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Central-Verein-Zeitung · 1936-07-02 · 27 (2.7.1936) · page 1

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
27 (2.7.1936)
Date
1936-07-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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' ’ ' > r» | XV.. Jal.'1-g. / Nr. 27 i >.? . T. I Berlin, 2. Juli 1936 38850054 preis |0 Pfennig entral ALLGEN EINE ZEITUNG DES JUDENTUMS Geschäftsstelle (Verjag, Schriftleitung, Anzeigenannahme, Vertriebsabteilung): Berlin Win, Einser Strasse 42. Fernsprecher: .7 2 Oliva 5141—ln. Telegrammadresse: Centralglauhen. Berlin. Fostscheekkonto: Boriin .Ontt. Die „C.-V.-Zeitung“ erscheint wöchentlich am Donnerstag. Redaktionsschluss: Dienstag. Bestellungen nimmtjedes Postamt- und die Geschäftsstelle entgegen. Zustellung erfolgt-durch die 1 ost. dm die Gehiihren durch den Postboten erhebt. — Bezugsgebühren: Abonnement vierteljährlich NS Rpf. (Ausland 2,30 RM, umgerechnet in die Landeswährung! einschliesslich Zustellgebühren. Kin/.elnununer 10 h|«r. .(Ausland 21» hpt.. Im Falle höherer Gewaltbesteht kein Anspruch auf, Nachlieferung oder Rückvergütung der gezahlten Beträge. :— Anzeigengobührbn: Preisliste ,r> gültig. Die 12gespaltone. Millimctcr /.eile 2t» bpi.. <»***• 10 Rpf., für Familienanzeigen 16 Rpf., weitere ermäßigte Grundpreise siehe Preisliste. Einzelanzeigen nur gegen Vorauszahlung. — Anzeigenschluss: Dienstag. Platz-. und . Daten vorseh ritten ohne. \ eriundlo'tikeit. Mew-Yorfc und Radom A. H. Ter Gouverneur des Staates New- Zork, Colonel Herbert H. .8 e h man n. hat auf der Jahresversammlung des jüdischen Ordens Brith Abraham, dessen Mitglied er ist, eine Ansprache gehalten. In ihr erklärte-er, die jüdische Religion lehre Pslichtersüllung gegenüber der Gemeinschaft, deshalb müßten die jüdischen Bürger an den ‘ 'entliehen. Angelegenheiten des Staates und seiner Führung Anteil nehmen. Gouverneur Lehmann wandte sich gegen die Behauptung, das jüdische Volk sei nur von materialistischen Interessen bewegt und zählte die von Juden aus Idealismus vollbrachten Taten auf. Ungefähr um die gleiche Zeit ergistg das Urteil über die Przytyker Vorgänge. Aus .der Entfernung lassen sich komplizierte strafrechtliche Tatbestände in ihren Zusammenhängen schwer abschließend beurteilen. Ta aber in Przytyk Juden die Opfer der Ausschreitungen waren, erscheint es zum mindesten der Logik widersprechend, daß jetzt Juden mit ungeheuerlichen Freiheitsstrafen belegt worden sind. Man wird etwas fatal an die Geschichte von dem Kaninchen erinnert, das daran /schuld gewesen sein sollte, daß der Wolf es verspeiste. Das Radomer Urteil, über das wir ausführlich-an anderer Stelle des Blattes berichten, hat unter der jüdischen Bevölkerung Polens — und das sind immerhin über drei Millionen Menschen und ungefähr 10 Prozent der polnischen Bevölkerung — eine ungeheure Erregung hervorgerufen. Der jüdische Parlamentsklub in Polen hat einen Ausruf erlassen, in dem es heißt: Der wirtschaftliche 'Boykott führt die jüdische Bevölkerung zur Deklassierung. Das Urteil über die Vorfälle von Przytyk ist eine neue, schwere Probe für das Judentum in Polen. In dieser Lage gibt es nur eine Stärkung der inneren Reihen, es gibt jetzt kein Mittel für eine individuelle Rettung und keine vereinzelte Aktion mit den