Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 44 (29.10.1936)
- Date
- 1936-10-29
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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's K ALE N D ER Eröffnungsabend des Jüdischen Lehrfiaus Berlin SCH ACIHkl^Kl Novemb.1936 Marcheschwan 5697 7. Sonnabend 22. Wochenabschnitt: . Chsjj« Ssarah 1. B. M. 23—25*18. Haftara: l. Kön. 1,1—31 12. Donnerstag 27. Jom Kippur Katan 14. Sonnabend 29. Wochenabschnitt: Toldoth' 1. B. M. 25,19-28,» Haftara: 1 Sam. 20,18-« Netrmondsweihe - Kisslew 5697 15. Sonntag 1. Rosch Chodesch 21. Sonnabend 7. Wochenabschnitt: Wajjeze 1. B. M. 28,h»-32.2 Haftara: Ilosea 12,13-14,10 28. Sonnabend 14. Wochenabschnitt: Wajjischlach 1. B. M. 32,3-36,43 Haftara: Obadja Dr. M. Warschauer und Dr. M, Öshorn über Jerusalem frühere langjährige Tätigkeit in Frankfurt a. d. O. Mit den besonderen Fragen-des Landesverbands Brandenburg vertraut und nach wie vor verbunden fei; daß er aber, nachdein er nunmehr lange Zeit, in Berlin, ansässig und mit besonders wichtigen Berliner. Ausgaben betraut sei. den Wunsch HM. den Vorsitz einem Atanne zu übergeben, der ^dFrch seinen Wohnsitz in der Provinz Brandenburg mit den Provinzialfragen nocl, iiiimittelbarer verknüpft sei. Aus seinen Vorschlag wurde einmütig Rechtsanwalt X.' c v '.'i e I) a b , F rank - fnrt a. d. O.. zum ersten Vorsitzenden des LaudcsverbandeZ gewählt/ Mit derselben Einmütigkeit erfolgte die Wahl von Dr. med. Paul (Lohn {(Silben) zu in zweiten Vorsitzenden und die Wiederwahl der Vorstandsmitglieder Moritz W e i ß (Brandenburg) und Else Sifinl) (Luckenwalde). Ter Vorstand."wurde ermächtigt, weitere geeignet erscheinende Persönlichkeiten zu kooptiere». Rechtsanwalt Rehäb.übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden mit. herzliche» Worten 'des Tankes für Rabbiner.Dr. Lalvmvnski. Fritz Bamberger in der Ortsgruppe Mannheim des C.-V. Auf Einladung der Ortsgruppe Ata im h e i m des jüdischen Central-Verems sprach nach Ei»- sührungsworten deS Vorsitzenden. Rechtsanwalt . Tr. E I b e r t. Tri Fritz ,B a in bxr g e r . Berlin, über ..Zudemvaiideruiigeu im l5, Iältrhinidei t". Ter Vortragende trennte dabei den spanisch-sefarbischen Kulturkrcis von drin aschlenasischen und zeigte die grundlegenden Unterschiede beider Wan- 'derbewegungen ans. Während bei der durch dkc . Kreilzzüge henwrgeriifenen AuSwandernng der in Teutschlaud lebenden .Juden nicht der einzelne Jude, sondern ganze jüdische Gemeinden nach Polen und Litauen wandcrten, war die durch das Edikt vom Nl. März 1402 hervorgernfene Aus- Wanderung der Jude» Spaniens anherer Art. Ter fesselnde Vortrag wurde mit nachhaltigem Beifall ansgenommen. . s. . 0.-V.-I^uiturarbe!t inOberschlesien Blöiitag. 