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Central-Verein-Zeitung · 1938-05-19 · 20 (19.5.1938) · page 15

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
20 (19.5.1938)
Date
1938-05-19
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Seife 14 C.-V.-Zeitung Nr. 20 ■* 19. Mai ,1938 grenze errichtet wurde (vgl. ,.Palastina- Ümschau" der C. V.- Zeitung vom 12. Mai 1938) eine beträchtliche Abschreckung der Waffenundr Menschenschmuggeleien über die palästinensische Nordgrenze. . * Der Präsident der französischen Abgeordnetenkammer und frühere Premierminister Edouard Herriot weilte besuchsweise in Jerusalem. Er besuchte die Omar-Moschee und die Klägemauer und frühstückte dann mit dem High Corhmissioner Sir Harold MacMichael. Am Nachmittag des gleichen Tages besichtigte er die; Hebräische Universität auf dem Skopus. Nachdem er sich noch in Tiberias aufgehalten hatte, wo er mit dem jüdischen Bürgermeister und dem Vorsteher der örtlichen Gemeinde ein längeres Gespräch über die Lage in Galiläa führte, reiste er nach Beirut weiter. * i)as Erziehungsdepartment des Waad Le'unii hat beschlossen, in den jüdischen Schulen Sehiffahrts 1 ehre als neues Fach einzuführen. Die jüdischen Pfadfinderbünde sind be- TEL-AV1V. 12. Mai. Im Stadtparlament von Tel-Aviv ist ein neuer Konflikt ausgebrochen, der eine ernstliche Belastungsprobe für den kürzlich geschlossenen Waffenstillstand zwischen Bürgerbloek und Arbeitergruppe darstellt. Dieser Vorfall ist in doppelter Hinsicht bedeutsam. Einmal deshalb, weil Tel-Aviv das stärkste Gebilde jüdischer Selbstverwaltung in Palästina darstellt und die Auseinandersetzungen innerhalb der Tel-Aviver Stadtverwaltung in mancher Beziehung symptomatisch sind für die Probleme und Gruppierungen im ganzen jüdischen Palästina. Sodann aber ist - auch der Gegenstand des Streits bezeichnend: es handelt sich um eine Frage der Schulpolitik, der Jugenderziehung, die im öffentlichen Interesse und im Budget aller öffentlichen Körperschaften den ersten Platz einnimmt. Der Tatbestand ist kurz folgender: mit acht Stimmen des Bürgerblocks gegen die sieben Stimmen der Arbeiterpartei "und de? progressiven, auf die Vorschlagsliste der Hitachdiüh Olej Germania gewählten Abgeordneten Rosenblüth wurde die Einbeziehung der Arbeiter-Schulen in das öffentliche Schulnetz abgelehnt. Die Arbeiterschulen sind Volksschulen und Kindergärten, die von der Histadruth, der zentralen Arbeiterorganisation, geschaffen worden sind. Die Vertreter der Minderheiten verliesseil nach...dieser Abstimmung als Zeichen des Protestes die .Sitzung. Sie gaben eine Erklärung ab^-:dass dieser, mit einer Mehrheit von nur einer- Stimme geiasste Beschluss einen Bruch der zionistischen Disziplin darstelle; denn die obersten nationalen Instanzen, Waad Le'ujmi und Zionislenkougress. hätten ausdrücklich erklärt, dass die Schulen der Histadruth ebenso wie die Schulen der religiösen Misracbi-Organisatiön mit gleichen Rechten und gleichen Pflichten Mitglieder des öffentlichen Schulwerks seien. Oberste Schulbehörde des jüdischen Palästina ist der Waad Le'unii, dessen Budget beinahe ausschliesslich für Erziehungszwecke bestimmt ist. Auch die erheblichen Mittel, welche die Jewish Agency laufend aus den Eingängen des Keren Ilajessod für diese Zwecke zur Verfügung stellt, keit in Fällen von Bodmerei, Haverei, Bergung, Hilfsleistung usw. Durch Proklamation