Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 17 (1938)
- Issue
- 15 (14.4.1938)
- Date
- 1938-04-14
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 15 * Beiblatt 14. April 1938 * Seife 1$ poriblaft C'VrZeiiung Fünf Jahre „Schild"-Meisterschaften Rückblick 1934 bis 1937 — Vorschau 1938 1934: ISG 33 erster Fussballmeister Als erste Verbandsmeisterschaft startete der Sportbund „Schild" im Jahre 1934 die Titelkämpfe der Fussballer. Während damals in der Vorrunde Schild Breslau die SporLjruppe Oppeln mit 3:0, R. j. F. Stuttgart den. "Schild Mannheim mit 3 :1 und der südwestdeutsche Vertreter, Schild Frankfurt a. M., den westdeutschen Meister, Sportgruppe Bochum mit 1 :0 zu schlagen vermochte, blieben in den Kämpfen der Zwischenrunde die ISG 33. die vorher spielfrei gewesen war, über Breslau und Frankfurt a. M. über Stuttgart siegreich. Das Endspiel, das in Frankfurt ä. M. schliesslich die ISG 33 und Schild Frankfurt a. M. zusammenführte, sah nach hartem Kampf die Berliner mit 3 :2 siegreich. Im übrigen steht nur noch ein Spieler der damaligen ersten Meisterelf in der Mannschaft der jetzigen ISG 33: es ist der Mittelläufer Max Rosenberg — heute wie damals der Mittelpunkt seiner Mannschaft. 1935:ITSC05und Schild Frankfurt a.M. Ein Jahr später kam erstmalig auch die Handball meisterschaft zur Durchführung. Sie stand eindeutig im Zeichen der Berliner ITSCer, die in der Vorrunde Schild Hamburg mit 14:4, in der Zwischenrunde Schild Leipzig nur knapp mit 3 :2 geschlagen hatten und im Finale in Berlin auf Schild Wiesbaden trafen. Leipzig halte vorher die Sportgruppe Breslau glücklich mit 5:4 besiegt. Die Südwestdeutschen, die ihrerseits über" M.-Gladbach mit S : 3 hinweggekommen waren, konnten trotz tapferen Widerstandes einen klaren 7 :2-Sieg der besseren Berliner nicht verhindern. Im Fuss ball waren in den Vorrunden folgende Mannschaften beteiligt: als Titelverteidiger die ISG 33, ferner Schild Beuthen, Sportgruppe Breslau, Schild Leipzig. Schild Hamburg, Sportgruppe Bonn. Schild Stuttgart, R. j. F. Bruchsal und Schild Frankfurt a. M. Frankfurt a. M. und Leipzig hatten sich schliesslich bis zur Endrunde durchgekämpft, die die Mitteldeutschen erst nach einem 3 :1-Ueberraschungssieg gegen die ISG 33 erreichten. Das in Leipzig stattfindende Endspiel sah dann nach abwechslungsreichem Verlauf Schild Frankfurt a. M. mit 3:2 als Sieger und Meister. 2936: Zweimal ISG 33 und Stuttgart Die ISG 33 als Nachfolgeelf des'lTSC 05 konnte den H a n d b a 11 - Meislerschaftssieg des Vorjahres wiederholen. Nach Erfolgen über Breslau und Leipzig (9 : 6 und 4 :1) bestritt sie das Endspiel gegen die sympathischen Aachener Schildsportler, die zuvor RjF Darmstadt durch einen 4:2-Sieg den Weg ins Finale verlegt hatten. Aber auch Aachen konnte in Berlin nichts ausrichten und musste 2:7 geschlagen nach Hause fahren. Mit der ISG des Jahres 1936 hatte sicherlich die absolut beste Mannschaft des jüdischen Sports in Deutschland den Titel erobert: denn vorher hatte sich auch der Meister des Deutschen Makkabikreises,. Bar Kochba Hakoah, in den unvergeßlichen Kämpfen um die Berliner Meisterschaft gegen sie nicht behaupten können. Da auch die Frauen in den Meisterschaftsreigen eingriffen, kam die ISG 33 zu ihrem zweiten Titel. Die Mädels der Sportgruppe Krefeld blieben hoch geschlagen mit 7 :2 auf der Strecke, gegen Schild Frankfurt a. M. in Frankfurt a. M. reichte es dann aber nur zu einem sehr mageren 3:2, wobei allerdings der späte Septembertermin zu berücksichtigen ist. Im F u s s b a 11 wechselte der Titel erneut. Die Vorrunden hatten folgende Ergebnisse: ISG 33—Sportgruppe Breslau 0 : 3, Schild Frankfurt a. M.