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Central-Verein-Zeitung · 1938-06-30 · 26 (30.6.1938) · page 1

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
26 (30.6.1938)
Date
1938-06-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Seife 16 * Nr. 26 Beiblatt * 30. Juni 393 oriblati^C'VrZeH'un Schild Bochum Fussball-Meister Der Titelverteidiger Schild Stuttgart unterschätzte den Gegner und verlor 1:4 Die Fussballel? des Schild Bochum stand zum erstenmal im Endspiel um die „Schild"-Meisterschaft, und auf Anhieb gelang ihr der grosse Wurf gegen den Titelverteidiger und zweimaligen „Schild4-Meister aus Stuttgart Ueber 4.00 Zuschauer erlebten in K ö 1 n diesen bei besten Wetter- und Bodenverhältnissen vonstatten gehenden . Kampf, der an spielerischer Klasse zwar zu wünschen übrig Hess, was ja meist bei solchen entscheidenden Spielen der Fall ist, dafür aber mit vielen interessanten Kampfhandlungen gewürzt war und im Anfang mit bemerkenswerter Schnelligkeit durchgeführt wurde. Die Mannschaft aus Bochum verdankt den Sieg dem besseren Mannschaftsgeist und der klareren taktischen Gestaltung der Handlungen. Auch technisch war sie kaum schwächer. Es machte jedem helle Freude, wie sich die Elf mit nie erlahmendem Eifer und einer beispiellosen Aufopferung immer und immer wieder einsetzte, selbst als alles verloren schien. Denn nach kaum zehn Minuten schied der Linksaussen infolge Verletzung aus, und auch der Mittelstürmer wurde angeschlagen, dazu ein bereits gegebenes!!i!il!;!!li!i!iil!li![ii!!!lill!!ij!!ll!lii!!!!!!ini!!!in!ll!;il!liil]!!llill!ll!!ini! Wimbledon Neben den Kämpfen um den Davis-Pokal stellt das Turnier, das der All England Lawn Tennis and Croquet-Club alljährlich auf den weitberühmten Rasenplätzen von Wimbledon durchführt, den Höhepunkt der internationalen tennis sportlichen Geschehnisse dar. Die Besten von 27 Nationen, sorgfältig ausgewählt uan vorbereitet, nahmen auch diesmal wieder an den sich über zwei Wochen hinziehenden Wettbewerben teil. Unter ihnen befanden sich eine Anzahl jüdischer Spielerinnen und Spieler, die allerdings, mit Ausnahme des tschechoslowakischen Repräsentativen, Ladislaus Hecht, bereits frühzeitig geschlagen wurden. Frl.'Deutsch (C. S. R.), Landau (Monaco), Hamburger (Rumänien) und P r e n n — sie verloren nach tapferem Widerstand schon in den ersten Runden und . mussten eich mit der Ehre begnügen, die es immerhin bedeutet, zum Wimbledon-Turnier überhaupt zugelassen zu werden. Hecht kam im Einzel nach schönen Siegen u. a. über den Jugoslawen Kukuljewicz unter die ..letzten Acht". Im Achtelfinale schied er dann schliesslich gegen Henkel aus. Auch im Herrendoppel qualifizierte sich Hecht für die engere Entscheidung. Mit seinem Partner Roderich Menzel gelang es ihm, die bekannten Engländer McPhail—Collins 9 :7, 6:1, 6:3 zu schlagen. Damit gehört er auch in diesem Wettbewerb zu den ..letzten Acht'". ■l!l!HlllII]I!!ilii!lllllilII!!lIIII!!!!IlllI!HII!IIIIIIIII!IIIIIII!lI!H!IIIIinilII!il! Tor von dem korrekt leitenden Anhalt (Köln) annulliert. Aber dies alles hatte keinen Einfluss auf die Haltung von Bochum, und als nach verteiltem Spiel die Pause kam. da führte Stuttgart durch ein etwas glückliches Tor mit 1 :0. W3r die erste Halbzeit ein Spiel der beiderseitigen Hintermannschaften, so