vom 21. Oktober 1937 ist die Einteilung des Landes in Verwaltungsbezirke abgeändert worden, der bisherige Norddistrikt wurde in zwei Distrikte mit den Hauptorten Nazareth und Haifa geteilt. Gleichfalls durch Proklamation des H. C. erfolgte die Erhebung der Siedlung P e t a c h Tikvah zur Stadtgemeinde. Damit hat der Jischuw es zur zweiten reinjüdischen Stadt gebracht. Petach Tikvah teilt mit Tel-Aviv unter den Städten eine Sonderstellung bezüglich des Wahlrechts. Während sonst nur palästinensische Bürger in den Stadtvertretungen wahlberechtigt "sind, ist in Tel-Aviv und Petach Tikvah unter gewissen Voraussetzungen jeder angesessene Einwohner, also schon vor der Naturalisation, wahlberechtigt. Ausserdem besteht das W a h 1 r e c h t der Frau, das überall sonst in Palästina fehlt. Von den Verordnungen zur Durchführung von Gesetzen seien hervorgehoben: die Fisheries Rules, die Road Transport (International Circulation) Rules, die für das Wirtschaftsleben des Landes sehr wichtigen Coutrol of Export of Citrus Rules, endlich die Antiquities (Palestine Archeological Museum) Rules. Auf dem Gebiete des Verfahrens liegen eine Reihe von Anordnungen des Chief Justice. Die High Court Rules 1937 regeln das Verfahren vor dem: Supreme Court in seiner Eigenschaft als High Court. Es handelt sich dabei um die aus dem englischen Recht her übergenommene Tätigkeit des Gerichts, die sich mit dem uns geläufigen Begriff einer Verwaltungsgerichtsbarkeit "teilweise, aber eben nur teilweise, deckt. Das Individuum ruft nicht im Wege der Klage, sondern der sog. Petition den Schutz des Gerichts gegen eine Behörde an. durch deren Tun oder Nichttun es sich beeinträchtigt fühlt. Wir finden innerhalb des weiten Rahmens der Gerichtsbarkeit, des High Courts Fragen des Schutzes der persönlichen Freiheit (Habeas corpus) ebenso wie Streitfragen des Vollstreckungsrechts. Das einzelne kann hier nicht erörtert werden. .Ferner sind Arbitration Rules über das. Verfahren nach dem Erlass von Schiedssprüchen ergangen, endlich -eine Ergänzung der Regeln über den Erlass von Versäumnisu r t e i 1 e n vor den Amtsgerichten. [Judgment bv Default (Magistrates Courts) (Amendment) Rules 1937.] reits damit beschäftigt, eine See-Pfädfüider- Abteiluug zu gründen. * * Vom 16. Maj abwerden.' die italienischen Passagierdampfer des Lloyd Triestino „Gerusa-, 'lemme" und „Galilca" regelmässig im Hafen von Tel-Aviv anlegen. & Die Einkünfte der Regierung aus dem Tel- Aviver Hafen steilen sich im Jahre 1937 auf eine halbe Million Pfund. Dies ist fast die gleiche Summe wie diejenige, die für die Errichtung des ^.Hafens von Juden aufgewandt wurde. •k Der Streik der Tel-Aviver Metzger und Fleischkäufer, der am 5. April begann, und von dem in der vorigen Ausgabe der C.-V.-Zeitung berichtet wurde, ist nach Ablauf eines vollen Monats beendet worden. Wie bekannt, hatte sich der Streik gegen die Viehhändler gewandt, die die Fleischpreise erhöht hatten. Dank der Intervention der Tel-Aviver Stadtverwaltung haben die Importeure sich zu einer Senkung der Preise bereit erklärt. werden im wesentlichen durch den Waad Le'umi geleitet. Die Grundlage des jüdischen Schulwerks bilden die öffentlichen Volksschulen und Kindergärten. Daneben aber untersteht auch eine Reihe von privaten, teilweise öffentlich subventionierten Schulen, zu den die meisten Gymnasien und sonstigen höheren Lehranstalten