Mannheim
Compact Memory

Central-Verein-Zeitung · 1936-11-05 · 45 (5.11.1936) · page 3

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
45 (5.11.1936)
Date
1936-11-05
Page
– (sequence 3)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
86% known words query
IRI
…/2277379-2278137-2278182--11308-2292358
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Nr. 45 * 1. Beiblatt 5. November 1936 Die Ratstagung der Reichs vertr et uns* Am 2. November 1636 ist in Frankfurt an« Main der neugeschassene Rat bei der .Neichsvrrtretung der Juden in' Deutschland, der die Vertreterder Landesverbände jüdischer Gemeinden und der großen jüdischen. Organisationen umfaßtzum erstenmal zu- . sammengetretcn. In dieser' ersten Sitzung hat sich der Rat von der Gesamtheit der Aufgaben Rechechchast gegeben, deren Erfüllung die Arbeit der. kommenden Monate zugewandt sein muß. Während der Umfang .der Aufgaben' immer großer geworden ist, wird bie Leistungsfähigkeit der Gemeinden Und der jüdischen Gesamtheit in Deutschland durch die Verminderung der Zahl und der wirtschaftlichen Kräfte der Juden in Deutschland immer schwächer. Es hcrrschte Ucbereinstimmung. daß nur fester, selbstloser Zusammenschluß und echte Opferbereitschast die Gewähr dafür'geben können, daß unsere Gemeinschaft in geschichtlicher Zeit den großen und schweren Pflichten gerecht werden kann, die sie erfüllen muß. In der Beratung dos Rates kam allseitig zum Ausdruck, daß Vorbereitung und Durchführung der Auswanderung in alle Länder, Berufsumschichtung, Schul- und Bildungswesen, Wirtschaftshilfe Und Wohlfahrtspflege das Kernstück der Arbeit der. Reichsvertretunb der Juden in Deutschland sind und in der nächsten Zeit bleiben werden. Die Aufbringung der Mittel für die Erfüllung dieser Ausgaben obliegt zum erheblichen Teil dem Z e n t r ä l a u s - s ch u ß für Hilf e u n d A u fb a u bei der Reichs v er tre t u n g d e r Ind en in Den tsch land. Er hilft den Angehörigen unserer Gemeinschaft, denen eine Lebensmöglichkeit erhalten werden soll, sowie ■' denen, die'ihre Zukunft in anderen Ländern aufdauen wollen. Der Zentralausschuß muß daher noch mehr als bisher ein Gemeinschaftswerk aller Juden in Deutschland werden. Bei der Beratung des. Rates -herrschte ferner Uebereinstimmung, daß auch weiterhin überaus dringlich die Aufgabe ist, mit allen Kräften an der Neugestaltung j ü dischen Schicks als in P abä stin a zu wirken, das in den letzten Jahren Zehnlausenden jüdischer Menschen aus Deutschland zur neuen Heimat geworden ist. Die Juden in Palästina schicken sich an, die Wunden, die schwere Kampfesmonate geschlagen haben, in ungebrochener Ausbaukrast zu heilen. Ter Bereitschaft der Juden in der ganzen Welt muß auch in Deutsche land die über das gewohnte Maß hinausgehende Mitarbeit aller Juden am Aufbau Palästinas entsprechen. Mit ihrem Opfer für den Keren Hajessod (Jüdisches Palästina-- werk e. V.), dessen Arbeit in diesem Jahr im Zeichen, des „Miphal Bizzaron U' Bitachon" (Festigung. Sicherung und Erweiterung des.Aufbauwerkes) steht, erhärtet anch die jüdische .Gemeinschaft in TentsMIand ihren Anspruch ans.Ofsenhaltnng der Tore Palästinas und aus die Berwirklictning'der. Baliour-Deklarativn und des Palästina- Mandats. . . In der Beratung des Rates kann zu kn Ausdruck, daß die Landesverbände jüdischer