Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 45 (7.11.1935)
- Date
- 1935-11-07
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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C-V.-Ztg. Nr. 45 7. Novbr. 1935 Gesetzliche Regelung ist abzuwarten Ein Schreiben des Reichswirtschaftsministers Zur Stellung der Juden im Wirtschaftsleben nach den Beschlüssen des Nürnberger Reichstags hat der Reichs- und preußische Wirtschastsminiller folgendes Schreiben an die Reichswirtschaftskammer gerichtet: „Tie Nürnberger Gesetze und die demnächst ergehenden Ausführungsbestimmungen werden auch gewisse Neuregelungen in der Stellung der Juden im Wirtschaftsleben nach sich ziehen. So lange diese gesetzliche Regelung nicht erfolgt ist, haben alle Maßnahmen Nachgeordneter Stellen gegen jüdische Geschäfte zu unterbleiben. Ich ersuche, die Gruppen der gewerblichen Wirtschaft hiervon in Kenntnis zu setzen." Wirtschaftliche Folgen jüdischer Geschäftsverkäufe Die „Frankfurter Zeitung" vom -i. November veröffentlicht einen Aufsatz. „Jüdische Geschäfts- Verkäufe. wirtschaftliche Folgen und ivirtschaftspolitische Aufgaben". dem wir nachstehende Teile entnehmen: ..... Tie feit langem in Gang befindliche jüdische Verkaufs- und Auswanderungsbewegung hat durch die Nürnberger Gesetze eine außerordentliche Verstärkung erfahren. was sich zum Teil aus dem in diesen Gesetzen erneut znm Ausdruck kommen-' den Willen der Reichsregierimg. zwischen Ariern und Juden einen scharfen Trennungsstrich zu ziehen, erklärt, zum Teil, aber auch aus der von Minister Frick in Saarbrücken gemachten Ankündigung, daß die zu erwartenden Aussüsirungsbestimmungen Beschränkungen der wirtschaftlichen Bewegungsfreiheit für die Juden, enthalten werden. . Tie wirtschaftlichen Folgen dieser Vorgänge -sind vielseitig und schwer zu übersehen.. Tie Jnsolvenzveröfientlichungen deuten bei wenig veränderter Gefamtziiser seit langem auf ein gewisses Ansteigen jüdischer Zahlungseinstellungen hin, obwohl die Langsamkeit und Loraussehbarkeif des Ausschaltungsprozesjes im, allgemeinen zu zFetstdispositionen wenig Anlaß bietet, so daß es sich liier nur um bestimmte Sonderfälle handeln kann. Immerhin wären die Jnsolvenzzifiern andernfalls'heute schon niedriger, als' sie es tatsächlich sind.. Größere volkswirtschaftliche Bedeutung hat der Druck, der von den Geschäftsauflösungen und Gcschästsverkäufcn auf. den Grundstücks- und Effektenmarkt ausgeübt wird, weil er die Unternehmungslust beeinträchtigt. Die Geick)ästsverkäuse selbst crwlgen, natürlich meist entsprechend dem bereits eingetretenen Abfatzverlust zu niedrigen Preisen. Die Einbuße, die das für den Verkäufer bedeutet, wird durch den vorteilhaften Einkauf, der sich für den Erwerber ergibt, keinesivegs^ausgeglichen. Der Prcisdruck kann nicht ohne pihchvlogiiche Rückwirkungen auf die gesamte Wirtschaftslage bleiben. Er ist aber auch der Ausdruck dafür, daß es an Leuten mangelt, die zugleich kapitalkräftig und-fachlich tüchtig gcivw find. um die in Massen angebotcneu Objekte zu übernehmen: Ist aber die übernehmende