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Central-Verein-Zeitung · 1936-08-06 · 32 (6.8.1936) · page 6

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
32 (6.8.1936)
Date
1936-08-06
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Staffelwechsel / Taktik und Technik .Slaffclfäm^fe mit ihren stets wechselnden, spannenden Kainpiöllderii werden mit Recht als Höhevunkl lcichtalületücher Veranstaltungen für Zuschnne-r und Aktive bezeichnet. .. In einer Staffel gilt der einzelne Läufer nur wenig, er hat, zumeist namenlos, für die Mannschaft, der er angehvrt. sein Bestes herzugeben, sich eniziivrdnen und unterzuord'ncn. Gibt es wohl eine bessere Erzichnng znm Gemeinschaftssinn und Kameradschaftsgeist? Um so niteressnntcr ist es zu wissen, das; viele Läufer gerade ,n einem Staffelkampf übersich hinauswachsen, iveil, sie ohne die in Einzclkämpfen manchmal auftretendcn Heinmungen.an den Start gehen können.': . :.- Etaffelkämpfc begeistern immer; gleich ob es sich um eine 4 X 100-Meter- oder 4 X 400-Meter- Ein Wechsel ist^als nicht einwandfrei gut zu bezeichnen, wenn sich die Partner näher kommen, als. gerade notwendig ist. Ueben und noch einmal üben heißt die Parole der Staffelläufer. Sie müsien voneinander wissen, wie sich das Antrittsvermögen des einen zur Endgeschwindigkeit des anderen verhält, sie müsien sich aus. diesem Grunde-Wechselmarken festlegen, die auf den Zentimeter genau einzuhalten sind. Zum Beispiel: Wechselt ein Mann mit geringer Anfangsgeschwindigkeit mit einem am Ende schnellen' ,Mann, ist eines« lange Wechselmarke .sestzulegen; und umgekehrt. Ist beim Wechsel einebesondere Taktik erforderlich? 'Im allgemeinen wird von der linken.in die rechte 7Hand gewechselt. Eine Neuerung führte vor einigen Jahren die Frankfurter „Eintracht' ein. Nach dieser Methode, die eine Zeitlang auch die Sprinterstaffel des Bar Kochba Berlins übernommen hatte, wechselte der erste Läufer, der mit dem Stab in der rechten Hand gestartet ist, in die linke Hand des Zweiten^ dieser wiederum übergibt in die Rechte von Nr. 3 und der,in die linke Hand des ° Schlußmanns. Trotzdem diese , Taktik recht natürlich erscheint — sie spart das kräfteraubende Wechseln des Stabes von der linken in die rechte Hand während des Laufes und eröffnet dem Lauser' die Möglichkeit^ an der Innenkante der Bahn zu lauicn — hat sie sich nicht eingebürgert. Interessant ist 'der Sichcrheitswechsel der Amerikaner, die mit bestem Erfolge wie üblich von links nach rechts wechseln, aber mit .gebeugtem Arm nach vorn gebeugter Hand. Nötig ist bei einer derartigen Abartvon Wechsel, dichter aufzulauwn. was jedoch durch ein Gefühl der grvßereiuSicherheit wieder ausgeglichen wird. Schuld. an einem Fehlwechsel hat stets der. - llcbergebendc. der den Wechsel eigentlichausführt . - und --von dem Weglaufenden durch.