Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 48 (26.11.1936)
- Date
- 1936-11-26
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 4$ * 1. Beiblatt 26. November 1936 Die Judenfrage als wissenschaftlicher Stoff Das am 1. Oklober 19.35gegründete „Reich-. . Infttiut für die Geschichte des neuen Deutschland" hatte sich am 1. Übpril 1936 eine „Forschung-abteiluyg zur Iudensrage"'angegliedert, die unter die - Geschäftsführung von Dr. Wilhelm G r a u gestellt wurde. -Sie . hat jetzt-in München-vom 19. Ins 21. Rvvcmber ihre erste Arbeitstagung abgehalten-. An der. künstlerisch umrahmten Ervfflnlng-feier in der Aula, der Münchener Uhiversität nahmen u. a. der- Stellvertreter des Führers, Rudolf Hetz. Bcr-- treter der deutschen Universitäten, Hochschulen und wissenschaUlick^'n Institutionen,, der Dozenten- und Studentenschaft, des Reichsinnenministcrs, des Reichspropagandaministers, des Rcichskriegs- Ministers u. a. teil. Als erster Redner sprach am 19. November der'- Präsident der bayerischen Akademie der Wissenschaft. : . . Karl Alexander v. Müller.?kach einem Bericht der „Frankfurter Zeitung" führte er ü. a. aus: Tie Errichtung der Abteilung Iudensrage »ei mehr . als . ein organisatorischer Akt -der Wissenschaftspslegc." Sie sei ein Akt. der Revolution. Znmersten Male nehme sich die. Wissensclkist eines Gegenstandes an, den sie'bisher nicht, behandelt habe. Die Tore seien aufgestvsien. Das Reichsinstitut solle die wistensclja'stlichcn Pioniere rüsten zu Fahrten in ein neues Land. Wer geschichtliche ' Fragen behandeln ivolle, trage eine grosie Berantwvrtnncp Biele Wertmasistübe seien heute im Wanken begriffen. Jeder Dag. jede Stunde zeige, wie allgegenwärtig die Erschütterung 'ei. Die Umwälzung umfasse alle Bereiche des Lebens. Die Fragen, die dem.Institut gestellt seien, griffen daher auch aus alle Gevicte und. weit über die Grenzen Deutscl>lands hinaus. Bei der Gründung der neuen Abteilung habe sich sofort dem Institut die allgemeine Teilnahme lind die Beobachtung zu» gewendet. Man-könne sich nicht verhehlen, das; in dieser Aufmerksamkeit eine Gefahr liege. Wissenschaftliche Forschung bedürfe der Stille und der Zucht — auch bei dem aufregendsten Gegenstand. Was könne nun die Wissenschaft zur gegenwärtigen Lage beitragen? Die Wissenschaft könne den Kampf anstragen nur auf ihrem eigenen Feld., Den Trieb zu wissenschaftlicher. Forschung zu wecken, das sei auch Aufgabe dieses Instituts. Tie. Ergebnisse ivnrdeit manches Umwälzungen Hervorrufen. Deshalb sei es doppelt wichtig. daß das , Institut im Geiste dev Verantwortung arbeite. Nichts' liege ihm ferner als der Geist der Zerstörung. Auch über der Wissenschaft stehe als Losung das.. Wort.: Deutschlands \ . Ihm folgte als Redner. der Präsident des . Reichsinstituts, Professor Tr. Walter Frank. v Er erklärte laut „Münchner Neuesten Nachrichten" u. a.: lieber das jüdische. Problem chatte bisher nur die jüdische Seite gearbeitet, Bücher über die Iudensrage waren fast nur von Inden geschrieben und selbst rein tatsächliche.Dokumente zur Iuden-v frage wurden der wisten.sckkistlichen Verwendung' entzogen. Frank zeigte., ivie in der liberalen