Hand nicht kräftig genug. so entsteht mindestens eine vorübergehende Beeinträchtigung der wirl'chaitlichen Funktionen, die der Betrieb bisher ausübtc. es ergeben sich neue Jnfolvenzmöglichkeiten oder es droht auf Grund des billigen Einkaufspreises Schleuderet. Verhältnismäßig einfach liegen die Tinge noch beim Verkauf von Produktionsanlagen. die einen festen Kundenstamm und erprobte Verfahren besitzen. obwohl auch bei ihnen nicht immer icilstehr. ob unter einer neuen Leitung die Leistung unvermindertbleibt. Potente Käufer mir entsprechenden Gcichästskenntniiien werden aber schon-wegen der Größe der in FragekommendeirLbjekte schwer zu finden icin. Für den Erwerb kommen daher in erster Reihe Großunternehmen in Frage, die die Gelegenheit gern benutzen, ilüsstge Mittel zu günstigen Bedingungen zu investieren. Daraus kann sich aber leicht eine Steigerung, der unerwünschten Konzentrationstendenz ergeben und eine Verminderung des von der Reichsregicrnng ,'onst be-' sonders gepflegten mittelständischen Unternehmertums. Auf die eventuellen Folgen für die Wettbcwerbspolitik, die Preiie und den Arbeitsmarkt hat der „Völkische Beobachter" hingewieien. Freilich ist der Anteil der Nichtarier am industriellen Unternehmertum nicht besonders groß und verteilt sich auf die verschiedensten Produktionszweige. Zn - einem volkswirtschaftlichen Problem von weittragender Bedeutung wird die Ausschaltung der- Juden erst im Handel, besonders in solchen Zweigen des Groß- und Einzelhandels, die sich bisher vorwiegend in jüdischen Händen befunden haben. Hier erwächst für hie Wirtschaftspolitik eine ernste Aufgabe. - - Es ist vorgefchlageii worden, eine Aiiiianggesell.fchaft zu errichten, die jüdische Geichäste entweder selbst kamen oder arischen Geschäftsleuten Geld zur Nebernahme vorstrecken müßte. Dadurch könnten zweifellos manche Reibungsschivierigkeiteu beseitigt und bessere Verkaufspreise erzielt werden, woran — wie gesagt — auch die Volkswirtschaft interessiert ist. Derartige Maßnahmen müßten jedoch bald in Angriff genommen werden, denn die allmähliche Liauidation von Geschäften und die Unsicherheit ihrer Inhaber über die weitere Entwicklung hat bereits zu Austragsaussirllen geführt. die sich in einzelnen Zweigen der Fertiqindustrie fühlbar gemacht haben/ Man muß sich aber bewußt sein, daß auch dieser Vorschlag nur bei den mittelständncheii Enizelhandelsgeschästen größeren^Erfo.lg verspricht. Für.die Großbetriebe des Einzelhandels..werden die .Kapitalteil,schwer aufzübringen sein.. Gerade die Werbekrast dieser Unternehmungen sist aber sur den Absatz vieler Produkte besonders-wichtig. Eine'vorübergehende Unterbrechung mancher Absatzkänäle scheint hier kaum vermeidbar. Noch mehr gilt dies für die meisten Großhandelsgeschäfte, bei denen die Beziehungen des Inhabers häufig den eigentlichen Kern des ganzen Unternehmens.bilden, Solche Geschäfte sind daher oft ohne .langsame Ei» arbeitung des Geschüftsnachsolgers überhaupt nicht übertragbar.. Soweit cs sich dabei um Erporl und Importgeschäfte! handelt, können möglicherweise deutsche Außenhandelsbeziehungen ans die Tauer verlorengehen, aber auch im Binnenhandel kann die entstehende Lücke sich durch eine , Gcschäftsausdehnung anderer Betriebe nur allmählich wieder schließen.. Welche Rolle der Großhandel für viele Zweige der verarbeitenden Industrie spielt, besonders für solche, die zu klein sind, um Werbung und Absatz selbst in die Hand zu nehmen, ist bekannt. Aber auch große Produktionszweige können geschädigt werden.