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Central-Verein-Zeitung · 1938-01-20 · 3 (20.1.1938) · page 11

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
17 (1938)
Issue
3 (20.1.1938)
Date
1938-01-20
Page
– (sequence 11)
Language
German
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Nr. 3 * 3. Beiblatt CMTeihing 20. Januar 1938 * Seite Tl Jugend erlebt Kunst 9,Uriel Acosta" im Theater der jüdischen Schulen Gutzkows vielgespieltes, gegenwartsnahes Drama „Uriel Acosta" war für eine Neuauflührung längst schoo fällig, und es ist eigentlich verwunderlich, dass der Berliner Kulturbund seinen „erwachsenen" Mitgliedern vorenthalten hat, was das Theater der jüdischen Schulen jetzt den Jugendlichen darbot Hervorgegangen aus einer Zeit, über die sich noch die letzten, matten Strahlen der Vernunftreligion breiteten, ist das Stück das pathetische Bekenntnis einer Kämpfernatur, die sieh gegen politische und kirchliche Unterdrückung immer wieder zur Wehr setzen musste und die in diesem aufreibenden Kampf schliesslich den stärksten Gewalten unterlag. Gutzkow hat den historischen Uriel Acosta mit dem Recht des Dichters, das ihn zum Herrn über die Geschichte macht, frei umgestaltet: der Spross einer Marranenfamilie, der aus seiner Geburtsstadt Oporto nach Holland flüchtete und aus Ueberzeugung zum Judentum übertrat, ist bei ihm „halb Jude, halb Christ" geworden, ein idealisierter Märtyrer des freien Gedankens, den der Dichter gegen ein fanatisches, intolerantes Rabbinertum apologetisch in Schutz nimmt. Zum Schluss, als das Opfer gefallen ist, klingt dann die Nathan-Tendenz an: „0 gebt hinaus und predigt Schonung, Duldung, Liebe!" Diesem geistig-religiösen Martyrium fehlte indes der menschlich-geiüblsmässige Zug, der Stoff und Gestalt einem breiteren Theaterpublikum näher bringen sollte: so erfand denn der Theatraliker Gutzkow im dritten Akt seines Dramas jene sentimentale „scene ä faire", in der Uriel Acosta im Anblick der blinden Mutter sich zu dem Entschluss durchringt, der Liebe seine ..heü'ge Ueberzeugung" zu opfern und feierlich Widerruf zu leisten. An dieser berühmt gewordenen Szene hat sich die Bühnenwirkung des nun fast hundert Jahre alten Stückes immer von neuem entzündet; die Tränen im Parkett flössen reichlich, und es war des Schluehzens kein Ende. Der Bearbeiter des Gutzkowschen Dramas, Herbert Friedenthal, hat die Szene ganz gestrichen. Von der ausgesprochenen Absicht geleitet, den Konflikt, der zu dem Zusammenstoss des Helden mit dem rabbinisehen Judentum führt, innerlich und geistig auszutragen, bereitet er Uriels Widerruf durch eine dialektisch zugespitzte Auseinandersetzung mit dem Arzt de Silva, dem verstehenden und verzeihenden „Anwalt der gerechten Sache", vor, eine Szene, die dem traditionslosen Helden die Ueberzeugung beibringen soll, Judentum sei etwas Gewordenes, das starke Glied einer unzerreissbaren, tausendjährigen Entwicklungskette („Blut von Gewesenem, zu Kommenden rollt's", wie Beer-Hofmann es dichterisch geprägt hat); nur wer sich in diesen historischen Ablauf einreihe, könne für das Judentum ein wahrhaftiger Zeuge sein. Es erscheint mir zweifelhaft, ob diese Beweisführung vom jüdisch-intellektuellen Blickpunkt Der Dichter des J&ain6 und der JHebräisehen. Melodien4 Zu Lord Byrons 150. Geburtstag am 22. Januar Er erwachte eines Morgens und fand sich berühmt. Aber wir Heutigen wissen von ihm Gicht viel mehr, als dass ein Grosser ihm ein Denkmal als Euphorion gesetzt hat, dass er von der englischen Gesellschaft wegen seiner