Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 25 (18.6.1936)
- Date
- 1936-06-18
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Aendorung früherer Auffassungen offen zu deklarieren, ohne.jei|i den Verdacht der Clnirakterscb würbe .geraten zu k.ünnen; werden inideulsclien Judentum-fortan «ehr fehlen. Wir teilen den Schmerz aller derer, die um ihn trauern. Mit jüdischem Gruüs V’ Franz Meyer. Präsidium des Keren Hajessod, Jewish Agency for Palestine, Berlin Das Judentum in Deutschland hat in' Julius Brodiiilz, einen «einer vornehmsten ■ •Ropriusen-. ' tauten verloren. Sem: Hinerlieiden wird auch von uns, die wir dem Aulhau <Jeö jüdische» Land '6 dienern ■scliiner/.licli eiuprunden'.v ln den letzte» Jahren hat der Hi/imgcgaiigouti. «eine«tel-ig ■wachsende Teilnahme..-am Werden unseres Aufbauwerke.« bekundet. Ls zeugt für die iiiciihcIiliche Lauterkeit dieses Mannes, dass er. nachdem ihm das Gluck zuteil geworden war, daa Werk in Erez Jisragl mit ■ eigenen Augen zu sehen, noch in den letzten Wochen «eine« Lettens den tiefen Eindrücken "von dem gewaltigen Geschehen in Palästina vor weiten Kreisen der jüdischen Oelfentliehkeil. in mahnenden und erschütternden Worten Ausdruck gegeben hat. Seine Mitarbeit wäre unserem Werk zum Segen .'geworden, «ein,Tod trifft auch uns whwer.; Michael Traut» Religiös-liberale Fraktion der Repräsentantenversammlung der Berliner Jüdischen Gemeinde Ich erlaube mir, Ihnen die tiefe Erschütterung und das Mitfühlen mit dein Ableben Ihres Vorsitzenden zum Ausdruck zu bringen. Wer ein Leben lang C.-V.er ist und eine Zeitlang im .Hauptvoi'stamTimtraten durfte, wem llorwitz und Fuchs Vorbilder gewesener Ideale sind, der wird das Andenken an Julius Brodnitz ln dieser Zeit nur -höher stellen müssen. Wir wollen diese grossen Männer einer ulten Zeit gewiss nicht kleiner machen, wenn, wir uns dessen bewTiKst sind, wie •unerschrockener Mannesimit,. die Weisheit und die liefe Jiidisrhkeit unserer Vorväter einen Julius Brodnitz. erfülle» mussten und erfüllt haben, um beule den Weg zu weisen. Wer von den grossen Gestalten unserer alten Geschichte schreiben, wird, der wird unserem Julius Broduitz seinen Ehrenplatz einräumen müssen. Kurt Fleischer. , Deutsch-Israelitischer Gemeindebund, Berlin Mit tiefer Trauer hat uns die Nachricht vori dem Ableben Ihres hochverehrten Vorsitzenden erfüllt. Nehmen Sie zu dem schweren Verlust, den Ihre Organisation und mit ihr das Judentum in Deutschland erlitten hat, unsere herzliche Anteilnahme entgegen. Wir weiden dem Beim- / gegangenen,, dere-sein« ganze -.Persönlichkeit in ' langjähriger unermüdlicher Arbeit der jüdischen Gemeinschaft gewidmet hat, stets ein treues üedenken bewahren. Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, Palästina-Centrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M, Mit wehem Herzen spreche ich.Ihnen unser innigstes Mitliilifen zu dem schweren Verluste aus, der Sie durch de» Heimgang von Herrn Justizrat Julius Broduitz Betroffen hat. Sein . Verlust \vir«l von der Judenludt Deutschlands nicht nur als ein schwerer Schlag-' deshalb betrauert werden, weil der Heimgegangene Jahr- zehnte hindurch.au führender Stelle für die Gedankenwelt des C.