2. November, 20 Uhr 3» Min., spricht Rabbiner Dr. Lchs im Gemeindesitznugssaal in . Glciwitz, Niederwallstraße ü. über „Die Einstellung der Inden zum Fremden". Die Mitglieder werden hiermit cingeladen. . . ' . Berliner Gemeindewahlen nur mit Einheitsliste Im Zusammenhang mit der durch Ablauf ihrer Amtszeit notwendigen Wahl der Repräsentantenversammlung der Berliner Gemeinde hatten Vorstand und Bepräsentantenversammlung beschlossen, daß zur Einreichung eines WahlvorschlageSchlnterschKisten von mindestens -'nun Wahlberechtigten erforderlich fein sollen/ Die staatliche. .Aufsichtsbehörde knüpft. wie im Berliner Gemeindeblatt mitqetcilt wird, an ihre Genehmigung hierzu die Bedingung, daß zu den Wahlen eine vom Vorstand ausgestellte Einheitsliste, vorgelegt ipird. zu der alle Richtungen in der Gemeinde .ihre Zustiiiunn'ig gebe». Der Vorstand ivird damit betraut, eine Einheitsliste atitztistelle» und die jüdischen Richtiingen bei der Ausstellung der .Kandidaten zu berücksichtigen. . Professor Kurt Bondh -sprach in N> ü n ch e n auf Einl-chung der..Israelitischen .trulttisgemciiide in einer> überfnllteii Versammlung über die . pädagogischen Ziele des Auswaudererlehrgnts in Groß-V^eürsen.; Auswanderersprachkurse des Hilfsvereins in Gemeinschaft mit dem Jüdischen Lehrhaus. Anfang November beginnen neue Kurse für Anfänger lind Fortgeschrittene in Englisch. Dpanisch und Portugiesisch (Braiilianischt. ferner ^Londerkiirse im kaufmännischen Englisch und in englischer Kurzschrift. Nleldungen nur Berlin Wäg. Marbnrger Slraßc.5. tll. links. Ntontag bis Donnerstag 11—1. 3—6 Uhr. Telephon B'4 0161. Wo kann ich. mich erholen? Am Erholunaobtim des Jüdischen Frauenbundes in Lehnitz bei Berlin. Eine .öcuinnUi-n steht mehrmals wöchentlich den Gasten zur ärztlichen Beratung zur Beriiigniig. Die Fnhlüno mit den bchaüdetnden Berliner Aerzten wird autrechterhalten. Lehnitz ist tein üvt iür akut Erkrankte oder Nervenkranke. Weh, ober können Ermüdete. Nervöse und Rekenvales;enlen z B. nach einer Operation kaum irgendwo so günstige und.dabei nicht kostspielige Eiln'lunh finden wie dort. Besonders der Winter und die Ilebergangszetten sind iür solche 'Nachkuren geeignet.. Das Eons ist dann nicht iibersüllt. und so ist nicht . mir dem RuhededürniiS, sonderg auch persönlichen Wünschen leichter als im -rdöchsoinmer Rechnung ,u tragen. Magen-. Gallen- »nd Nierendiolen tonnen 'berücksichtigt werden, aber nicht Zuckerdiät.. Kranken-VersidÄrung Barlln-Wllmar*dorf Oünttlgit# Tarif« BrandenburgWch« Str. 22 # J 2 7443 M.d.(,G.- Auto-, Unfallu. |ada ander* Versicherung Das Jüdische Lehrhans Berlin cröffnete am 22. Oktober das neue Wintersemester mit einer festlichen-Veranstaltung im Großen Saal des Brudervcreiiis. Tie Einladung verhieß lediglich den ersten Vortrag der Tonnerstag-Reihe ..Juden in Weltstädten", und zivar.: ztvest Vorträge von riräbbincr Tr. Warsckjancr und Tr. Mar Osborn . über Jerusalem. Bis cs aber zu diesen Vorträgen kam, iuußte mau ein breites Eröfsuungsprogranrm über -sich ergehen lassen/ das zwar gut gemeint war. aber' dem Lrgauisatio.nsta'leiih der Leitung , nicht gerade" ein gutes Zeugnis atlsstellt.. Zunächst' trat die Justrilment'algeiue'iiisckzast des Lehrhauses mit einem thematisch und zeitlich recht ansprnchs- - vollen Programm auf. Es soll keine Kritik der Lcistnug mit dieser-FcststcUling verbunden sein. Tie Jnstrumciitalgemeiilschast besteht auS Tilettautcn und leistet sicherlich unter Leitung der bekannten Cembalistiii Gertrud Werthcim und Tr. Hermann Schi l'dbcrgers für Tilettanten