Gemeinden, die jüdischen Gemeinden und jüdischen Organisationen bisher' bemüht waren und auch, für die Folge bemüht sein werden, alles zu, tun. um den an sie gestellten Anforderungen nach Kräften nachzn- . kommen, Ilnabweisliche Voraussetzung der Bewältigung der dringenden Aufgabe ist es aber, daß jeder einzelne'Jude in Deutschland das Gebot der Gemeinschaft aus ganzer'Kraft verwirklicht. Der „Z e i t u n g s v c r l ä g\ das Fachblatt für das gesamte Zeitungswesen, bringt eine AHts teilung des Rcichsverbandes Der deutschen ZeitungSverleger^ in der es beißt: Einzelsall deranlaftt uns zu der Feniiebmig. dag die Beröfscntlichnng israelitischer Ewitesdiennanzeigen in der Presie init ihrer Aufgabe nicht vereinbar ist, Sie hat daher zu unterbleiben." ' Einc„lrxEas( I ...I? - Das stärke Echo., das die indeiueindlichen Unrnnxn in« Londoner Easl-End in derenglischeu Oesfentlichkeit heroorgernseir /haben. -kommt . nicht znm Schiveigen. Zunächst hatte der 'englische .Nt i n ist e r r ä t in. der .vorigen .Woche überdie Lage' beraleu. die durch die indenseindliche Propaganda der Faschisten Sir Oswald M-osleps gescl^üen ivorden ist. In der Presse wurde sogleich, die Verinutung ' laut, daß die Regierung ilne '.Maßnahmen in die Form eines G e s e tz e s z n r 4L a h r n lt g der ö f f e n t l i ch e n C r d n n n g kleiden loürde. Diese Vermutung ist dnrcl; die Thronrede, die König Eduard VH 1. im Unter- Hans gehalten hat und der besonders «veitgreifende Bedeutung znkvinmt. ivcil in ihr das politische.-Programm der Regierung für die nächste Zeit nmrissen wird. vollauf, bestätigt «vordei«. Die Regierung, so sagie der König, sei überzeugt, daß die Gesetze geändert -werden müßten, um besser mit Personen oder Organisativnen fertig werden zu können, die den ö fse n't l i cl) eu - F r iede >i g e s ä h r d en. Rach Vieldungen der Blatter wird die Regierung in diesesGei'etzgelningswerkancl, ein U ii i f o r Ni v erb o t' . niid ein Verbot bon A u f m a r s cl)e n°in bestiininlen Gegenden einbezielien. - . -. - „ . -- Im Unterhaus liat der «ßegieriingsvertreter.- gleiclitalls energncl,e Erklärungen gegen die /jndcnieindtiehen,. Knndgeönngen. in - Ea-st-End - abgegeben. ' - ' . Jndisäie und iiiclilsiidisclie Persönlichkeiten hielten in Leeds eine Veriainniliing ab„ie sich gegen die antisemitische Propaganda Sir Os-. - wald Moslens «vandle. Der Präsident deS Jeivish Board os Depnlies. Revilte Laski. erklärte. Moslel« habe die indenseüidliclie Rote in seiner Propaganda erst hervorgekehrt. als er nicht den ge>vünscl>ten Ersolg sand. 'Boeder gehörten die Inden als. solelie bestimmten pblitischeu Anschauungen an itod) bestehe hoisehen ihnen eine Solidarität, die sie hindere, sieh als Bürgerider Staaten zu füllten, in denen sie lebten. Der-Bilar.vbn-Leeds. Dbinherr W. Thompson El l i ot. Richter Stewa rt und Reoerend Schröder crltärtcn in ihren '-Reden ihre Uebereinstinlinnng mit den bon Neville Laski dargeleghen Ansichten. 8. o v b r. 9 3 6 Jüilisclie unlic ntiM’liillii , Die erste Psnndspende gelaugt um . 12., l‘>. imb 2t>. Puvember lo:b> zur Ausgube. .Weitere Aachrichten über Ausgabe nud Zeit iverden im Berliner Gemeiiidcblatt bclaiiulgegebeii. Die Pfundspende, von den Frauenorganisationcn eingerichtet, will auch in diesem Jahr beweisen, daß Frauenarbeit und Frauenhilse. das wertvollste Gut der sozialen Arbeit sind. Frauen Berlins, meldet euch als Sammlerinnen! Namcnttich im Lsten und im Zentrum könnt ihr am wirksamsten helfen. — Meldungen erbeten an Frau Hirschfeld, <>.1l2, Frankfurter .Allee 333, Frau Rosenkranz, 2'», Gontardstr. 