änderte sich das im zweiten Teil, der einen dramatischeren Verlauf nahm. Die bis kurz vor der Pause unter Form spielenden Boehumer Levy (Mittelläufer) und Alexander (Halblinker) erreichten allerbeste Form, und schon kam -die Hintermannschaft von Stuttgart unter Druck. Das Stürmerspiel von Bochum wurde viel besser und Stuttgarts Torwart Yollweiler erhielt immer mehr Arbeit. Möglicherweise nahm Stuttgart das Spiel sresen die 10" Gegner zu leicht. Erst als Hans Cohn den Ausgleichstreffer geschossen fciatte. setzte sich der Altmeister wieder energischer ein, aber nun klappte es nicht mehr. Etwa _'Ü Minuten nach der Pause s.choss Alexander den zweiten Treffer, der unverständlicherweise angezweifelt wurde. Dabei vergass sich Stuttgarts bester Spieler, der linke Verteidiger, und wurde herausgestellt. Der Ausgang war "nicht mehr zweifelhaft. Stuttgart nahm den Torwart in den Angriff, stürmte mit allen Leuten, konnte aber gegen die eiserne Verteidigung von Bochum nichts "ausrichten. Für den klug spielenden Alexander war d-er weite freie Raum natürlich will- Vet SUsd Mkd Sie$ Sonntag, 3. Juli Hamburg Leichtathletik: Vereins-Jugendmeisterschaften der Sportgruppe Schild Hamburg mit Rahmenkämpfen, Lokstedt. 15 Uhr. Frankfurt a. M. Fussball: JSV Offenbach I—JTB Frankfurt a. M. I, Sportplatz Buchramweiher, I6V4 Uhr; Jugend B—1TB Frankfurt a. M. platz Buchrainweiher, 15 Uhr. Handball: JSV Offenbach Frauen—Schild Frankfurt, a. M. Frauen, Sportplatz Buchrainweiher, UVt Uhr. Stuttgart Fussball: Hakoah Stuttgart I—Bar Kochba Mannheim I, Feuerbacher Tal, 16 ühr. JS'V 'Offenbach Jugend B, Sport- Bielefeld Tennis: Schild Bielefeld—Schild Münster Tennisplätze des Schild. i. W., kommen, und es nahm nicht wunder, dass er noch zwei Treffer machte und so zur Hauptsache für den grossen 4 :1-Sieg verantwortlich zeichnete. Zweifellos besteht bei einer kritischen Wertung die Mannschaft aus Bochum viel besser. Sie hatte im Anfang zwar eine ganze Reihe schwacher Punkte, aber die Könner unter diesen, Levy, Alexander und Isaak, wussten sich immer mehr In ihrer Form zu steigern. Am zuverlässigsten spielte von Anfang bis Ende der älteste Spieler der Elf, der rechte Läufer Erich Meyer, der lange Zeit bester Mann war. Mit einer erstaunlichen Ruhe und Sicherheit operierte die Verteidigung Gottschalk und Weinberg. Schwach schienen die Aussenstürmer. — Stuttgart war sicherlich nicht auf einen so starken Gegner gefasst, sonst hätte man wohl sofort energischer zugefasst und in der 1. Halbzeit gegen den dezimierten Gegner eine Siegessicherung herausgeholt. Der Sturm zeigte bis auf den Rechtsaussen sehr wenig, spielte streckenweise viel zu umständlich. Torwart und linker Verteidiger waren die Hauptstützen der Elf, die insgesamt sicherlich mehr kann, als sie diesmal zeigte.- Josef Gordon. Leichtathletik im Vordergrund Leistungen der Jugend sind besser als die der Senioren In Leipzig Nun hat auch. Leipzig mit der Veranstaltung des Bar Kochba seine Leichtathletik-Saison eröffnet. Zum erstenmal .sah im übrigen der Bar Kochba-Platz auch Schild-Vereine aus Leipzig und Chemnitz am Start. Der schöne Verlauf des Tages bewies die Richtigkeit der nun reibungslos durchgeführten Zusammenarbeit. Von den von über 150 Beteiligten erzielten Ergebnissen können an dieser Stelle