—Schild Stuttgart 0 :1, Schild Hamburg -Schild Bonn 3:2. Schild Beutheu—Schild Leipzig 4:0. Aus den Zwischenrunden kamen schliesslich Schild Beuthen und Schild Stuttgart, che sich in Stuttgart ein „echtes" Endspiel lieferten. Stuttgart gewann verdient, wenn auch nur durch verwandelten Handelfmeter, mit dem knappsten aller Resultate, mit 1 :0. Die Oberschlesier hatten sich glänzend geschlagen. 1937: Nun bei den Frauen wechselte der Titel Die Handballer der ISG 33, die nun schon seit Jahren zusammenspielen, blieben in der ,,Schild"-Meisterschaft ungeschlagen. Allerdings hatten sie nach einem leichten 10 : 0 - Vorrundensieg über Schild-Leipzig gegen die Sportkameraden aus Breslau schwer zu kämpfen, ehe m der Verlängerung ein 9: 5-Sieg herauskam. Auf der anderen Seite waren die "Wiesbadener Schild-Leute an M.-Gladbach mit 4 :6 gescheitert. Die Entscheidung in Köln konnten die Westdeutsehen nicht mehr mit voller Mannschaft bestreiten und verloren 6 :12. Die Mannschaft der ISG 33 hatte damit zum dritten Male den Titel mit Erfolg verteidigt. Aehnlich gestaltete eich das Bild bei den Fussballern. Schild Stuttgarts am gleichmassigsten besetzte Einheit kam durch einen 4 : 2-Sieg über Schild Hamburg und einen 2 :1- Erfolg gegenüber dem ständigen Widersacher, TC 03-Karlsruhe. ins Finale, in dem sich der Breslauer Schild einen Platz durch das 3 :1 gegen die ISG 33 erobern konnte. Auf des Gegners Platz waren die Schlesier dann völlig ausser^Form und mussten dem Titelverteidiger einen o:0-Sieg überlassen. Interessant waren im übrigen auch die anderen Vorrundenergebnisse, die Hamburg über den westdeutschen Meister. Schild Bochum, mit 6 :2. TCK 03 über Schild Frankfurt a. M. mit 5 :1 und ISG 33 über Schild Leipzig durch eine Entscheidung am „grünen Tisch" — das Spiel war 1 :1 ausgegangen, musste bei diesem Stande jedoch vorzeitig auf Grund unfairer Handlungen der Leipziger abgebrochen werden — erfolgreich sahen. Lediglich bei den Frauen kam es anders als im .Jabre vorher. Die Endspielpaarunrr war zwar die gleiche; denn die ISG hatte Schild Leipzig nnt 6 :2 und Schild Frankfurt a. M. die westdeutschen Meisterinnen aus Krefeld mit o :0 geschlagen, dann aber drehten die Frankfurterinnen — es war-im Rahmen der leicht- . athletischen Meisterschaften — den Spiess unr mit 6:5 schlugen sie in der Verlängerung die ISG. 1938 — Wer wird diesmal Meister? Es ist schwer, für die am IS. April voll einsetzenden Vorrunden zu den diesjährigen Meisterschaften einen Tip zu wagen, zumal man nie weiss, wer im entscheidenden Augenblick den Mannschaften noch zur Verfügung" steht; Einfach werden es die Titelverteidiger jedenfalls nicht haben. Ausgesprochene Favoriten gibt es in keinem der drei Wettbewerbe. Im Handball der Männer dürfte die ISG 33 an Spielstärke verloren haben. Die Mannschaft hat durch den Austritt einer ganzen Anzahl seiner Mitglieder sowohl in der Hintermannschaft. als~aueh im Sturm, besonders wenn die Gebrüder Chotzen genau gedeckt werden, bedenkliche Schwächen, die, wie es in Berlin der IBCB bereits mit Erfolg getan hat, schon vor der Endrunde von Breslau oder Leipzig aufgedeckt