Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 39 (26.9.1935)
- Date
- 1935-09-26
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sport der Woche Sporttag des „Bandes“ in Berlin Der Landesverband Berlin des S u n b p $' Deutsch- F ü bischer fugend veranstaltete am 22. September sein diesjähriges Sportfest.. Dom frühen Morgen ab herrschte auf dem I9nt-.- newaldsportplatz bei schönstem Herbstwetter emsiges Treiben. Und als pünktlich um ll Uhr Paul Pogi Mälzer/ der technische werter der Veranstaltung.'^>uir Aufmarsch kommandierte, marschierten 500 Jungen und Mädel in gleichmäßiger Sportkluft. straffen Tritts i» den Jnnenraum. Fotodienst Arno KikoU-r Ein buntes Bild: Kreise wurden gebildet, mit . großer Begeisterung wurde „geprellt", das machte den jungen Spaß. , in der Luft herumgewirbelt zu werden. Einige Tummcl- und Lagcrspiele wurden probiert, dann begannen die Wettkämpfe. Zunächst Römische Wagen- . und Tankrennen. Manch einer' stürzte, aber was machte' das gegen die Begcisterüng lind die Freude am.Spiel, die alles bald vergessen ließ. Der 1. Zug siegte, wie er sich überhaupt am besten auf das neuartige Programm einzustellen wußte. Einen Höhepunkt bildete die Große Zugstaffel, die nach wechselnder Führung vom 6. Zug vor dem 15. und 18. gewonnenwurde. Das Gegenstück für die Wcrkgruppen. eine lO^lOO-Meter-Staffel. sah .nach spannendem Verlauf. Norden mit knappstem Bor- . sprnvg vor Nordosten, und Schöneberg - siegreich. Einen, breiten Raum 'im Programm der Bern» slaltung -nähinen die B ö I k e r b a l l s p i et e ein.- Mit Erbitterung und Eifer .wurde gekämpit. Mit allem Drum und Dran, mtt Fehleulscheiduu gen, mit Protesten, die am besten die - Bögeisir rung nNd Aufregung .kennpnchnetcn. Zsäv ieder im Nahmen seiner Mnuiischn-it sein Bestes. Bei . den' Spielen mit dem Bollball gewann der 1.. bei den-Spielen mit dem Hohlball der 6. Zug. - . Dann traten die -Zilge und Werkgruppen.;n - cineiu M au n sch.a s t s'l u-u f über 2tM» Meter i-an7e' Bon fünf gestartete» Läufern'-mußten v'fer geschlosseu da» Ziel painereu. Es--kam.' also nicht „ aus die Leistung des einzelnen an. Am besten und gleichmäßigsten lief auch hier der 1. Zug vordem -8.. 5. und 15. Bei den Werlgruppelt holte sich die Mannschaft der Gruppe Süden, vor den kombinierten Gruppen Schoneberg und NW den -Sieg. .Ten würdigen Abschluß der Beranstältung bildete ein gemeinsamer Aufmarsch. . ( Dieser Sporttag war nur ein Versuch, der . ' kleine Mängel zeigte, die nbgestellt. werden-lön-' nen. Der Hauptzweck ist jedoch erreicht worden. Die Züge und ^Gruppen des Berliner Bundes lernten sich in «piel und Wettkampf kennen und schätzen, durften im Rahmen einer Mannschaft ihre Kräfte mcsicn und verspürten etwas von dem 'Geist der Gemeinschaft. - M. F. Leichtathletik Berlin Ventral-Derei n ünd E.-W- Zeßtnng stifteten wertvolle Preise-für Bestleistungen bxt. zwei bedeutsamen sportlichen Bernnstaktungen- - der letzten Zeit.. Bei den -eindruck-wollen L-e i ch t - 9 a t h l e t ikr e i ch s m e i ft c rschasten - des R. j. F.. S p o r t b u.n d e s i n Berlin, dir einen hervorragender, Abschluß der Saison därstellten mnd' glänzend verliefen, gewann nach'einem schönen Rennen den Ehrenpreis bes C.B. für den Sieg in der 4 mal 400 Meter-Staffel'die BSG ON. Den Dreikampf, für den die E.