natürlich nur die herausgegriffen werden, die allgemeine Beachtung; verdienen. Da steht in vorderster Linie die löü-m- Zeit von 11,S des jugendlichen Krombach ' (Schild Chemnitz), der damit genau die gleiche Zeit erreichte wie Kauber (B. K. Leipzig) bei den Herren. Auch im Weitsprung, der Domäne des Leipziger Bar Kochba, erzielte Braun (Jahrgang 20,N21) mit fi,0l m eine bessere Leistung als der Senior Sternheim mit 5,90 m. Bei den Frauen kam Rosent'eld auf 4,65 m und die 13jährige Ruth Rosenbauro auf 4,37 m. Im. Hochsprung erreichte Nomis (Jahrgang 20/21) vom Platzverein 1.4S m. allerdings nur 2 cm mehr als der zwei Jahre jüngere Cohn (Schild Leipzig'. Bei den Mädels übersprang B.. Fuchs (ß. K. Leipzig) 1,34 m. In den 4mai lOO-m-Siaffeln kam Schild Leipzig ziemlich unangefochten zum 1. Platz in 49.0 vor seinem Bruderverein Chemnitz, da der favorisierte Bar Kochba. beim 3. Wechsel den Staffelstab verlor. Dafür revanchierte sie Sternheim in seinem 800-ni-Lauf mit 2.15.9. Inge Cohn (Schild Leipzig) kam im Diskuswerfen auf 30,70 m und im Kugelstossen auf 9,86 Meter. Erich Preiss warf trotz des sehr stark hemmenden Gegenwindes den Speer immerhin 44,40 m weit. K—n. In Königsberg Schild Königsberg veranstaltete' am 26. Juni ein leichtathletisches Sportfest, an dem ausser dem Veranstalter die Sportgruppe Tilsit und. Bar Kochba Königsberg teilnahmen. Die Schild- Vereine trugen unter sich gleichzeitig die Landesverbandsmeisterschaften aus. Trotzdem die Sportgruppe Tilsit keinen Sportplatz besitzt, konnte sie sechs Landesverbands-Titel mit nach Hause nehmen. Am erfolgreichsten schnitt die Sportgruppe Königsberg ab. Zu je vier Erfolgen kamen bei den Männern Guttmann (Schild), der u. a. 100 Meter in 11,9 lief, und bei den Frauen Purwin (Bar Kochba). In den Staffeln dominierte Schild Königsberg. M. B. In Chemnitz Vor einer erfreulich grossen Zuschauermenge wurde das erste diesjährige ,.Schild"-Sporifest in Chemnitz mustergültig abgewickelt. Hans Nathan (Schild Leipzig) und der Jugendliche Peter Schwab (Chemnitz) holten sich mit beachtlichen Leistungen je vier Preise. Zu drei Siegen kam in der Jugend A-Klasse Heinz Krombach (Chemnitz): 1.52 m Hochsprang, 5,50 m Weitsprung und 12,1 für 100 Meter. Die 4mall00- Meter-Staffel gewann Schild Chemnitz.' G. L. In Breslau Die jüdischen Schüler und Schülerinnen haben durch Schulsportfeste ihre Teilnehmer für das Bezirkssporifest der jüdischen Schulen Schlesiens festgestellt. 40 Punkte mussten die Sieger der einzelnen Altersklassen in einem Dreikampf erreichen; denn diese Mindestpunktzahl gestattet ihnen die Beteiligung am Bezirkssportfest. Die gezeigten sportlichen Leistungen lassen erfreulicherweise eine Verbesserung erkennen. Die Jungen und Mädel waren bemüht, ihr Bestes zu geben. Die anwesenden Eltern konnten sich davon überzeugen, dass sich die Turnlehrer der jüdischen Schulen verantwortungsvoll bemühen, ihren Kindern auch in sportlicher Beziehung für später einen festen Rückhalt zu geben. Besonders hervorzuhebende Leistungen waren: Kreuzberger (Jahrgang 24/25) 72K Punkte (12,57 m Kusrelstossen. 