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Central-Verein-Zeitung · 1936-08-27 · 35 (27.8.1936) · page 14

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
35 (27.8.1936)
Date
1936-08-27
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Der Fachmann nr Gabardine-Mäntel BERNHARD BOHRMANN Herrenkleiderfabrik Aschaffenburg Unserem lliisjo Unlkeiilieiin zum 80. (icbnrfstag hoffen, daß Englands Entscheidung der guten englischen Tradition würdig sein wird. ' Und um die gleiche Stunde, zu der die Entscheidung näher gerückt ist, erfolgt schon eine jüdische Antwort von besonderer Art: Aus die Nachricht einer unmittelbar bevorstehenden Einwanderungssperre hm sind eine große Anzahl Chaluz-Transporte in Marsch gesetzt wor- - den. Der zum Aufbau durch persoiüichen Einsatz entschlossene Teil der jüdischen Gemein, schaft beantwortet den arabischen Terror, die drohenden-Krisen, die möglicherweise unabsehbar lange Abgeschlossenheit des Landes vom Zustrom neuer Kräfte, indem er sich aus den Ausbildungsstätten in die Frönt begibt,Um sie zu stärken. Bielleicht sind diese Pioniere für lange die Letzten. Darum ist ihre Entschlossenheit und ilire Eile nur um so größer. Zn brüderlicher Gesinnung grüßen wir diese B.'en scheu. die ihren Platz bei der Erhaltung und dem Aufbau jüdischen Seins drüben gewählt haben. .II. In Berlin werden sich am Ende dieser Woche die im R e i ch s v e r band j ü dis ch e r K u l tu rb ü n d e vereinigten Menschen und Organisationen zu einer Arbeitstagung treffen, der man den Namen Kult urtagnng gegeben hat. Es spricht für die geistige Kraft unserer Gemeinschaft und für ihren Willen, aus freien Stücken niemals auf diese Macht in ihren Reihen zu verzichten. das; inmitten der Sorgen um die Zukunft hier und draußen Inhalt und Form jüdischen Kulturlebens in Deutschland geprüft, geordnet, zusammengc-. fügt werden sollen. Tie Bedeutung einer Arbeitstagung über solche Fragen bedarf keiner Ilnterstreichung, soweit es sich nur darum handeln mag. zu überlegen. lvas inan in der kommenden Saison an Theater, Musik, Vorträgen den KultlirbuNdmitgliedern bieten will. Hier liegen praktische Aufgaben. reale Gegebenheiten. vor: das Bedürfnis der Nlitglieder, die Finanzen der Bünde, die vorhandenen künstlerischen Kräfte, das Repertoire. Aus diesen Faktoren muß sich das Programm , bilden, an ihnen sich ansrichten. Kleinczemeinde oder Großgcmeinde. verfügbares Saal, oder Bühnenmaterial sind dabei sehr wesentliche Faktoren. Aber darum dürftees sich bei der Tagung nur zu einem Teil handeln, der für die Mitglieder allerdings sehr wichtig ist, soweit dabei auch das Niveau der Darbietungen behandelt werden wird. Viel wesentlicher scheint uns zu sein, daß man sich über die Besonderheit der.jüdischen Kultursituation in Deutschland in diesen; Zeitpunkte klar wird. Noch gibt es innerhalb unserer Reihen zahlreiche Menschen, die lebendige, aus Erziehung, "Neigung. Bildung und Wissen ströinende^ Verknüpfung mit den großen Leistungen abendländisch-westeurv-' päischer Kultur haben. Es war früher kein besonderes Mühen um diese Werte notwendig. Man brauchte fiel) ihnen nur nicht zu verschließen. Sie füllten durch ihr Dasein schon, allein durch das Schwergewicht. - das Schönheit und geistige Größe in sich tragen, unser Inneres aus. Das ist heute nicht.mehr so/ Es ist Bemühen und Sondern erforderlich. Aber den Maßstab dabei kann nur umfassende Kenntnis des vorhandenen Stoffes liefern. Bücher? Archive genügen ' nicht. Gerade