- wenn die Rolle des Judentums im Handel der Branche eine besonders ausgeprägte war. ZAuf die Befürchtungen, die besonders die Textilindustrie angesichts des starken Anteils der Juden am Tertilhandel und an der Konfektion hegt, hat-vor kurzein der „Konfektionär" sehr eindringlich yingewiesen. Neben den innerwirtschaftlichen Problemen, die durch Jüsi'rvenz L-g,:iaat:vn und'. Verkauf nichtari scher Geschäfte entstehen, dürfen auch die Answirtniig-en ans 'Uu deMsche Z-chlimasbilanz nicht vergessen lverd-.ni. Die „FZ" unterstreicht dien' Auswirkungenim einzelnen und folgert: Soweit es zu einer dauernden Abwandcriuia gesthäsktiilier Eriahrnngen Und Beziehungen zur Ausfuhr von Uv lieberrechten und dergleichen kommt, ist der ' Schäden ein dauernder. Wenn man diese verschiedenen wirtieiMtliche". Folgen im Rahmen der Ge'aintivirtichait auch nicht überirllätzen darf, so ist doch jedenfalls firner/ daß alles geschehen sollte, um die Geschäftsübertragung. soweit, sie unvermeidlich. ist. von Staats ivegen zu ui'ier- ' stützen und zu erleichtern und dadurch reibungsloser zu gestalten. Das würde auch im Interesse der "Verkäufer liegen, die gegenwärtig manchmal damit rechnen müssen. ihre Ncstlansgelder zu verlieren. Im übrigen gilt, wenn man sich ans rein wirtschaftliche Argumente beschranken will, waskürzlich der „Konsektioiiär" in dem erwähnten Artikel mit Recht feststellte, daßdie Wirtschaft sich schließlich mit allen Gegebenheiten ab zu sin den vermag, daß sic aber am stärksten durch Unsicherheit gelähmt wird. Die Unklarheit, schließt der Aussatz, die setzt l>ei den nichtarisckien Geschäftsinhabern über ihre Zukunft Irestesit. die Unsicherheit, in der die gesamte Wirtsichaft sich bezüglich des Ansinaßes und der Folgen einer eventuellen Ausschaltung der Juden - aus dem Wirt'chan sieben befindet, bildet einen Herd .der Vennruhigiing. der beiciligl 'ein wird, sobald die künftige Stellung des Jndentnms durch den Abschluß der Gesetzgebung vollständig "geklärt--ist. Die Ausschaltung oder Znriickdrängnng des indischen Einilnsses ,n der Wirt- - ichast selbst nnirde dagegen in jedcni Falle ein langandanerndcr Vorgang sein. Ausverkäufe bei Geschäftsaufgabe Im Organ der Arbeitsgemeinschast der Jn-- dnikrie- und Handelskammern wird laut Tagespreise mitgeteilt, daß ein weiterer Ausbau der reichsrechtlichen Regelung des Ansvcrkanfswcsens erivlgt sei. Während bereits bisher durch Reichsvorichristen die Einheitlichkeit der Diirchsührung .oon Saison-, Schluß- und Jnveiitnrverlänsen sonne von SondcrveranstaUimgen gesichert worden ici. habe der Reichsivirtichaslsminiiler »mimesir durch Rnnderlaß auch eine Ai u st c r a n' vrd - n:i n g verfügt siir die Durchführung von Ans- . verkämen ans Anlaß der Ausgabe von Geschälten. Svlctfe Rünnningsverkäuse. die 'vielfach auch bei Erbausciuanderietziliigen erfolgten, seien gleichfalls 14 Tage vorher an,zumilden, um' eine ausreichende Nachprüfung zu ermöglichen. - In.