lvissenschastlichen Welt selbst die rein tatsächliche Erwähnung des Judentums und seiner Rolle verfemt wurde: er zeigte weiter in dem Beispiel des /Gutachtens der philosophischen Fakultät der Univerfität Heidelberg über den Fall Gumbel die innere Brüchigkeit und llmvahrhaftigkcit der damaligen sogenannten „objektiven" 'Wissenschaft. An der Iudensrage enthüllte sich die sogenannte wissenschaftliche Objektivität als die. ärmliche Unterwersung des. Erkcnntniswillens unter die tatsächlichen Machtverhültn'iste des liberalen Zeit- - Nur wer das erkennt, führte Frank, weiter aus. versteht wirklich die iimersten Antriebe der Erforschung der Iudensrage. Neben dem erschütternden nationalen und politischen Erleben' war. es auch der Wille zu radikaler wissenschaftlicher Erkenntnis, der sich aufbäumte gegen einen zu wissenschaftlicher. Objektivität uingelogenen politischen Terror, und der zur Bildung, der wissenschaftlichen Front führte. Diese brauchte länger als die nationalsozialistische Revolution, um sich durchzusetzen. Im Jahre 1933 konnte der Rationalsvzialisiüns auf wissenschaftlichem Gebiet zunächst nicht viel mehr in Besitz 'nehmen als die allerobersten Post«; der Verwaltung. Fast alle entscheidenden Stellungen darunter blieben zunächst noch in der Gewalt der alten vornatwnalsvzialistischen Kräfte. Ter Redner verglich das Stadium der nationalsozialistischen Revolution in der Wissenschaft im Jahre 1933 34 mit dem ' Stadium, in dem sich die politisclst Revolution des Nationalsozialismus in den Jahren 19-19 und 1939 befand. Es galt, zu erweisen, daß die neue Wissenschaft nicht nur . zu 'agitieren, sondern zu regieren verstand. Die geichäftssührende Leitung der Abteilung wurde' in die Hände von Wilhelm Graugelegt. Der Leitung stellte man einen Stab von Fachrefercnten und. von Forschern zur Seite. Tie Fachrefrenten stammen ans allen Disziplinen der Wissenschaft, auch der NaturwistcNsc1)ast. Neben den- Gelehrten stehen' Fachleute des' Bibliothek- und Archivwesens. Ten umfassenden Forschungen zur Iudensrage soll in München die großangelcgte technische'Voraussetzung durch die Gründung der größten europäischen Bibliothek zur Judenfrage geschaffen werden.. . Während der Feier 'gab Professor Karl Alexander v. Müller, wie das-Deutsche Nachrichtenbüro mitteilt, die drei Preisaufgaben der Forschnttgsabteilung bekannt. •' >Die erste Preisausgabe soll das Themas der Geschichte des Hvfjuden-Systems sur das Gebiet Oesterreichs behandeln, .die zweite für das Gebiet ■ der süddeutschen Staaten -und die dritte für-das Gebiet der norddeutschen Staaten.-- . - Für jede dieser Ausgaben wird ein Preis von 4990 RM aüsgesetzt. Die Arbeiten sind bis zum 1. November 1940 einzureichen. Als Preisrichter sind bestimmt: Professor' Walter Frank. Dr. Wilhelm Grau, Professor Karl Alerander v. Müller. Tie preisgekrönten Arbeiten sollen vom. Reichsinstitut für Geschichte des neuen'Deutschlands hcrausgegeben werden. . Am ' 20. November begann die Arbeitstagung. Zu Beginn dieser geschlossenen Sitzungen sprächen Professor Dr. Hans B v g n e r , (Freiburg» über die „Indenshige in der Griechisch-römische» Welt", sodann Professor To »nasche k (Dresden) über „Naturforschung — Weltanschauung". Tomaschek legte zunächst die augenblick- " liche Lage Var.' in die das natiirwissenschaftliche Deuten durch den Einfluß des jüdiselstii Geistes geraten sei. Zu diesem Zweck führte er die Grundlagen des arischen Wisscnsclwftsdenkcns vor Angen. Dieses ruhe vor allem in der in Kant zu höchster Deutlichkeit gelangten Erkenntnis der Beschränktheit und der Bedingtheit unseres Erkenne»? der Außenwelt. Im Gegensatz dazu stehe die jüdische Geisteshnltungj die von der Ucberzcngimg ans? - gehe/ daß man alles schon weiß. Ihr entspringe eine formalistische Methode, die die von der nordischen Rasse geformte, letzten Endes in deren Mhthos verankerte Ideenwelt unwirksam zu machen - und durch abstraktes Formelivcrk zu ersetzen-suche.. Diese Entartungserscheiniingen wurden an der sogenannten „modernen" Physik, -insbesondere an der Relativitätstheorie, anfgezeigt und die, Wege zur Ucberwindilng dieses Zustandes gewiesen. Es folgte die Verlesung einer Adresse Dr. Philipp Lenards, die der am Erscheinen verhinderte Heidelberger Professor, Physiker, Nobelpreisträger und Träger des Staatsprekses der NSDAP, gesandt hatte. In ihr heißt es laut Zeitiingsmeldmigen u. a.:' Tie Erkenntnis des jüdischen Einflusses sei eine Frage der Geschichte des alten und des neuen Deutschlands, denn die Naturwissenschaft habe sich bei uns därch Jahrhunderte von Keppler bis Bimsen ganz ohne wesentlichen Iüdeneinflnß fruchtbar entwickelt. Erst in neuer Zeit'sei der Iudeneiniluß anfangs zögernd, dann aber in der Verfallszeit Wilhelms i I. und der Nachkriegszeit stürmisch und'herrschend-zum Vorschein gekommen. Sein Zeichen sei die Unfruchtbarkeit^ die den Inden in allem Feineren überhaupt anhastet. Tie Indengcistcr wüßten das selbst. Sie suchten daher Ergebnisse arischen Geistes an sich zu nehmen und durch Verflechtung mit .ihrenunfruchtbaren „Theorien" als die ihrigen hinzustellen. Und wenn.nun-. —-wie in der genannten deutschen Verfallszeit — außer- Illlllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll» Am Sonntag, dem 13. Dezember, finden zwei Veranstaltungen der Jüdischen Winterhilfe im Brüdervereinshaus statt: 1. Nachmittagstee 16 Uhr 30 Min. mit künstlerischem Unterhaltungsprogramm (Camilla Eisner- Spira u. a.). Der Kartenverkauf hat bereits begonnen. Preis 4 KM für Teegedeck und die Darbietungen. 2. Gesellschaftsabend mit Konzert, Tanz und Tombola ab 20 Uhr 30 Min. Eintrittskarten 2 RM. Schriftliche Vorbestellungen ab sofort in der Zentrale der Jüdischen Winterhilfe, Rosenstrasse 2—4. Ebendort findet‘auch der Kartenverkauf und^die. Vorbestellung auf ganze Tische (sechs und mehr Personen) stall. Postscheckkonto der jüdischen Winterhilfe: Berlin 93446. dcgn noch Deutschland südlich eingestellt war. so sei cs nur ein Zeichen allgemeinen Indensieges auf Erden gewesen, daß säst der.Reibe»ach Juden und' jüdisch eingestellte Geister Nobelpreise für Physik erhielten. " In 'emem Vortrag über . „Entstehung des Judentums und der Judenfrage" -sagte. Universitätsprofefsor Dr. Kittel (Tübinge»s ü.