13,0 für 100 Meter), Grünbaum (Jahrgang: 24/25) m% Punkte (5.04 m Weitsprung) und Kurt Schwarz (Jahrgang 24/25) 66*4 Punkte. Wo. Handball in Südwest 3. K. Frankfurt a. M. gewann erneut gegen Schild Im Pilichtspiel standen sich am 26. Juni die beiden Lokairivalen Schild und Bar Kochba (Frankfurt a. M.) gegenüber. Im stillen hatte man wohl den Bar Kochbanern. ein Plus gegeben, aber dennoch gehofft, dass Schild ein harter, bis zum letzten kämpfender Gegner sein würde. Diese Ansicht war richtig. Schild war ein völlig gleichwertiger Gegner, wenn auch der Titelverteidiger des Makkabi technisch etwas überlegen war. Sofort nach Anpfiff ging Bar Kochba in rasantem Durchbruch nach vorne, und bereits in den ersten zehn Minuten hiess es, 3 : 0. Mit 3 :2 für Bar Kochba ging es in die Pause. - Nach Beginn der 2. Spielhälfte schienen die Schild-Spieler chancenreicher — bis Stein'sich auf seine Wurfkraft besann und der ausgezeichnete Schild-Tormann Landau sich weitere fünf Treffer gefallen lassen musste. Bar Kochba hatte sich dadurch den endgültigen Sieg gesichert. Schilds bester Mann war Klaber. Bei Bar Kochba hob sich wie immer Stein hervor, auch Katz zeigte ein schönes- Spiel. Schiedsrichter Engländer pfiff gewissenhaft, hatte jedoch viel zu tun, um das oft sehr harte Spiel über die Zeit zu bringen. « Am gleichen Tage traten auch die Frauenmannschaften der beiden Verein« gegeneinander an. Hier stand der Sieg des Schild nie in Frage. Ein Ergebnis von 12:0 (6:0) hatte man jedoch nicht erwartet. Die Schild-Frauen zeigten hervorragendes Können. B. K. Wiesbaden schlug Stuttgart Zum letzten Male spielte Wiesbaden auf eigenem Platz. Der Abschiedsgegner war Schild Stuttgart mit je einer Männer- und Frauenmannschaft. Im Frauen spiel siegten die Stuttgarter Spielerinnen mit 5:1 (3 :0). Wiesbaden konnte seine Mannschaft erst im Spielverlauf vervollständigen. - Die Gästeelf schnürte in der 1. Halbzeit Wiesbaden vollkommen ein. Lediglich der vorzüglichen Torhüterin hatte es Wiesbaden zu verdanken, dass das Ergebnis nicht noch höher ausfiel. Bei den Männern spielte Dorfmann als Gast und Mittelstürmer bei Wiesbaden mit. Er gab dem Spiel die Kote, aber seine Nebenleute waren nicht auf ihn eingespielt. Yor allen Dingen blieben sie zu sehr auf „ihren" Posten kleben: "die Wiesbadener Mannschaft hatte es früher so gut verstanden, sich Frei zu laufen. Diesen Beweis blieb sie im Zusammenspiel mit Dorfmann schuldig. Ledtglich steile Durchbrüche brachten die Torgelegenheiten, die dann auch meistens von Dorfmann mit unhaltbarem Schuss abgeschossen wurden, Stuttgart wusste es in der 1. Halbzeit nicht auszunutzen, dass Wiesbaden in der Verteidigung Schwächen aufzuweisen hatte. Erst später klappte es nach vorgenommener Umstellung besser. Wiesbaden gewann verdient 11:5 (6 : 3). _E. H. Schild-Boxen in Krefeld Programmgemäss veranstaltete der Schild am 26. Juni in Krefeld seine dritte Sommerboxveranstaltung. Leider waren einige Boxer durch Erkrankung bzw. Trainingsverletzungen ausserstande, ihrer Kampfverpflichtung nachzukommen, doch durch das sportliche Einspringen von Boxern der Hakoah Essen konnte die Veranstaltung zur allgemeinen Zufriedenheit durchgeführt werden. Trotz der Sommerhitze waren über 100 Zuschauer erschienen, die durchweg spannende und hochwertige Kämpfe zu sehen bekamen. Im Jugendbantam kam Beer (JTV 02 Köln) gegen den Neuling Mildenberg (Schild Münster) zu einem Sieg durch Aufgabe. Schweiger ('Schild Dortmund) hatte gegen Burian II (JTV 02 Köln) eine