Methoden von gestern. Wer die Pflichten vernachlässigen wird, die sich aus dem Gefühl der nationalen Ehre und der Notwendigkeit f 01 lektiver Verteidigung ergeben, der wird allein bleiben oder mit, seiner Gruppe die Verachtung der jüdischen össentlichen Meinung aus sich ziehen. Derjenige wird sich schwer gegen die jüdische Allgemeinheit versündigen, der sich jetzt von Schreckhaftigkeit übermannen-läßt. und der jetzt Defaitismus verbreitet. Dieser Aufruf bestätigt also die Analyse der Lage der polnischen Massen. die wir an dieser Stelle im Mai gaben, und bestärkt unsere Forderung, die wir erhoben, als eine Reihe von Ausschreitungen gegen Juden in Polen die Oeffentlichkeit beschäftigten. Wirschrieben damals: I „Die Aufteilung des Menschenschicksals in Einzellösungen scheitert an der großen Zahl. Die Menschen können in ihrer Mehrzahl und wollen zum erheblichen Teil nicht den Weg nach draußen beschreiten-, so must die Masse selbst zum Schicksal werden. Indem das wirtschaftliche und menschliche Gewicht, das Millionen darstellen, in die Waagschale politischen und wirtschaftlichen Geschehens ihrer Länder geworfen wird. Die Erweckung eines jüdischen Bewußtseins ist für diese Menschen kaum noch, nötig. Was not tut, ist das Erwachen ihres - politischen Bewußtseins." Das Zusammentreffen der Rede des Gouverneurs Lehmann mit „dem Aufruf des jüdischen Parlamentsklubs in Polen ist nicht" nur/ zeitlich zu werten, - sondern auch sachlich bedeutsam. Jenseits des Meeres spricht ein Mann, an der Spitze des bedeutendsten amerikanischen Bundesstaates stehend, aus dem Gefühl heraus, daß Judesein kein Hemmnis, sondern eine Verpflichtung zu allgemein menschlichen , Aufgaben .enthält. Als gleichberechtigte Bürger der Vereinigten Staaten haben sich die Juden in Amerika ihrem Vaterlande zur Verfügung zu stellen und nicht ein abgesondertes Leben im Staate zu führen. Der R e ch t s zustand der Gleichberechtigung soll zu einer LH. beas' .ch ch.- werden. Aucy die Juden Polens sind nach der Verfassung gleichberechtigt. Aber weder die Rechtsnöch die Lebenstatsc^hen entsprechen dem formellen Sachverhalt. Beides ist zu erkämpfen, allerdings von anderen Grundvoraussetzungen aus als sie für den Gouverneur von New-Vork bestehen. Die überwältigende Mehrzahl der jüdischen Bewohner Polens wollen als Juden gleichberechtigt in Polen leben können. Sic fordern, nicht, das poinische Schicksal unter jüdischen Aspekten mitbestimmen zu dürfen. Sie wünscheu allerdings, daß. soweit ihr jüdisches Schicksal, innerhalb Polens in Betracht kommt, es von der Grundlage politischer, rechtlicher, wirtschaftlicher Gleichberechtigung her von ihnen mitgesvrmt werde. Es ist ei it bemeckensweichs Schauspiel, das-, sieh innerhalb der polnischen, Grenzen jetzt vollzieht. Denn die Rückwirkung ans die Gesamtlage der Juden in der Welt ist sehr wesentlich unterschieden.-ob sieh die jüdisch-polnischen Miltioiienmassen innerhalb der Grenzen ihres Landes geschlossen und entschlossen für ihre Rechte einsetzen. oder ob sie innerlich gebrochen n 11 r au Auswanderung denken,und, da diese nur für Bruchteile in Frage kommt, dunst eine solche Haltung die Beharrungskraft und den Znkunftswillen der überwiegenden Mehrzahl 'innerlich erschüttern. Und nicht nur inner h a l b Polens würde eine Erschütterung jüdischer Lebensgrundlagen geschehen. Auch die gesamte Planung des Ncnauibaus jüdischen Lebens in der Welt für solche, die ib^ ^chmatländer verlassen müssen, käme' i» *>> Jm'-uny. V Das politische iI;;vä '. polnischen Judentum- -ist ötc v.e.gmsse der letzten Zeit -seit de.'