Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 51 (19.12.1935)
- Date
- 1935-12-19
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Zerstreuung der Juden über die Erde XIX. Türkei 'Nachdruck vrrboicii! 3» &cn’liicniiien'Staaten, bereit ctaatlgctuet ' 3 o n a a ulu^ ela, iVr sich damals ''c!,r sich über zwei Erdteile erstreckt, gehört die Tür, lange in Kon'lantmopel au'gchalieu hat und in kei. Das Land, dessen Grenzen am Ende des. feinem Reisebericht über die>cn Au'eiilhall ver- Wcltkrieges uiid auch danach nochmals neu ge, Iialtmsmaßig aiüs'uhrlich emgcbt. Es sei am zogen, ivorden sind, ist heute eineftarf aiifftrc* tsiände bemerkt. daß dieser 'Beriair üch keinesu'fgs , bcnde -Jfcpubltf, innerhalb deren Bevölkerung^ .nur oder auch nur uberwieaend-auf d:e jüdische. - 000. Juden leben. : 1027 ist' die letzte »Volks« ..-.Sphäre bziebt, im Gegenteil.- Biniaiinu gibt eniL Zahlung durchgcsuhrt worden, sie ergabt eine Ge-/ : kulturhistorische Bgichreibmig. in der- 'ich das samtenuvohnerzahl von MX».-Millionen.-' So-'e-r-zerlqenö'-si'chL'Gefchehdn'diN lesner -qair-zen bunteiirechnet-sich eine indische Llliote von 0 0 v v. Pracht iwegelt. Er" g bt uir die '»htte des .Tiefe Ziffer ist jedoch nur eku Anhaltpunkt. 5tt ich Jahrhunderts eine Zal-il. von 2n>>a rabbani- >it deshalb kein thpncher Turchschchtt. weil die liicher Juden in . Kon'iank-inopel iind .von -T.n.> türkischen . Juden zum weit überwiegenden Teil ^laraint an. die in ihren getrennten schulen, und in der europäischen Türkei wohnen, ivahrend das Lehrhäniern bernbmte Lehrer aunvieieii. Wirtgirantitative Lchivergcivlcht der Gesamtbevvlkcschaillich belangen «ich die Inden Oonsiantinopels 'rung auf asiatischem Gebiete liegt. damals als Seidenarbeiter. als üanuenle und Tie europäische Tiirkei. nach dem Weltkriege als Bankiers. Schon zu Bniiamins Zenen ivobnstark zusammengeschrümpft — wenn auch einige ten ne. wenn auch nicht freiwillig. überwiegend Jahre später wieder etivas vergrößert — umin P era. dem auch .noch heute bedeiitiamett faßt noch etwa 24 000 Lluadratkilomcter. also Stadtteil Konstaiitinvpels.. in dem die größte Zahl etwa den Umfaiig der Rheiliprovinz. niit einervon Europäern ivohnr und in dem die Zahl der Gesamtbevölkerüng von wenig über 1 Million . Inden am relativ größten in. Im 1,'.. Jahrhun- Ntenschen. Tic Zahl der. Juden unter dieser dert iß die indische Gemeinschaft Konitauiinopels europäisch-türkischen Bevölkerung beträgt jedoch so stark. daß ne 44 Srmagogen unterhalten kann, rund 52 ONO, bildet also eine Quote non etwa Tie Geschichte des tiirki'chen llieiches-bat dem .5 v. H. Tcm gegenüber llinsaßt das vorder- Lande nark wechselnde Gebietsgrenzcn gebracht, asiatische Gebiet der türkischen Republik eine drei- Betrachtet, man die neuere Zeit und hierbei eine ßigmal so große Fläche, nämlich rund 740 000 Epoche aus den Borkriegsjahreu, wo das t"r- Quadratkilometer mit einer Bevölkerung von kii'che Gebiet auch noch die heute zu. Griechenland 12.6 Millionen Menschen, unter denen aber nur gehörende Stadt S a l o n i k i umschloß und wo rund 30.000 Juden leben: das bedeutet eine es weit in den Balkan hinein nach Norden reichte. Quote von etwa 23 Judenunter 10 noo Menschen so ist festzillialten. daß am Anfang.des 