-V. In vorbildlichem Masse wirkte, sondern weil er es auch verstanden hat, innerlich jung zu bleiben und mit klarem Blick und ab wägendem Urteile die jüdischen Erfordernisse der Gegenwart in den letzten Jahren., zu "vertreten und entscheidend die. organisatorische 'Zusammenfassung der Judenheit in Deutschland zu beeinflussen. S». Klirmaun. Zentralbüro der Unabhängigen Misrachi Landes-Organisation Deutschlands, Berlin Zum llinsclieiden Ihres Vorsitzenden er-* laubeu wir uns, Ihnen unser herzliches Beileid .ituszuspreclieu. Der Heimgegangene war allen Jude» ein Vorbild in seiner Umgäbe 1'iir. das Judentum. ' Ihm lag stets das Gesamtiutercssn aller in ..Deutschland wohnenden Juden am Herzen. Er hat sich stets für die Einheit und de» Friede» im Judentum eingesetzt. Wir werden sein Andenken stets in Ehren hallen. Präsidium des Deutschen Makkabikreises, Berlin Zum Ableben Ihres Vorsitzenden sprechen 'wir Ihnen den Ausdruck unseres tiefgefühlten Beileids ans. Der Verstorbene hat im jüdischen Leiten Deutschlands eine Bolle gespielt, diesem . Andenken unter den-Juden, lebendig erhalten wird. Fricüeuthal. Ferner gingen Zuschriften ein von der Run-: desleitung des M a k k a b i ." II a z a i r. der Jüdisch-Nationalen Jugend „Ihuzlia". der Buudesleitung des „II a b o ii i in", ' der 'Jugend-' ieliU-ft der—Jüdischen Reform ge- Wegweisend und begleitend Aus Aufsätzen und Reden von Julius Brodnitz Der Vorkämpfer jüdischen Zusammenschlusses „Wir verkennen ment die.. Berechtigung d-r Liileiscliiedo der Anschauung'1» vom Wesen und der. Bichl'uüg -des Judentums in Deutschland. Seum. Gruppen werden auf eine lebendige und . sachliche Auseinandersetzung nicht zu.verzichten, brauchen. Die Not der Stunde ist aber zu gross, -als dasseine-der .Gruppen den Anspruch auf •alleinige - Führung, erheben durfte. ' Nur " eine I-nhruiig, hinlor der alle Biclitungen stellen, wird uns wirksam vertreten können. Nur sie wird auch für das Judentum selber eine wirkliche Autorität darstellen. ... Welches-wird der Weg der Führung des Judentums sein? Sie wird, unbekümmert um alle Lehr-meinungen, den harten Tatsachen furchtlos ins Antlitz sehen. Ohne dem Gewesenen nach-, zutrauern, wird sie eine Politik des Tatsächlichen .treiben. Wer in die Führung berufen wird, w ird sich als'-Vertreter der Gesamtheit fühlen müssen ... Der Ceiitraf-Verein stellt sich in lebendiger Anpassung den Aufgaben einer neuen Zeit rückhaltlos zur,Verfügung, lvr ist bereit, das Gew icht seiner Organisation und der Persönlichkeiten, die G. ihn führend tragen, in die Waagschale zu werfen, wenn es um die Zukunft des Ganzen geht. Er ist bereit und fordert ein Gleiches von allen anderen Gruppen, sich der Führung ohne jede Rücksicht auf Vereinsprestige zur Verfügung zu stellen. Dieser Appell ergeht in letzter Stunde aus besorgtem Herzen eines Mannes, der den Glauben an unser Judentum auch in schwerster Notzeit nicht verloren hat. Es gibt nur noch eine Losung und die heisst: Alles iür unser Judentum!" „Unsere Reichsvertretung“ „Ich glaube, für .mich als den Führer des . Central-Vereins in Aii.-prurii nehmen zu djirfeu, dass ich bei der Gründung der Reidisvertrelung diesen Standpunkt Vertreten habe. Jeder, der die j Verhältnisse, unseres Judentums kennt, w eise, was dies wie für jede andere Organisation,-sii auch für ihm Gentrat-Verein bedeutete. Man musste Mut haben, uiii diese Linie zu verfolgen . . Die Entwicklung der Reichsverlretung in einem gesunden, zentralen, aber auch die' einzelnen Einrichtungen und Organisationen lebensvoll wahrenden Sinne darf nicht durch .Machtfragen gestört werden. Sobald Macht fragen aufgerblll werden, ist nur ein Ende vorauszuselien, nämlich die Zertrümmerung der Reirlisvertrhtung.. Werden Machtkragen von einer Seite aufgerollt, so ist die Gefahr gegeben, dass sie auch von anderer Seite aufgerollt werden. Principiia obsta! ... ■ - vom SO. 8: 34) „Das Erbe von Eugen Fuchs“ ..Es w-ar eine Gnade, aber auch eine -schwere . 