5, Frau Sckwersenz, 0.27, Holzmarktstr. 8, Frau Sommerfeld, >K ., Pcrleberger Straße 3. Wir weisen erneut darauf hin, daß sümtkiche Sammler der Jüdischen Winterhilfe ehrenamtlich tätig sind. Es wird dringend gebeten, ansere ehrenamtlichen Helfer in ihrer schweren Arbeit zugunsten unserer Notleidenden unterstützen und die Spende stets bereit zu haltert^bLmit ihnen unnötige Wege erspart bleiben. Die Abteilung. Pfundspende der Indischen Winterhilfe der jüdischen Gemeinde zu Berlin beginnt mit der Sammlung! Frauen Groß-Berlins, denkt an die Not unserer Glaubensgenossen! Gebt nachträglich eure L-ktoherspende! Im November wexden Lebensmittekpatete ausgegrbcn. Wir werden dafür sorgen, daß sie gnt sortiert und reichhaltig sind. Postscheckkonto der Jüdischen Winterhilfe: Berlin 93 446 Leslie Belislia ins Kabinett berufen Der englische - Berkehrsminister Leslie Höre B e l i j h nder bisher dein N.inisterrgt, ober nicht dem Kobinett' ongehörte. ist an S teile des verstorbenen - SMntssetretärs von Schvttlond, Sir Godfreh EollinS, zinn Knbinettsministcr befördert «vorden. Er ist der einzige Jnde, der dem englischen Kabinett angehört. Sir Philip S a s s o.v n , der tlnterstaatssekretär für Luftfahrt, der gleichfalls Jude ist, gehört zwar der.Regierung, aber nicht dein Kabinett an. Btinister Höre Belisha, der sich in der englischen Oesfentlichkeit grosse Beliebtheit erfreut, hat sic!) als Berkehrsminister um die - Bekämpfung der Berkehrsclnfätle beträchtliche Berdieilste erivorben. In politischen Kreisen wird ih«n vielfach eine große Zukmtst voranSgesagt. Das Mitglied des englische«, Oberhauses. Lord M. Büx ton, Präsibcut des Kinderhilfs- Werks, und'das Mitglied des englischen Unter» .Iianses, Relcv. besuchten' die Leiterin des Ilieeni.Werkes in der. Tschechvsloivakei. Frau '.Marie S clj >n v l ka . die sie über die Lage der jüdischen Ansivlindercr. ihre Bernfsumschichtung niid Bernssinisbildnng imterrichtcte und ihnen das b'haluziin.Knllektiv imd die Wohnungen der Alisivnndercr zeigke. Lord B'nrton «vurde vom Präsidenten der Tühechosloivakischen Ttepilblik, Tr. Bcnesch, empsangen. 8evhs iVIonnte in Brasilien Von Arno Kikoler Rio de Janeiro,-Mitte Oktober 1936, „Verschimmelte“ Kleider? —— ’ Viele, die Heute nach Nebcrsee auswandern, schicken, kaurn daß sie zwei Wochen im^ fremden Lande sind, lange Berichte nach . Hause, in denen sie „endgültige Urteile über Land und Leute " abgeben. Ich bin der Ansicht, daß man sich erst eine ganze Weile an die neue Umgebung gewöhnen muß, bevor man daran geht, die Menschen und das neue Leben zu kritisieren. Erst jetzt, nachdem ich ein halbes Jahr hier bin. glaube ich, ein Recht zu haben, etwas über Brasilien zu schreiben. In meiner Eigenschaft als Photoreporter bei einem der größten Zeitnngsunternehmen Brasiliens jage ich den ganzen Tag durch Stadt und Umgebung und habe dabei sehr oft Gelegenheit, Dinge kcnnenzulernen. die einem anderen Einwanderer vielleicht erst sehr viel später zugängig sind. . Natürlich ist es schwer, Dinge zu akzeptieren, i die einem fremd