Erfreuliche-?. Aber die Leitung hätte zumindest mitteilen müssen, daß e? sich um ein Dilettantenvrchester handelt, und sic hätte auch-'das. Pro- ■ gramm so beschneiden müssen, daß die Geduld der SttN Hörer weniger in Anspruch geuvmmen worden iväre. Tie beideu Täugeriuiicu, die al? Lolistin-- uei, mitivirktc». giiigeu mit ihren Tarlüctungen über das Tilettaiiteuhafte ivcit hinaus. Aber auch das hätte man mit größerer ,Freude.sestgxstellt. ivemi die Proben ihrer Kunst kürzer gewesen wären. . E? folgten däiin noch drei Ansprachen.'zwar, jede kurz, aber insgesamt so lang, daß der Ralimen dieser Veranstaltung den Inhalt erdrückte. Zunächst erössnete Dr. Walter A le r a i, der namen? de» Kuratoriums mit einem Taiik an Hörer und Lehrende sowie an die Gemeinde das Wintersemester. Dann schilderte Dr. Paul E p p st e i u. wie das Lehrhau-? um die^jüdische Lefseutlichkeit ringe. Jüdische kn.ltnrelle Eigenarbeit jede? einzelnen von uns sei dringendes Gebot, um der Gefahr der Vcrslacliuug. Äbstumpsuiig und Bereiusamung des eiiizeliieu eutgegeuziiwirkeiii Tr. Fritz 'Bombe rger erläuterte .Eppsteins Alisführungcii an der Geftaltuug des Lehrplans. Tie Regel der Pädagogischen Arbeit sei. daß man vom Anschau-. lichen uiid Deutlichen zum Allgemriueu vorwärtsgehe.' Das Lchrhaus habe den Weg iimgekehrt wählen müsstli, weil der Kreis de? Lehrhauses selbst erst gebildet werden mußte. Deshalb habe mau im ersten Jahr das.Allgemeine, die Grundfragen, behandelt.-iind sei erst jetzt zu. den wirklichen Konkretheiten ^dcS jüdischen Lebens ü6er- ' gegangen, die lsineiilführew in die äußeren Zentren jüdischen Lebens, in die Weltstädte. ' Mit den Arbeitsgemeinschaften wolle man an die Quellen führen und den Weg weisen.' ES war schon nach Z-16 Uhr. als Tr. Warschauer.das Podium betrat. Jerusalem, sg führte er aus. sei nicht eine Weltstadt wie War-,"' schru. London. Bueuvs Aires lind New-Aork. neben die "es in dieser Dcrie gestellt ist. Jerusalem ist aber eine Weltstadt in viel höherem Sinne: cs ist das Shmbol der Erlösung nicht nur Israels, sonder» der Menschheit. Es ist die heilige Stadt für T5 Millionen Juden, für über 700 Millionen Ehristen. für etwa 23ä Millionen Mohammedaner iind damit geistiger PHttelpunkt für fast 1U00 Millinnen Mensclien. Ter Einwohnerzahl nach— es hatte ll>3l nur 92 OUO Eiliwohncr. eiiva 52 000 Juden. 20 000 Eh'ristcii und "20 000' Mvhamme-' daner — könne cs den Aiispruch auf die Bezeichnulig. Weltstadt nicht cr-ebeii. Tr. Warschauer schilderte, dann das bunte Bild der jüdischen Bevolkeriiiig. das sich ans Aschkeiiasim. Sephardun. Biichärim, persischen Iudcii. Jemeniten' ui'd Einivaiidereru aus alten europäischeu uiid außereuropäischen Ländern zusammensetzt.'aus lauter Heterogeuen Elcmeiiteii. die erst in dem großen Schmelztiejzel zu einer Einheit verfchmolzeu ivcrdeü müsse,,. Er zeichnete plastisch den Gegensatz. der vrieutaljscheii Altstadt, der Stätte jlidischcn Elends, und der. ganz amerikauifch-europäischen Neustadt. Dann aber lenkte er das Augenmerk auf die geschichtlicl«:. Eiitwickl'iiiuz. Jerusalem war schon -100 Jahre vor David, aber seine-Geschichte als Dhmbol beginue erst' mit