Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 42 (20.10.1938)
- Date
- 1938-10-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 8 C.-V.-Zeitung Nr. 42 * 20. Oktober 1938 Aul Auslands - Hachscliarali in Dänemark Mit der Intensivierung der Arbeit auf allen Wa nclcrun "~-C ch: e ten ist auch die Organisation der Mittleren -Hachscharah in den letzten Jahren und?vIonalen ständig gewachsen. In der letzton Zeit wird eine immer größere Zahl von MitUeren-Gruppen. zur Auslandshaehscharah gebracht. Der nachfolgende Bericht soll die Erfahrungen aus einer Miitleren-IIaehscharah-Gruppe darstellen, die sich seit acht Monaten in Dänemark befindet. Der wesentlichste Unterschied, der sich gegenüber der Ausbildung in Deutschland sofort fühlbar machte, liegt in der Unterbringung der Jungen und Mädel, die nun nicht mehr in einem Haus und einer Wirtschaft zusammenleben, sondern auf einzelnen Bauernh öien im Umkreis von 6 km arbeiten. Eine große Rolle spielt auch die Schwierigkeit der Verständigung, da niemand die Sprache beherrscht und sich so im täglichen Leben und bei der Arbeit oft Mißverständnisse ergeben. Jedoch können die gröbsten Sprachschwierigkeiten in den ersten 4—6 Wochen überwunden werden, und damit beginnt die endgültige Einordnung in die Familie — fast alle leben mit „Familienanschluß" — und in die Arbeit. Die Beziehungen zu den Familien und zu den Arbeitgebern sind sehr verschieden; denn sie hängt sowohl vom Charakter der einzelnen Bauern wie auch vom Verhalten der Jugendlichen selbst ab. Viele sind wie das „Kind im Hause", manche haben ein kühlendes oder unpersönliches Verhältnis zu dem Hofbesitzer, vor allem ist dies auf großen Höfen mit vielen Angestellten der Fall. Manchmal ergeben sich auch Spannungen, jedoch war in unserer Gruppe nur ein einziger Stellenwechsel notwendig. Eine Erleichterung des Lebens in der fremden Familie bildet die Wohlhabenheit des dänischen Hofbesitzers und das damit verbundene verhältnismäßig hohe kulturelle Niveau. Alle Bauern haben Radio, Telefon, gut eingerichtete und große Wohnungen, viele können sich sogar ein Auto, ein Klavier leisten usw. Die Ernährung ist ganz besonders gut, dje körperliche Entwicklung und der Gesundheitszustand der Jugendlichen sind ausgezeichnet. In arbeitsmäßiger Hinsicht werden an die Jugendlichen sehr große Ansprüche gestellt. Da sie in Deutschland nur halbtägig gearbeitet haben, fiel ihnen in der ersten Zeit die Arbeit sehr schwer und ermüdete sie schnell. Der dänische Junge, der auf dem Lande lebt, beginnt mit acht Jahren' mit Pferden, Pflug, Egge zu hantieren. Der Bauer erwartet also von einem 17- oder 18jährigen Menschen eine große Arbeitsleistung, ohne Rücksicht darauf, daß er Eleve ist. Jedoch sind nach den ersten schweren Monaten, die dazu noch Wintermonate waren, die Arbeitsnöte überwunden. Auf den meisten Plätzen kommen die Jugendlichen an alle Arbeiten heran. Sie lernen die Stallarbeiten, haben ein Gespann, pflügen, drillen usw. Die 1 ernmöglichkeit der Mädchen richtet sich sehr nach der Qualität der Hausfrau. Der durchschnittliche dänische Bauernhaushalt ist sauber und gepflegt. Im. Sommer arbeiten die Mädchen auch im Galten und auf dem Feld. Die Arbeitszeit ist sehr lang. Das gesellschaftliche Leben innerhalb der Gruppe unterscheidet sich in