2'". Jahr- — gegenüber 500 Juden unter 10 OOO türkischen hnnderts a!!ei-n in der europäischen Türkei die Staatsangehörigen auf europäisch-türkischem Zahl der J;iden rund 145 on,> betrug, in Hoheitsgebiete der ."asiatischen rund 22" >»»,». ganz abgesehen von Tic Ansiedlnng der ersten jüdischen Familientürkischen Gebieten, die Unter fremder Berwalauf dem heutigen Gebiete der Türkei geht in vortung standen. Tie verschiedenen Kriege, die Balchristliche Zeit zurück. Im b n z a n t i n i s ch c n kaukriege. der .Weltkrieg und mich noch danach Reich sind Juden seßhait geworden, d e r e n der Krieg mit Griechenland brachten weitgehende N a ch k o m m e n i n e t w a s ü ns z i g st e r G e - Gebietsverändernnaeiz. die erüeren große Gebietsn e ra t i o n d i e fefarbif che Einwande - Verluste. der letzte wieder eine erhebliche Gebieisrung-welle erlebten, die Ende de?. erivciternng: auf diesem neu abgegrenzren Staats- 15. Jahrhunderts in allen Ländern des Mittelgebiet hat die tnrki'clre Republik im Jahre 1327 meerbecken? spürbar und sichtbar wurde. Erst die oben erwähnte große Volkszählung durchgeviel später kam al? dritte jüdische. Gruppe eins rührt, die 7 auch einen' .Einblick - in die Struktur auch bi? heute nicht sehr große Zahl aschkenades jüdischen Bolksteiles in der Gegenwart ersischer Juden hinzu, die von Norden her zuwanlaubt. derten. Tie ersten Zahlen stammen au? den No- Hierauf wird in der nächsten Nummer der tizen de? Mittelmeerwandcrers. der hier, schon . -C.-B.-Zeilung eingegringen werden. üster zitiert worden ist, Binjamin ben ' vr.L.8—t. Die Juden in der Welt Ein Buch von Mark Wischnitzer Au? dem Erlebni? unserer Zeit suchen jüdische Welt außerhalb Tialäüinas da? Lchickial des Manschen in Teutschland Halt und Stärkung, in jüdischen Volkes geßaltet'/ Z dem Wissen um das Schicksal ihrer eigenen Vor- Wischniker gliedert seine Arbeit gedanklich in fahren-und in der Kenntnis der Lcbensgrunddrei Teile. Er behandelt vor allem die geschichklagen ihrer Glaubenbrüder in der Welt. Ter licl)e Entwicklung, deren. Einzelhdiren und Zusam- Wunsch, sich über Geschichte und Gegenwart des menhänge er am Grund''einer umfangreichen wi'- gesamten Judentums zu unterrichten, wird noch senschasilichcn und redaktionellen^ Mitarbeit bei begreiflicher im Zusammenhang mit der Suche jüdischen Enznklovädien mei'terha'l beherrscht. Es nach einer neuen Heimat, die ihnen Sinn und Erfolgt dann eine kurze TarüeUung der gegenwärfüllung ihre? Taseins verspricht. Deshalb-ist Tartigen kulturellen, religiösen und politischen - Lage stellung jüdischer Geschichte,, ist die Beranschau. der Judenheir. Im dritten Teil .slrei't der Berkichung des Wirkens jüdischer Gemeinschaften in sauer die Frage der Wanderungsmöglichkeiten anderen Staaten so wertvoll, so entscheidend für . jüdischer Menschen, wobei er. 'einer Verantnwrunsere Tage. Aus dieser Erkenntnis begrüßen . tung bewußt, nur in großen Zügen die gegenwärwir das neue Werk von Mark Wischnitzer: tige Tendenz aus der Summe 'einer Erfahrungen „Tie Juden in der Welt. Gegenwart und Geauizeigt. In dieser Art werden ungefähr 150 ver- - schichte des Judentums in allen Ländern.' (Erich schiedene Länder abgehandclt. Reiß Verlag. Berlin W 15. Kart. 5,50 RM. Leinen Ilm ein Beispiel Herauszugreisen lverql. auch 6,80 RM. 404 Seiten.) den Vorabdruck in :'lx. 45 der E.