werden können. Bei den Frauen dagegen will die ISG 33 alles daransetzen, um die an Frankfurt a. M. verlorene Vorherrschaft wieder zurückzugewinnen. Und im Fussball ist die Situation noch unsicherer. Schild Stuttgart hat durch Auswanderung zahlreicher Stammspieler erheblich an Wucht verloren. Vielleicht gelingt es diesmal sogar der ISG 33. mit etwas Glück zum Erfolg zukommen. Vielleicht kann aber auch einmal ein westdeutscher Vertreter den schon lange fälligen Meisterschaftssieg für seinen Landesverband sicherstellen. Man wird in jedem Fall nach Beendigung der Vorrunden klarer sehen. Manfred Friedmann. Makkabi beginnt am 8. Mai Der Deutsche Makkabikreis wird seine Meisterschaften im Handball und Fuss ball erst einen Monat später starten. Die Vorrunden sind auf den S. Mai festgesetzt. Sämtliche Bezirke des Kreises, mit Ausnahme Ostpreussens, beteiligen sich mit ihren Meistern an den Kämpfen. Zu ihnen kommen die jeweils stärksten jüdischen Vereine Bayerns, soweit sie mit dem Makkabi im Spielverkehr stehen. Während die Austragungsorte noch bestimmt werden, sind die Paarungen indes bereits folgendermassen gelost worden"": Berlin — Bayern. " Schlesien — Mitteldeutschland, Westdeutschland — Norddeutsehland (SüdWestdeutschland mit dem doppelten Makkabimeister Bar Kochba Frankfurt a. M. als Vertreter ist spielfrei). Sportbetrieb überall Schulhandball in Berlin Die in diesem Winterhalbjahr veranstalteten Handball-Rundenspiele der Berliner jüdischen Schulen wurden trotz der zahlreichen Meldungen und Schwierigkeiten, die vor allem schlechtes Wetter mit sich brachten, rechtzeitig mit Schluss des Schuljahres zu Ende geführt. Sie waren — das kann abschliessend zweifellos gesagt werden — ein grosser Erfolg, der das stets wachsende Interesse der jüdischen Jugend an den Leibesübungen am besten unter "Beweis stellt. Insgesamt wurden 94 Spiele ausgetragen, die sich auf 29 Mannschaften, die in vier Klassen kämpften, verteilten. Bei den älteren Jungen wurde die Elf der G o 1 (1 s c h m i d t - Schule verdienter Gruppensieger. Sie war die technisch und taktisch am gleichn-.ässigsten besetzte Mannschaft, die die Serie ohne Spielverlust beendete. An zweiter Stelle placierte sich mit 13:3 Punkten die ..Ort"-Schule vor der 1. Mannschaft der Höheren Schule Wilsnacker Strasse (12:4), der Adass-Schule (10 :6) und der 2. Mannschaft, der Höheren Sehnte (7 :9). — Die Kämpfe der Jüngeren gestalteten sich zu einem ausgeglichenen Zweikampf der Volksschulen der Gemeinde, Rykestrasse und Kaiserstrasse. Die Mannschaft der R y k e schule war glücklicher, gewann ihr entscheidendes Treffen gegen die Kaiserstrasse mit 4:3 und wurde mit 13:1 Punkten Tabellensieger Es folgten . Schule Kaiserstrasse (11 : 2\ Herzl-Schule (S_: 6) und Mittelschule (7 : 7). Bei den Mädels gab es jeweils überlegene Sieger. In der Gruppe Ä blieb die Herzl-Schule mit 10 :0 Punkten ungeschlagen vor der Elf der Höheten Schule Wilsnacker Strasse, und in der Gruppe B (Jüngere) hatte zürn Sehtuss die Gold s c h ra i d t - Schule mit 10:0 Punkten einen gehörigen Vorsprung gegenüber der Schule Auguststrasse (7 :3) und der Lessler-Schule (6 : 4). M. F. Tischtennis in Westdeutschland Klubmeisterschaften des Hakoah Köln. Unter guter Beteiligung wickelte die Kölner Hakoah ihre Klubmeistersehaften ab. In der A-Klasse siegte im Herreneinzel Eliasewitz ohne Satzverlust über Mond. Schild M.