^ -stde Pilstidslis außerordentlich geweckt worden. Es ist zu' wünschen, daß es wachbleibi unN-,zu-'politischer Willensbitdung führt, aus Per die Gewährleistung jüdischen Lebens in Polen entspringen möge. ■"*: Das Urteil im Drsyiyk*Droseü Diese Nummer umfasst 24 Seiten Sie enthält u. a.: Hauptblatt: Und über Aequator zurjick, von Dt. Margarete Edelheim. 1. Beiblatt: Polen, von Df- £. R-z. — Schachecke. 2. Beiblatt: Cerfberr, von Hanns Rcissner. 3,. Beiblatt: Buch und Kunst (u. a. Glanz und Unglück dee Herode», von Dt. Fritz Friedlaender. — Um Woliskehl und Gündolf, von Jakob Picard). 4. Beiblatt: Sportblatt. 5. Beiblatt: Palä»tina-Üm»chau.— Wirtschaft der Woche. Hohe Zuchthausstrafen für die jüdischen Angeklagten In dem Prozeß wegen des Pogroms in Przytyk ist am 26. Juni das UrteiEverkündet worden. Ter ' jüdische Hauplangeklagte -Lchalmn Iechiel' L e s -f 0 wurde zu 8 I ähren , Z u ch t h aus. ist ister K e r s ch e n z w e 1 g zu 6 - I a h r c n , g: zchak' Friedman zu 5 Jahren Z u ch t b n n s verurteilt. -Von den übrigen jüdischen Angellagteir wurden zwei zu 10 Monaten, zwei zu 8 'bionaten und vier zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt: die drei übrigen wurden freigeiprochen. Von den nichtjüdischen Angeklagten wurden drei mit einem Jahr, einer mit 10 Monaten, sechs mit 8 Monaten und fünfzehn mit einem balben Jahr Gefängnis s bestraft; achtzehn nichtsüdnche Angeklagte wurden freigesprochen. Der M o r d a n. d.e m s ü d i s ch e n Ehepaar Minkowski bleibt ungesühnt. Der Schluss der Verhandlungen liebet die letzten Verhandlungstage wird noch folgendes berichtet: Ter christliche Rechtsanwalt P r 0 f e f ' 0 r P e t r u s z e w i cerklärte in ,seinem Plaidoyer als Verteidiger der. jüdischen Angeklagten einleitend, es sei hier nicht der richtige ' Ort, um eine Diskussion über die Lösung der Jude ns rage in Polen zu führen, er werde, aber zu diesem Thema gemäß, dem Grundsatz, daß auch der endete Teil gehört werden müsse, einiges sagen. Rechtsanwalt -Kowalski habe erklärt, der Talmud erlaube den Juden falfdjc Aussagen vor Gericht zü machen, Ich selbst — sagte Profes'or Petruszewicz. bin kein Fachmann auf dem Gebiet des Talmud, aber ich habe meine Kenntnisse über ihn ebenso wie Herr Kowalski ans Büchern und Broschüren geschöpft. Auch Herr Kowalski verstellt nicht hebräbch und eine polnische Uebersetzung des Talmud gibt es nicht, Doch möchte ist) Herrn „Kowalski, der sich für einen Talmudkenner halt, aui das'Wort der Gemara Hinweisen: „Wenn du deinen Lehn leyrst. dann lehre ihn die Wahrheit." Ter gegnerische Anwalt, Kowalski, hat erklärt, die Juden mögen Polen verlassen, dann werde Fr ede sein. Ist dies-wirklich eine Lösung der Iudev.frage? Es gibt in Polen drei Millionen Juden. Lie machen 10 Prozent der Gemmthe olkerung aus. Lieder zehnte Bürger dieses Landes ist Jude. Kann man Liefen drei Millionen sagen: Geht fort! Wohin sollen sie geben ( Die Emigrationsländer sind verschlossen. Palästina nimmt einen kleinen Teil des »alürlichen Zuwachses nüf. Zur Organisierung einer 'Massenauswanderimg braucht man auch viel