'pfl.ii hl. d us gci-dige l,i he uh, Logen Fuchs zu verwalten'. . Wir dürfen sagen, dass nichts seit «einem lleiniganae. geschehen ist. bei. dem wir im« nicht getraut haben, wie' würde Fuchs «ich verhalten haben'. Wenn m dem Beratungs-- '/immer der \ ereinsleilimg das Bild um Eugen Fuchs Liber uns hing, so war dies nicht blo.-s ein" Zeichen . ehrenvoller Erinnerung- Eugen Fliehe weilte geistig bei unseren Beratungen .stets in unseren Reihen ... Vor mir schwebt in diesem Augenblick des Besinnens die leuchtende Persönlichkeit dieses prächtigen Mannes, die uns vor Augen stehen muss und wird im ewigen Rinnen um die Probleme des Tages.“ (C.-V.■’/.< ttumj vom 31. -13. SO) Der Sinn der C.-V.-Zeitung „Wir freuen uns, dass unsere Zeitung, insbesondere in ihrer neuen Gestalt, tatsächlich das erreicht hat, was uns seit Gründung einer Zeitung vorgeschwebt hat. Unsere Zeitung sollte die 'dauernde Berührung unserer Vereinsleitung mit jedem unserer Mitglieder herbeiführen. Sie ist kein Vereiiishlatt im üblichen Sinne, sie ist das Sprachrohr .einer'Gemeinschaft. Das bedeutet: sie hat keine Enge und Kleinlichkeit veralteter Vereinsmeierei. Sie ist kein Organ, das auf Stimmungen zufälliger Abonnenten Rücksicht zu nehmen braucht. Sie ist'nicht das Blatt, das persönlichem Ehrgeiz dient oder Theorien, sondern sie ist an die . Gemeinschaft gebunden, die durch eine vierzigjährige Tradition im Central-Verein geworden und in allem Wandel sich treu geblieben ist. Sie ist deshalb in jedem Aufsatz, in jeder Stellungnahme zu Gedanken lind Tatsachen von höchster Verantwortlichkeit und höchstem Veraiihvortungsuefülil für die engere-’Gemeinschaft und die. Gesamtheit erfüllt (C.-V.-'/.uiuwj vom 13. 4. 84) Erneuerung der Idee „Wir Juden sind gewohnt, die grossen Entwicklungen iii unserem Leben nicht nach Monaten und Jahren, sondern nach grossen Zeitläuften zu beurteilen. Alle Achtung vor der Umstellungsfähigkoit, die aus jungen Kaufleuten, .Schriftstellern und Gelehrten Land-, a>beiter und Handwerker, macht! Aber seien wir uns auch, darüber klar, dass wir uns mit Recht das Volk des Buches nennen. An unncliung'.- Berlin, die Jüdische Ru.cli Vereinigung,. Berlin, die K ii n s t I e r ii i 1 f e der Jüdischen Gemeinde, Berlin, der Verband Polnischer J u >1 e n .Berlin, F. W. I., Gesellschaft 7.iir Förderung wirtschaftlicher Interessen von in Deutschland wohnhaften oder wohnhaft gewesenen Juden, Berlin, das Präsidium' des Kartells Jüdischer Verbindungen, Berlin. Die jüdische Presse m e i n d e; vom 7. mul Bf. Zug des Lande Bandes Rheinland-Westfale» und der Ortsgruppe Hamburg des „Ring“ (Bund jüdischer Jugend): vom Kiteinhilfswerk für die jüdische Jugend, , Ausserdem kondolierten: Das Jüdische Lehr haus Berlin, die Israelitische Synagogengameinde Adass Jisroel, Berlin, die Gesellschaft für Jüdische F r iu H i e n f o r Die Redaktion der „Jüdischen Rundschau“, Berlin Das Dahinscheiden Ihres Herrn Vorsitzenden’ hat uns aufs tiefste berührt. Wir haben in dem Daldngoschiedeneii nicht allein den Repräsentanten Ihrer Organisation'gesehen.