-zeitiges, Loslamen- und Ziiruckiiehinen dos Armes, unterstützt - wird, womit keineswegs die' Verantwortlichkeit des-Weglauseudeu völlig abgestellt ist Er muß-im Augenblick, in denn der entgegenkommende Partner die Wechselmarke erreicht hat, blitzschnell loslaufen, mit stark vorgeneigtem Rumpf und leicht gewendetem Kopf. Falsch ist es, außer bei von Mittelstreckenstäsfeln. den Arm sofort nach hinten zu strecken. Bei Sprintstaffeln ist es richtig, erst dann zur Annahme bereit zu sein, wenn der Ankom- . inende knapp dahintersteyt — dann allerdings locker, kurz, ohne Ruck und mit einem von den übrigen.Fingern weggespreizten Daumen.. Fühlt man den Stab in. der Hand, .heißt es .fest zupacken, die Hand mit dem Stab, nach vorne reißen und gleich in die andere Hand herübernehmen. , Z Wie stellt man eine Staffel auf? Ter schnellste.. Starter, der zugleich die. Kurve laufen kann, gehört an den Anfang, diejenigen, die ihre Endgeschwindigkeit erst zum Schluß bekommen und die 100 Meter plus 20 Meter oder 30 Meter laufen können, ohne ganz zu versacken, auf Nr. 2 und Nr. 8. wobei der Dritte wiederum als Kurven- - Iäitfer prädestiniert sein muß. An den.Schluß ge--.- hört nicht immer der Schnellste,, sondern.der der , - kämpfen kann.- . Es ist nicht immer so, daß ein. erstklassiger- 'Einzelläufer in. jedem Fäll für 'eine. Staffel zu verwenden.ist;, umgekehrt muß man sich klar sein, baß oftmals ein überaus wertvoller Staffelläufer in Einzelwettbewerben ohne Erfolge bleiben kann. - Das hängt von mancherlei ab, ist eine Frage der Einstellung zum Training, eine Frage der Einstellung zum sportlichen Wettkampf überhaupt. Staffeltraining, ist Spezialtraining das ebenso ernsthaft betrieben werden will wie -edesmndere. Dies möge als Hinweis für Aktive wie für verantwortliche Bereinslciter' dienen. M. F. die jfukft Besten Jahresbestleistungen Her jüdischen Leichtathletik nach dem Stand vom 12. Juli 1936 Wechsel in der 4y^l00-Meter-Staffel Fot. Dzubas Staffel handelt oder ob zur Olympischen (800 Meter, 200 Meter, 200 Meter, 400 Meter), zur 3 X 1500-Meter-. zur 3 X 1000-Mcter.Staffel aufgerufen wird. Vorbedingung zu einwandfreier Durchführung von Staffeln, bei Sprintstasseln sogar von entscheidenstcr Bedeutung, ist der richtige und gute Staffel w e ch s e l. Wann ist ein Staffelwechsel richtig? Wenn ber ankvmmcnde Läufer gerade noch den Stab in die Hände des ablaufcnden Partners innerhalb der Wechselzone (2.0 Nieter) schieben kann. Verboten ist es natürlich, die Wechselzone zu überschreiten. bevor man den Stab in der Hand hat. Disqualifikation der Mannschaft ist die unweigerliche Folge. Wie erzielt inan die größtmöglichste Sicherheit und Schnelligkeit eines, Wechsels? Zunächst:-sie hängt-voii der Schnelligkeit'des ankommenden und der Antrittsgcschwindigkcit des ablanfenden Partners ab. d. h. der ablaufende-muß in der zur Verfügung stehenden 20-Meter°Zvne bereits die Endgeschwindigkeit des Ankommenden erreicht haben. Männer 100 Meter: 10,0 Schattmann (Bar Kochba Berlin) 11,0 Dr. Lewin (Bar Kochba Berlin) 11-.2 .iLalmang (RjF Aachen) 1 l,2 Aufrichtig lBar Kochba Berlin) -11,2 Stcrnlieb (Bar Kochba Breslau). . 200 Meter: 23.2 Schattmann (Bar Kochba Berlin) - 23.4 Leyser (RjF Duisburg) 23.6 Sälmang (RjF Aachen) 23.7 Aufrichtig (Bar Kochba Berlin)' 23.8 Grünbaum (Bar Kochba Berlin). 