--derartigen Fällen könne während zweier Monate ein besonderer Ausverkani stattsindeii. Von dieser Mnsteranordnung sollen die. lchheren Verwaltungsbehörden. ivic es" in her Tagespreise nach einer Mitteilung?''-von' Ministerialrat' Eöttschick weiter heißt, nur in wirklich begründeten Ausnahme'ällen abweichen. Sie nmiaiie drei Gruppen von Borfchristcn. Einmal enthalte iie die Bestimmungen, die von' der' Ueberwachnngsbehörde ani Grund gesetzlicher- Vorschrift erlassen werden müssen. ' Ziir Erleichterung des Verständmises wiederhole iie ferner die im- Gesetz besonders niedergelegten Uebcrwachuügsvorichriilen und ergänze dieie um die der höheren Verwaltungsbehörde zustehenden Ansnihrnngsbeslimmungen. Endlich, enthalte sie zur-Erläuterung die wichtigsten Grund'ätze des Ansverkanisrcchts aus Gesetz und Rccht'prechnng.- um die Geiverbetrcibenden mir ihnen oertrant zu. machen. Warum stagniert die Korse? f In der „K u r?i e r - K o rresponden z", H a n d e l s - u n d W i r t i ch a i t s d l c n st" veröffentlicht Daniel Bern sie l.n einen Aufsatz „Warum stagniert die Börse l' Nach einigen allgemeinen Ansii'ihrnngcn hcisit es darin: . - .„Warilm-siagiiiert. die Börse jetzt noch l Die - Frage ist , bereäitigt.-- denn alle Grinide. mit - deucn man dreien beuialie niinatrirlickien^ Zn-- . ikand in Den- Kreisen des bernssmaßigen-Essekleii " Handels und ansierhallo ierner Re>Iieii zu er - klaren -iucht. scl,eiilcil iml,t inä,haltig zu sein. Tenn es nrnß betont.werden:/Das Kursilivean. ist. reiiditenrnasiig glichen, iingeialirlich. geworden-/--Tie Kiriidichait hat inziojickieii fclimerz- ' hast erfahren,- wie die Papiere heisien, von denen es im eigenen Jnlerefie die Finger lassen soll.. Der Geldmarlt bleibi ilnshg. Und daher ist Aiilageiieigung vorhanden, . wenn sie auch d>irä> die nervösen Schivaiiknugen, die oft während einer einzigen Vörienstuiide anstreten, abgeschrerkt ivird und fick, nicht entfalten kann. Ebensowenig kann man 'eriiftlicli.die Nürnberger Jndeiigesetzgebuiig und die an sie geknüpften Koinbiiiativiieii . für . die Unsicherheit an' den Efiekteiimärkten verantwortlich machen. Talsache ist,. daß solche Etsektenposien, die ans jüdischen Händen in arische übergingen, niemals die Börse passierten. Sie sind von Banken oder Konsortien übernommen ivvrden. Das war schon vor Nürnberg so.und andieser Praris hat sichneuerdings nichts geäiidert. Im übrigen sollte man in den Kreisen des berufsmäßigen Effektenhandels und auch . innerhalb . der Depvsiteiikasseii-Kiindl'chcist riicht vergessen, daß es fidj bei den Inden, die durch die Nürnberger. Gesetzgebung in -Wirtschastssorgeii verseht worden sind, um Geschästsleiite handelt, die zwar Warenlager und BNireiivcrpfliclitnngen haben, aber kciileswegs mehr über namhafte Esseltenbestände verfügen. 