David und ist vv>i Salomo bollciider. Jesaja konnte, dem.Volk noch sagen, hier . am Tempel Gottes stricht sich d,e ilebcrmacht der Feinde. Jeremias mußte verkünden. Nrft Gott seinen Tempel preisgibt. Aber mit dem. Sturz des Tempels begann die Vergeistigung: als ein großer Teil des Volkes iu die Fremde zog. blieb ihr Herz in'Ie.rii'alein. Sst ivurde aus der Stadt eine geistige Potenz, eilte Hosfiiiing. ein großes Snmböl. Dr. Warschauer verfolgte die weitereu Etappen der jüdischen Geschichte. den Sieg der Ntakkabaer. die Tempeliveihe, die den Sieg Ierusgtems. über Hellas bedeutete. ' die Entstehung der chrlittichen llrgemkiiiden iind schließlich die Loslösiing der Tora von Iernsalem. als Ivschua. den Sakkai die Tora nach Iabne trag. Und dann —. im Jahr 635 — der Sieg des Kaliscn Omar über die heilige Stadt. biS heute Vereivigt durch den Tempelplatz. die Verkörperung des Sieges des MohammedanismiiS über das Judentum in Palästina ... Tr. Mar Osborn führte dann in Vortrag und Lichtbildern Ierinalcm in all feiner Vielfalt. Buntheit. Häßlichkeit und Schönheit den Hörerü vor. Der Abend schloß, als sich die Zeiger bedenklich der mitternächtlichen Stunde näherte». Dr.M.E. Arbeitsgemeinschaften: Es beginnen: 2. November:' Katcsch. Probte me des pntäitineniis.chcn - -Recht? <Prcnzregcntenstroße GOuOi; Rvscnthat, Bererbiiiigslehre «Nlorbiirqer Straße 5llH); Krame r t A dl e r . Pstzchvpothologie und Gesundheitsfurivrge EZosonenstroße 3», Blbt.i: G v l d s ch m'i d t, Wett des Orients (Prinzregentei,slraße <>!b"v): P o l,- l a k. Weltwirtschaftliche Aibeitsgemeinschast (Augnststrotzc "(7. . Iugendhennü, L a n d a Programm- Mnük '(Fasanenstraße 80, BortrogSsaol).—3. Po- . vember: S t e r n der g , Jüdische . Philosophen cFasanenstroße' >0, Bibl.E, B ä rs ch a k l F r i e d - -. 1 ä n d e r. Fragen ans der Kindcrpsycholvgie (Mar-- burger-Straße 5-Ill >- Eise n b c r g . Uebiingen in .freier 'Rede i Fosonenstraße 60>: I v s p eSingtreis -'? > Fasanrnstraße 80i. — 4. November: S w a r s e n s k h- T a v i d.s o h n . Einsührnng indie indischen Gebete i Prilizregentenstraße- 6i)-:' T rci tel, Vorbesprechung., snr ..Wanderungen" (Marburger Straße ällll»; E p p st-c i n .. 'Achod Haain (Marburger Straße 5/IIIi; A! o r g o l i ii s . Ethik und Religion (Fasancnstraße 60>; Kuhn. WirtschaslSpstzchologie.1 OMarburgcr Straße 5 » P n l v e r m a ch e r . Tas jüdische Anttitz in der bildenden Kunst ('Marburger Str. 5, 111); W c l t in a n n , Jüdische Gestalten der Weltliteratur (Fasanenitraße 80»: John I a.c o b s o h n, Sabbat und Festesicier im jüdischen Hans (Fasanen» straßr ' 80); S ch i l d b e r g e r t Lv e r t l, e i m, . I »strnmcntolgenieins cha s t (Lützowstraßc 1G/III). — 5. November: Arbeits kr c i » i ii r s y n a g o g a l e Musik (Vorbesprechung).' Marburger Straße 5<III. — 7. November: Goldma n n . Araber und Juden in ihrem geschichtlichen und kulturellen Zusammenleben (18.30 Uhr-, Marburger Straße öilll. tzcdachaukgad« Nr.