400 Meter: 51.4 Orglcr (Hakoah Wuppertal) - 53.8 Faikenberg (Bar Kochba Berlin) - 53,0 Salzberg (Hakoah Köln) 54.2 Svrkin (Bar Kochba Berlin) 55.1 fröhlich (IsG 33 Berlin) 55.1 Lesser (Bar Kochba Berlin). 800 Meter: . 2.04,7 Orgler (Hakoah Wuppertal) 2.05,2 W. Cohn (Bar Kochba Berlin) 2.08,0 Wcrthen (Bar Kochba Berlin) 2.08.6 Wertheim (Löhnberg Hütte) 2.08.0 Mann (Bar, Kochba Mainz). 1500 Meter: - 4.18.5 Rosengarten (Bar Kochba Kassel) 4.22.4 Wienskowitz (ISG 33 Berlin) 4.26.3 Vogelsang (RjF Dortmund) 4.27.3 Fuchs (ISG 33 Berlin) 4.27,3 Wertheim (Löhnberg Hütte). 3000 Meter: , 0.34,6. Rosengarten (Bar Kochba Kasiel) 0.35,2 Wienskowih (ISG 33 Berlin) 10.01.3 Laskau (ISG 33 Berlin) 10.02,7 W. Cohn (Bar Kochba Berlin) 10.01.7 Wvllenberger (Bar Kochba Berlin). 5000 Meter: 16.28.5 Werthen (Bar Kochba Berlin) 16.33,7 Rosengarten (Bar Kochba Kassel) 17.00.3 Wienskowiy (ISG 33 Berlin) 17.39.0 LaSkan (ISG 33 Berlin) 17.48,0 Schein (RjF Breslau). 4 X 100-Meter-Stassel: 45.0 Bar Kochba Berlin 45.1 Westdeutsche RjF — Bcrbandsstaffel 45.8 ISG 33 Berlin 46,4 RjF Stuttgart 46.8 RjF Aachen. 4 X 400-Meter-Stassel: 3.44.6 ISG 33 Berlin 3.45.7 RjF Aachen 3.48,3 Westdeutsche RjF — D-rbandsstaffel 3.53,2 RjF Darmstadl ' 3.59,9 ISG 33 Berlin II.: Hochsprung: 1.75 Blanck (Bar Kochba Hannover). 1,70 Bendorf (RjF Darmstadt) ' 1,67 Schwenk (RjF Breslau) 1,65 Klaber (RjF Stuttgart) 1.65 Stock (RjF Göppingen) 1.65 Wieseneck (RjF Darmstadt). Weitsprung: 6.62 Schild (RjF Stuttgart) 6.57 Goldberg (Bar Kochba Leipzig) 6.52'Klaber '(RjF Stuttgart) - 6,51 Salmanq (RjF Aachen) , 6.45 Stcrnheim (Hakoah Stuttgart) Kugelstoßen: 12,23 Jacob (Bar Kochba Berlin) 12,12 Burg (RjF Duisburg) 11,92 Hcrriiiann (Bar Kochba Hamburg) ‘ 11,78 Lewin.«RjF Tilsit) 11.16 Preiß (RjF Breslau). Diskuswersen: 35.82 Klaber (RjF Stuttgart) , 34.935 Rosenbaum (RjF Münster) 33,25 Hcrrmann (Bar Kochba Hamburg) 33,11 Hellseld (Makkabi München) . 33,085 Burg (RjF Duisburg). Speerwerfen: 40,40 Preiß (RjF Breslau) 47>40 Rawitscher (RjF Freiburg) 46,33 Pförtner (ISG 83 Berlin) 45,06 Klaber (RjF Stuttgart) 43,85 Herrmann (Bar Kochba Hamburg). Frauen 100 Meter: 13,0 Pels (RjF Essen) 13.1 C. Kann (ISG 33 Berlin) 13,1 Bergmann (RjF Stuttgart) 13.3 Kendziorra (Bar Kochba Hambur 13.4 Levy (RjF Aachen). 200 Meter: 27.3 E. Kann (ISG 33 Berlin) 28,0 Vogel (ISG 33 Berlin) 28.8 Levy (RjF Aachen) 29.1 Herz (ITD 02 Köln) 30.1 L. Kann (ISG 33 Berlin). 4 X 100-Meter-Stasfel: 54.2 ISG 33 Berlin 55.4 Westdeutsche . RjF — Verbandsstasfel 56.3 Bar Kochba Berlin 57.8 Bar Kochba Hamburg 58,6 Bar Kochba Frankfurt a. M. Hochspiüng: 1,60 Bergmann (RjF Stuttgart) 1,40 Schneider (ISG 33 Berlin) 1.40 Hirsch RjF Bonn) . . 