gehören, der Aufsicht des Waad Le'umi. Neben den Beiträgen der Zentraiinstanzen bilden die Aufwendungen der jüdischen Kommunalverwaltungen den Grundstock der einzelnen Schulbudgets. Von der grössten Stadt des Landes bis zur kleinen Kwuzah findet man in den Etats als vornehmsten Posten die Ausgaben für Erziehung und Unterricht der Kinder. Diese umfassende und straffe Organisation ist lediglich auf Selbstdisziplin und Selbstbesteuerung aufgebaut. Einen gesetzlichen Schulzwang gibt es in Palästina nicht. Der Staat leistet zwar gewisse, relativ kleine Beihilfen und übt auch eine Kon-, trolle über einige Grundbedingungen des Schulaufbaus aus. der Aufbau des Schulwerks an sich aber und im wesentlichen auch die Gestaltung des Lehrplans ist eine freiwillige Leistung. Staatliche Volksschulen bestehen nur in gewissen arabischen Gegenden, deren kulturelles Niveau die Regierung zu heben bemüht ist: diese Anstallen aber erfassen bisher nur einen Bruchteil der Kinder. Im jüdischen Sektor dagegen gibt es, abgesehen von einigen Elendsvierteln des altenj Jerusalem, keinen Bezirk, in dem eine nennenswerte Anzahl von Kindern ohne Volksschulbildung heranwächst. Allein das SchuTnetz des.Waad Le'unii zählt im laufenden Lehrjahr "50 000 Schüler, die von fast 2000 Lehrern in 194 Kindergärten und 197 Schulen unterrichtet werden. Innerhalb dieses Schulwerks aber besteht eine Dreiteilung nach we 1 ta n sc h a u. Ii c h-e n ..Gesichtspunkten, eben jene Teilung, die jetzt auch, zu dem Tel-Aviver Konflikt geführt hat. Rund die Hälfte der etwa 400 Elementaranstaltcn sind allgemeine Schulen, jüdisch, palästinensisch, zionistisch, aber ohne bestimmte „politische" Prägung oder Zugehörigkeit zu einer weltanschaulichen Gruppe. Dieses sind die unmittelbar dem Waad Le'umi unterstehenden öffentlichen Volksschulen und Kindergärten. .Zwei Gruppen des nafBMWiM««sw wiri'iHamii JTMn^7;w.r*M,ij.wmmrmamJK!mmm . Bubers Antrittsvorlesung Am 26. April hielt Martin Buber seine Antrittsvorlesung an der Hebräischen Universität zu Jerusalem. Der Mann, der seit 35 Jahren für den Aufbau einer jüdischen Universität im Geiste eines hebräischen Humanismus gewirkt, der als einer der ersten unter den Juden Europas^ die Notwendigkeit einer zentralen Stätte jüdischen Geistes in Jerusalem erkannt hatte — er .durfte nun vom Skopusberge aus sein Wort in hebräischer Sprache vernehmen lassen. Die geistige Welt Jerusalems spürte, was dieser Beginn bedeutete; einer der Väter der Universität"ist nun, da das Kind Bar Mizwah ist und sich als gleichberechtigt in das Gesamt einordnet, eingekehrt in die Hallen, die in schwersten Zeiten für das Wort des Geistes und der Forschung errichtet wurden. Der Festsaal der Universität war überfüllt: Professoren und Studenten. Lehrer und Schriftsteller, Journalisten und Rabbiner — alle waren gekommen. Der Inhalt von Bubers Referat über ..Die Forderung des Geistes und die geschichtliche Wirklichkeit" kann hier nur kürz angedeutet werden. Buber stellte die Lehre Piatos und die des Jesaia von der Wirksamkeit des Geistes in der Geschichte einander gegenüber. Beide Männer scheiterten bei der Verwirklichung des von ihnen 'gewollten. Jesaias Scheitern aber war anders als das des Philosophen. Wir leben heute noch von den Gedanken Jesaias, in denen die jüdische Haltung inmitten der grossen Welt- . politik scharf umrissen wird. Der Auftrag, den Gott Jesaia