unsere Gemeinschaft tveiß es.: nichts ist kräftiger.nichts bindet stärker als lnündliche lleberlieferung.. Blau stelle sich vor: Jeder Mensch unseres Kreises teilte mit. was über das Durchschnittlich-Alltägliche - hinaus an Wissen u n d Erle b e n von Kunst und künstlerischer Leistung in ihin ist.. Denn daraus kommt es sehr an. das; niitit mit , die Tatsache, sondern auch ihr B o r g a u g geschildert wird. Man hat uns ja auch nicht nur Worte, sondern auch ihre Auslegung, ja sogar den Singsang ihres Bortrages überliefert. Welch unendliches Material. welche Fülle der Eindrücke, welche endlose Skala der Gefühle für Musik. Theater. Dichtkunst, .bildende Kunst ergäbe sich. Und man vergegenwärtige sich, daß mit jedem Menschen unserer Gemeinschaft, der solches zu bieten vermöchte und von uns. gellt, ohne es zu heute niemand weiß, ob es -je ersetzt werden kann. Darum ist es vordringliche Ausgabe der Kulturtaguilg. . eine Bestandsn ii f n fl h m e des g e i st i g e n K u I t u r - Der Vorsitzende des C.-V. Als Hugo Falkenherm sein 70. Lebensjahr vollendet hatte, wurde er Ehrenmitglied des C.-V. Wir haben keine größere Ehre neu zu vergeben. Jetzt ehrt es un s. ihn Jahrzehnte hindurch in unerschütterlicher Treue und Freundschaft in leitender Stellung in unserer Arbeit zu. wissen. Es wäre nur notwendig anszusühren. wie Hugo Falkenlieim^ indischer Lebensweg.sich vollzog, um zu rechtfertigen, weshalb' iUm alle Ehren zuteil geworden sind, die indisches Organisanous- und Gemeindcleben verteilen kann, zugleick, .aber auch..wie alle Lasten, die tätige Arbeit am jüdischen Schicksal auf jüdische Schultern legt, auf ihm ruhen und von. ihm ungebeugt getragen werden. Hugo Falkenheims Name ist mit sehr, wichtigen inner-jüdischen Entschcidungen des C.-B. der letzten.Jahrzehnte verknüpft gewesen. Wenn man den jüdischen Menschen Hugo Falkenheim sicl) verdentlickien null, dann ist nicht au Resolutionen zu denken, die von Zeitumstauden geiormt wurden, sondern ist das ganze, tätig ersüllie und auch von Dank gekrönte Leben dieses aufrechten Mannes zu erfassen, der mit Stolz und innerer Befriedigung auf sein Schassen zurückblicken darf. .' l>r. Hertfcld Der Landesrerbandsvor~ sitzende von Ostpreussen Zum SO. Geburtstag• bringen die Juden in Königsberg und in ganz Ostpreußen dem Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Hugo Falkenheim die herzlichsten Glückwünsche und ihre Huldigung dar. Wir sind stolz aus den hochangesehenen Gelehrten/ stolz ans seine anerkannt bedeutenden wisseusthastlichen Leistungen, auf'den berühmten Kinderarzt, den Begründer der Universitätskinderklinik, acis den . ersolgrc'icheN Universitätslehrer, den Bewährten KriegsNiititärarzt. Am meisten aber erfüllt imsiuit Dankbarkeit, .daß dieser Blanu der unsere ist. daß er in TreneTind unermiidlicher Arbeit für die Inden in Ostpreußen und im Reiche gewirkt hat und noch wirkt. Seit 1008 steht Gel), Rat Falkenheiin an der Spitze der Königsberger Ortsgruppe des E.°B.. seit l'.NN gehört er dem Häuptvorstände des C.