1,40 Cohn (Bar Kochba Berlin) 1.37 Hartwich (Schild Leipzig). Weitsprung: 5,66 Pels (RsF Essen) 5,25 Meyer (Bar Kochba Berlin) 5,05 Bergmann (RsF Stuttgart) 4,01 Finkenstein (ISG 33 Berlin) 4.85 Hadra (Hakoah Stuttgart). Kugelstoßen: 10,95 Mello. (ISG 33 Berlin) 10.49 Bergmann (RjF Stuttgart) 10.37 Schneider (ISG 33 Berlin) 9,90 Schulmann (Bar Kochba Berlin) 9,90 Cohn (Bar Kochba Berlin). . Diskuswerfen: 31.40 Bergmann (RjF Stuttgart) 28,75 Levy (RjF Stuttgart) 28,20 Finkenstein (ISG- 33 Berlin) 28,16 Golde (IST 33 Berlin) 27.85 Lindenbaum (ISG 33 Berlin). Speerwerfen: 35,98 Caro (ISG 33 Berlin)' l 30,80 Bergmann (RjF Stuttgart) 30.50 Hadra (Hakoah Stuttgart) 29,00 Schneider (ISG 33 Berlin) 27,67 Lindenbaum (I^G 33 Berlin). Zwei Sitzungen des Berliner Gemeindeparlaments Unter dem Vorsitz von Rechtsanwalt Heinrich, Stern fanden am 2. und '27. Juli zwei Sitzungen der Repräsentanteiiversainmlnng der. Berliner indischen Gemeinde statt Bor Eintritt in die Tagesordnung ' gedachte der Präsident des Ablebens von Rahnin S-o k o l o w und Instizrat Julius B r v d nD tz.^ Beiden Persönlichkeiten widmete der. Vorsitzende Worte der Würdigung und^ ehrenden Gedenkens. Direktvr.Heinrich Stahl machte^ hierauf Mitteilung von der erfolgten Venrlaubling Pes Venvalsiingsdircktors Dr. Breslau e r. der ans eigenen Wunsch infolge-Krankheit seiner Gattin einen dreimonatigen Urlaub erdeten hat. Zn Vertretern des Verwaltungsdirektors sind Rechtsanwalt Wilhelm Wolfsi und Assessor Seeliger bestelle worden/ Btit.Rücksicht daran', daß die Legislaturperiode der Repräsentanteiiversainintiing im Herbst dieses Jahres beendet ist. beantragt der Gemclndevorstand'die Bewilligung-eines Betrages von 10 000 , Reichsmark zum Zwecke der Ausstellung einer W ä h l e r I i sie. Geineindevorsitzender Direktor Stahl bebt hervor, daß die Wählerliste ent- -sprechend den sta-tnarischen Bestimmungen fertiggestellt iverden würde.. Sb es zu einer vseineindeivahl kommen werde, könne im Augenblick noch nicht gesagt iverden. ES müßten entsprechende Infvrmatioiieii eingezogen werden, von deren Ausfall zmn Teil die Gistscheidniig abhänge. Die Bersammlnng beschließt hieraus, den erforderlichen. Betrag zur Aus'iellniig. der Wählerliste zu bewilligen. Im weiteren Verlaufe der Beratungen beschließt die Ve-rsainmlnng. den . bisherigen" Prediger der Gemeinde. Dr. Manfred Sivarfenf E li . und de» Rabbiner des Relsigionsvereins Westen. Dr. AUmann, zu Gemeinderadbinern zu wählen. Die Walil wird einstinnnig angenommen. In der Sitzung vom 27. Juli wird die Borlage ~des GeinMdeoorstaiibes wegen der Festsetzung der Stencrgnote. von 1086 einstimmig angenommen. Die Steuersätze bleiben danach die gleichen iv i e b i s ti e r. - Der Geineindevorstand beantragt, Herrn ' Dr. M a y b a ix m ans Frankfurt a. d. S, als Gemeinderabbiner. und Herrn Dr. I o sp e aus Schneidemuhlzum Prebiger z>i. wählen. Die Wahl der beiden Herzen wird von der Repräsentanten-Bersammkung einstimmig beschlossen. (Neber die Nabbinerwahl haben wir bereits in der vergangenen Woche berichtet.) Dem.iIngendpflegcdezernat wird für die F ö rd e r u n g des Sports ein weiterer Betrag von 1000 RM bewilligt. Annahme findet auch eine Vorlage des Gemcindevorstandes auf Bewilligung eines Betrages von. 6000 RM für. Tagesferienkolonien. Ferner wird beschlossen, den erforderlichen Betrag für die Herstellung und Versendung von Broschüren znm Zwecke der Unterrichtung der Gcmeindcmitglieder über die wichtigsten Institutionen und Einrichtungen-, der Gemeinde zu bewilligen. 