gab, dass er ihn dem Volke verkünde mit der Gewissheit, nicht gehört zu werden, ist auch heute , noch ein Auftrag an uns. Um das Leben der Menschen miteinander, um die Gemeinschaft, um das Leben der Völker geht es: Gradheit. Bewährung und Liebe sind die^ Grundworte dieses Geistes. F.Ar. Betfa-Israe! Die in Tel-Aviv gegründete Nationale Vereinigung für Kultur und Religion Beth Israel hat ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll die Kräfte -sammeln, die die unzertrennliche Verjüdischen Palästina legten jedoch Wert darauf, durch Einrichtung besonderer Schulen schon der Jugenderziehung stärker den Stempel ihrer besonderen Weltanschauung zu geben: die religiöszionistische Organisation des Misrachi und die* Arbeiterorganisation, die Histadruth. Der M is - räch i unterhält 72 Schulen mit 12 000 Schülern, die H i s ta d r u t h 14S Schulen, zumeist in genossenschaftlichen Arbeitersiedlungen auf dem Lande, mit 9000 Schülern. Auch diese beiden Gruppen gehören bis zu einem gewissen Grade zum Schuinetz des Waad Le'umi, an dessen Budget sie teilnehmen und dessen Aufsicht sie unterstehen. Aber sie besitzen, eine weitgehende finanzielle und pädagogische Autonomie. Ueber die Existenzberechtigung dieser Sondergruppen wird immer wieder lebhaft diskutiert. Misrachi und Histadruth sind sich, bei manchen Gegensätzen auf anderen Gebieten, doch in einem Punkt einig: sie nehmen für sich in Anspruch, gewisse weltanschauliche, politische oder religiöse Grundsätze schon in der Schulerziehung ihrer Kinder stärker zum Ausdruck zu bringen, als eine allgemeine Schule, die Kinder aus verschiedensten Kreisen zu betreuen hat, das vermag. Sie glauben auch, dass der innere Friede der Schule auf diese Weise besser gewahrt werde, als wenn man künstliche, entgegengesetzte Elemente in einer sozusagen neutralen Schule zusammenfasse. Die Verfechter der Einheitsschule dagegen erblicken eine Gefahr darin, dass durch eine allzu frühzeitige Scheidung gewissermassen schon die Schulkinder ..parteipolitisch" festgelegt würden. Sie verweisen darauf, dass "in "den 200 allgemeinen Schulen ja auch zahlreiche Kinder von Histadruth-Mitgliedern oder Misrachi st en lernen, ohne dass «es bisher zu Gewissenskonflikten gekommen sei. Immerhin ist die historische Entwicklung nun einmal so verlaufen, dass sich eine grosse Zahl von Spezialschulen konsolidiert hat, die den allgemeinen Anforderungen der Aufsichtsbehörde durchaus entspricht. Die grosse Zahl der Schüler in diesen Anstalten beweist, dass ein Bedürfnis danach vorliegt; denn die Eltern haben ja die freie Wahl zwischen den drei verschiedenen Schulsystemen. In Tel-Aviv z. B. sind sogar die Histadruthschulen teurer als die städtischen Volksschulen, da sie nur einen verhältnismässig geringen Zuschuss von der Stadt bisher erhielten. Die Frage der städtischen" Zuschüsse ist natürlich auch der praktische Anlass der gegenwärtigen Auseinandersetzungen im Stadtparlament. Die Ursachen aber liegen tiefer. Es handelt sj ch u m e i n e n Z u s a m m e n - st o s s zwischen zwei politischen Gruppen. Es ist schon bemerkenswert, dass der unter Führung des Bürgermeisters Rokach stehende Bürgerblock auch "die Vertreter des Misrachi umfasst, dass hier also die Anhänger eines „speziellen Schulsystems" mit den Vertretern der Einheitsschule zusammengehen. Ephraim Cohn-Reiss 75 Jahre Am 22. Mai wird Ephraim Cohn-Reiss. der