gute erste Runde und gewann verdient nach Punkten. Eine angenehme Ueberraschung bot der Neuling Lorch (JTV 02 Köln) gegen Stern (Dortmund), den er von Mitte der 1. Runde ab mit seinen wuchtigen Haken klar beherrschte und auch nach Punkten schlug. Hirsch (JTV 02 Köln) gab gegen Müller (Schild Dortmund) nur die 1. Runde ab, holte in der 2. auf und gewann die 3. und damit den Kampf. Eckstein (JTV 02 Köln) zeigte gegen Waag (Hakoah Essen) wenig und verlor nach Punkten. Einen interessanten Lokalkampf gab es im Mittelgewicht zwischen Samuel I und Levy (beide Schild Krefeld), den Samuel gewann. Der Kampf fand starken Beifall. Als Abschluss gab es noch eine kleine Sensation, als sich Altmeister Klinger (Schild Dordrmmd) gegen Samuel II (Schild Krefeld) mit einem Unentschieden begnügen musste. R. B. Tennis-Klubkampf in Köln Die beiden Kölner Tennisabieilungen trafen zum erstenmal in einem Klubkampf zusammen. Die 1. Turniermannschaft der Hakoah spielte gegen die „Zweite11 des JTV 02. Das Turnier nahm den denkbar besten Verlauf. Die viel stärkere Mannschaft des JTV 02 siegte mit 15 :2 Punkten. JTV 02 Köln—TC 28 Kefeld 17 : 3 Auch den Klubkampf gegen den Tennisclub 1928 Krefeld konnte de-r JTV 02 Köln hoch gewinnen. Es trafen sich die beiderseitigen 1. Turniermannschaften. Der JTV 02 siegte mit 17 :3 Punkten. * Aachen/Dören schlug im Kegeln unerwartet Essen mit klarem Abstand. J. G. Werbesportfest des Bar Kochba Als zweite Veranstaltung in Breslau brachte der 26. Juni einen üeberblick über die Arbeit des Bar Kochba. Wozu diese Konkurrenz? Man ist in Breslau gerade nicht an sportlichen Darbietungen verwöhnt. Daher muss bei gegenseitigem Verständnis das gleichzeitige Stattfinden zweier Veranstaltungen in Zukunft vermieden werden. Training nach Zeit Oft bemerkt man auf dem Sportplatz Le'cbiathleten, die mit der Uhr in der Hand ihre Ran. den laufen, oder hört Uebungsleiter ihren Schuir lingen jeweils Zwischenzeiten zurufen. Der Wert dieser Trainingsarbeit „mit der Uhr" wird vielfach angezweifelt, zuweilen sogar als schädlich angesehen. Trotzdem dürfte man ihn durchaus bejahen können,'wenn das Training ernsthaft und sinnentsprechend durchgeführt werden würde. Wer die mit der Uhr gestoppten Zeiten als ' Endzweck seiner Trainingsarbeit betrachtet, d. h; wer eine Strecke stets auf Zeit läuft, gera Gefahr, über den Wunsch nach einer möglichst guten Zeit die systematische Trainingsvorberei-; tung zu vernachlässigen. Die Folgen dieser falschen Methode, Nervosität und Verkrampfung, werden nicht lange auf sich warten lassen, \* irrend das Leistungsvermögen eines derartig Trainierenden binnen kurzem klar absinkt. | Die Uhr im Rahmen eines Trainingsprogramras; darf nie mehr sein als Mittel zum Zweck1 Sie soll allein dazu dienen, Tempogefühl zu erarbeiten. Der Mittelstreckler muss lernen, Rundet auf Zeit zu laufen. Er muss eine 400-Meter-Runfei auf die Sekunde genau abzuschätzen in der L?:je sein, um dadurch im Rennen Tempo und Ta^iik regulieren zu können. Ein 800-Meter-Mann zum Beispiel wird erst auf Grund der Zeit der ersten Runde wissen, ob er das Tempo in seiner bisherigen Position durchzustehen vermag oder ob es für ihn unter Umständen besser wäre, in kurzem Spurt die Spitze zu nehmen, um von dort wii möglich das Tempo abzustoppen. . Diese