-B. in Berlin an. seit Begricndnug de-s Landesverbandes Ostpreußen arbeitet er in diesem Landesverband, der ihn im Jahre l920 zu seinem Ehrenvorsitzenden ernannte, eifrig mit. Seit vielen Jahren führt Falkenheim das Amt des Bor-sitzenden der Shnagvgengemeinde Königsberg. .Mit benmnderimgswerter jngendticher Frische und Elastizität, mit rastloser, impulsiver Arbeilsfreildigkeit. mit nie verfaczender. gütiger Hilfsbereitschast unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit, niannhatt und unerschrocken selbst in schwierigster Situation nach seinem Grundsatz: kortitar. in ra. sauGle,- in modo tvv es not tat aber auch wie ein aller Haudegen kräftig und derb trat Falkenhcnn stets, für das Löohl seiner Glaubensgenossen ein. Aus seinen abgeklärten Ral. auf seine unbedingte Zuverlässigkeit, wo man auch immer seiner bedurfte, konnte inan jederzeit bauen. Es ist uns Ehrenpflicht. dem verdienstvollen Manne, dem in seinem Leben viele sehr hohe Auszeichnungen zuteil gewordensind, heute unseren herzlichsten Dank znm Ausdruck zu bringen.. Möge ein gütiges Geschick unseren Geheimrat uns noch lange Jahre rüstig und geinnd erhallen, möge er an der Seite, seiner hochverehrten Gattin an Kindern und Kindeskindern viel Freude erleben als Lohn für seinen aniopsernngSvollen Dienst an Menschheit und Judentum! . rianitäturrU - Nr. Leo Pollnow Der engste itf ifiirbeiter Wir in Königsberg nennen den verehrten Jubilar "nur .. n n s e,r e n G e he i in r a t ", denn neben aller Ehrerbietung, die gerade seine engsten Mitarbeiter in, E. B. ihm entgegenbrrngen. steht die aufrichtige Liebe, die wir für diesen seltenen, warmherzigen Menschen hegen. Unentbehrlich ist für unS sein sachlicher Rat. der auch in scheinbar geringtägigen Dingen erst nach tiefschürfender Prüfung des'Sachverhalts erteilt wird. Aber kostbarer noch empfinden wir diegrnndgütige Teilnahme. die er als Lenker der Gemeinde «sie der Königsberger Ortsgruppe des C.-V. unterschiedslos . allem Jüdischen entgegenbringt. Diele innere Beteiligung ließ ihn auch . als last Achtzigjährigen oft sein eigenes persönliches Wohl zurückstellen. Es entbehrt nicht der Tragik, daß er gerade durch die Notwendigkeit. im Jahre 19ll3-alS Jude seine Tätigkeit in der von ihm so gern mitbetreuten Krankenkasse einzustellen.'die Zeit fand/ jetzt nur noch für jüdische Aufgaben zu arbeiten. Immer größer wurde in den'letzten Jahren die Last der Berantwortung und der Umfang seines jüdisckien PtlichtenkreifeS — und die Tätigkeit war.nicht immer für ihn dankbar-und erfreulich! Aber immer wieder konnten wir auf ihn bauen. So gern wir unseren! bejahrten Freunde einen geruhigeren Lebensabend gönnten, so richtet sich-unser Gebet an seinem Ehrentage dahin, daß er uns allen noch recht lange gesund und frisch erhalten bleibe. Or. Max Angerthal. * -. Am 1. SecNember isö'G ivurdc Hugo Falkenbeim m Pr. - Eviau geboren. Er betuchte in Königsberg i. Pr. das' Ginnnauum. nndierie an den Niiwerükäteu in Königsberg. und Straßvnrg nnd promovierte in Nemgsberg. Daran ichlv''eu -sich TpezialsNidien in Wien und Leiozig. Mebrere. Fahre war er Aisinent bei A'annvn an der Ptediziiiiiäien Poliklinik. — ' i-s:> er'olgte 'eine Habiinanon in.Königsberg. — erbieN er einen Lehrauftrag Tür Kinderheilfiiiide an der .Kömgsberger Albertns-Unwersität. Er wurde nun-Geheimen Medizinalrat ernannt besitz es in unseren Reihen bor.znbereiten und u-m seine Ueberliefernng besorgt zu sein. Sicherlich sind wir noch nichl die Generation der schöpferischenGestattung unseres jüdischen , Geschicks mit den Mitteln künstlerischen Ans-- drncks. söas der Tag bisher liervorbraclne zeigte mitunter allenfalls die Richtung an. Aber ans uns rnlst die Berantivortung des Sammelns und Bewahreus. ..Die goldene Kette" wird in diesen Wochen Tausenden von Inden zu einem Begriff werden. Unsere Generation ist ein Glied in der Kette, die unsere Gemeinschast seit je mit der allgemeinen Welt des