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Central-Verein-Zeitung · 1936-06-11 · 24 (11.6.1936) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
15 (1936)
Issue
24 (11.6.1936)
Date
1936-06-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Gerichtsurteile OioeTi fini'm UJrrirfit bcr „Künigsbcrger Allgemeinen Zeilnng" vom 5. Juni 1036 'verurteilte das SonbcV'.iL'vidu in K>,nig->berg den :11jährigen Fran^ Skibitzl, aus lnügenlmrg zu neun Monaten Gesangin-?. ineil er neii fälschlich als Mitglied und .Annswalür der AS SAP ansgegcben hatte, als er sich »der einen Zugführer beschwerte, um dessen Maßregelung zu erreichen. s. ,/s . ' : -Jfiluhli fuhr DVU Osterode nach Gilgenburg und Pöbelte jiii- Enenbahnabtc.il. einen verwachsenen .<oerrn an. den er -t,,r einen Inden hielt, und wurde auch t^iidg reis ruh gegen nhn.. 'Tatsächlich, war-aber dieser Bolle genösse fein .Jude, sondern ein Anü--.- waller oer.-iSiF.- Selbst yls dieses dem Skrbitzli nnigeleil! würbe, horte ver. nüt seinen..Beschimpsun- gen üicijt nnr. Sniüeßlrch sah sich der Zugführer genötigt, Slibiill, ani einer Station aus dem Zuge, heranezinetzeü'. Auninehr beschwerte' sich S. über den Zugtuhrer nno mähte sich dabei 'die Bezeichnung eines Amt-i'wglters au.. . Vor Gericht entschuldigte er sich, er habe den an-, gehobelten Vollsgenojsen für einen Juden aus Gilgenburg gehalten und ihn mit diesem verwechselt.; Das Gericht führt in den Urteilsgrüuden aus: Tie Judcusrage zu löten ist aussäiließlich Lache des Staates und'der Obrigkeit. Ter Führer hat aus- ' drücl.lich jede Ein'.elaklion gegen die Juden verboten. Selbst wenn also der Mann im Eisenbahnabieil ein Jude gewesen wäre, so würde der Angeklagte kein :>!eü>t gehabt haben, ihn ohne weiteres zu beleidigen. Tie Niedrigkeit.der Gesinnung gehe aber daraus, Iiervor, das; er Heu Versuch gemacht habe, dem Beamte», der sich ganz korrekt benominen habe., eins auszuwischen, und ihn als Juden» beschützet: zu bezeichnen. Das Urteil ist rechtskräftig. der Angeklagte wurde zur Verbüßung' seiner Strafe in Hast genommen. Ter Einzelrichter in Paderbor u hat die zunächst durch Strafbefehl über den jüdischen Metzger Süßmarm aus Altenbeken verhängte viermonatige Gefängnisstrafe bestätigt. Vierzehnjährige Jungen hatten beobachtet, daß der Angeklagte ein Kälbchen nach verbotener ritueller Vorschrift ohne vorherige Betäubung.geschlachtet -hat. Gegen den Strafbefehl batte der .Verurteilte Ginspruch erhoben mit der Begründung,' er habe, wie gewöhnlich, in seiner; Schtächtetschürze einen' kleinen Hamnter zur Be^ - täubung bei sich geführt... Ties, sei von den Knaben ' übersehen worden. ' Das Tier, hätte sich auch gewehrt,.wenn. es nicht betäubt gewesen wäre. ' Richter und Staatsanwalt nahmen än. daß das Tier' sich nicht wehren konnte, weil seine Beine festgcbunden waren. Vor der Badesaison Ta der Zutritt zu den städtischen Luft- und Strandbädern in F r a n k f u r t a. M a i n fortan nur noch Ariern gestattet ist. bnt der Frankfurter Oberbürgermeister das Stranobad R rede r r a d den Mitgliedern der beiden Frankfurter Gemeinden. den jüdischen schulen und Sportvereinen zur Benutzung freigegeben. Ten Benutzern werden sämtliche Vergünstigungen (Erwerbsloseneintrittspreise. Strahenbahnermäßigi ng usw.) wie bei den übrigen städtischen Strandbädern gewährt. Die Verwaltung des Bades liegt in Händen städtischer Beamter. Berufsschutz für Pressestenographen “Ser Präsident der Reichspressekammer hat nach Aleldung der Tagespresse mit Wirkung vom l. Juni 1936 eine Anordnung erlassen, die