4 Statistisches aus den Gemeinden Die Israelitische Kultusgemeinde München hatte im ersten Halbjahr 1036 insgesamt 9 Geburten, 11 Trauungen, 95 Sterbesälle, 19 Austritte und 8 Eintritte zu verzeichnen. Die Israelitische Kultusgemeinde K o b u r g zählte bei der Volkszählung 1 92 5 insgesamt 3 10,1 00 3 noch 2 2 0 Seelen. Während damals noch Zöglinge des dortigen Pensionats mitgezählt ivorden waren." sind diese bei einer setzt vorgenoinlncnen Zählung nnberncksichtigt geblieben. Demnach umfaßte die Gemeinde am 1, April 1 93 6 :' 1 7 6 Juden. Seit dem 1. April verminderte sich die Zahl von 176 Seelen bis Anfang Juli durch. Todesfall und Auswanderungen wiederum um 16 auf 161. Im Gemeindeblatt der Israelitischen Gemeinde jy r q. » I f u i' t a. M. N'ird eine statistische Uebersicht über ' die - Bevölkerungsbewegung innerhalb der Gemeinde Fr a n k s u r t a.' M. für den Monat Juni veröffentlicht. Kennzeichnend für sie sind die Ziffern für die A u s- und B i n n e n w a n d er u n g. 'Während im Mai d. I. insgesamt 295 Personen von auswärts nach Frankfurt a. M. ^zuzvgen. kamen im Juni 240, und zwar 140 Männer und °E Frauen^ Don den Zuziehesi-, den kamen aus Gemeinden innerhalb Deutschlands 035 Personen Unter ihnen waren 184 Ledige (115 Männer und 69 Frauen). Im Monat Mai waren von den 269 Personen, die aus Gemeinden . innerhalb . Deutschlands kamen. 202 Ledige, und zwar überwog-hier mit 104 die Zahl^der Frauen. Fortgezogen sind ans Frankfurt n. M. im Juni insgesamt 223 Personen. Im Mai waren es 263 Personen. Bon ihnen sind nach Orten innerhalb Deutschlands 77 verzogen, ausgewandert sind 123, mit unbekanntem Ziel verzogen 23. Unter den nach dem. Ausland Verzogenen befanden sich 54 Ledige und 38 Familien -mit "34 Männern und 35 Frauen. Die ausgewanderten Ledigen setzen sich äns 33 Frauen und 21 Männern zusammen. Geboren worden sind im- Monat Juni fünf Kinder: darunter war eine uneheliche Gebckrt. Gestorben sind 19 Personen^ von denen drei Selbstmord begangen haben. Die- Zahl der - Eheschließungen hat sich gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres vermindert. Sie betrug nur. 15 (im Mai 28) gegenüber 20 im Juni 1935. Fünf Personen traten aus dem Judentum bzw. aus der Gemeinde aus. — Fünf traten wieder ein. Der Borstand der Israelitischen Gemeinde Bremen gibt bekannt, daß -der große Union- Saal für die Gottesdienste an den hohen Feiertagen nicht mehr zur Verfügung stehe und daß andere geeignete Räumlichkeiten nicht erhältlich seien. Zur Behebung der entstehenden Schwierigkeilen hinsichtlich der Pkatzsnteilung werden die Gemeindemitglieder gebeten, ihre Plätze in denjenigen Stunden.zur Verfügung zu stellen, in denen sie am Gottesdienst nicht teilnehmen, um auf-diese Weise durchzusetzen, daß möglichst viele den Gottesdienst besuchen können. Bücherspenden des Central-Vereins „Der Jüdischen Jugend!' So lautet das Ex Libris, mit dem der C.