blutschänderischen Verbindung mit seiner Halbschwester Augusta m den Bann getan worden, und dass er im Freiheitskampf der Griechen vor iVIissolungbi den Heldentod gestorben ist. Der abgefallene Engel aus Miltons Versepos ..Das verlorene Paradies" ist in ihm auferstanden, mit dem ihn die Mitwelt und er sich selber gern verglichen hat. Miltons Gedicht ist ein literarisches Zeugnis des Bibel-Glaubens der Puritaner-Zeit, eine Tradition, die bis in unsere Tage zu Bernard Shaws Adam- und Eva-Drama „Zurück zu Methusalem" reicht. In der Mitte sieht Lord Byron mit seinem „Kain". ein auch ihm traditionell vermachter Stoff, der bei ihm, svie alle seine Schöpfungen vom „Gjaur" bis zum „Manfred", vom „Childe Harold" bis zum ..Dod Juan", zum subjektiven Bekenntnis wird. Seine Jugend ist vom Caiviaismus strengster Observanz geformt, die Bibel ein ihm von Kindheit auf wohlvertrautes Buch Dass Kain von Gott verworfen worden ist, ehe er noch den Brudermord begangen, dass der Mensch zum Sünder vorher bestimmt sei, hat in ihm, der sich eeitlebens mit der Frage nach den letzten Dingen beschäftigt hat, frühzeitig den Rebellen gegen Gott geweckt. Der Weltschmerz, das Missverhältnis zwischen Mensch und Leben, ist als „Byronismus'- eine europäische Mode gewesen, und Kain heisst der ..Repräsentant einer ohne eigenes Vergehen in tiefstes Elend gestürzten missmutigen Menschheit".. Das Kainszeichen ist ihr Symbol, in Kain, dem Prototyp des Zweiflers und Empörers, her für den Widerruf Acostas eine physiologisch stärkere Stütze bietet als die gewiss rührselige, aber doch auch im Jüdischen („Tief in unserem Volke wurzelt der Zauber der Familie") verankerte Szene des Gutzkowschen Originals. Weit überzeugender wirkt dann in der Bearbeitung Friedenthals Acostas Widerruf des Widerrufs in der letzten Szene des vierten Aktes: hier ist es, im Gegensatz zu Gutzkow, allein der sich aufbäumende Stolz des Gedemütigten, die furchtbare Kränkung des Getretenen, die ihm das leidenschaftliche Geständnis abringt: „Was ich las, es ist nicht "wahr!" Im übrigen hat der Bearbeiter — sonst bemüht, das Szenengefüge und die Form der Vorlage möglichst unangetastet zu lassen— auch die Liebestragödie Uriels hinter die Tragödie des geistigen Kämpfers zurückgedrängt: seine Judith bleibt am Leben, und Uriels Pistolenschuss, mit dem er sich selbst tötet, ist nicht die Antwort auf ihre Treulosigkeit, sondern das Ende eines mutlos Gewordenen, eines verzweifelt Suchenden, der aus den inneren Wirrnissen keinen Ausweg mehr findet. An die Aufführung im Theater der Jüdischen Schulen wird man keinen zu hohen künstlerischen Massstab anlegen dürfen. Schon die Raumverhältnisse der kleinen Bühne im Brüdervereinssaal liessen eine Ausbreitung des szenischen Rahmens nicht zu, wie sie besonders der zweite Akt (Manasses Villa) und später der Tempelakt erforderlich machten. Aber auch das Spiel, das Georg Jacobsohn leitete und das Steffi Rosenbaum — Bert Baer Fot. Abraham «■MiimaMjM^uMjjai«^^ wird der Konflikt zwischen Vernunft und Bibelgiauben gestaltet. Mit diesem überpersönlichen, Konflikt verschmilzt das zentrale Erlebnis des Liebhabers und Frauenlieblings Byron: die Leidensehaft zu seiner Halbschwester. Shakespeares Zeitgenosse John Ford hat in seinem Drama „Giovanni und Annabella" (Spiel des Schicksals, dass Byrons Gattin Annabella heissen sollte!) einmal dessen „Romeo und Julia" überbieten wollen, indem er die Liebenden zu Geschwistern macht ... es ist, als hätte der elisabethanisehe Dramatiker zwei Jahrhunderte vorgeahnt, wie das Geschwisterpaar