-82 von- B. Niemzowltsch (Danz\2) (Wierfer ScbaPhzeitung 193A1 IJ " Matt in zwei Zügen. AVeiss: Kb8,Df2. Td4. Tel. 8b4, 8x5. Be4 (7) Schwarz: Keä, Dbl, Lb7, Lei, Sc4, BeT, 16, h4 (8) Lösung der Aufgabe Nr. 80: 1. Sf-2— g4. h.VXg4: 2. Le3—cö. «4—g3; 3. b2—b4 matt; - .... ' Xaä—b4; 2. Sgl—eö, Kb4—a5; 3. Sc5—c6 Lösung dar Aufgabe Nr. 81; 1. Tc3—c3,.(drohend Dc2— c4 matt) Lehrhaus Frankfurt Im November beginnen folgende Veranstaltungen: 4. 'November. Tw M. Metzer und Tr. A. M e r zb a ch : Heilpädagögische Vorlesnngen und Hebungen. Jugendheim. 10.30 Uhr. — 7. ''November. Alitia fe tz er - LiS m a n n : 'Mozarts Zanberslöte, Einsiihrnngsvortrag zur Anssiihrung durch den Kuttnrdund mit innsikalischen Beispielen, Saalbau. 10.30 Uhr — Rabbiner Tr. Ho f f mann: Ter Jude und der 'Menich »och der Lehre des IndentumS. Unterlindoin 20.30 Uhr. — t». otovember. Tr. H. Pom e r mn : Tos jüdische Potostino im vorderen Orient, Unteriindon. -20 Uhr. — 21. November. Tr. L. F t*. ii ch t m o kl g e r «Piiincheni: Juden und Umwelt im 'Ntittelotter, Unteriindon, 20.30 Uhr. — 25. 'November. Tr. H. P h i l ipp : George und Nietzsche, Westeiidsynagoge, 20.30 Uhr. Le4X<"2, 804 Xc2. atXK3. Les-kä-s-, . Te3—eö matt 2. b3—b4 2. La2Xb3 .. 2. Dc2Xe4 2. Dc2Xfö .. Ludwig Feuchtwanger in Hamburg Die Frnnz - Rosenziveig - Gedächtnis - Stiftung, Heimbiirg. veranstultete in Verbindiing mit der Mittelstelle für Erwachsenenbitdiliig. Fraiiksurt, einen. Lehrkurs als .Sviiderveraiistl-iltiuig für -Iligendführer. der unter der klaren Führung-von. Tr. Ludwig Feuchtwaiiger (Müncheu) einen intetessierteu Arbeitskreis junger Menschen aller Richtungen vereinte. Plan hehandelte .„Jüdische Gegenivartskuiide" und mühte sich ziumchstz ihren Sinn und ihre Ausgabe zu erfassen, sodann, eine Plethode zur jüdischen Gegenwartskunde zu finden. Aus dem unerschöpslichen Stoffreichtum der jüdischen Gegenwartskru,de. die der jüdischen Jugend ivegen ihrer Aktualität und der Dringlichkeit der. Problemstellungen besonders ain Herzen liegen, wurden dreierlei Themen behandelt. Zunächst „Soziales undwirtschaftliches Führertum". Sehr ausführlich beschäftigte diesen sehr Intensiv und gewissenhaft mitgehenden jugendlichen Führerkreis das Thema „Wcknderung — Emigration — Ausländertum". Das dritte behandelte Gebiet stellte das „VerstädterungsProblem" dar. Vor der Hörerschaft der Rosenzwei,uStisiuiig behandelte Tr. Feuchtwanger „Tie -Lchicksalsstiinde der jüdischen Religion". Er ciitwickelte hier in seinsiliuiger Weise die verschiedenen Ltrömuu» gen innerhalb der jüdischen Religion. 8. M.. Richtige Lösungen der Aufgaben Nr. 80 und 81 sandten ein: Georg K. R, Israel, Günter Rosenstock, Willy-Michaelis, Kegiernngsbanmeister a. D. L. Hirselifeld, Dr. med. .Herbert Ricard, Sanitätsrat Dr. 8. Domke, Klaus Dreyer, Gustav Lew), Justizrat Kurt Jacusiel, Rechtsanwalt Ludwig Mayer, Rechtsanwalt Dr. Ernst Meyer (Berlin), Sanitätsrat Dr. Ritterband (Osterode),'Georg Arnheim (Spandau). Dr. Oster (München), Julius Cahn (Neuwied), Herbert Heimahn iRatibor); Landg.-Rat a. D. Dr. Bretzfelder (8t. Gallen), Julius Laupheimer (Memmingen), I. Weinberg (Emden). H. Limlner, (Burgkunstadt), Frau Tilde Adler, Tieuar/.t Max Koschminski (Landsherg a. d. Warthe), Martin Hirsch (G rottkau), Lothar Sehön-; thal, Karl Beehhöfer (Nürnberg). Rechtsanwalt Dr. ' Ernst Boehni (Brieg), Gottfried Gumbcl (Stuttgart), Trababogra (Rosenberg 0.