-B.-Zeitnng den Ehrenpreis ansgesetzt hatte,.gewann Hilde Finke n st e i n (Berlins, die überhaupt die erfolgreichste Sportlerin des Tages war.— neben Grctel Bergmann (Stuttgart), die alle in Erstaunen setzte und begeisterte. Verblüffend ihr Können, das sie in die Lage versetzte, mit 1,55 Metern eine. Hohe zu überspringen, die außer ihr in Deutschlaut» nur ganz wenige Könnerinnen vollbringen und auch die nicht alle Tage. Auch beim tvportfest der j n.d i s ch c n Schulen Berlins hatte der E.V. eine» Preis gestiftet. Weit über 2000 Schüler und Schülerinnen der Berliner Gemeinde- und privaten Schulen waren als Zuschauer und Aktive erschienen. Der Vormittag wurde zu einer ein. drucksvollen Kundgebung der jüdischen, Jugend, die ihre Begeisterung zum Sport und ein», gutes durchschnittliches Können einmal auch in diesem Rahmen unter Beweis stellte. ' Warnte. Herbstsoniie strahlte über die Schar eifrilZer, sportfroher Kinder, die sich zum Sportfest ' der privaten ^Waldschule Grunewald am September versammelt hatten, nachdem sie kurz zuvor beim Schultportscst der Jüdischen Gemeinde- Berlin fünf Sieger hatten stellen können. . Etwa.-zwei Drittel aller Schüler haben aktiv an diesem Sportfest tetlgenommen. G. München Der Ftiis München veranstaltete iin Laufe des Sommers eine Re,Ne von turnerischen -n»d -ivortlichen Wettspielen. Bemerke,rSivert sind neben Fugeudtag die banerischen 'Leichtathletilineister iäiasten 19W-»nd .die-Wettspiele auf dem. Gebiet des Tennis- und des Hockensports. Die Vertreter des Makkabbikreises Südwestdentschland trafen sich zü einem BezirkStennisspicl gegen den Verband bahrischer jüdischer Turn- und Sportvereine in München. Der Wettkampf'endete mit einem Sieg Bayerns. <1 Handball Berlin Fm erflen Handball-Berbandsfpiel der Arison schlug der Bar Kvchba den JSK knapper als erivartet mit 1»: 6 Lore»: Nachdem die Bar Kvchbaner, dessen stark verjüngter Sttirin schon.in recht schöner Form spielt, in der ersten Halbzeit bereits eine glatte 8 : 2-Führnng ' herauSgehvlt hatte, gelang e8 den FSKern. in der zweiten Halste mächtig alifznhvlen und bedenkliche Schwächen in der nachlassenden Bar Kochha-Hintermauuschaft anszlideckeu. ' ü. k'. - Breslau Am 22. September fanden aus dem RFF-Platz ' i» Bros (an z)vei Freundschaftskämpfe statt. Die Kuabeumauuschaft des RFF BreSInn trug ihr erste» Spiel aus und verlor noch ganz untrainiert gegen SE Pfeil (Breslau) mit 0 :11 (0:5). Die Fugcndmannsctiaft des RFF Unterlag ebenfalls gegen Union Wacker (Breslau) knapp mit 8:'.», nachdem sie bereits zur Halbzeit 2 : 8 im Nachteil war und in der zweiten Hälfte einen schönen Endspurt zeigte. vul. * Fußballmeister des RjF wurde in Leipzig beim Endspiel um die Reichsmeisterschaft deS RjF- Sportbundes die Mannschaft des Schild (Frankfnrt a. Bl.), Nach hartnäckigem Kampfe gewannen die Südwestdentschen mit s:2 Toren. Spiel und Titel, den sie schon im vorigen Fahre gegen die BSG .M vergeblich zu holen versuchten, gegen Schild (Leipzig). Ringen in Kopenhagen Offne bemerkenswerten Erfolg blieb der Besuch, den eine Ringermannschaft des JBE Maccaln,' Fünf-Besten-Liste des jüdischen Sports in Deutschland ' Die Le!chtathleiik-Saiso>,« de? Fahre? 