vielen Punkten von dem der Hachscharah in Deutschland, da jetzt das Zusammenleben fehlt. Daraus ergeben sich Mängel und Vorteile. Was die geistige Arbeit betrifft, so ist es nicht leicht, sich nach einem schweren Arbeitstag zusammenzusetzen und ein wirkliches Pensum an geistiger Arbeit zu bewältigen. Man kommt in einem Pfarrhaus in der „Konfirmandenstube" zusammen, sitzt um einen langen Tisch in dem ziemlich nüchternen Raum, und alles regt dazu an, ein wenig einzunicken. Das geschieht aber recht selten, und in die Bemühungen, etwas zu schaffen, ist auch die Kulturarbeit einbegriffen. An drei Abenden in der Woche kommt die Gruppe regelmäßig zusammen. An erster Stelle steht natürlich Hebräisch. Das übrige Arbeitsprogramm umfaßt verschiedene Themen. Zur" Zeit steht Orientpolitik im Mittelpunkt. Die Zeit, die dem Chawer für sich übrig bleibt, ist sehr knapp. Die Gestaltung seiner Freizeit ist ihm ganz überlassen. Die Freizeit besteht aus den vier übriger) Abenden der. Woche, und außerdem ist jeder zweite Sonntag frei. Die Jugendlichen, die nahe beieinanderwohneii, besuchen sich oft an den freien Abenden, einige gehen einmal wöchentlich in einen dänischen Gymnastik-Verein. Lesen und Briefschreiben nimmt bei manchen einen großen Raum ein. An den freien Sonntagen ist die Gruppe fast immer zusammen. Lotte Michaelis-Adam. Bendslev (Dänemark) Im Selbstverlag in Haifa läßt Zvi Fried- ■aender einen Stadtplan von Jerusalem :m Maßstab von 1:7500 erscheinen, und zwar in hebräischer und englischer Sprache. Uns liegt die englische Touristenausgabe vor. Sie gibt ein sehr klares Bild der Stadt, ihrer Bezirke und ihrer wichtigsten historischen und öffentlichen Baulichkeiten, die in einem aufgedruckten Index mit zirka 250 Namen verzeichnet sind. Auf einem besonderen Blatt ist ein Stxaßeirverzeichnis beigefügt. Man kann annehmen, daß dieser übersichtliche Plan seiner Aufgabe gerecht wird. Tief erschüttert geben wir von dem am 8. Oktober 1938 erfolgten Heimgang unseres Vorstandsmitgliedes Rechtsanwalt Dr. Ernst Jacobson Kenntnis. Der Entschlafene gehörte länger als 18 Jahre ununterbrochen unserem Kollegium an und hat mit großer Hingabe an allen Aufgaben der Gemeinde mitgearbeitet. Durch seine vorbildliche Tätigkeit im Vorstände und durch seine nie versagende Hilfsbereitschaft hat er sich die größte Hochachtung und höchstes Ansehen in allen Kreisen der Gemeinde errungen. Wir haben in ihm einen treuen Freund und Berater verloren, einen edlen Menschen, der sich durch sein Wirken in unserer Mitte ein bleibendes Denkmal gesetzt hat. Der Vorstand der Synasosengemeinde Osnabrück Osnabrück, den 16. Oktober 1938. Statt besonderer Anzeige! Am 16, Oktober verschied in Gottes unerforschlichem Ratschluß in seinem 52. Lebensjahr mein "guter Lebenskamerad, unser lieber Vater, Bruder, Schwager und Onkel, Herr Richard ßosenfhaS In tiefer Trauer Wilhefmine Rosenthal geb. Levy Margot Rosentha! Alfred Rosentha! KöIn.Jakordenstr.n, Bremen, Hannover, Zemun.Sao Paulo Von Beileidsbesuchen bitten wir dankend Abstand zu nehmen. Statt besonderer/Anzeige. Nach schwerer Krankheit entschlief am 10. Oktober im 66. Lebensjahr meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter, Großmutter, Schwester, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante, Frau Berta Haas geb. Haimann Ihr Leben war nur Liebe und Aufopferung. Im Namen der trauernden Hinterbliebenens Donas Haas. Borken i.Westf., Moers a. Rh.. Hamburs.l4.0ktoberl938 Am 14. Oktober verichied nach kurzer Krankheit unser Heber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel lustsrrat CarSEngel kurz-nach Vollendung seines 82. Lebensjahres. 