-ü.: " - ' Die Behandlung des Indciivroblems habe von drei gesdiiclitlichen Tathrchen anszngelicn. Die erste, sei die Bildung der jüdischen Diaspora in dem .Jahrtausend nach der ersten Zerstörung Ierusa- . tems .und. die damit -gegebene Entivicklung jenes eigentümlichen Volkes, das. durch mehrfache Rasten» lnisdinng wesentlich bestimmt, gucr-d'nrch die Völker und durch die Jahrhunderte gehe, dessen geschichtliche Erislenz aber dadurch chiraflerisiert sei. daß es selbst weder mit einer eigenen -Heimat, noch mit einem eigenen Boden verbunden sei, noch die Kraft Mid den Willen zu irgendeiner eigcnstaatlichen Bildung besitze, vielmehr seinem 'Wesen, nach eine über- »nd. zwischenstaatliche Größe sei. Daß trotzdem dieses Volk nicht emgeschnwIe» und nntergegangen sei. hänge zweitens mit der in demselben Jahrtausend .sich vollziehenden Ausbildung einer thevkralisch gesetzlichen Griindhallnng zttsainmen, die mehr und mehr die Formen des kasuistischen Denkens anerkenne nnd .im Talmud ansgeslaltet - sei. lind ans der heraus eine der stärksten Selbstabgreiizungen -gegen die lliiiwelt. sich vollziehe. Ihr wirksamstes Motiv habe diese Abgrenzung drittens in einer Umsetzung des alten religiös sittliclien Erivählniigsgcdäiikens in eige immer mehr sich steigernde Prioilegierungsvorslellniig eines allen . Völkern der Welt gegenübergestellten „Gottes» - Volkes". Diese Grundhaltung'entwickele, den.Macht» und -Her-rschaftsansprilch dieser Dhevkratie über alles außerhalb Liegende, der im politischen, sozialen, .wirtschaftlichen und kulturellen Leben seine Aiisivirknng sindeI , Nachmittags sprach Professor Dr. Mar W n n d t (Tübiugelli über ..Ansflärung und Iiidentllin" nnd Professor Tr. .Johannes Hecke l (Münchenl über den . , „Einbruch des jüdischen Geistes in das deutsche Staats- und jUrct)enrecht durch Friedrich Julius Stahl". Laut „Frankfurter Zeitung" bezeichnete er Stahl als ■einen der begabtesten, erfolgreichsten imd gerade vom rassischen Standpunkt aus wichtigsten jüdijdwn Professor. Er bemerkte in feinen weite, ren Ausführungen: Diese „Rechts- und Staatslehre aus der Grundlage der christlichen Weltan. schanung" sei in Wahrheit durch und durch südisch, so sehr sie im einzelnen fremdes Gedankengut aufgenoininen habe. Trotz der ivicderholten Bernfnng ans die Reformation widerspreche seine Auffassung völlig der Luthersclw» Erkenntiii?. Stahl sei von denk pvlitisch-rcligiüscn Reichsbegriff des Indentlims ansgegangen. Zu'.dem gleidwn Ergebnis gelänge eine Prüfung der kirchenrechtlichen Arbeit Stahls.- Schließlich sprach 'Universitätsprofefsor Dr. Herbert M pH e r (Göttingcn) über das „Jüdische Hehlerrecht". Die Inden hüllen die Anerkennung des natwnäljndifchen Rechts, im christlichen Europa allgemein onrchziifetzen gewußt: Das Hehle'rrecht, das in. Widerspruch zum germanisdjen und römifchen Recht stehe. Nach germanischem Recht müsse der Besitzer einer Sache, die sich als gcstvl>lcn herausstelle, den Gewährsmann aiigeben. von dein er.sie erworben habe. Nach . delitfdiem Rechtbüße er ferner das Geld, das er dafür gegeben habe, ei», wenn.er sie öffentlich, zum Beijpiel auf dem Markt, erworben habe. Nach dem aiif den Dal» müd-Kvmmenlareii beruhenden jüdiscl)eil Natioiialrecht, das in