19?5 iü beendet. Ntil ihr in. eine Zeit abgeickito'seu. vouif au >oick,ligeu ErriguiUeu im subiickum Sport . .. Deutietßauds.- Der grobe Berbai>d-->velllämpf, der erstmalig in.- diesem Fahr den Svorlbimd des RFF dem deutsckieu Malkabikreis gegeuuberstellte. - liegt hinter, uik-.. . '..Leichlälhl-eljfein* \\\ ress - und -' Reichs,nei'terschaNeu. -'Wettstreite der Laudesverbande untereinai-ider. und mi. gröberem ähvime-a als bisherausgetragen' worden. ..und emo .-ganze . Re Nie.. o' i-e > i er S-p a rlie 11 e i > i B e r I! i '>. > ü > v. itn- 'bei.!, " ergänzte» dieses reiä>Hattige jvorttiäie o-enbeuen . DieseiporUlche-u. Kamwe . imbeu das. giipin!, - sehvii-.lebhafte Fntere.i'e de.se jndnetien 'gubtitmus gefordert, die Sportler-selbil aber-ui dem' Willen - bettärkl.- ilire Leitlnugen. ständig zu veroeaern. ' -iiiäil zuletzt hervor.g'rruieli diiech" die D'ergros:erte '"Zahl der''Weit-lämpfgelegeiibeiteii.' D.-uren ö:ul) Spitzeiileiitimgen zu verzeimueu. so vleibt als wesentliches Ergebnis der Saison sei, zuuelien: der große Fortschritt in den Tilrchiäfnillsleislnngeu. - besonders beim Nachwuchs.' Au Stelle einer gute.iuLrlstmig des Borjalire? kann man in dieser Saison sogleich mehrere »ebe>u'i»ander!leUeu. die oft nur um Bruchteile von Selimden und Zeiiii» Metern vvneinai'der abweichen. . - Aus den zahlreickieu Leichtathletik-Ergebnissen der Saison habe» wir für jede Diizipli» — vorausgesetzt. daß genügend.^irrg!eie.>>sinög>ichlelten vorliege» — die fiinf beste» Leistuligenv se.il' gestellt. Wenn die E B. Zeitung wo» ■ ihrer nächsten Nummer ab diese Zusauunenstelltmgeu veröffeutlicht. so glauben wir. daß damit »iet,t allein einent üblichen Brauet, l^enug.' getan wird, -sondern sind vielmelir der Ansicht, daß solche ' „Besten-Llsten" de» Stand der jüdischen Lenlungeu auf dem Gebiet der Leichlatt>tetil am anseimnlichslen ans,zeige»' und. überdies dartnn. welel,e Schwachen noch . ansznmerzei,' find., welelien Difziptiiien besonderes Angeinnerk ,zn.z.»we»den ist. So wird auch die Ntöglichteit bestehen.-Bergleiet,e .zwischen dem Können der beiden großen ,udisel,e>i Spvrtverbände in Deutschland zu zielseii.' Berlin', der Haloati in Kopeiilmgeu abslaltele. Allein-Goldsteiii (Berlin,, geioa,in. i>» INitielgewieiü . gegen Braginiki lNopenliageut 6 Miimlei,. Alte anderen Kampse gingen, wen» amt, el,re»votl. verloren. Fm Bantamgeiontst verlor Erich-Becker tBerlin) gegen Leiserviviljch - (Kopeiihagen) nael, . Punkten, im Federgewietit mußte Marti» Stuo!,,- iki «Berlin)-wegen einer Aiigeiiverletziing auigebeu. Beta Steingießer H (Berlin) l,ielt im Leichtgewicht Abraham Kurland .(Kope,il,agei>>. de», Olüitipia Ziveiteii, nur 12 Miiinten stand. Bleruer Eol,u «Berlin» ließ sich von seinem Gegner Dorviirzek «Kopeiihagen) im 2>öettergeioiä>t nael, amänglicher Führnng äbfaiige». und in, HalbichioeM-wietü mußte 2t''iesener (Berlin) schon-narl, zioei^rtimiieu gegen Pafkin (Kopenhagenailf die'NÜ/ur mol: . dieser - Niederlagen hinterließen die LVrtiner.in" -.Kopenhagen einen ausgezeichneten- Eindruck. fflhvilian t€*n stntl h nkssislvn srm ii i: UND LEDER ■lllllllllllllllllllllllll[llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Emil Schönmann B e r I i n C 2 . 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