auf sein Schicksal reagieren wird: die Frau in Reue vergehend, der Mann unbussfertig trotzend. Wie es ihn gereizt hat, sich zu Ferrara in Tassos Gefängnis einsperren zu lassen und wie Leander den Hellespont zu durchschwimmen, so lockt ihn die Sünde, einen Brauch mythischer Vorzeit nachzuahmen. Dass Kain und Adah Geschwister sind, macht ihm .den Kain-Stoff besonders anziehend. Lucifer kündet Kain, dass solche Verbindung von späteren Geschlechtern als Sünde angesehen wird, und Kain entgegnet mit der Frage, wie etwas Sünde sein könne, was nicht zu allen Zeiten Sünde sei. (Aber nicht Augusta Leigh, sondern Byrons letzte Liebe Teresa Guiccioli, die ihm eine würdigere Biographin werden sollte als Caroline Lamb die sich mit ihrem Roman „Glenarvon" für seinen Treubruch rächt, hat der Adah Züge ihres Wesens gegeben.) Weniger bekannt ist Byrons Mysterium „Himmel und Erde", ein chiffriertes Bekenntnis des Zwiespalts zwischen der göttlichen und der irdischen Natur des Menschen, das die Sintflut mit der biblischen Begebenheit verknüpft, nach der die abgefallenen Engel sich Töchter der Menschen zu Weibern genommen haben. Von den Büchern der Bibel haben Hiob,.Kohelet und Jesaja den Dichter besonders angesprochen, und Georg Brandes sagt von Byron geradezu, er sei „altlestamentariscb in seiner Geistesrichtung und in seinem Seelenleben, das jüdische Gewand entspräche natürlich den Formen seines Gefühls". auch innerhalb der geistigen Sphäre des Stückes gehörig auslegen muss, hatte etwas notgedrungen Unfreies, Gehemmtes, das der vollen Entfaltung Gutzkowscher Bühneneffekte hindernd im Wege stand. Unter dieser Einengung litt schon der erste Akt, der auf einen viel zu sanften, bis zur Unverständlichkeit herabgedämpften Ton gestimmt war. Hier blieb auch der Darsteller der Titelfigur, Bert Baer, viel zu zurückhaltend; er hätte die Anw-eisung Gutzkows befolgen sollen, gleich in der ersten Szene bei de Silva zu zeigen, dass „die Gelassenheit seiner Haltung nur eine scheinbare, seine Ergebung nur die momentane Beherrschung eines an sich leidenschaftlichen Temperamentes ist*'. Später' wuchs dann der Darsteller — in seiner äusseren Erscheinung allerdings kaum der strahlende Held, wie er uns vorschwebt — mehr und mehr in die Rolle eines unerschrockenen Kämpfers hinein, der uns auch mit der Tragik seines Schicksals versöhnen konnte. Seinen Gegenspieler, den wider seinen Willen zum Richter aufgerufenen Arzt de Silva, hatte Georg Jacobsohn zu düster und zu dumpf angelegt: „was ich an Euch verehre, ist das Herz", sagt Uriel zu ihm schon bei der ersten Begegnung, und so hätte die Figur, bei allem Schwanken zwischen Gemüt und Verstand, mehr von innen heraus leuchten müssen. Der menschlich echtesten Gestalt des Stückes, dem sittlich gefestigten, im Besitz seiner Kunstschätze ein behagliches Glück geniessenden Handelsherrn Manasse Vanderstraaten vermochte Simon Sainsky nur schwache Umrisse zu geben; für die populärste Figur, den Rabbi Ben Akiba („Alles schon mal dagewesen!") fand Ernst Rosenbaum den Ton rabbinischer Strenge, der durch Weisheit und Lebenserfahrung jovial gemildert wurde. Manasses Tochter Judith war mehr zärtliche Haustochter als gelehrige Schülerin Acostas; auch fehlte Steffi Rosenbaum in dieser Rolle das Mass der inneren Grösse und des heldischen Mutes, mit dem sie dem finsteren Eiferer Rabbi de Santos (Rudolf Ganz) ihr „Du lügst!" ins Gesicht ruft. Ben Jochai, Judiths Verlobter, wurde in der Darstellung Werner Hinzelmanns, übrigens des bestens Spreehers des Abends, beinahe zu