Wissens mit das Wahre. Gute. Schöne verband. Die Kulturiaguug 7 möge sich in erster Linie als Trägerin dieser Ausgabe empfinden. Mancherlei zeitbedingte Probleme werden als selbstverständlich hinzu- . kommen: die Bermittlung jüdischer Stoffe und Gestaltungen ursprünglicher jüdischer Art und solcher fremder Kulturbereiche, die lebendige Berbindung mit der werdenden hebräischen Kultur in Palästina innerhalb unseres eigenen KultnrbestandeS und -dezirkes: Wenn die Tagung diesen Fordern«- gen gerecht wird, so werden wir ihren Berlauf wie ihre Wiederholung mit trendiger Teilnahme begrüßen. IN. Ein amerikanischer Film läuft gegenwärtig in Berlin. .,D e r l e tz t e A l a r m'. Er scheint nicht zu den neuesten Erzengnisien der amerikanischen 'Filmkunst zu gehören. Aber das. "ist umvesentlichgegenüber seinem Inhalte: die Art, wie durch die Initiative einiger weniger Menschen eine große Gruppe amerikanischer Arbeitsloser ilire Lebensnot überwindet. Biel Banalität und manches fast Kitschige ist'in dem Film. Aber das Publikum folgt den Vorgängen mit ungeheurer Spannung, und man fühlt, daß in anderen wie in einem selbst starke Eindrücke Weiterarbeiten. Wenn man sich dann kritisch fragt. waS eigentlich diese Wirkung bervvrrust. so findet man, daß der menschlichen 'Haltung der Haüptbeteiligtcn ÄÜ-.' gemeingültigkeil nachzurühmen ist. Hier nt Entschlußkraft gegenüber unerwarteten Schioierigkeilen. Hier ist Kameradschaft in einem Augenblick, in dem die Loslösnng auS einer Gemeinschaft den einzelnen zwar von einer . siclnbaren Verantwortung befreien konnte, benimmt aber nicht sein eigenes Schicksal gnnsriger gestalten würde. Hier ist vor allem die Hingabe an ein scheinbar vom Schicksal verlassenes Werk, das dann doch vom Gelingen gesegnet wird. Es geht ein Strom von Bejahung von dem Film aus. wie sie jeden unserer Menschen erfüllen möge, der sich den Anforderungen des Lebens gegenübergestellt sieht. . / »nd bekleidete im Sommersemester 1924 da? De!»« nat der medizinischen Fakultät der. Köncgsverger Universität. Ende des gleichen Jahres ließ er Nch emeritieren. — Während des Krieges war er Chefarzt eines Königsberger Festungslazaretts. Beim Kriegsende schied er als General-Oberarzt auS dem Heeresdienst aus. Zieöllwxslsmö Ekuador? Bor einigen Monaten haben sich C. Henrik q u e s. Mitglied, des Board of Deputies of British devs, viele Jahre im Dienste der englischen Regierung ick Britisch-Jndien und Mesopotamien als Kolonisationsingenieur tätig» und A. Golodetz, ein Nationalökonom, nach Ekuador begeben, um gewisse Möglichkeiten für jüdische Einwanderer zu studieren. Die Erz^rten sind jetzt von ihrer Reise ' zurückgekehrt und haben einen Bericht erstattet, in dem sie .zum Ausdruck bringen, daß sie die Reise auf eigene Initiative, ohne ein offizielles Mandat von irgendeiner Körperschaft, unternommen haben. Sie sind neun Woclien in Ekuador gewesen und haben fünf Reisen von der Landeshauptstadt Luito aus in das Land gemacht. Sie berichten über die verschiedenen klimatischen Zonen des Landes und über die Bodenverhältnisie. Es gebe viele Hunderttausende Hektar guten Bodens. ihZeiterhin spricht sich der Bericht über die Naturscliätze des Landes und über die politischen Berhältnine, aus. Ter Hilfsvcrein der Juden in Deutschland teilt hierzu mit. daß seine ablehnende Stellungnahme gegen jedes Projekt einer jüdisclien Atassensiedlung in Ekuador sich durch die Reise der Herren Henrigues und Golodetz in keiner Werse geändert habe, und