-8.). Hans Steinberger (Bayreuth), Dr. med. I. Meycrhnff (Rotenfels), Landg.-Rat i. R. Envil Baeharach (Arnberg)* Kantor D. Cohn" (Koblenz), Siegmund Austerlitz (Giessen), Gerda ' Lnpwkow'itz (Konstadt), Adolf Schiir-k (Breslau), Wirt- sehaftspriifer Dr. Herbert E. ’Hirschherg (Berlin), W. Baronowitz ((nittingen), Miehael Leyy- (Krefeld). Weitere .Lösungen von Nr. 81: Louis Weilliejm (M.-(;iadbaeh), Ella Rüben (Bünde). Walter Flejelihacker, Rudi Steinberg (München), Rabbiner Dr. Tänzer (Göppingen). SiegbeTt Bernheim (Horn a. Bodensee), .Jarob Banmann (Köln), Rechtsanwalt Leo Rothschild (Konstanz). . - Jüdisches Schachturnier im Dezember,: in Frankfurt am Main Ende Dezember wird in Frankfurt a. Main .der Kongress der jüdischen Schachspieler in Deutschland, der mit der Austragung der jüdischen Schachmeisterschaft für 1037 verbunden' ist, abgehalten werden. Es sind im ganzen vier Turniere angekündigt. Die Wettkämpfe beginnen am 25. Dezember. . Die jüdische Schach-Arbeitsgemeinschaft Gelsenkirchen .wartet für die Wintersaison 1036/37 mit einem vielseitigen Arbeitsprogramm auf. In wöchentlichem-Turnus wechseln theoretische Vorträge, Turniere, Preisscbaehs miteinander. Namhafte. Schach-. Meister sind zu Simultan-Vorstellungen und Vorträgen eingeladen worden-. Ebenfalls sind einige Städte- AVettkämpfe vereinbart worden. Dem Jngendschachwird mit freundlicher Unterstützung der Schule ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Die Einrichtung einer Sehneh-Biblidthek ist erfolgt, und wird ■ den Sehaelifreunden wertvolles theoretisches.Studium vermitteln. $onne*etofl»iRtihc: ..In den. in Söelt-- städten': 5. 'November. 29.30 Uhr. Br-üderoeretnshaus. Kncfiirstenttraße 11 ö l 1G. -NUchoet I toub : W a r s ä» o u'. (mit Lichtbildern). Montag.Rtitzr: . Ge it alten d c v B i bei 11': 2.' Novrni,ber. 20.30 Hbf, '.Hula. Ivochimsthaler Strotze 13. Mar W i e n e r : M o (er. Zxm Tode von James Breit James Breit. Rechtsanwalt am Sberlandesgericht Dresden und ehemals Professor der Rechtstvinenicktaft an der dortigen Technischen Hochschule, den zu Beginn dieses Monats der Tod nach langem Leiden im Alter von erst 04 Jahren dahiuraffte, verkörperte in seiner Person die Verbindung von praktischer Rechtsübuitg und .gelehrter Rechts- ' winsuschaft. die sich, so oft als fruchtbar erwiesen. hat. Seine Bedetitnug als Anwalt bezeugte die überragende Stellutig, die er sich im sächsischen )ßechts- und Wirtschajtsleben errungen hat. ohne durch Vorteile des Herkvmmeits oder der Mottnerion begünstigt zu' sem. Auf der Höhe seines SchafseuS war er der Vsr'traueitsmättu zahlreicher führender lliitcruehmiiugeii. die. in ihm einen'Berater von stets scharfem Verstände und nie versagender Arbeitskraft und Sorgfalt 'hoch schätzten. Aber .von . Jugend au bestrebte er sich, die Einsichten, die ihm die Praxis gewährte, in stistematischen Zusckmmetthang 'zu bringen und der Wissenschaft.dienstbar zu machen. Vor säst vier Iahrzehutett erregte der Anfänger berechtigtes Ätissehen durch eine Untersuchung über. „das Selbsteintrittsrecht des Kom- . Missionärs", die ein haudelsrechtliches Problem, von überagcnder Vedentung auf eine neue Grundläge stellte. Geradezu itlristischcs Neuland betrat er IDOS mit seinen Forschungen über das Vinku- . lationsgefchäst. eitie aus besonderen. Eründcu des iutcruatioualeit. Wirtschaftslebens eittstandene Form des Geschäftsverkehrs im deutschen Import aus Galizien.