-V.-Zeitung vom Wenige unter den Juden in Teiltschland sind 7. November>: Ter Abschnitt über Jugoslawien wohl so sachverständig und berufen, ein solches. enthält einen knappen Ueberblick über die heutige Buch zu schreiben, wie Aiark Wischnitzer. Wenige . Gebietszusammensetzung des Landes, die ge'chichthaben einen so weiten Blick über Entwicklung und Iick>e Entivicklung der jildi'ck>en Siedlungen seit der Geschichte der jüdischen Gruppen in den ver- Nömerzeil und die .'Wanderungsbewegungder. schiedenen Gebieten der Welt. Ter Verfasser leitet Juden in die'em Land bis an die Gegenwart, die seit Jahren die jüdische Auswandererberatungs. - Verteilung der indischen Bevölkerung im Lande, stelle in Berlin mit großem Erwlg und Der- Tie kulturellen Bindungen.nnd Benrebiingen der ständnis. .er ist Generalsekretär des Hilfsvereins Juden, das. Leben und Wirken ihrer südisch-polider Juden in Teutschland. Seine umfassende . tuchen Gruppen werden dargelegt. Tie Stellung Kenntnis, und jahrzehntelange Erfahrung in der des jüdischen' Gemeinwesens im Staate wird ge- Betreuung . indischer Wanderer außerhalb des schildert, und die Wirl'ck)a'ls- und Berusssiruktur palästinensische'n Wanderungssektors, seine weitderJudenheil umrinen. TerAbschnitt macht mit den verzweigten Beziehllnqeit zu zahlreichen führenden bedeutenden jüdischen 'M-r'oniichleiten aus Kun-t. Persönlichkeiten vieler Länder, seine ausgedehnten Winmichart.. Wirtschaft und Politik vertraut. Er Reisen, die ihn au Lrt und Stelle den notschließt mit einem Bericht über d,e wirtscha'ts. wendigen Einblick in jüdisches Leben gestatten. politische Situation des Landes ,'eit dem Jahre gaben ihm die ^Möglichkeit, dieses umfangreiche tt'33 - und deinct die^Mog'ichkerten der Hrnwan- Büch hinnen Jahressrist;n schreiben. . - .derung. und .Nredcrla"rmgen an. Heber den Zweck, den dieses Buch verwlgt. Eine Fülle wertvollen Materials iß in diesem wollen wir den Verfasser selbü sprechen lassen.. Buche zu'ammcngctragcn. Jeder einzelne Ab- Er sagt.'an einer Stelle im Vorwort: „So dür'le ichnitt veri'cha'st uns. 'oweit es der dem Werk geeine dem heutigen Stand entsprechende Ge'amlgebene Rahmen zuiaßt. einen guten Einblick in schau zusammengefaßt sein, die Ausschluß gibt über die Geschicke der jüdischen Gemein'cha'teii der ver- Art und Alter der ivichtigsten jüdischen Gemeinschiedenen Länder. sckiasten. die Aufschluß gibt über die geleistete wirt- Wir erleben Au^ßiegund Niedergang und wieschastliche und kulturelle Arbeit und über die derum Ausstieg als ewiges Judenschicksal.-das sich Möglichkeiten, die heute in den Ländern der 'Welt in allen Zeiten'und Ländern nach überirdischen vorhanden sind.' Und diese Tarüellung iß 'ür . Gesetzen ge'ialter. Immer wieder beim Leien ihn von besonderer Wichtigkeit unter folgendem drängt sich tins die Frage, aus: woher nehmen Gesichtspunkt: „Tie jüdische Wanderung würde diew Menschen ibre Wider'iandskra'l? Es in ein aller Voraussicht nach ihre große Bedeutung verunbeugsamer. Lebenswille, tei ne alle beherrscht, lieren, wenn die Unterbringung des"Sechzehn- . in Not und im Glück. So crncht vor nn'eren millionenvolkes in Palästina durchführbar-wäre.' Augen