Geld. Tie Juden werden'von Polen n i ch t f 0 r t g e h e n, sie werden h i e r b l e i b e 11. Man hat gesagt, die Inden-hätten sichres -vandels bemächtigt und man müsse ihn ihnen entreißen. Eine antisemitische Zeitung schrieb gestern in einem Berich! uns- MimEMazowiech daß nach den letzten Gescheynisien dort 10-1 christliche Macktstüiide entstanden seien und daß es noch dreißig gebe, über die man die -Herrschaft gewinnen müsse. Tic Aeitnv.g f>ohlockt darüber^ daß das jüdische Handelsmonopol gebrochen fei. Aber nehmen wir an. daß, in einem solchen Alinsk-Aiazowieck oder Przytyk alle Indens beseitigt worden wären. Ich frage diejenigen, die' an der Spitze dieser .Altion stehen: Wird damit die Krise in Polen ausgetzobenk Die Indcnfrage in Polen wird nicht, nach den Methoden von Przytyk. sondern aus andere Weile gelöst, werden. , Wie soll man die Ereignisse von Przytyk nennen? .Ich finde keine andere Bezeichnung als:.Po g e v in. .Ich habe schon Pogrome mit eigenen Angen gesehen: ich habe auch als Bca-iiftragter der Gesellschaft zur Erfvrichüng der Pogrome gearbeitet und weiß,'.was das. bedeutet.. V; Der Warschauer Rechtsanwalt Leon B e c e n - - f'vn' erklärte, er iclbft gehöre zu denjenigen^ die einst Pier in der historischen Stadt Radom, wo Pilsudiki und andere Kämpfer für Polens Besreiung gelampst haben, hinter verschlossenen Türen polnische Revolutionäre vor dem zaristischen Gericht verteidigten. Wenig sei von dem damaligen Kämpf übriggeblicben. Es sei eine Tragödie, daß man beule an derselben Ttelle gegen Pogrome -kämpfen müüe'. Alan habe hier lobend von' neuen I 0 e.e n gesprochen, aber Indcuvi 1 treibung sei keine—neue „sdee. 5ri)on im 17. Ie.brhun- ' dert habe es in dladom selbü eine Iudcuveclreibnng aeaeben, und aerade ne babe tut iöriinduna von Przytyk getührü Bon' deHlA'tiLst^Ftstmrg^er guden erwarte man, das Heil für das Tori. Habe man vergeven, daß es in Polen, abgeieycii von dem natürlichen Zuwachs, eine uberslin'scgc Landbevölkerung oon fünf bstiliiouen gibt! Glaube man. daß' die Lage der großen Zahllandloser Baueru üch ändern wird, wenn uwn eine Million .glde» aushungert-? Zur Rettung des Bauern seien wirtschaftliche Reformen notig. Ein chrißlicl,er Verteidiger yabe einen Zeugen gefragt, wieviel Inden, must den Ereignissen von Przytyk nach Paläslina gegangen seien. , Die.Antwort lautete: zivei.- Wie viele Ptinkowskis iniißleii somit, »och erinvvdel werden, damit alle Jude» nach Paläslina eulslieyeu? Es sei.beyauplel morde».- die Juden batten buu Revolver beseiten. Warm» yat niemand vorher dem erstbeste» Polizisten gemeldet, das; die Juden zu einer „Barihvtvmäusnacht" rüste»? Für den jüdiichen Hauptanget'lagten T. cha lom Losko sprach der chrisltiebe 'Verteidiger 'st.'-actaw T z n m a üs k i. Er 'bezeielmc-te de» Jag mm . Przytyk als eine Tragödie der pvlnisclien Kulliir und der Meniebheil.. Przytyk fei nicl)l. >me mm den .Antisemiten beyanptet. imndedas -sterz Polens, sonder» die. Tebmach und -clfande Polens. Der '.'IiuvaU mg sodann eine 'parallele znüsehen dem Prozeß wegen 'llrniiyf Und den Pogrvmprvzesseu - im zaristischest Rußland/ z'.n'eibnndcrtn'ydsiinszig Pogromprozesie. rief er ans. I,at es im zaristischen - Riißtaiid,gegeben, aber in keinem einzigen Jak! hat man die jndiicben Pagrmnvpser ans die Anklagebank-gebrmyt/ Tie l'e>!e» Vertreter'der