-B. feine Bücherspende in die Bibliotheken jüdischer Jugendlicher hinausbegleitet. Er bringt mit diesem Leitwort znm Ausdruck, wie stark er sich .mit dem Geschick der jüdischen " Jugend in Deutschland verbunden weiß. Weitem Reisen müssen, die Bücher, die der C.-V. zur Verfügung, stellt, oft zurücklegen, und vielfältig ist der Anlaß, aus dem sie gespendet werden. So erhält z. B. der größte Teil der jüdischen öffentlichen und privaten Sch ulen ein P h i l o - L e x i k o n ausgehändigt. -Eine Auswahl belehrender und nntcvhaltender- Werkebitdete mit den Grundstock für die Bibliothek der neu errichteten Tagesschule für Berufsvorlehre. Und als vor wenigen Wochen die Tageskolonie der jüdischen Gemeinde Berlin in einem Feste Abschied von ihrem Gatower Ferienlager nahm, da fanden die Jungen und Mädel unter den Elücksgewinnen kleinere und größere Bücher, die ebenfalls der Bücherspende' des Central-Dereins entstammen. . Auch auf diese Weise trägt der C.-B. somit dazu bei, daß eine neue,, jüdisch gefestigte Generation heranwächst. Eugen Wölbe: Ein jüdischer Monarch des 16. Jahrhunderts. Professor Dr. Engen Wol.be sprach im Berliner jüdischen Kulturbund über „Herzog Joseph von Naxos". Wie ein fremdes, buntes Märchen mutete' den Zuhörer die gedrängte.Darstellung eines aii Ereignissen übervollen Lebens an. Herzog Joseph von Naxos, der Jude, der sich zu einer Stellung emporgearbeitet hatte, wie sie seit der Zeit der jüdischen Könige kein Jude der Welt mehr eingenommen hat. ein jüdischer Fürst aus dem 16. Jahrhundert, ist eine der rnteressanteste» Gestalten aus dem Kreis der neueren Geschichte:, ein Maranne. der zu höchsten. Ehren am türkischen Hof gelangt, der Mittelpunkt des Kräftezusammenspiels in der Politik zwischen Frankreich. Italien und Türkei wird, der alles nur Mögliche dabei für seine Glaubensgenossen erwirkt, der zu einer Zeit, die dafür am günstigsten seit je gewesen wäre, den Plan faßt. Palästina als jüdisches Land aufzubäucn — der aber letzten Endes immer vor den Zielen scheiterte, weil ihm die menschliche Stille- und Unbeirrbarkeit fehlte, die zur letzten Größe gehört. Professor Dr, Wölbe verstand eS, seinen Zuhörern ein fesselndes Bild von diesem Menschen zu entwerfen, der das Vorbild abgab zum „Jew of Malta' von Christopher Marlow, der wiederum Shakespeare für seinen Shylock vorschwebte. Hilde Marx. Aus den Familien Eduard Reinhaus (Braunschweig). Gemeindevorsteher und Repräsentant, beging am 29 Juli seinen 70, Geburtstag. — Frau Henriette R u h - It a d t (Soest) feiert am 8. August ihren 85. GeburtStag. — Mar Seid e l kBerlin-Wilmersdorf) wird am 10.. August 75 Jahre alt. — John Ri a r c u § (Ramsbeck/Westf.) ist am 26. Juli, im 73, Lebensjahr gestorben. Zu der Notiz „Stipendien-Stistung der Frankfurter Jeschiwa" in Nr. 30 der ,,C.-V.-Zeitung' fügen wir ergänzend hinzu, daß es sich hierbei um die Jeschiwa. der israelicischen Relig i o n? g e m e i n s ch a f t F r a n k f u r t a. M. handelt.

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