das Juden'chick'al aus der Geickichke der Deshalb sei „heute für viele Juden nicht nur in Jahrtausende. In dieiem geschichtlichen Teil liegt Mitteleuropa die Frage wichtig, wie sich in der die Hauptbedeutung, des Buches. Er wird zweiselsohne beim Leker -einen' nachhaltigen Eindruck hintrriai’.rn. Tie gedrängte Tarncllung der wefent- .lickten .und bnt'ck,eidenden Geschehnisse ersetzt das . mühevolle Stndiuin von Einzeldarslelluiigen oder nin'angreichen Eiizullopädien. Ein Gesamtbild 'ür das Judentum in der W'.elt ans den Berichten iiber die einzelnen Laiidesal'schniile zu geivimieu. überläßt der Ver'asier bet 'einer ielir schätzciisiverlen Qbieklivilat dem Leier. ..---Soweit Wi''ckimtzer die.Gcgeinvart beliandclt, und 'eine Aussiihriuigeii durch statistisches.-Zah-, ,. leiimaierial neueren Tatnms .unterbaut. Sie. gel-vn enieu hinreichenden. Ueberblick über.die derzeitige: Sltliativn.del: nidischeii Gtmelnschaiteii. .m den ciirzel.eii Lander»^.- «Man - hatte - aller- - dnigs .ivunickien - dnr'eii daßder - Bersaver bei-. Landern. . sür^o.die gelianes Zahleuinatcrial nncht-.iosort .-greifbar . ivar, - >nit Hil.s.e leciier. wettreichoiiden. Verbindungen sich neueste Ilnterlageii hcirl^iTtt hatte, wie ne in der Artilelretbe dieser Zeitung: ..Tie Zernreniliig der Juden, über die Erde" verarbeitet iindi. - Tas Buch kommt den Wlliii'ckx'n vieler, die sich mit. der (ßeichichte imd der Gegenwart des Jiideiitnms iii anderen Laiidern vertrant »iachen.wolle», entgegen. Es ivird vor allem denjenigen gerecht, die in ersier Lrieiitiernng die Wselt abtaiten nach einem Land. das. die Nlöglichseit der Eniivauderung vorausgesetzt, ihren kulturellen, wirti'chaillichen. Politischen nnd religiösen Aiischaini.iigen-. eiitipricht und ihre Eiiiordnung erleichtert. In diesem. Siiiiie isi es. ein nützlicher bi'lorisch-geographi'cher Führer durch die Welt jüdisck)er Gr- Seit 1882 Erzeugnisse Strumpf- und Handschuh - Fabriken LOUIS LEWY & CO. Chemnitz. nielnschaneii, in es ein Ansivaiidererbiiih, das Anregiiiig geben lann» fielt an «.Hand von Sonder» lijeratnr aveiter. zu unterrick,le».- . Tie einfache. Svrackie.' dieanregende, und fesselnde Schilderniig . sichern dein B4-:ch ohne..'Zweifel eine große Leser- Iinter dein. Gesickitsp.ilult der. S liiiation.' in.- der wir leben unter dem Gesicht-pmikt. daß >v,r derartige 'B„ck:er 'o .dringend --bedürfen... wäre ..es fauch. Nlliiigel zu beaiislanden. diesich an? dem Tempo der Fertigstellung erkläre». Sie sind dem Versaner geivis, selb» belannt und iverden bei einer .nckier sehr bald „otivendigen 'Neuauflage beseitigt iverden könne». Sie lirlien aber m keinem XLsevhaLtm-> zu der kültilrellen mid seelisckieu Missioii. die. dieses-Buck, erfüllen lau». 2ber Wiickinitzers '2llerk liest, fori»! .sich vorallein ans isirimd des gesck>ichllicl>eii Teils 'sein eigenes'-Bild'vom Jiideiei» in dieser 'Welt. Sein Blick ivird freier und größer. 