taktischen Erwägungen, die wie beim Mittelstreckler im gleichen Masse beim Sparer und Langstreckenläufer jeine Rolle spielen, können allerdings nur von dem angestellt werden, der sich die Voraussetzungen zu ihnen, Tempo gefühl und Zeitbestimmung, im Training ,.mit dari Uhr*' gewissenhaft erarbeitet hat —n.? Neue Bestimmungen für Amateurboxer . Auf der ausserordentlichen Tagung des Inte^ nationalen Box-Verbandes, der Föderation Internationale de Boxe Amateur (FIBA) wurdet einige interessante Aenderungen der bisheriger Wettkampf best immungen beschlossen. Wichtig er scheint, was über das Zählen während de: Kampfes gesagt ist. Es muss in Zukunft mit des Zählen begonnen werden nicht nur dann, wem der Boxer mit einem anderen Körperteil als der Füssen den Boden berührt, sondern auch, wem er die Seile berührt, um sich anzulehnen oder 25 stützen, wenn er aufhört zu kämpfen und wenrj er in Doppeldeckung geht. Neu geregelt ist dass,* wenn ein Kampf infolge Verletzung eines Boxers abgebrochen werden muss, derjenige zum Sieger erklärt werden soll, der zur Zeit des Ab bruchs in Punktführung lag, d. h. also, dass au:1! ein verletzter Boxer, den der Arzt aus dem Km^J nehmen musste, den Sieg zugesprochen erhalte^! kann. fs? Aus der Fülle der sonstigen Besprechungen die u. a. das Kampfrichterwesen ne&j regeln, die Kompetenzen der ZeitnehmeC; genau umreissen usw., dürfte ein Vorschlags wesentlich sein, der die Punktwertung; betrifft. Danach zählt zur Punktwertung folsen-1 des: " , 1. Treffer, die vorschriftsmässig landen; 2. Treffer, die vorschriftsmässig landen und deaü Gegner zu Boden bringen: 3. wenn eine Verwarnung ergeht: 4. -der Boxer, der im Nahkampf der Bessere ut? 5. für jede saubere und erfolgreiche Verteilte ' gungshandlung; 6. für Taktik, Karapfesführung, sauberes Boxea und genaues Treffen am Ende jeder Runde, Zur Neuorientierung des Boxsports im Sportbund „Schild" hat der kürzlich ernannte Obmann dieser Sparte, Rolf B i s ch 0 f s w e r d e r (Köln), eine Anzahl Anordnungen organisato^ Tischen Inhalts getroffen, von denen man sich m Zukunft eine Intensivierung des Boxbetriebeä: innerhalb des „Schild" versprechen darf. In!e:-"? essantes Material dürfte vor allem die Bestands-.; aufnähme der aktiven Boxer sowie der Trainings^? und Kampfveranstaltungen vermitteln. j? * I Der frühere englische Leichtgewichtsmeister-,.3 Jack „Kid" Berg, trug kürzlich inLonglslancb City einen 10-Runden-Kampf gegen den Italo-| Amerikaner Arellano aus, der nach interessantem^ Verlauf unentschieden endete. & Die Darbietungen waren sehr abwechslungsreich.^;. Im Fussball blitzturnier siegten die Junioren?; gegen die Alten Herren mit 3 :0. Im Handbai I. schlug der Bar Kochba das Waisenhaus mit 9:4.1 Ausserdem wurden noch Leichtathletik-Wettbewerbe,!? Rugbykämpfe der Jugend, Basketball und GeschicK-fe üchkeitsübungen der kleinen gezeigt. Wo. h "Weitere Ergebnisse p (x 1 e i w i t z : Fussbali, Schild Oberschiesien.y Jagend—Sportgruppe Breslau 3:2 (1:0). & Leipzig: Fussbali, Bar Kochba Leip^i?—Bart Kochba Dresden 3:0; Handball, Bar KocbWLep-* zig—Bar Kochba Dresden 7 :0. £ Sportbund ScMId. Die Geschäftsführuntr hat inr«-£ Buroräume nach Berlin W 35, Matthäikirchplatz 1-!, IV , (Tel.: 21 93 71) verlegt. T

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