jüdische Pädagoge und Schulorganisator, 75 Jahre alt. Um der Verbundenheit mit dem in Berlin lebenden Jubilar Ausdruck zu geben, der durch seine Person die Tradition verkörpert, die den Hilfsverein der Juden in Deutschland e. V. mit dem palästinensischen Aufbauwerk verknüpft, haben Kuratorium und Vorstand des Hilfsvereins beschlossen, alljährlich der Direktion der Lämel-i Schule für den besten Schüler und die beste* Schülerin je einen Buchpreis zur Verfügung zu einigung der hebräischen Kultur mit ihrem religiösen Mutterboden, aus dem sie erwachsen, anerkennen, aber keine Möglichkeit einer gemeinsamen Weiterentwicklung von Kultur und Religion bei der Beschränkung auf die heute in Erez Israel geübten religiösen Lebensformen sehen. Nachdem zu Pessach unter starker Beeindruckung der versammelten Gemeinde ein neuer Weg göttesdienstlicher Gestaltung beschritten worden ist, hat am 16. Mai eine Feierstunde Sfirat Homer stattgefunden, bei der die tragenden Idee von Beth "Israel durch Dr. E 1 k (Haifa), Dr. M. Rosenberg (Tel-Aviv) und Dr. Kurt Wilhelm (Jerusalem) dargestellt wurden. Jehuda Riasanzew, durch seine Mitarbeit au der Habima und durch seine kantorale Tätigkeit in Berlin bekannt, trug die „Geistlichen Lieder" von Beethoven vor. Die Veranstaltung war von Chor- und Instrumentaldarbietungen umrahmt. Personalien In Tel-Aviv verstarb nach langer Krankheit der Schriftsteller Alter D r u j a n of f. Der Verstorbene, der ein Alter von 68 Jahren erreichte, war ein bekannter Journalist und Schriftsteiler. Er stammte aus der Stadt Druja in der Provinz Wilna und war einer der bekanntesten zionistischen Führer im Vorkriegsrussland. Von 1910 bis 1914 gab er das offizielle Organ „Haolam" in Odessa heraus. Nach dem Kriege siedelte er nach Palästina über, wo er sich hauptsächlich folkloristischen Studien widmete. Gemeinsam mit Bialik leitete er die hebräisch e-folkloristische Zeitschrift „Reschumot". Im Jahre 1922 veröffentlichte er ein Buch über „Jüdischen Humor". Seiner Beisetzung wohnte eine grosse Menschenmenge bei. In Erfüllung eines besonderen Wunsches des Verstorbenen, den er kurz vor seinem Tode äusserte, wurden keine Grabreden gehalten. Die Palästina-Ccntrale der Agudas Jisroel fordert in einem Aufruf die Unterstützung der Sabbat- Beobachtung in Palästina durch Zeichnungen für den sog. Schmitto-Fonds. Für diesen Fonds, der anliisslich des laufenden Schmitto (Sabbat)-Jahres 5698 geschaffen worden ist, sollen am 20. Idar. (21. Mai) Sammlungen erfolgen. SCHACH'ICRE bearbeitet von P. Rosenblatt Schachaufgabe Nr. 122 von Heinrich Wolf (Wien) Weiss am Zuge gewinnt. Weiss: Kc6. TeS. ScS (3) Schwarz: Ka8, Tb8, Bb6, hi (4) Lösung der Aufgabe Nr. 121: 1. Sd4— c6, (drohend 2. Dgl—el matt) . . . 1>7Xc6, 7. Dgl—cö! TclXcö: 3. Th~Xh4, beliebig: 4. Th4—c4 matt. . . . Sh4—f3; 2. Th7—h4, Td4Xh4; 3. Dgl—cöf usw. # Richtige Lösungen gingen ein von: Michael Levy (Krefeld'), Alfred Dzialoszynski (Breslau), Kantor W. Schul (Gelsenkirchen), Tierarzt Max Koscliminski (Landsberg), Landg.-Rat Dr. Karl Ulrich (München), Gottfried Gurabel (Stuttgart), Rechtsanwalt Ludwig Mayer, Dr. med. Gerhard Böhm, Keg.