-Gladbach schlägt Schild Krefeld 9:5. Das Rückspiel der bisher ungeschlagenen M.-Glad: bacher in Krefeld war für die Mittelrhemmeisterschaft entscheidend, und durch einen glatten 9:5- Sieg bei einem Satzverhältnis 31:24 schafften es die M.-Gladbacher zum erstenmal. Sensationell war das Damendoppel, wo die erst 14jährigen Krefelderinnen nach einem Stande von 2:1 und 20:14 noch mit 3 :2 das Spiel gewannen. Auch Krefelds Spitzenspielern! Trauh natte einen schönen Erfolg, als sie im Dameneinzel die Bezirksbeste Nathan 3:0 besiegen konnte. ITV 02 Köln verliert. Die früher so starke Mannschaft ist nur noch ein Schatten ihrer einstigen Klasse. Gegen Schild Düsseldorf trat sie unvollständig an und verschenkte drei Spiele^ J)as machte sich im Gesamtergebnis von 12 :2 Spielen und 30:15 Sätzen für Düsseldorf erheblich bemerkbar. Schild Krefeld auf dem 2. Platz. Mit dem lerzten Spie! der Meisterschaft konnte sich Schild Krefeld wenigstens den 2. Tabellenplatz sichern. Gegen die Mannschaft des ITV 02 Köln gewann sie jederzeit . sicher mit 12:2. Hervorzuheben ist der 3 : 0 - Sieg des Krefelder Spitzenspielers Gimnicher über den westdeutschen Schildmeister Rothschild. R. B. Uad md Sie§ Montag, 18. April 1938 Südwestdeutschland * Fassball: Schild Frankfurt a. M. I —Schild "Orms I, Frankfurt a. M.. Sportplatz Bwhrainweiher, 16# Uhr; Bar Kochba Frankfurt a. M. 1 7-IIB Hanau I, Frankfurt a. M., Sportplatz ^ondershausener Strasse. 16K> Uhr; ISV Offenbach Jugend—ITU3 Pirmasens Jugend, Offenbach a. M., Sportplatz am Nebenbahnhof, 14 Uhr. Handball: Schild Frankfurt a. M. I—Schild Wiesoaden I, Frankfurt a, M., Sportplatz Buchrain- ^"eiher, 15 Uhr (Entscheidungsspiel um die südwest- 'leutsche ,,Sehild"-Meisterschaft); Schild Frankfurt jl- M. Frauen—Schild Wiesbaden Frauen, Frankfurt a. M.. Sportplatz Bucbrainweihcr. 14 Uhr: ■ <*nild Frankfurt a. M. Jugend—Schild Wiesbaden •'»Send, Frankfurt a. M.. -Sportplatz Buchrainwciher. 13 Uhr: ISV Offenbach Frauen — Schild ''»rmstadt Frauen. O f f c n b a c h a. M., Sportplatz am Nebenbahnhof, 13 Uhr. Rheinland-Westfalen . Fussball: Punktcspiclc ITV 02 Köln-Schild Neuwied, Köln, Fort Dcckstcin; Schild Düsseldorf- Schild Bonn, Düsseldorf, Neuer Schildplatz; Schild M.-Gladbach—Schild Krefeld. M. - G 1 a d - b a c h , Platz am Alten Wasserturm. Handball: Punkte.spiel Schild M.-Gladbach Frauen —Schild Krefeld Frauen, M.-Gladbach, Platz am Alten Wasserturm. Hockey: Gesellschaftsspiele Hakoah Köln—Bar .Kochba Frankfurt a. M., Damen und Herren, Köln, Fort Deckstein. Hamburg Hockey: Turnier, veranstaltet vom Schild Hamburg, unter Teilnahme von Schild Frankfurt a. M. (Damen und Herren), ISG 33 Berlin, Bar Kochba Hamburg, - Schild Hamburg (Damen und Herren). Sportplatz Hamburg-Lokstedt, 10 Uhr. (Vorspiele: Freitag, 15. April, 10 Uhr.) Breslau Handball: Vorrunde zur ,.Schilde-Meisterschaft Sportgruppe Breslau—ISG 33 Berlin. 15H Uhr, Sportplatz Krietern (vorher Fussballspiel). Leipzig Handball: Schild Leipzig I. II und 1. .Tugend- IRC ..Berlin-1 l. Ii und 1. Jugend, Schildplatz Thekla, ab 14 Uhr. Aus Palästina Landestreffen des Makkabi An Stelle der im Frühjahr 19SS projektierten und inzwischen um ein Jahr verschobenen III. Makkabi ah. wird der Makkabi in Palästina anlässlich der Feier seines 25jährigen Bestehens in der Zeit vom 17. bis 20. April ein Landestreffen in T e 1 - A v i v abhalten, an dem 3000 Sportler teilnehmen sollen. In sämtlichen Sportarten beabsichtigt man Wettkämpfe durchzuführen. U.a. treffen die Leichtathleten des palästinensischen Makkabi auf Mannschaften der englischen Armee und Polizei, die Fussballer bestreiten einen Landerkampf gegen Aegypten, und im Tennis rechnet man mit der Teilnahme von Prenn und Hecht. USA-Meister im Tischtennis wurde der Ungar Bei Jak, der in Philadelphia die Schlussr unde des Herreneinzels gegen den Amerikaner Schiff bestritt und 21 :12, 21 :14. 