daß vor allem die klimatischen Bedenken gegen eine Ansiedlung in großer Höhe unverändert fortbestehen. Auch aus verkchrspoli« tisct)en Gründen sei größte Skepsis gegen alle derartigen Projekte geboten. Die Stellung des Hilfs- Vereins der Juden in Deutschland decke sich in dieser Hinsicht vollkommen mit der Ansicht der großen internationalen jüdischen Auswanderer» organisation HICEM. Tagung des Monistischen Aktions-Comites Am 25. August begann im Schatten der palästinensischen Ereignisse in Zürich die Tagung des Aktionscomitös der Zionistischen Weltorganisation, der mit Hinsicht auf die Lage in Palästina eineganz besondere Bedeutung zukommt. Im Mittelpunkt der ersten Sitzung standen di« politischen Referate des Präsidenten de« Zionistisd)en Organisation. Dr. Chaim W e i z ck mann, und des Vorsitzenden der Executive. Daa vid Ben G u r i o n. Stach .Abschluß der Generaldebatte sprach Elieser Kaplan über die finanzielle Lage der Jewish Agency. Im Laufe der letzten zwei Jahre hat die Er»- kntive der Jewish Agency aus den Mitteln des Keren Hajessod 250 000 Pfund für landwirtsck)aKlici)e Kolonisation ausgcgeben. zu denen die für die Ansiedlnng von Juden aus Deutschland investierten 115000 Pfund yinzukommen. D-cs Kapital der Anglo-Palestine Bank ist im letzten Jahre von 800 000 Pnmd auf 1 Million Piili'd erhöht worden. 2l>rs die wirtsd)aftlid)e Lage des L»rndes betrifft, fo feien zwar schwere, wirtsd)a?tliche Depressionen nicht zu -leugnen, von einer Krise könne jedoch nicht die Rede fein. Das AktioNsccuuitö wendet sich rn einem um« sangreichen Pkaniiest an die Judenheit der Welt. Hierin wird zunächst gegen die Berslickp Stellung genommen. Großbritaunien zu einer'Lösung seiner^ im Mrlästina-Mandat' niedcrgelegten Berpilichtungen gegenüber dem jüdischen Bolle zu zwingen. Es sei bedauerlich, daß die Palästina-Regierung durch ihre Unentschiedenheit Pie Terroristen in dem Glauben bestärkt habe, daß fortgesetzte Gewalttaten Erfolg haben würden. Die Juden würden stets der mutigen englisclsen Offiziere: und Soldaten gedenken, die in diesen dunklen Tagen gefallen seien; aber sic beanspruchten auch für sich daS Recht aller angegriffenen Völker., das der Selbswerteidignng. Das Manifest legt entschieden Berwayrnng dagegen ein. daß der High Eommissioner nud die englische Regierung einerseits den Juden gegenüber erklärt hätten, sie wiirden der Gewalt nicht weiäien. andererseits aber arabischen Führern gegenüber die Sperrung der jüdischen Einwanderung in 'Aussicht gestellt Am Montag, dem 81/August, fanden in Pari» Beraüingen nichtzionistischer Mitglieder des Administrative Eomittee der Jewish Agency -statt. Die Plenarsitzung des Administrative Eomitee. die ursprünglich im Anschluß an die Äktionscomitö- Tagung in Zürich stattsinden sollte, ist am Mittwoch in London eröffnet worden. Der Gauleiter von Osthanuover. Staatsrat Telschow. wendet sich in einem Aufruf gegen Gerüchte, daß der im Felde gefallene Dichter Hermann L ö n s nichtarischer Abstammung gewesen sei. Dr. A I f r Stellvertreter und verantwortlio 'Endungen ist Freiumsohlap heizul ucen. Lener der Anzewn-Ahteilung und verantwortlich für den niha:t d«r Anzeigen: Friedrich Nathan. Berlin. DA II. Vi. 40000 PI 5 Verlag: Jüdischer Central-Verein e- V... Berlin W 15. Etns-'r Str. 42. Prue.U der Bn-'h- und Tiefdruck Gesellschaft mbH. Berlin SW 13. ( Gute Schuhe billif/! ★ SMiiiinpr-^fliliiftverkant ¥ SISRHihmhh1» )

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