- sondern darüber hinaus eine für die gesamte Judenheit .Deutschlands. durch ihre uni rniiidliche Arbeitsleistung und vornehme Menschlichkeit'vorbildliche Persönlichkeit. ' deren Dahinscheiden überall aufs -schmerzlichste.empfunden, werden wird, Kurt LoeweiisUun. Schriftleitung der Jüdischen Allgemeinen Zeitung, Berlin An dem unersetzliche» Verlust, den mit dem Central-Verein die Judenheit'Deutschlands'durch den Heimgang des Justizrats De. Julius Brodnit/. betroffen hat, nehmen wir mit tiefer Trauer und aufrichtigem Mitgefühl teil. Seine beispielgebende .Art. Judentum zu lelum. seine« Eigenslolzes bewusst, stark im Geist, ernst und schlicht im Auf-., freien, wird auch weiterhin wegweisend sein. Wir werden das Vorbild dieses zielbewussten Kämpfers für die-jüdische Sache .siet» verehrmmsvoll iu uns tragen. Eugen Tanneiilmum. Der Hauptschriftleiter des „Gemeindeblattes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin“ Das Alileben des Vorsitzenden des Central- Vereins ist für Sie ein schwerer, nahezu unersetzlicher „Verlust. Seine hervorragenden sachlichen Qual i tüte'n und seine vorzüglichen menschlichen Eigenschaften heftiluglen ihn iii hohem Masse zu seiner führenden Stellung im jüdischen Leben, sie waren über für Sie. die Sie die Geschälte des Cent rat-Vereins zu führen haben, von unschätzbarem Werl. Weithin bekannt ist die Treue.'die der Verewigte seinen Mitarbeitern he-, t:»miete, die Noblesse, seiner Gesinnung und das Veisttindnis für schwierige und verantwortungsvolle Piohleme.das ihn charakterisierte. — Sie, die S.ie in enger Gemeinschaft mit ihm verbmtd, ,i waren, habe» ihm' in schweren Tagen die Treue gehalten, der Verstorbene hat Ihnen diese ■ Haltung duu’h eine unwandelbare und unerschütterliche Uateralützuq«; in Ihrer schwierigen Geschäftsführung vergolten. — Der Unterzeic.hliele, •der mehr all dreissig Jahre im jüdischen Lehenstellt, weiss, wie selten solche Eigenschaften anzutreffen sind, und vermag daher die Grösse. Ihres Verlustes und Tiefe Ihres Schmerzes zu würdigen. Mögen Sie, meine Herren, '1 rosl in dem Gefühl finden, dass gerade Sie berufen sind, für die Erhaltung-'des. Lebenswerkes-, das er auf.gerichtet hat. einzutreteiv und in. die Zukunft zu wirken. Leo Kreindler. Schriftleitung des Israelitischen Familienblattes, Berlin ln der Reihe der Tniueriulen, die heute an der Bahre von Julius Brodnitz'einen Verlust be- . klagen, der alle.Jiideu in Deutschland Irifft, »lohen auch wir emclniltert und in Erinnerung an das, was mit diesem Manno an Hilfsbereitschaft, tlerechtiukeit und Gesinnung von uns scheidet. Wir trauern .'mit timen um die neue, schwer zu schliessende Lücke, die in die immer kleiner werdende Schar derer gerissen ist, die uns zu führen vermögen, uuil wir hoffen mit Ihnen, dass w ir miteinander in treuer Zusammenarbeitfür alle gemeinsamen Ziele das Andenken an Julius Broduitz lebendig erhallen können. .- - Schriftleitung und Verwaltung der Jüdischen Telegraphen-Agentur, Berlin Wlf - bitten Sie. anlässlich des schweren Verlustes. der Sie und die Judenheit Deutschlands betroffen' hat. den Ausdruck unseres tiefsten Mib gt-bihls enlgegenzmiehmen. — Justizrat Broduitz Aval ein Mann, der auch für unsere Arbeit stets das volle Verständnis eines Führers hatte, dem die Beobachtung jüdischer Vorgänge in aller Welt eine selbstverständliche - Ergänzung seines . Wirkens für ein eigenständiges Judentum in Deutschland war. Weit über die Grenzen seines Arbeitsbereiches hinaus war er eine anerkannte Persönlichkeit, deren Wort und Tat, wie wir ■ immer wieder iestslellen konnten, auch in der Well der jüdischen (iosuiilheit autoritäre Geltung hatte. — Mit allen anderen Stellen im deutschem Judentum neigen wir uns. iu. Ehrfurcht vor seiner Bahre. Otto Schick, Arno Herzberg. sere Jugend richtet sieb die Mahnung, dieseunsere Mission nicht zu