'Vier behauptet, daß von dieser Seite her »och-Esseltenverkänfe über die Börse vvrgenvmmeii worden sind, täilsckst sich." Wettbewerbsfragen Im Anschluß an eine frühere Entscheidung, -daß die Werbung mit noch nicht reclitskrästig gc wordenen Gerichlsiirteilen -unstatthaft sei. stellt, wie die Tagespresse bcricl>tet., der zu-crbernt der deiitschen söiriicliait jetzt fest,, daß ancl> r c c!, t s - k r ä f t i g e II r t e i 1 c » i ch t z » r H e r a b - > e tz n ii g des. Ni i t b c w e r b e r s b e n >, tz t lverden biirrc». Wenn die Gerichte durch rechtskräftiges Urteil eine Streitigkeit .zwischen ' zwei Werbllngtreibcnden endgültig entschieden hätte», müsse verhindert iverden, daß die obsiegende Partei niiii ihrerseits durch Benutzung des Urteils den Unterlegenen behindere. . In einzelnen Fallen könne allerdings die Verösseiitlichung einer ge richtlichen Erienntnis zur Aluvehr unwahrer Bchanptniigen er'orderlich sein. Hieriiir sei aber in , jedem F«-ille die Genehmigung des Werbernts notwendig, Urteile, denen oo» den Gcricliten die Verössentlichniigsbefugnis. ausdrücklich zncrkainit ck'ei. dürsten natürlich in dem vom Geriisit vorgesehenen Rahmen veröiientliclst werden. Darüber hinaus sei eine Verwertniig nur mit ^-',!iiliinmmig des Wcrberatcs znläisig, Wichtiges für die Praxis Der Reichsarbeitsminister hat laut ^ages- - preise den Beanstragten des Trent,anders der Arbeit iür das Ztzirtichaitsgebiet Hesseii -Kaspar- Maus in Franltiirt a. Ai. -znm Sonder . t r e ii h ä » d e r der Heimarbeit bestellt. Er li»t die Arbeitsbedlügniigen der Heimarbeiter i n d e r Leder n> are n t){- eise-. S p v r 1 - a r t i t e l - u n d A u s r ii st u ii g s i ii d n st r i e in Hessen, Westfalen.' Südivestdenlschlaud. Baher». PUtieldentschland. Sachsen »nd Bcrliii-Braiide!'- bnrg zu regeln. Für die Heimarbeiter in der Faaüsleder-Znrichterei in der sirenhänder mir iür . einen etwas kleineren Bezirk zuständig. Tie Uebenvachung der Entgelte ist dem Sondertren händerinr Hessen und das ba>)eriiche BezirksamI Al.zenail überlassen. In den übrige» «üel'ielen obliegt der-Entgeltschiltz den zuständigen Treuhändern der Arbeit. "' ' - ' Wie die Zeitimgen Zeitschriit ..o a ii dwä r e" entnehmen, ist eine Teu t srlie i> t r e i d ckontor e.' G. m. li. H. gegründet wor den, in.-der -Handelsliänser und Geiivsieii'cbailcii der ivichtigslen dentichen Getreidegroßmärlle am. freiwilliger Baiis .zniammeiigesaßt sind, mit. dcr 'Aiiigabe. die Einäuid Ansiuhr von Getreioe- und Futtermitteln entweder selbst durchziisühren .oder durch ilire Mitglieder dnrchiührcii zn'laiien. Znni Anisiclilsratsvorsitzeiiden nnö Treuhänder der Gc-ngiienichait ivnrdc. Kurt Z s ch i r n l . 'ä>or sitzender-der Haiiptvereinigiing der-dentichen Ge treidewirt'chast. geivählt. , I ' Wie die Tagrspre-isc l1-:i,htel. - ,it eine' o< B -e' : r a a s-v r d n n n g i n v v : c -G c l : c > :o i : i! ch a ft crlaiien loocoen. A!it Dal,im vom Itz. Lktvber d. I. har laut Dagespreiie die Lvmbardkvntrolle der Reichsbänk ein neues Verzeichnis der r e i ch s b a n k! o m b a r d i ä h i g c n Wertpapiere ausgestellt. Wie ivir bereits meldeten, iverden aus Grund eines Bc-iclilniies der zuständigen Glleder>ii!.gk!! der .