-Bmstr. a. D. L. Hirschfeld, Dr. med. Herbert Picard (Berlin), Rechtsanwalt Dr. Ernst Boehni (Brieg). stellen, der die Erinnerung an den ersten Direktor dieser Erziehungsanstalt für immer lebendig erhalten soll. 1878 zur Reorganisierung und Leitung der vereinigten Waisenhaus—Lämel-Schule .berufen, gelang es ihm, die mit 28 Schülern übernommene Anstalt zur wichtigsten Schule Palästinas auszugestalten. Auf Initiative und unter Leitung von Ephraim Cohn-Reiss wurde das Schulwerk des Hilfsvereins so systematisch aufgebaut, dass es nach zehn Jahren 28 Schulen mit 140 Lehrern und 3000 Zöglingen umfasste. Der jüdischen Nationalbibliothek stand er seit 1892 vor. Paul Nathan leistete er Dienste bei der Erstehung des Technikums in Haifa. Anläßslich seines 25jährigen Amtsjubiläums war Cohn-Reiss Gegenstand grosser Ehrungen, und auch bei seinem Besuch in Palästina anlässlich seines 70. Jubiläums (1934) wurde er sehr gefeiert. Ephraim Cohn-Reiss hat sich auch literarisch betätigt und eine Reihe von Aufsätzen in Schulprogrammen, Festschriften und Sammelbüchern veröffentlicht, 'in den letzten Jahren ein" zweibändiges Memoirenwerk, das kurz nach seinem Erscheinen an dieser Stelle ausführlich gewürdigt wurde (vgl. Nr. 9 der C.-V.-Zeitung vom- 4. März 1937). / Aus der wissenschaftlichen Welt Der bulgarisch-jüdische Historiker Salömon A.Rosanes ist in Sofia im Alter von76Jahren gestorben. Er ist der Verfasser einer Geschichte der Juden in der Türkei und auf dem Balkan. Er war Inhaber zweier hoher bulgarischer Orden, die ihm König Boris von Bulgarien verliehen hatte. Presseschau Die bekannte englische Zeitschrift „Great Britain and the Easf' setzt sich in einem Leitartikel mit der Arbeit der Teilungskomm i s s i o n auseinander. Nachdem sie die besonderen Schwierigkeiten gewürdigt hat. unter denen die Kommission an die Arbeit geht, bezeichnet sie als einzigen Ansporn neben dem Pflichtgefühl die „Kenntnis dessen, dass kein von Arabern und Juden gebilligter Plan als Alternative zu der Teilung in Erscheinung getreten ist. Es niuss bemerkt werden, dass selbst jene Juden, die den Teilungsplan missbilligen, nicht gewillt sind, in den Status einer ständigen Minderheit, der Juden in Palästina einzuwilligen, und auf nichts anderes würden die Araber "eingehen." Zum Schluss gibt die Zeitschrift dem festen Entschluss Ausdruck, auf eine Lösung des schwierigen Problems unerschütterlich hinzuarbeiten. „In der Zeit, in der das Mandat sieb als unabwendbar erwiesen hat und eine anwendbare Alternative noch nicht gefunden ist, wird die Geduld auf eine schmerzliche Probe gestellt werden. Doch Grossbritannien. war kühn genug, einen Fehler einzugestehen, und jene, die ihm wegen dieser Aufrichtigkeit Beifall zollen, sollten nicht daran verzweifeln, dass die Gerechtigkeit schliesslich siegen wird." Die „Palestine General Time-Table'% Sommerausgabe TJ3S, enthält 100 Autobuslinien des Nah- und üebcrlandverkehrs mit Abgangszeiten, Entfernungen und Fahrtdaucr, den Eisenbahnfahrplan, die Anlaufsdateil für den Tel-Aviver Hafen, die Fluglinien mit den. Anschlüssen bis zu den europäische'! Zentren. Neu wurden die Auflieferungszeiten für Luftpost nach Europa bei den Hauptpostämtern aufgenommen. Dic^ beigefügte Verkehrskarte enthalt alle neuen Sicdlungspunktc und Streckenangaben. Beschwerden über das Ausbleiben der C.-V.-Zeitung, Umleitewünsche sind stets dem zuständigen Post» amt (Zeiiungssielle) zu unterbreiten. Die Be< zugsgebühren sin/an den Briefträger zu zahlen. Kulturkampf im Stadtrat von Tel Aviv Von unserem 3fr-Pa 1 äs tina -Ber icht er sta11er

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