einer sympathischen Figur, die man einer mit üblen Mitteln ins Werk gesetzten Intrige gar nicht für fähig hielt. Wie stark das Gutzkowsche Stück, auch in seiner veränderten Problemstellung und in einer Aufführung, die manche Wünsche unbefriedigt liess, noch heute wirkt, bewies der spontane Beifall nach allen Aktschlüssen. Dr. Hugo Lachmanski. Neue Wege zum Kunsterlebnis Die Reihen des neuen Kulturbundsaales sind gefüllt mit bündischer Jugend. Sie sind gern dem Ruf zu einer musikalischen Veranstaltung gefolgt, die Jungen und Mädel, und sie hören mit grosser Intensität zu; denn es ist in ihnen Sehnsucht nach künstlerischem Erleben, vielleicht ein Drang, aus dem Lastenden ihrer Lebenssituation heraus Zugang zu finden zur Sphäre des Geistigen, des Künstlerisch-Schönen, enthoben der dumpfen Schwere des Alltäglichen, seelische Gelöstheit Zahlreiche Gedichte der „Hebräischen Melodien", die er für den Komponisten Nathan geschaffen — mit ihm hat er, was an den von der Gesellschaft ausgestossenen Rembrandt gemahnt, die letzten Abende vor seiner Fahrt in die Verbannung zugebracht, und der Musiker hat ihm Mazzoth aufs Schiff geschickt —, zeugen davon, dass er vielleicht an der Wiedergeburt des jüdischen Volkes mitgewirkt hätte, wäre sie in seiner Zeit spruchreif gewesen. Er hätte so prophetisch die Politik seines Vaterlandes vorweggenommen, wie er seinen eigenen Nachruf über seine männliche Sammlung und verantwortungsvolle Tat nach einem geniesserischen, bindungslosen Leben von der Griechensklavin Myrrha im „Sardanapal" ahnungsvoll hat sprechen lassen. Es darf in dem Zusammenhange, in dem wir Lord Bj'ron hier betrachten, nicht verschwiegen werden, dass sich im ..Don Juan" auch eine Spitze gegen die Beteiligung der Juden am kapitalistischen System findet, die sich in das satirische Zeitbild dieses Versgedichts einordnet. Grundsätzlich hat sich Byron jedenfalls keine Gedanken über eine Lösung der Judenfrage gemacht, denn drei Jahrzehnte vor Macaulays berühmtem Vorstoss streift er in einer Parlamentsrede für die Emanzipation der Katholiken auch den anderen Weg, den England neben seiner Palästina-Politik gegangen ist, indem er nämlich auf den Einwand, dann könnten die Juden ein Gleiches fordern, hinzusetzt, auch dagegen habe er nichts einzuwenden. Seine zweite Parlamentsrede hat der Vorkämpier für die unterdrückten Völker, den das Schicksal beinahe für den Freiheitskampf der Kreolen in Südamerika oder die Carbonari in Italien eingesetzt hätte, statt ihn sein Leben krönen zu lassen, indem er seine Begeisterung für das klassische Ideal in die Tat umsetzte und für das Volk der Hellenen fiel, für die Erniedrigten und Armen des Volkes gehalten:, für die Weher von Lud. welche die neuen Maschinen zerstört hatten, durch die sie ihr Brot zu verlieren gefürchtet haben. und damit neuen seelischen Impuls zu erlangen. Wer um dieses Bedürfen weiss, wird den Plan des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände begrüssen, allmonatlich — gemeinsam mit dem Reichsverband der jüdischen Kulturbünde und dem Jusendpflegedezernat der Beiliner Jüdischen Gemeinde — der Jugend eine künstlerische Veranstaltung zu bieten. Der erste Abend galt Felix Mendelssohn, und man hatte sich die bewährte Kraft Dr. Anneliese Landaus verschrieben, um durch einführende Worte das rechte Verstehen anzubahnen. Die Zeit des Meisters mit ihren Menschen stieg lebendig vor uns auf; wenn zum Schluss mit Recht auch die religiöse Frage gestreift wurde, so rrföchten wir nur den überaus problematischen Konfirmationsbrief