russischen Kultur' mären es am!,, die strh zur 'sterlmdignng der ,Eiden zur 'Veringnng flelllen. Das nacln'le Plaidoyer titelt Rll'chlsanmalt tW n rgvtis. der die von dich nationaldemotratiicheii Anwälten gel'ramstten „Talmud-Zitate" als Fäl> ichnngen brandmarkte. Er »ues darauf hin, daß in dem Traktat 'stedarim a'nsdrmllxti gefordert -wird: „Tn fullif kein salsc>)is Zeugnis ablege», mich :„chl gegen'tüllliiMdiem-i'." Wenn man das fiidische Tchristtinn dinchivriche. dann iverde man dort statt -der Tinge, die turfnd) bebanpiet werden, die Vision Fe'asas vom ewigen Ja leben imd Gerechiigkeil finden: .Und c-:- imrd ßm> am Ende der Tage. äts i.tzrcr Vcr-'idiger.T-m ,,id:äh,'n Angeklagten - sprach- ÜnuDeiuonlf Eiltiigei. Rach Aussnbrnngeii der 'Verteidiger der nicht' jirdi'chen Angeklagten »nd den letzten Warten der Angeklagten wurde das Urteil verlandet., . Die Urteilsbegründung- I» der Urti'ilslu'gründiing wurde erklärt, der ^wtrlfame Bvylsttt der pvlnisisten Bevölkerüng gegen,den,-jüdische,l Handel und eine sts>eit,e ststii'Aiigrisfeu gegen die südisiste Bevolferiiug 'durch I.ertrüimueru ' vvu Fcnster- Zcsteiveu usw. lfalleu bei den Juden einen Zustand der Erregung .heivorgernsen, dir darin zum Ausdruck geloimnen sei, daß sie zu den Velfürden eine Ätwrdiinng entsandt hätten .mit. der' Bitte, die Berhältnisse in Przstthk. Ivie sie vor dem Bvhlvtl Pestanden, wiedersterznstetteii. 1 Zn der Urteilsbegründung wird so Mit nicstt berücksichtigt, daß diese Abvrdnülnzen----.v.vr allein Schutz des Lebens der jüdischen'Eiliwvhn-er verlangten.) Ltzeiterwird in der Urteilsbegründung erklärt. daß ani'.l. 'viärz van der Bien ge ein Aiigrisf güs die Polizei -'»rnbl wurde, dee keineit Schaden verursachte, . Ztaak Friedlnanu habe einen Srljnß abgegeben,Finddadurch den Angr-isf der Mengeiansgelvst, bei dein dann Fensterscsteiben zertrümmert, und der jüdische BUirltsalzrer Detinan mißhandelt ,wurde. Gleichzeitig .Ijabe Felvberg einen' christlichen Jungen geschlagen. Als die Bauern -- inivlge der jüdiscifen 'Angriffe — die Stadt verließen. Habe'-Kerststen.zweig ans Kubial geschossen, andere Juden hatten die Bauern mit Steinen bewvrseii. mit Stvckeii geschlagen und voif Sclfnßivafien Gebrauch gemacht, das lfabe zu indibidneller Verteidigung eitler llieihe Bauern geführt, doch hätten dirie leine --Waffen benutzt. Die insvlge . " des jüdischen Ueb'eefalls "aufgeregte Laneri-- inengo ljabe . siidische Wohnnng-'n . zerstört. 'Als die abziehende HA enge am Hanse Leslvs vorbeikam. l>abe Leskv ans dem Fmister geschvssen. Durch einen dieser Si'ljüise sei der Bauer Wiesziriat' gelotet' wurden. In der Erregung, über diesen ßAord I>abe dann die stblenge mehrere jüdUiste B'wljuitngen verwnttet. Juden mißhandelt und hierbei seien an ist die 'tsiinkvtvslis gerötet -worden. Es sei beivieien wurden, daß die Inden einen gesetz. , widrigen Angriff ans die Bauern verübten. Die Schuld der tuegeii der .Ermordung-des Eheßa0rs '.Üchikvwilt Angeklagten sei nicht erwiesen ivvrden. Es habe-inr die Juden kein Grund, zu Rutwehr' bestanden. Tie Verteidiger der juöiidjiit Angeklagten haben, die B e rni n ng gegen Schuld und - Strafe für ihre Klienten angemeldet. Das ungestenerluste Urteil hat fieberhafte Erregung unter der . Iuüeiiheit Polens aus-

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