-Reichsgruppe -Banken -.sämtliche deu t s ch e n K r'e d i-t-i n st r l n t e vom 1. ^tovember I sl.'lö ab solche ihnen zum E i n z I, g - ü b e r. . geben en Schecks, die von der bezogenen -teile ivegen Fehlens der Deckung nicht eingelöst iverden. können, 'fviort . nach erster vergeblicher Vorlegnng mit den, gesetzlichen Vorlegmigsvermerk oer'ehen an de.» Einreicher zurück-" gegeben. Eine rviederholle- Vorlegung von Schecks, die bei eriler Vorlegung von dem bezogenen Kreditinstitiil »'äiigels Deckung nicht eingelvir worden imd. iindct. wie wir der Tagespreise weiter enluelimeii. alio' in Zukunst nicht mehritatt. Insbesondere iverden-auch die Reichsb a n k a n >'l a l l c n ausnahmslos in diesem Slnnc per,al,reu „nd z. B. m der Abreci,nn»g Wniiiclieii ani .nochmalige Vorlegnng ungedeckter Schecks iilckit liiehr uachloiiiiiieii. ioiiderii von de.r.. bezogeucn Bank soivrt die Veiingmig des Protest-'' ersatzvermerks ans. den vvrgclegten Schecks--vcrla iigeii. ' -. - Zur A ml lariitig von Zgve-i i-eln liat laut Tagespretzv^der Präsident dfr!>>errt>sain-tcklt: feit gestellt, daß eine .zrimdsatzlickie Herailsimhme von-tokchen P e r i o i> e ,i . die > n B e t r \ e l' e n v o n V c r » in ivn d t e"n be'sckiailigt gnd'/aiis den' Vorschriste» ilber 'das A r b e > t s vu-eh.'unmöglich lei. da der Gesetzgeber de». - Perionenkreis der. Arbeitsbuch' Inhaber bewußt iveit gelaßt habe. Der. Verwaltmigsrat des L e > p; i.g c t 1H e ß - a mis hat laut Tagespreise mit Zustimmung dev Rcickisregicrling und des Reick>sitattlialters von Sachsen.den-K-ailfmanli Ludwig- F i ch t e tLeipzig). Oberführer der SA-Brigädemit tltzirkmig vym >. N'ovember znm stellvertretenden Vorstand des Direktoriums des Leipziger Meßamts e-rnaiiiit. palästinensische' ^uskubrsaison beginnt ' In Palin'lina begmiit man. >vie Bericliien von dort zu entnehmen ist. mit den Vorbereitiingcii für das koiiiineiide Eilrusgeschast. bei dem .mit' einer Ausfuhr von Ntiltivnen Kisten Orangen gerechnet wird. Die.Ptaiidatsregiermig hat ans verschiedenen in den Pflaiizungsgrbietc» liegenden Eisenbahnstativiien Ansbaiiarbeiteii an Lagerschuppen. Zufahrtsstraßen »nd. Laderampe-n vornehmen lassen. Ferner wurde im Hinblick aus die . geplante Verslärlmig der tlllcrbmig ,'ür palästinensisclie Eitriisfrüchte dnrcki'.'V>ervrdni'ing vom 0. September Idie :>ieklä-»,eal>gal'e-.von Mils ans ü Rtils je Kiste erhöht. Die Anssuh'r von Grapefruits l>at»iitMiii, Kisten bereits begonnen. Diese -Friiel» ,,'t dnrci, die in, R.'ai >'«-'!-> nnjgelreteiie Hitzewelle, »'eiliger beei»träc!,t:gt morden als die Orange. Die Ernteanssichte» sind gut.-.und mau relsinet -mit einer '?lnssul,r von I.