Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 24 (11.6.1936)
- Date
- 1936-06-11
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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[puristisch - 'Wirtschaftliche Beratungsstelle in der Hauptgeschäftsstelle des Central- Vereins, B e r 1 i n W 15, Emser Strasse 42 . (Tel.: J 2 Oliva 8141 bis 8145). Spree h - stunden täglich 12—14 Uhr (ausser Sonnabend und Sonntag), f ü r M i t g 1 i ed e r a u s s.e r d e m jederzeit nach vorheriger Anmeldung (ausser Sonnabend und Sonntag). Wann und wo finden Sie Rat? Nord Westv'-.. deutschland Hamburg- ' B«nr<‘k<‘str:• 2. -ptr. -r«rht.<. Zim1 ' rrifr..;7/8 (Tt-l.;.:;/415H74);,.Montag .-lir. Mittel- "deutschland Magdeburg ' c,5 -Ji; Hess.-Nassau 16-10 l;hr. und Hessen Frankfurt a. M. Hain. (Toi. : 254 IN).' Mnnt.igs. Mittwochs und Kreitags 11—13 Uhr. . Alhinistr. 12, 11 (Tel.: 318 57), Alsfeld Montags—Freitags, 16—18 Ubr. fJemcindezirnmer, 16. Juni. 10 Hemfeld bis 12 Uhr. - Gemeinde, 17. Juni, 10—12 Uhr. C.-V.-Arbeitsgemeinschaft in Gleiwitz Die in diesen Wochen erfolgte Zusammenfassung junger, dem C.-V. nahestehender Rlenschen zu einer Arbeitsgemeinscl)nst entsprach einem dringenden Bedürfnis unserer Jungens und Rtädels. Die st a r k e B e t e i l i g n n g von über 50 Freunden bewies die Notwendigkeit dieser neu geschafjenen Einrichtung. . ‘ Es wurde zunächst auf verschiedenen Abenden das Thema ..Die jüdische Not" behandelt. Zu dem letzten Abend, der diesem Problem gewidmet war. waren auch die Eltern der Teilnehmer eingeladcn. Nach einer einleitenden Presseschan wurden die Themen ..Die jüdische Not nnd ihre Abhilfe in unserer Gemeinde" und „Kämpfendes Judentum einst und jetzt", behandelt. In einem wirkungsvollen Schlußwort dankte der Ortsgruppenvörsitzende. Rechtsanwalt Dr. Ernst Cohn, namens des Centralvereins für die geleistete Arbeit. Kurt Schwär«, Inhaltsverzeichnis der C.-V.-Zeitung Das bereits früher angekündigte Inhalts- Verzeichnis der C.-V.-Zeitung für das erste Vierteljahr 1936 kommt in den nächsten Tagen zum Versand. Bestellungen sind an den Bearbeiter Joel Sänger. Frankfurt a. At.. Herderstraße 30. zu richten. . Das bibliographische Inhaltsverzeichnis er^ faßt sämtliche Artikel — auch die kleinsten Notizen — und ist dadurch ein wichtiges Nachschlagewerk sowohl für alle C.-V.-Dienststellen wie für Bibliotheken und Sammler. nehmens geäußerten Bedenken zu einem positiven Entschluß. Der wissenschaftliche Teil der Silmng brachte ein Referat von Dr. Phil, habil. Fritz'Kaufmanu tFreiburg Br.) über „Religion und Kunst". Die Verbundenheit von Religion Und Kunst, so führte der Redner ans, sei bedroht durch die Verweltlichung der Kunst. Dichtung glücke und beglücke daun ganz, ivenn sie der Ausdruck göttlicher Inspiration sei. Ter. .eigentliche Poet sei zugleich Prophet, die wahre Poesie die natürliche ' Art der Prophezeiung. Die künstlerische Onenbarung gehe in die religiöse über, wenn-sie nicht nur als Emanation des Künstlers, sondern als eine Lifenbarung an die Menschen erscheine. Der Schlünel ,zum Wunder der Kunst sei das Wunder des Religiösen. In der echten künstlerische:! Schöpfung entstehe die religiöse Schöpfung von neuem. Mit einem Hinweis darauf, daß das künstlerische letzthin eine Vorstufe.-des Religiösen bilde, schloß der Referent seine Betrachtungen, die an geglückten Einzelsormulierüngen reich waren, im ganzen aber eine präzis durchgeführte Gliederung des Stoffs .nicht immer erkennen ließen. II. B-n. . Fritz Bamberger: Abraham und „Abraham und -Isaak" hieß das Thema, über das Tr. Fritz -Bamberger'in der Reihe her: Mmi- - tagsvorleinngen „Gestalten der Bibel" im Berliner - Indischen Leh'rhans sprach. Tie „Bindung Isaaks", die ziveiiellvs den Höhepunkt in der Geschichte Abrahams bilde, habe in der jüdischen Traditionsliteratur wie auch in der mittelalterlichen Philosophie und später in der modernen Religionsphilosophie außerordentliche Beachtung gefunden und sei Gegenstand lebhafter Auseinandersetzungen und verschiedenster Deutungen geworden. Bamberger verlas zunächst den biblischen Tert in der Buber-Rosenzweigschen Uebersetzung. nun daun die im jüdischen Schrifttum wesentlichsten., und bezeichnendsten Kommentare wiederzugeben. Im besonderen