19 : 21. 21 : IS gewann. BeUak verteidigte damit seinen Titel zum zweiten Male erfolgreich. Vor einem WcItmeisterschaEtskampf steht der frühere englische Meister Jack ,,Kidu Berg, der seit einem Monat in Amerika ist und dort seinen vierten Sieg in ununterbrochener Reihenfolge zu feiern vermochte. Sein letzter Gegner war in New- York der gute Frankie WalJace, der über acht Runden haushoch nach Punkten geschlagen blieb. Den ungarischen Amateurtitel im Welterjyewichteboxen verteidigte mit Erfolg J. Mandi. der nun schon seit mehreren Jahren die Landesmeisterschaft innehat und zur Weltelite seiner Gewichtsklasse zählt. Für Brentfords bekannte Fußball-Profimannschaft wird in Zukunft der junge Student Maurice Edels t 0 n e spielen. Auf Grund seiner grossartigen Leistungen als Amateur hat man ihn als Stürmer für diese Elf, die in der ersten Division an 6. Stelle spielt, verpflichtet. Der Weltmeister Im Weltergewicht. Barney Ross, der in Indianapolis seine derzeitige Form^durch einen kurzrundigen k.o.-Sieg gegen Henry Schast unter Beweis stellen konnte, wird am 26. Mai in New-York gegen den Weltmeister der Bantamklasse, Henry Armstrong, kämpfen. Reue Dreyfus. der französische Rennfahrer, gewann am 30. April das erste grosse diesjährige Autorennen in P a 11. Eine kurvenreiche. Stadtrundstrecke war hundertmal zu durchfahren. Dreyfus blieb Jugendarbeit Vom Spiel zur Leistung ..Die Arbeit am Nachwuchs steht im Vordergrund" überschrieben wir in der vergangenen Woche eine Vorschau auf die kommende leichtathletische Saison. Wir haben Sorge zu tragen für die Schaffung einer harten, starken und einsatzbereiten Jugend, die dank planmässig und natürlich betriebener Leibesübungen die ihr später vom Leben gestellten Aufgaben überall zu meistern imstande ist. Vom Spiel trieb des Kindes bis zum Kampftrieb des an der Grenze zum Mannesalter stehenden Jugendlichen geht der Weg der modernen Leibesübung. Und je ruhiger und unbeeinflussier diese Entwicklung vorsieh geht, desto sicherer ist der Erfolg im späteren Alter. Schule und Verein, die wesentlichen Träger jener Erziehung, müssen aus diesem Grunde eng zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und, wo es nottut, ausgleichen, nie aber auch nur den Anschein einer gegensätzlichen Stellungnahme zulassen. Dem Kind, an das der Sport gerade herangetragen wird, soll die körperliche Betätigung Freude bereiten. Sie muss also so ursprünglich und natürlich wie möglich sein. Das Kind soll spielen, im Spiel lernen, seine Kräfte einzusetzen und in spielerischer Form Fangen und Werfen, Ueberspringen von Gräben und ähnliches üben ' — alles, um Grundlagen für die höheren Altersklassen zu schaffen. Der Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren kann bereits. zur bewussten Leistungsarbeit geiübrt werden. Denn er will etwas leisten, will seine Kräfte erproben, sie gebrauchen und beherrschen. Der Jugendliche dieser Altersstufe, der