sind und an -die man niast! gewohnt ist. Aber es hat keinen Sinn, immer zu vergleichen und scstzustcllcn, was früher 1 schöner war. Ich habe fcststellen könrien. dgß > in den letzten Monaten über Brasilien zun, - - Teil haarsträubende Berichte geschrieben wurdein Kürzlich las ich --- rnn niir ein Detail zu nennen — in einem Aussatz: „Man hüte sich, zü viel Sachen' mitzubringen, da diese hier bloß verschimmeln." Der Verfasser spricht dabei von Anzügen,, Schuhen usw. - Ichnur. daß mir bis heute noch nichts „verschimmelt" ist. Allerdings gebe ich zu. daß ich meine Sachen einmal in der Woche K' aus dem Schrank hänge, um sie zu lüften. U- Natürlich .bedürfen Sachen in .tropischen -Ländern and.e.r.cr_:Pflege als etwa in Berlin. Außerdem bin ich froh, daß ich meine stosfanzüge mitgebracht habe, denn ich kann sie jetzt bei dem Klima hier, das etwa dem April und Mai in Deutschland entspricht, sehr gut tragen. Ich möchte noch hinzufügesi: Wer Kleider hat, gleich welcher Art, soll sie «nitbringen. Je mehr, desto besser. Denn in den meisten Fällön wird es, zumindest in der ersten Zeit.. schwer fallen, sich Nene anzuschaffen. Außerden« sind Kleider l>ier verhältnismäßig teuer. Vorallenc brauclsi man hier sehr viel Wäsche, da man sie «vährend der heißeren Zeit täglich wechseln muß. Möglichst soll inan leichte, aber qualitativ gute Wäsche mitbringen. .Männer kaufen am Vesten Sporthemden mit angeschnittenem Kragen und kurzen- Aermelir. Anch Schuhe und Strümpfe soll man natiirgernäß rnöglichst leicht answählen, unerläßlich sind auch Unterhemden. Im allgemeinen, wie gesagt, gilt: lieber ein Stück zu viel als zu wenig, denn gerade ans gute Kleidung rvird irnBrasilien Wert gelegt. Wie man sein Geld verlieren kann... Es gibt hier pvei Kategorien von Ein-- Wanderern, die mit und die ohne Geld. Ich möchte fast behällptcn.- die ohne Geld sind die glücklicheren, denn sie haben lüchts zu verlieren. Sehr viele junge Leute kamen auS dem europäischen Ausland, wo sie keine Arbcitserlanbnis erhielten,, mit oft nicht un-- erheblichen Geldbeträgeil — dem notwendigen Landungsgeld — hierher und haben es sehr bald verloren. Den -meisten von ihnen war dieser größere Geldbetrag ohne eigenes Zutun in den Schoß gefallen, und sie wußte«, - nun nichts damit anznfähgen. Bekanntlich haben viele unserer Menschen den Hang, sich selbständig zn machen. Das ist, «venn man . in ein fremdes Land koinint. eine.bedenkliche Sache, solange inan die Verhältnisse noch nicht kennt. Statt nun zunächst eine Stellung in einem anderen Betrieb anznNehmen, haben sich viele an-irgendivelchen Unternehmungen beteiligtond dabei in kurzer Zeit ihr Geld eingebüßt. Nur ein Beispiel sei dafür genannt: Es gibt in Brasilien sehr viele lästige .Fliege««, aber ferne Fliegenfänger. Das müßte doch ein Artikel sein, meinte ein Ei««- «vanderer.und steckte sein Geld in die Fabrikatibn von Fliegenfängern. Er konnte sie aber nicht loswerden, denn der. Brasilianer ist sehr Tierliebend und tötet nicht einmal Fliegen. ... ...und wie man Geld verdient Eines stellt unbedingt, fest:, wer arbeiten «vill, findet hier Arbeit. Jij Brasilien brancl>t kein Mensch zn vcrhungerii. Meine Beknnnten haben ansnahmslos Beschäftigungen gesunde««, wenn anch nicht jeder in sei««e«n frühercii Berns, ja. manche haben , sogar sehr gute Pvsitivnen. bekomme-««. - Ein .Bertänfcr von Dietz z.