-Rumänien' und Rußländ. die bis dahin der Aufmerksamkeit der Rechtsgclehrten ent- ' gangen war. Mit besonderem. Erfolg bearbeitete er das große Gebiet des Bankrechts in seinen verschiedetteu Erscheiituitgeu, Scheck-, Giro- und Depositenrecht: die große Zähl -seiner Einzel-, schriften krönte ein zweibändiger Kommentar zum Scheckgesetz, dein ein Kenner wie Wilhelm Bernstein trotz Abiveichung im Krundsäplichen-^isber- - ragenden Werl" zusprach. svivie'Beiträge zu dem großen Hachenburg—Düringerschcn -Komtttcntar zum Haitdelsgesetzbilch. . - . Breil hat außerordcutlich viel, nicht.nur auf diesen Gebieten, sondern auch des Prozesses usw. geschrieben..^ Alles trug den Stempel, seiner frischen, ziigleich kritischen,und humorvollen.Persönlichkeit. Alles war auch von einem hohen und freien Ideal des Rechts erfüllt. Nichts hat er stärker bekämpft als eine dialektische Jitristenlogik. die. an sich selbst Gefallen findend, die Form über die Sache triumphieren ließ. ..-.Di-e Befriedigung der Logik darf nicht höchstes Ideal der Rechtsprechung sein", schreibt er in seinem-Kommentar zum Schcckgesetz. „führt der aus Rechtsbegrisfcit getvonnene. rein logische Schluß zu o s f.e n b a r unbilligen Ergebüissen, so muß mau einem Kompromiß . z tv i s ch e n d c n A nforderungen der B i l l i gleit mtb.bet Logik zustreben." Noch mehr brachte ihn auf. wenn man die rein praktische Ausgabe des Prozeßrechts, der Vertvirklichung des sachlichen Rechts zu dienen, verkannte und es zum Tummelplatz eines Doktrinarismus machte, dessen Livstcu die rcchtsucheudeu Parteien, zu tragen hatten. Eine verfehlte Bestimmung der deutschen- Zivilprozeßordtuittg. die schon oft verhängnisvoll geivvrdeu. aber trvtzdein uitaugefochteu geblieben .tvar, verau.laßte ihn 1920,' in der „Juristischen Wochenschrift", einen „aufrüttelndett" Artikel zu verössentlichen. der, vom Einzelfall ausgehend, zu den Grundfragen aufstieg und „eine durchgreisende Umgestaltung des gesamten Teukeits der deutschen Juristen in Fragen des Prozeßrechts" verlangte. Wgs er damit meinte, beleuchtet s.ein Vorwurf gegen die deutsche Rechtsprechung, daß sie „nicht, was sehr, wohl möglich gewesen wäre., von sich heraus zur Änerkenttuitg der H e r rfcf) a ft des Sittlichen auch bei der Bewertung der Prozeß- Handlungen gelaugt" sei. Dem fuliniiiaitteu Angriff ist damals der Erfolg nicht versagt geblieben: die nächste Prozeßreform^beseitigte die von Breitvcrworsene BesummiEg- Die große Zuneigung, der sich Breit.bis zuletzt . erfreute^ kam zum Ausdruck in der überaus starken ' Beteiligung an seiner Beisetzung, bei der Iustizrat Tr./Iulius Magnus mit meisterhafter Eharakterisierungsknnst und.innerer Bewegtheit ein eindrucksvolles Bild des allzufrüh dahingeschiedenen Freundes entwarf. Erich Eyck