'Neue Perspektiven tun - sich-.ans iin Ziisa»inieiil,a>ig mit der deinen- . taren Not dieser Tage. Er geht.unverzagt innen Weg weiter. l)r. 11. K. Blick in die Zeitschriften Um FrieHrich Julius Stahl In der Geschichte der kviiservativen- Idee »nd Partei hat bekaiiiitlicl, F r i e d r i ck, I >, l ni? S l a h l eine führende Rolle gespielt. Tie Siellung dieses Staalsrechtslehrers. der.' ein getaniler Jude, zum Schöpfer des konservativen Parteiprogramms wurde, hat sich bisher in der allpreußiichcii Tradition und in der allgenieiiien deutschen Geichichtsausfassung als stetig eriviesen. lim nur ein Beispiel von vielen zu ivähleu. Hai ein grnndlonservativer 'Mann ivie - etwa 'Adolf Stvecker sich ausdrücklick, aus Stahls bcgrisflickie Te'inition des „chrisllickien Staates" berufe». -Auch-'-in der osfiziellen. kviiservativeii Parteigeschichle in Stahl ein uinsangreiches Kapitel gewidmet ivorden. Um io beinerkenswerter ist uiu>- mktir der Versuch, diese Biiidung deshalb als eine Verirrung anzusehen: weil Stahl der Vertreter eines „gesetzesslaallick^n", das heißt eines nur svrmalrechtlich-ratioiialcn Tenkens .gewesen sei. In einem Aii'i'atz „Eine Tispiltation. iiber de» Rechtsstaat" i..Tentsck>es Volkstum". 17.' Jahrgang.'' Nr. I2>-,berichtet A l b r e ch l. E r i ch G ü u t.h e r über ein gleichnamiges Buckiprvtvkvll von Giinther Krauß und Lttv v. Schivcinichen. das mit einer Einleitung und einem 'Nachwort von Earl Schmitt in t<r -Hanieatisck)en Verlagsanilalt erschienen i't. Tabei bemerkt O'ünther: „Wsie drin- > gend er'vrderlich die Losloiinig vom Rechtsftaatsbegriis-in. zeigt Orauß in seiner Tarlegiing. die insbesondere die verhängnisvolle Rolle Friedrich Julius Stabls iJolionsi kiarlegt. durch den das ge'etzcsstaakliche Teuken in die Reihen der Kon-' iervativen hiiieingelragen ivorden ist. Tie Entivurzeliing des ,.3iechls" ans allen konkreten Erdi-iuigen und unabdingbaren 'Ivertungen de? Volkes, die das rechtsilaatliche Tenken kennzcichiiet. ist bei dem ..konservativen" Slaatsrechtler inipdesieiis-^somnsgeprägt. ivie bei seinen „Gegnern", mit denen er im-Grundeiibereinitimmt. ja im . geichichtlick)en Sinne zusamiiienwirkt." Martin Buber und die Deutsche Glaubensbewegung Tas ncup'tc öc't der Monatsschrift „Teutiches Volkstum" >17. Jahrgang. Nr. 12) enthält u. a. eine ''ehr inter.esi'ante Aussprache zwischen W i l - Helm Hauer, dem Führer der Teutscheu Glaubensbeiveguiig. und dem Herausgeber der Zeitschrift. W i l h e l m Stapel, der bekannt, lich in seinem Buch: „Ter christliche Staatsmann" Thesen eines theologisch orientierten 'Na-, tivnalismiis vertreten. hat. Im Verlauf seiner ldevlogrschen Polemik hatte Stapel gegen.Hauer den-Vorwur'i erhoben, daß er in der vergangenen Zeit zu den Arbe.itsivochen des Köiigcner Bundes, dc; spateren Freundeskreises der „Kvinmenden Gemeinde', unter anderen auch Martin- Buber, eiugeladen habe. Nunmehr verteidigt sich Hauer gegen diesen Vorivur-s, indem er sagt: „Ebenso, als wir uns mit der Judensrage befaßten. lud ich einen Vertreter des Jndcntnms in Teutschland. 'Martin B"bcr. ein. aber dazu iuvrendc ucativualsozialisten.' Taräuf ernüdert Stapel: „Es. scheint mir schlechthin unmöglich, daß man. zur Erörterung deutscher Fragen, gar poliii'cher und weltanschaulicher Fragen ü b e r h a u'p t - einen prominenten Juden wie Plartin Buber kund zwar wieder hott IS'. ... heranboll und zu mündlicher ivie, litcrarückier .'.'Nitarbeil keilt." In seiner Entgegnlmg stellt. . Hauer Fest: ...Ich habe 'Martin Bnber nicht herangeboll zur Klarnu-g von .deutschen' Fragen, svndein zur Olärung der Judeti'rage.