vergessen. Nicht inlellektuaiisnuis. den auch" wir in seinen. extremen Entgleisungen .verurteilen, aber bei aller , "körperlichen Umstellung auch in. dieser Ueher- " gaiigszeit die geistige .Entwicklung nicht vergessen, die ja schliesslich durch die Jahrhunderte der schicksalsablnhigige Boden . unseres1 -Lebens gewesen ist. Diese Mahnung richtet sich nicht nur an die Jugend. Es ist hoch erfreulich. dass durch jüdische. Lehrhäuser nach der Väter Sitte Einrichtungen geschaffen werden, die uns Besinnung und geistigen llalt auch inschwerster Notzeit geben. In einer Zeit so gewaltiger geschichtlicher Erscheinungen müssen unter den deutschen Juden ideologische Erörterungen möglichst beiseitegestellt werden. Es ist hocherfrcuj^lich. dass die deutschen Juden die KraH gefunden haben, sich von ideologischen Kämpfen zu befreien. Dies bedeutet aber keinesfalls, dass die weltanschauliche Differenz schwinden soll; nur bedenke jeder, dass er bei Vertretung seiner -.Weltanschauung.-,' ringenden Brüdern und Schwesteni gegeiiüberstelit. Nur darf niemand verkalkt lediglich die Worte wiederholen, die wir aus früheren Zeiten kennen . . .“ (C.-V.-Zcituwj vom G. 12. 3.4) Tätige Verbundenheit mit Palästina Die folgenden Zeilen .entstammen, einem Aufsatz, den der Verstorbene kurz vor seinem 'lode dem Keren llajessod zur Verfügung gestellt halte: „Wer die ungeheuren Leistungen, welche die Juden in Palästina vollbracht haben, sieht, empfindet einen gewaltigen Respekt vor der vollbrachten Arbeit, sowohl gegenüber der äusseren Leistung, als -- und .vielleicht noch, viel .'.mehr — "gegenüber dem seelischen Heldentum. Im Anblick-dieser Leistungen schwinden alle ideologischen Betrachtungen, Avie sie leider bei uns noch vielfach die Menschen trennen. AVer drüben die Pionierarbeit verrichtet für, die Juden, welche in Gegenwart und Zukunft dort eine Zufluchtsstätte und eine Stätte harter, aber befriedigender Arbeit suchen, hat'fcinen selbstverständlichen Anspruch darauf, dass wir im Keren llajessod die dortige Arbeit nach Kräften för- Die Arbeit, welche in Erez Israel von .Juden! verrichtet worden ist, schliesst. auch, ganz abgesehen von der gegenwärtig aktuellsten 3 Frage, schwer Sorgen in sich. Wir freuen una über ernste kritische Betrachtungen, welche au(| solchen Sorgen resultieren und zu ihrer Beseitigung beantragen suchen. Aber die Zeiten sind vorüber, in denen solche Betrachtungen etwa! dazu dienen sollten, das Experiment selbst int Frage zu stellen. ... Helft heute »eben-aller Hilfe, zu der Ihr iirt. Interesse'der Juden in Deutschland verpflichtet) seid, dem Keren Hajessod, damit er aus' der Not der gegenwärtigen Tage verdoppelte Arbeit im Interesse unserer Glaubensgenossen in Erez Israel entwickeln kann! Heule gilt es neben den grossen -Aufbauarbeiten auch der Sorge um die Not des Tages in Erez Israel. ... Das Experiment in Palästina wird nicht versagen,weil es nicht versagen darf, wenn nicht die Judenheit der ganzen Welt uneudlicheu Schaden erleiden soll.“ ttet Jmakld und ieUuuf jUseit muss die Umleitung der C.-V.« Zeitung nach seiner neuen Wohnung bei :... seinem altenPostamt (Zeitungsj L..-< j stelle) schriftlich•/* j*. oder mündl. aus-UJÖJ drücklich beantragen. Der gewöhnliche Nachsendeantrag gilt nur pcsuvt für die Briefpost. "‘“d iese r i Müh a an Wer sich klei nen nicht unterzieht, wird sich über das Ausbleiben der Zeitung und über die Zahlung von Strafgebühren ärgern. Der hier hat’s r i c hig gemacht! / Machen Sie's ihm nach. C.-V.-Zeitung Berlin W13, ImserStr. 42.