gesetzestreue deutsche Judentum hat sich — wie bekannt — seit einiger Zeit dieser Aufgabe unterzogen. Was mit verhältnismäßig kleinen Mitteln geleistet wurde dank der opferfreudigen Arbeit der Freien Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums und der beiden hochverdienten Vertreter unserer Sache in Warschau wie des