-B. ging I««ach Paris und spielte dort bei einer Filnifirn«a kleine Statisienrollen, meiitens «nnßte er Dienerrollen über«iehmer«. Dann, als er keine Arbeits'erlanbiiis mehr erhiclt7 kam ernach-'Rio. Da hat er ans dem'„Spiel" . feinen Berns ge«nacl>t: er' ist jetzt bei einer großen auswärtigen Gesandtschaft i als Käminerdiener/ -aiigeitellt. ijnt freie Station und bekommt anßerden« eine recht hohe Bergürnng'.-so daß er jede«« Mo««at cüvas zurücklegen kann. Ein Berliner Kraivattciivertreler. der sehr gnt Klavier spielte, hat eine Stellung am Rlntdinnk gesunden, die ihn sehr anständig crnäßrt. Andere. «vieder haben ' Bridge-Zirkel eingerichtet. Hoch andere sind wegen ihrer Sprächkenntnisie bei den zahlreichen Wecliiel- . stnben lintergekvn«n«eit. Bor allen« haben' Le««te. die perfekt englisch sprechen, große l Aiissichlen.' ' , —’ Es «vird immer darüber geschrieben, daß Handiverker «««ehr Bivglichkeiten haben als Katisieute. Das ist auch riclitiä. Aber es muß eins daznJM^gt «verdenJder. Brasilianer verlangt van den« ans Tent'fchland. kommenden Handiverker. daß seine Leistungen die' eigenen «nögiichst «veit übcrsteigeit. Daher sollte'jeder Uinichichtler sich recht viel Praris aneig««en, darnit er auf Grund besserer Leistungen einen hölieren Lolm beaiifprilcheii kann. Auch für ihn gilt der Rat: lerne Sprache««, soviel du'nur Vas „Gentro 1933" Im Jahre l'.>33 avurde «uit finalizicller -Unterstützung der scl,on länger ansässigen' «vvhlhab^nden Inden Brasiliens ein jüdischer. .Verein., das ..Eeiitrv.1933", gegründet, das dag id ie ne««"«a ll.' lDrfa Ijr > in gen. die die Re«>- eilnvande'rer gefanunelt haben, auszntanscl)el«, sür eii«ei«. stärkeren Znsaininenscl)lnß der jlidi- - scheu - Pieitschei« zu sorgen «nid Stellen zn vermitteln, Bon .so Lenlen, die sich innerhalb eines Nionats beim ,-Eentro" genreldet hatten, konnten 42 dltrch Berlnittlung des Vereins niitergebraclit iverden. Act)t jn««ge Leute, die; keilte .Kenntnisse anszinveije.«« haltenJwnrdL' . ans Kosten des Vereins unigeschnlt. Ans «neiiE. Frage, ob es .denn iin'mer geli««ge, die einzelne«« > Handiverker ii« ihren Bernsen iiilterziibringen, «vnrde i««ir gesagt, das; es «««ehr freie Stellen gebe als Arbeitslräfte. Besonders gesucht «verdei« .Köche, Bäcker. Autoschlosser, Aiitvlackierer, Weber, Uhrn«acher. Polsterer und Btechanikcr. i Bor einigen Monate«« ist nni« ein eigenes Klnblians crösinet «vorden. Es bietet Platz sür .. ^>0 Personell./.!0 «vohnen. nn Hans zur Äiiete. Hier will n«an — sür alle jüdischen Menfchen — eine Geselligkeit pilegen, ivie sie sie ans Tentschland geivvhnt sind. - - Freizeit—: Mann und Frau Biele beklagen «ich darüber, das Leben in Brasilien iei für einen'Europäer zu eintönig. ES gebe "zrvar unzählig viele Kinos, aber inan könne nicht iinmer nur ins Kino gehen. Große. Opern und Tlieater kolninen zrvar oft zn T.onrnees her, die- GtrstspielPlätze sind aber sio teuer, daß die Einlvanderer sie im allgeineirren nicht bezahlen köimein, EuEgaiizbesönders schlMWeS^HWKZZDD" sind die Freundschaften zwischen jli-ngen Pläiinern «md Mädchen. Unmöglich ist es für einen jringen Mann, einen Flirt oder eine harinlose Freundschaft mit einem jiliigen Mädchen anzuknüpfen. Darunter leiden

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.