des Vaters nicht allzu positiv bewertet wissen. Die Programmfolge kann gerade bei jugendlichen Hörern nicht sorgsam genug auf die Fassungskraft abgestimmt werden; hier wäre die etwas einseitige Auswahl von Stücken sanft-lyrischen Charakters besser vermieden worden. Doris Wilamowska traf nicht recht die Zartheit Mendelssohnscher Gesänge, war auch diesmal stimmlich nicht zum besten disponiert. Helene Lachmanski- Schaul, Julian Gumpert und Godfried Zeelander musizierten das d-moll-Trio, die Pianistin steuerte einige „Lieder ohne Worte" bei. Die Begrüssungsansprache hielt Dr. Hardi Sw a r s e n s k y. Im ganzen: trotz einiger Wünsche, die um der Sache willen nicht verschwiegen werden durften, ein verdienstvoller Abend! Hans Freyhan. Konzerte und Vorträge in Berlin und im Reidb In Berlin machte ein Hauskonzert bei Weil „Kammermusik lebender jüdischer Komponisten" mit einem Frühwerk Oscar Glittmanns bekannt, einem Klaviertrio op. 3, das sich im Rahmen etwa der Spätromantik bewegt und durch dankbare Satzart und schöne Einfälle einen ausserordentlich gewinnenden Eindruck hinterlässt Ernst Tochs Violineonate op. 44 ist ganz aus motorischen Elan gespeist. Castelnuovo-Tedescos „Wiener Rhapsodie" für Klavier lässt sich eine gewisse Apartheit nicht absprechen. Von James Simons „Sechs Miniaturen für Klarinette und Klavier" haftete die erste mit ihrer gerundeten Melodie am stärksten, die folgenden erscheinen etwas uneinheitlich, wenn auch klangvoll gesetzt. Die Lieder von James R o t h s t e i n wirken gefällig, entbehren aber jeder eigenen Note. Seine biblischen Balladen berühren recht naiv; ün schlicht-volkstümlichen Lied vermag er allenfalls etwas zu geben. In die Ausführung der Instrumentalstücke teilten sich der begabte Geiger Hansjürgen Ronis, der verdiente Godfried Zeelander, der meisterliche Klarinettist Michael Balnemones und der Pianist Gustav Säbel, der wieder seine besondere Befähigung für Modernes erwies. Dem schlanken, kultivierten Bariton Henri Goldbergs möchte man gern öfter begegnen; Tilly Forschers heller Sopran verspricht bei guter Weiterbildung schöne Erfolge. H. Fr. In den hübschen Räumen des Künstlerheims Sächsische Strasse konzertierte die Neue Jüdische Trio Vereinigung (Hermann Schwarz, ivlavier; Mischa W i n i t z k i, Violine; Oskar Man czyk, Cello) zugunsten des Byrons Anziehungskraft ist für die Juden seit jeher gross gewesen. Unter dem Eindruck des „Childe Harold" unternimmt der junge D i s r a e 1 i seine „Pilgerfahrt", als er England verlassen muss, nimmt einen Getreuen des Lords in seine Dienste und setzt Byron in seinem Roman „Veneria" ein Denkmal. Heinrich Heine ist in den „Hebräischen Melodien" und in seinen Versepen Byrons gelehriger Schüler, Uebersetzer von Teilen des „Manfred" und des „Childe Harold". Sind ein Puschkin und ein JÜDISCH CENTRAL-VEREIN E.V. LANDESVERBAND GRO 55 - BE RUM Grosser Saal des Brüdervereinshauses, W 62 Kurfürstenstr. 115/16, Dienstag, 25. Jan., 20.15 Uhr Vortragsabend Jakob Picard Trio: KeSene Lacfrmansks-Schaul, Hans(ürgen Ronis, Godfried Zeelander 1. Trio: G-Dur, Wolfgang Amadeus Mozart 2. Der Ruf (Erzählung) 3. Gedichte: Und jeden Morgen Max Lieberrnanns Totenmaske / Das Gewitter ' Barkochba 4. Trio: A-Moll 1. Satz, Peter Tschaikowsky 5. Der Gezeichnete (Novelle) 6. Trio: D-Moll (Andante und Finale) Felix Mendelssohn-Bartholdy Unkostenbeitrag einschließl. Programm 30 Pfg. Eintritt gegen Verzeigen der Einladung oder sonstigen Nachweis jüd. Religionszugehörigkeit

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