4 Im Namen der Hinterbliebenen Ernst L. Engel Berlin-Charlottenburg 5, Lietzenseeufer 11 Die Einäscherung hat bereit» stattgefunden. Am 10. Oktober 1938 entschlief nach kurzem Leiden meine geliebte Mutter, unsere gute Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Elise Lehmann geb. Frsnksi Im Namen der Hinterbliebenen Susanne Kann geb. Lehmann Berlin, Großadmiral v. Koester-Ufer 87 Die Beisetzung hat bereits stattgefunde PAM1&I8H* AN.ZBIOBM Können bfe spst e&fe&e Mif fvoch VOPmlöaQS — sog}) felefonleeJ*. aufgegeben werden* C.-V.-Zef«aftQ Anzeigen- Vervalfung Am 16. Oktober wurde uns nach langem Leiden, jedoch plötzlich u. unerwartet, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Freund Karl Kahn im Alter von 61 Jahren in Paris entrissen- In tiefer Trauer: Rcsaiie Horn geb. Kahn Leo Kahn Josef Kahn Berlin, Köln, Brühl, den 17. Oktober 1938 Die Beerdigung hat in aller Stille stattgefunden. Tieferschüttert geben wir hiermit die traurige Nachricht, daß unser lieber Freund, früherer Sozius und Chef, Herr Karl Kahn ganz plötzlich auf der Reise durch Herzschlag dahingerafft wurde. Wer ihn kannte, weiß, was wir an ihm verloren haben. Sein Andenken werden wir stets in Ehren halten. Fritz Oppenheimer Fritz Stern yaliy Koskiewi« Paris, Stockholm, Berlin Unser verehrter, lieber Chef, Herr Karl Kahn ist von uns gegangen. Er war uns Allen stets ein Vorbild als Mensch, ein väterlicher Freund und Berater. Wir werden sein Andenken immer in Ehren halten und ihn niemals vergessen. In tiefer Trauer und Erschütterung Das Jüdische Personal d. Fa. Carl Kriener Unsere geliebte, Großmutter gute Mutter, Schwiegermutter und Julie Rosentha! geb. BlOCk ist nach unsagbar schwerem Leiden e x 16. Oktober 193S durch < l sanften Tod erlöst worden. Gertrud Stein geb. Rosentha! Arnold Stein Marianne, und Werner Stein Berlin-Wilmersdorf, Wittelsbacherstr. 22 Die Beisetzung hat bereits stattgefunden. Beileidsbesuche dankend verbeten. ^^^^^^gQ0S^^0i^!^ „ ^ge^üb^tek^'';^Beä^M^b^'<'i.lC-. J 'S.&'Z 20 -'Pfcn^be^Sfen*^eWcft1eff', ' -* * vXWg.^cfc-ßJ»SrhJiv f IFo^t^Äli'«' n - . * - » > . < r £J "'- Wörter; mtr wiehr'afc 15 fcuch^abetegeH'en - „-v ajsr zw^ Worten- Ziffergebühr.'25y*fg. 4 ■w"* * Potfofr."Jj«el»tf.^.^lngaaqe üioddEerlnC"" * — u *W^:Ädi^tir*eXa^QTa®X<«y Unterricht Privatstunden, Stenografie, Maschi nenschreiben. Büro- Mode. Dahlmannstr.30. Telefon 96 36 SO. Kurzschrift Maschineschr., Engl., Stenogr., Buchführung, Heynemann, Freisinger Sir.4. Telefon: 261518 Privat- Puizrachschule. Beer, Kurfürstenstraße 123. Berufs-, Kaus-Abendkurse. Püa'R©« Buchführung Abschluß, Bilanz, Revisionstechnik. L.Stein, Buchsachverstä ndiger, Blücherstr. 1 am Hallesch. Tor. Tel. 66 9069 Englisch Stunde 60 Pfg. 62 84 71 '>.— usw., darunter Bettcouches, Doppeicouches, Polstermöbel für Auswanderer. Staubbezüge, Aufirbeitungen, Auffärmöbeln, Sessel 15.-, 8.-, 2^.-. 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