den technischen Bewegungsablauf der leichtathletischen Grund-* Übungen bereits instinktmässig erfasst. muss deshalb neben der Pflege eines die Geschicklichkeit Ausdauer und Härte fördernden Kampfsports in der Schnelligkeit, der Sprungkraft und der Wurfgeschicklichkeit eine entsprechende Fortbildung erhalten. Die ältere Jugend dagegen sollte schon von ausgeprägtem, gesunden Leistungsstreben erfüllt sein. Der Junge im Alter von 14 bis IS Jahren will triebmässig durch bessere Leistungen den Gegner im Wettkampf besiegen. Das bedeutet, dass der Leistungstrieb' etwas genau so Normales ist wie der Wunsch, seinen Körper durch vernünftige Leibeserziehung allgemein zu formen. Ein Junge soll bewusst kämpfen, allerdings Mehrkämpfe (in der Leichtathletik und im Turnen) oder kampfsportliche Spiele (Handball und Fussball) bevorzugen. Es wäre falsch, ihn mit technischer Grundschulung zu überlasten. Aus der Freude an der Leistung soll aus eigenem Antrieb der Wunsch zu technischer Fortbildung entstehen. Das ist das Richtige. Technik heisst. den Weg des zweckmässigsten Einsatzes der Kraft zu finden. Eine technische Voraussetzung zur Leistung muss schon vorbinden sein: denn mit Kraft allein und mit Temperament ist es nicht getan. Je fliessender, je natürlicher jedoch .ein technischer Bewegungsablauf beherrscht wird, desto eher ist die Voraussetzung zur Höchstleistung gegeben. Ganz allgemein ist zu sagen, dass die körperliche Erziehung eines Jugendlichen so vielseitig wie möglich sein soll. Er soll Mehrkämpfe betreiben, in Mannschaftsspielen den hohen Sinn der Gemeinsehaftsleistung kennenlernen. Eine Spezialisierung allerdings darf erst dann erfolgen, wenn die durch den Vorgang der Reife bedingten körperlichen und seelischen Schwankungen überwunden sind und die nach der Reifezeit einsetzende Festigung des Körpers begonnen hat. —n. bei einem S'tundcnmittel von 87,9 Std./kin in 3.08.59 Sieger für die 276,9 Kilometer vor einer Anzahl der besten Fahrer der Welt. Der jüdische Eissehnell-Läufer Windtner erhielt für seine sportlichen Verdienste der letzten Jahre vom B u d a p c s t e r Eislauf-Verein eine goldene Medaille als ehrende Auszeichnung verliehen. Sportpädagogische Lehrgänge In der Zeit vom 21. bis 25. März legten, wie die Schulabteilung der Reiebsvertretung" mitteilt, in Stuttgart i'S Kandidaten und Kandidatinnen die Abschlussprüfung des Sportlehrgariges C ab, der von der Schulabteilung der Reichsvertretung und dem Oberrat der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württembergs im Anschluss an das orthopädisch-gymnastische Institut von Alice Bloch veranstaltet worden war. Die Aufnahmeprüfung für den neuen Lehrgang D wird voraussichtlich am 3. Mai stattfinden, und zwar in Stuttgart. Alle Anmeldungen und Anfragen sind zu senden an die Reicfisvertretung der Juden in Deutschland, Berlin-Charlotteuburg 2. Kantstras-se 153. Der Anmeldung sind beizufügen: polizeiliches Führungszeugnis, sportärztliches Zeugnis, Nachweis der Obersekundareife (Mittlere Reife), Nachweis der bisherigen sportlichen Betätigung mit Diplomen. Lebenslauf mit Angabe der Staatsangehörigkeit. Zugelassen werden männliche und weibliche Bewerber, die das lß. Lebensjahr vollendet nahen. Kurs.gebühr: monatlich 5U RM. Den zur Aufnahmeprüfung zugelassenen Bewerbern seht;-e<-2Uzeitk' eine Aufstellung der sportlichen Mindestleistungen, für die Aufnahmeprüfung zu.