den Schutz des Berufs der deutschen Pressestenographen -- regelt. Jeder Pressestenograph muß nach der Anordnung vom 15. Tezemöer 1933 als Mittler von Kulturgut der Neichspressekammer durch , den Reichsverbanü deutscher Pressestenographen (RD PS) angehören. Er muß die für feine Tätigkeit erforderliche Zuverlässigkeit und Eignung gemäß s- 10 der Ersten Verordnung zur Turchführung des Reichskulturkammergesetzes besitzen. und . insbesondere für sich und seine Ehefrau den Nach w e i s d e r A b st a m m u'n g von Vorfahren, deutschen .oder artsverwandten Blutes bi s zum,Iah re 1.^90 erbringen. ' . Der deutsch-niederländische Reiseverkehr Nach dem neuen, mit Holland abgeschlossenen Reiseverkehrsabkommen, dürfen in Deutschland wohnhafte Personen für . nichtgeschäftliche Reisen Reisekreditbriefe, Reiseschecks) Hotelkupons usw. im Werte-vonhöchstensMOO-NM je Monat erwerben. Tie Regelung tritt am 15. Juni 1 936 in Kraft. Im Krankenhaus der Jüdischen Gemeinde Berlin wurde ein Froher Nachmittag von den körperbehinderten Künstlern Danny Grün und Jonny Schwersenz veranstaltet. Ferner wirkten Kapellmeister Lew in und M. Trciger mit. Wegen des großen Anklanges, den dieser Nachmittag fand, sollen Veranstaltungen dieser Art wiederholt werden. Aus den Familien Apotheker M eyerowitz (Königsberg i. Pr.) beging am 6. Juni seinen 70. Geburtstag. — Adolph R e h f c.l d t (Berlin W 50) feiert am 11. Juni seinen 80. Geburtstag. — Arthur Friedländer (Berlin-Tteglitp wird am 13. Juni 60 Jahre alt. — Siegiried ck s ch e r iLeipzigj begeht am 15. Juni seinen „ 70. Geburtstag. — Sermann Fleischer (Beuthen L.-T.) vollendet am 15. Juni sein 60. Lebensjahr. — Mar Cohn I früher Landsberg O.-S., . jetzt Berlin) feiert am 16. Juni . seinen - 80. Geburtstag.- — Tr. Sans X* i n v e n b e r g , der Vorsitzende der' Ortsgruppe Rostock, des C.-V., feierte am 10. Juni? das Fest der -silbernen Hochzeit. — Mar Heide (Schön- . lanle'/Ostbahn) ist' am. 29- Mai im 86..-.Lehensjahr gestorben.. —' Benedikt- (Lahn. der langjährige Ge- .' meindevorstand und Ehrenvorsitzende des Lynogogenrats Speyer, ist am 2. Juni, gestorben. — Frau Minna S t e c g (.Essen-Werden) verstarb im Älter :von 70 Jahren. Bankier Louis Jacoby, Dortmund, ist am 3. Juni im Alter von nicht ganz 60 Jahren einem langen, schweren Leiden erlegen. Seine weit über den Durchschnitt hinausragende Begabung, lein hoher Bildungsgrad und die ungewöhnliche Eindringlichkeit seiner Arbeitsweise sicherten ihm auf allen Gebieten, denen er seine Kräfte lieh, einen Platz an hervorragender Stelle. Er war Mit» Begründer und Vorstandsmitglied der am Kurenhandel interessierten Bankgeschäfte Rheinlands und Westfalens, stellvertretender Präsident der (inzwischen eingegangenen) Kausmannsgilde, Handelsrichter usw.. Auch im .C-.-B. zu Dortmund war er lange Jahre hindurch im Vorstände tätig. Der E.-V. wie auch seine Heimatgemeinde, deren tatkräftiger. Vorsteher' er mehrere Jahre hindurch gewesen ist, verlieren in. ihm . eine wertvolle führende Persönlichkeit. , JEin&elhundel im Reich ALLENSTEIN DORTM UND r Kanfhans L. Hirschfeld Das Haus der guten Qualitäten f Schuhhaus Samson | Westenhellwes 28 — J ~ A LTENBU R G ESSEN Mim M. Z S. Cohn' Immer führend V_.J H •U.TaMnsen ANNA B ER G l. Jacoby inh, ” ' ChOSkfil Spezialhaus f. Damenkleidung Wenn Sie gut bedient . sein wollen so machen Sie Ihre Einkäufe bei den L-.rirrz— B R A N D E N B U R G a. H. IM-ConitzerSSöhael 8 Das Haus der guten Qualitäten | FRAN KF U R T a. M. 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