-'ü Ntillioiien Kisten. Im Vorjahr wurden »>«.01,i> K,sie,i lnrapeiruils aiisgeinlirl. Aucl, die 'Z.itroiieiiäusiilhr imt euigeseln lind. zeigt einen guten Absatz, weil der ilalümiicl>e Erport nach England imd andere» Ländern in,Uv den Kriegsvorbereitmigeii gelitten hat.. Deinnäckiil ii'll eine iiene Eitrusirnclil Sor.tier ii»d Sieiiil'elmaichiiie auf dem Markt, erscheinen, die eine bedeutende Verbeistrniig gegenüber de» bisherigen Thpen solcher Mcichinen aufwcisen und I">0 Fri'nstte in der hltiiiiile sortieren »nd stempeln soll. Der Erfinder'beabsiclitigt. die N.'aschine auch' in Kaliivriiien zu vertreiben - und trägt sich mit dem Plan der Konstrnktion euch einerVerpackungsmaicl,inr für Eitrnsfrüchte. stach einer Vtitteilimg der ungarischen H,iiidel->ka inner hat die nngariiilir Ütegiei iiiig die Einfuhr von '.0 non Kisten Orange ii jährlich ans 'tznlästina nach llngarn ge- 'VUe nmtlul, bekaniitgegeoeii wird, sind im Mo- »at. September 617H jüdische Einwanderer nach .Palästina gekommen, si-'x von ihnen gehörten zur Eiiiwaiidererkategorie .\, für die ein Barver mögen von inindesteiis looo Psnnd v^rgesehrieben ift. Die Palästina Regieriiiig l,at beschlossen.. Maß nahmen zur Erhaltung des eigenartigen El,arakters der Altstadt von Jernsalem z» treffe».Die ältenibsiui - denlinäler werden 11m11-r Schutz gestellt, und jeder Plan einer baulichen Bleränderimg muß vorher einer besonderen' .Kommission' zur Prüsiing und Geiiel,nng,mg vorgelegt werden. Kündigungsschutz für ältere jüdische Angestellte I» einer Verhandlung vor einem -Arbeitsgeriisit -stand lürzlick,. wie die ..Fraiikinrter Zeitung" vom Nu. Oliol'er ineldel. die Frage zur Eiitselieidniig. in welel,er Z-tlleise der Kniidigiiiigssisiiitz iür ältere A »gestellte r'lmvendimgiindet ans einen jüdischen Ar.beiliiesiiner. der lange Veit in einein jüdiscl»-.,, Bciriel'e I'eichaitigt niar. u'enii der ^si'trieti jetzt - am'-eine,, slriei,- iibergesit. In dieser Versiandliing. die nur einem Vergleich endete, brachie das '.'lrbeit geriel,!- .znm :'l,,sdrnck.' der arische Jul,aber siätte beim Erwerb der.Zirma dem Vorbeiitzer erkläen im",Ueii, daß er ven jiidi- >'sie>i Angestellte» nicht mit.'übernehme. Da er das nicht ^getan l,abe. inüü'e er die Konieanenze» trage».. Der indische. An gestellte loniie-alio den -Kiindiginigsschntz siir 'sich in Niiipriich „el>inen. Keine fristlose Entlassung wegen nichtarischer Abstammung In einem Urteil von 1. Oktober Iw:-'. - Ea. - t,at das Arbeitsgerict» O b r h a >i ich zmil Ansdriick gebracht, daß die ,ii,!>t,ir,iche JEblchniiiiNiig eines Ängcstellteii -für »ch allein die' iristlvie Eiitlassnng nicht rechtfertigt, ebensowenig der von dritter Seite ansgeübte Truck..da dieser den ckiiordnuiigcn der Reichsregiernng widcripreche. Diese Anordiiiingen seien auch nach den 'stü'rnbergcr Gesetzen in Geltung geblieben. der Prehenotiz vom -> Lt'tobcr IE-,-', angczogk Gc s e tz c s lnit-l,» u ii ge ii vom I-',. -September I'., denen weibliche Hansgclnlsinneii unter 4.1 Iah am t. Jmuiar Iie.:«: nicht -mehr in indischen Hc Haltungen' lvschaktigt 'werdeitz dürfen', sind di Tn rsehen i» Oiier-schl,-sicii ' verösfeiitlrcht ivvri Sic treten im ehcmäliaen Äbstimmungsgebiet. n in Kraft- . Nagiiter Kirsch tf«r gut« Likör, Magister MUnchan VII