Europa gegolten habe, müst'c dagegen dem Erwerber nachgeiviesen >vcrden. daß er um den Diebstahl gewußt l>ätte, andernfalls könüe die. Sad>e behalten. Auch Eriverb um einen Hchterpreis fcliade ihm nicht. Klagen über Inden als Diebshchler seien ivährend der ganzen Geltnngsdaner dieses Rechtes vom 11. bis znm 19. Jahrhundert nickst verstummt. Am -'I. November, folgten abschließend noch drei weitere Referate. Prosessor Johannes Alt (Würzburg) sprach über die '„Boraussetzungen und Grundlagen der wissenschaftlichen Bearbeitung der deutschsprachigen jüdischen Literatur". Professor Alt beantwortete zunächst die Frage, warum wir uns überhaupt»och mit der deutschsprachigen jüdischen Literatnr beschäftigen, dahin, daß gerade diese eine einzigartige ivissenschafUiche Möglid)keit biete, die nicht nnalisgenützt bleiben dürfe. - Sie-stelle eine geradezu musterhafte Erprobnngsgrnndlage für die Gültigkeit der Raste»-, gesetze aus geistigem Gebiete dar. Bei.einem Ver- . gleich der dcntsct)fprachigen jüdischen Literatcir mit der deutschen Dichtung feien alle Bedingungen, mit Ausnahme der rassischen, auf Gleichheit gestellt. Zeigten sich also grundsätzlick. Verschiedenhciten. io könnten sie nur auf raffifrlje Ursachen znrückgehen. Die Literaturwistensciiaft sei also an. Hand dic'es Stoffes fähig, .der Rassensorschnng. wertvolles und cinivandfreies Material auf sonst nicht lackst stiganglich^m Gebiet, zu liefern. UNSERE VERKAUFSGESCHÄFTE. Btrlla. Taa«nt*ieiutra£a 16 'Mfi'mVuta, Junfifernatlet 43 Köln a. Rti., Hoh«atra6e 115 E a a a. Ll^nbedtstraS« 10 Ei«an. Am HanptbafaahöflO' Bochum, KortmnitraS» 67 . Frankfurt a.M., Roimarkt 15 Zentrale, Offenbach a. M Wuppertai-Elberfefd.vHertotetrahe 36 . Prvfessvr Dr. Franz K o ch (Berlin) sprach über/ ■ v „Jakob Wassermann". Wassermann werde für die Iudensrage dadurch zilin typischen, znm imnbolisdxm Fall, daß er in seinem Biicl, ..Mein 29cg als Deutscher und Jude" sowie in einer Reihe apderer aiitvbiographisdier und sonstiger Bekeiiiitiiisschriften liel> an den Beginn eines nencil 'Vorgangs gestellt sehe, in dem sich Deutschtum »nd Judentums deutsche nnd orientalische 'B'-elt 'verbänden nnd miteinander verschniölzen. Die -Ilntersnchnng gehe darauf ans. die innere Trag'ähigkeit dieser ilcberzengiiiig zu-prüfen.-.lind - sie konnne z» dem - Ergebnis. - daß von ttiier solchen-Drag'ähigfei-t keine Rede sein könne. ° Dr. Wilhelm S t a p c l'jvambnrgz behandelte . das Thema: „Durch welche Mittel erreichte das Judentum" seine literarische Vorherrschaft in Deutschland in der Zeit von 1918 bis 1933?" Die Einbrnchsslelle -deS Indcntnins in dis Litcratnr z'ei die Kritik gewesen. Von der Literatnrkritik sei der jndisckie Geist vorgedrimgen. Die Grenze» zwischen eehtcr Dielstnng »nd bloßem Literateinverk seien verwiscl>t worden. Eine Zweckverbiiidliiig -zwischen jüdiseiiem Literatentum und ji'idischein Verlag-inlereste sei eiitstauden. So sei es möglich geworden, eine bestimmte jichiielie Knltnrvolitik zn verfolgen, 'stiit de» Mitteln des Dotschwestge»^ nnd des Eniwcrlens.- >iicht znm wenigste» mit Hilfe einer sorinalistiirhen '.'leslhetik, habe maii der jüdischen Prodnftion ans Kosten der deutschen Dichlnng Raum geichasit. 