- mit der toar uns abinübten. 'Bnber war für mich der Vertre'.-.r des Judentums in Tenttchlaiid. mit dem wir es zu-luii harten. Wir wollten sehen, wie dieser Vertreter des Judentums der unhaltbar gewordenen: Läge begegnen wollte." .yvei -Angeklagte, die in betrunkene», Zusiand in die Woli^iung eines jüdi'chen Einwohners in Lonsdori eingedrungen waren und ihn und feine' Familienangehörigen geichlagem hatten, wurden laut „Frankfurter Zeitung" vom 13, Tezember vom Bezirks-Schösfeiigericht in Gießen zu sechs 'WK'cheii bzw.. sechs 'A>ocl>e» drei Lagen Getangiiis verurteilt. Tc»'-Verurteilten ,-wurde di» ein - iiiviiatige Schiitzliait. die schon vorher vom ReichssiatNiäNcr iüauleiler Sprenger ivegen dieser Tat über sie verliangl worden' ivar. aiigereclinet. Die erste I^Sicbskonkersnz polnischer Juden Ter 'Verband polnifeiier Inden teilt mit: „Ter 2!erdaiid der polinscheii Inden in Berlin l,at gelneiiisain .mit einigen Gruppe» der Provinz die Jiiiliative ergriiie». Ende Tezeniber eine K o n i e r e >> z p o'l n i i ck) e r I u d e „ Text j'dj* l a ii d s nacl> Berlin eiiiznl'ernsen. Tnecli den Zniaiiiineiischlnsi )oilen ainh besonders die >>> den .kleinen- Erlen iool,>>ei>den pvlnisct,en Inden erfaßt iverden. . Tie . zniaiiiineiitreteiide Reicliskoiiserenz polnisclier Juden wird' unter - anderem a>»l> das '4>erliallius der polnischen- Inden zu den beilehenden 'indischen Erganisatioiieil i» Tenticktland. ihre A>n'amn>e»arbe>t mit de» vorhaiideneil indisckien -Uorperschäste». ihre Slellnngiiahme zum, Pvliiisclie» Staat »sw. zu klären -haben. Tie Lrtsg.rnppen nnd Einzelpersonen, mit denen bis jetzt ilvet) imltt diesbezüglich in U^erbindnug getreten werden konnte, werden gebeten, sich mit dem^ Sekretariat. Berlin N 54. Liiiienstr. 00. in Berbindnng zu setzen. .Tie polinickie Regierung hat dem Sejm ein - Aiiinesiie.Gesetzeiitwiirs nnterbreitet. wonach ». a. auchd.,ejeingen. 'Mililärpilichtigr». die bis znin 'Marz >'.«23 ihrer 'Mililärpilicht nicht nach,ze. koinineii Niid oder iid) im Auslände bei den Konsulaten iiicl>t registriert haben.. S t rasfrei - hei t gewährt wird, wen» sie iiiii.erl>alb eines Jahres »ach Jnkraittreteii des Amnestiegesetzes fick, der 'Militärbehörde stellen. Es liegt dalier iin Jiiteresse der Betrosfeneii. sick, soiort mit dem'^lerband polniscl>er Inden E. V. zur Erteilung weiterer Aiiskünslc in Verbindnitg zu setzen." welche die C.-V.-Zeitung noch nicht lesen: Senden Sie mir bis auf Widerruf die G-V.-Zeitung 99 Pfennig für das 1. Quartal 1936 zahle ich an den Briefträger. Die Nummern 51 52 sind mir kostenlos zuzusenden. Ort:.-........._ fFür B«itellungen, die nach dem 23. di. Mt«, bei unt eingehen, erhebt die Poit eine einmalige Ver- «pjätungsgebühr von 20 Pf.) Aunchneiden und mit 3 Pfg. frankiert «enden an : C-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Em»er»tr. 42 J 2 Oliva 8141. Der Feiertage wegen erscheint die ' nächste Nummer det9C.-V. -Zeitung bereits am Dienstag, dem 24. Dezember Geschäftliches l'TMMir.ic ii .V;t t I. ,i n. H-rlui ' IM,' III, \j. 4<t!;ik:. Oritmlvprein Sinntsl»urprer (ji.-iijticris e. V.. Ilcrlin W l.j Enjsc-r Strafe 42. der Buch- und Tiefdruck Gesellschaft mbH, fSchmuck Uhren * Gold - Silber janrin Juwelier ‘Beimünte j