'Bstil die Vorherrichast des jnocichen Liieralentmns. nieist ans Leiitnngeii. sondern au»' Kisttiirpoliti'f gegründet gewAsen sei, habe ste auch »nr vom Politischen'her gebrodien »'erden können,, durch eine bewußt dcmscl,e Kulturpolitik. Im Verlauf,der Dagnng gab Dr. Grau die Berufungen in die Forschungsabteikung bekannt: - i Professor. Dr. Johannes Alt (Würzbnrg'i für Litcratilrg^sdnchte^ Proiesior Dr. . HanS Bogner lFreiburg'i. Br.» für alte Gesehichtc: Generaldirektvr Dr. Rudolf Bnllmann <'st>üncl»en> für Bibliothekswesen: Dr. Hans '.'llfred Grunily <'München) für Vljilosvphiegescliichle: Professor Dr. Johannes -L>eckel lMüiiclieii> für Staatsrecht: Professor Tr. Gerliard Kittel .(Tübingen.» für Religi.onswisten- »ehait: 'Professor Dr.. Franz Kvcl, lBerlin) für Li>eratiirgescl>ichle: Dozent Dr. Karl Georg Kuhn lTübiiigen» für Talmud: Dr. Otto Karl Lorenz lBerlii»» jür I!9irt»d>ailsge»cl,,cl»te: Professor Dr.. Herbert Me»,er lGöttingen) iür Redilsgeschichte: Dr. Wilhelm Slapel (Hai.iibnrg» 'für Literaturgeschichte,' Geh. 'Pros. Dr. Lenärd (Heidistberg» siir Nalnr- >vijjdnscl,ast: Professor Dr. ’ Rudolf Tvinasehek (Dresden» für 'Natnrivistenschofl: Prosessor Dr. Nlar Wnndt (Tübingen» sür'Philo'ophiegeichichle, und Lberregiernngsrat Dr. Ziegler. lBerlin» für .politische Geicliiclste. Zn diesen Reserentensollen noch Vertreter des Ard,ivwesens. der Rasteiiknnde .und lileferenten für die romanischen-Länder, die angelsächsischen Lander. Osteuropa und ßstißlaiid Tagung der Reichszentrale für Schächtangelegenheiten Tie Reickjsst'ntrale für Sci,äci»tangelegenlieiten erörterte aus einer Iiiwriimtivnstagung die Prvöleine der rituellen Fteischversvrgnng der jüditclie», Bevölkerung. .Ein- .leitend führte der Leiter der Veranstaltung- Adolf Lcljoyer. a>>?. das; es durch spenden' ausläudiscijer Hilfs'orgauisatibueu möglich gewesen sei. rituell geschlachtetes Fleisch ein- 'stifüljreit' und'dadurch rveuigsteüs den Mindestöedars der jüdischen Anstalten zu sichern. Hieran anschließend bericl,teste Tr. Michael 'Munk über die Projekte, die zurzeit wegen der Sicherung der.FleischVersorgung schwebten. In der. 'Aussprache wurde n. a. siervorgesioben, daß die Bewül)»ngen insbesondere darauf gerichtet . loerden müßten, jüdische Firmen im 'Ausland an - einer zusätzlichen Abnahme dentscl»er Produkte im Wege des .Kompensationsgeschäftes zu interessieren. i!*;;; Zukunft Ihrer Kinder 'SBÄ'" LANDSCHULHEIM FLORENZ HOMERE SCHULE UMD INTERNAT 1. Für Knaben uirt” Mkilctieä ■ a Abiturium - -18.1 ähren— individuelle •Z Schulbildung bis Förderung - . 3. Unter Leitung bewahrter Pädagogen - deutsche, italienische, englische Lehrkräfte 4. Stüdienberechtignng in fast allen Staaten 5. Hauswirtschaft, Stenographie, Schreibmaschine ichl.di.pl/.- ii .Metallarbeiren, Kuc.lu^. binden) «Jartenarbei 7. Vortiereitung für Au>w.inderungsländer — I n terricht auch i.Hebräisch. Arabisch. Spanisch 8. Sport - hausärztlictie l'elterwachung - gute Verpflegung - ViUcn niit modern. Komfort 9. Schdnstc I'mgebnng. gutes Klima — Sfnsik 10. Zeitgein. 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