wies er auf verschiedene Midraschim hin. in denen in die Geschichte von der. Opferung Isaaks ein neuer, dem Bibeltext nicht entsprechender, zuweilen mystischer Sinn gelegt wurde. Anschließend wies der Referent auf die starke kritische Beachtung hin, die die Erzählung in der arabischen Literatur und im jüdischen Mittelalter gefunden habe. In - der neueren Zeit habe man versucht, den moralischen Charakter der Erzählung anzuzweifeln, indem man behauptete, die von Abraham geforderte Opferung entspräche nicht dem Sinne jüdischer Ethik. Ein ähnlicher Ausgangspunkt habe den nichtjüdischen Religionsphilosophen Kierkegaard veranlaßt, in der ethischen Paradoxie des Vorgangs ein tiefstes religiöses Phänomen zu sehen. Demgegenüber wurde zum Schluß der fesselnden Ausführungen noch einmal eine jüdische Sinndeutung von Bamberger gegeben. 8. L-o. Aus der wissenschaf tlichen Welt Professor Dr. Franz Oppenheimer wurde während seines Aufenthaltes in den Vereinigten Staaten von der amerikanisch - soziologischen Gesellschaft zu ihrem Ehrenmitglied ernannt. Dies ist eine besondere Ehrung, da die Gesellschaft die Ehrenmitgliedschaft bisher nur etwa zehnmal verliehen hat. Zu den zuletzt ernannten Ehrenmitgliedern gehört der Altpräsident der tschechoslowakischen Republik. Thomas G. Masaryk. Zur gleichen Zeit wurde Professor Oppenheimer auch zum Ehrenmitglied der soziologischen Gesellschaft der Tschechoslowakei ernannt. * , Professor Dr. Moritz Löwi, der bis zum Herbst 1935 an der Universität Breslau lehrte, ist zum Mitglied der International Federation of Eugenic Organisation ernannt worden. Die. Vereinigung steht unter dem Vorsitz von Professor Dr. Steggerda (New-Pork) und betreibt völkerpsychologische Forschungen mit dem Ziele, die Verschiedenheit der Rassen unter dem Gesichtspunkt ihrer intellektuellen Struktur nachzuweisen. Die Mitgliedschaft der Federation ist 25 führenden Psychologen angetragen worden. Professor Löwi hat den ehrenvollen Ruf angenommen nnd ist bereits gebeten worden, sich auf-chem diesjährigen internationalen Kongreß, der im Juli in Scheveningcn stattsiudet, über die Arbeiten der kommenden zwei Jahre zu äußern. Professor Löwi ist durch pspchologische, philosophisclze und pädagogische Untersuchungen bekannt geworden. Lein letztes Hauptwerk „Grundbegriffe der Pädagogik" ist 1934 erschienen. . Schw. Das französische Ministerium für schöne Künste hat beschlossen, die ihm hinterlassene - K u n st * s n m m l u n g des im vergangenen Jahre .verstorbenen jüdischen Philanthropen Moses - de E a m o n d o., deren Wert aus etwa 10O Millionen Francs geschätzt wird,, sin einem neuen Museum, aufzustellen nnd dieses. nach-dem einzigen Sohn,. Moses de Eamondos,. dem Grasen Nissim de Ca- , mondo. zu benennen, der als kriegsfreiwilliger Fliegcrleutnant 1917. gefallen ist. , . '. '■ . Ter Primararzt 'des Rothschild-Krankenhauses der Wiener .Israelitischen Kultusgemeinde, Tr. I. Bora k. ist zum Ehrenmitglied der griechischen. Röntgengesellschaft ernannt worden. Dr. Borak hat vor kurzem in Athen als Gast der griechischen Röntgengesellfchaft Vorträge über Röntgentherapie gehalten. Tie Einladung zu diesen Vorträgen erhielt Tr. Borak in Tel Aviv, wo er am Weltkongreß der jüdischen Aerzte teilnahm. behrbaus Berlin Montag-Vorlesungen. Gestalten der Bibel I: Mar N u ß b a u m : Jakob und Laban. 15. Juni, 20.30 Uhr. Aula.SZoachimsthaler Straße 13. Wisienschaftliche Arbeitsgemeinschaft. Hans Zucker: Verfassung der Juden um die Zeit der Zerstörung des zweiten Tempels, 11. Juni, 20.30 Uhr. Joachimsthaler Ltraße 13 (Jüdischer Clubs. Arbeitsgemeinschaften. T r e i t e l, Mikroskopische Hebungen (Ergänzungen zu Wanderungen in die Natur) nächster Abend: 16. Juni, 20.30 Uhr. Marburger Straße 5, III, In die Sprachkurse können Teilnehmer jederzeit ausgenommen werden: Anmeldungen. Auskiinstc in den Svrechstilndcn des Letretarials (10 bis 1 und^ 16 bis 18 Uhr.!. Prediger Tr. Zeitin (Al o n t a b a n r > W c st e r - Mal d>. ein eiEiger Alitarveiter des.'Central-Vereins., erhielt einen Ruf an das Realgvinnannm der Adaiu gemeinde, in Berlin. Aus diesem Anlaß fand in der— Synagoge eine Abschiedsieier.für ihn statt. Der Hilssderein der Juden in Deutschland (in Gemeinschast mit - dem Jüdischen Lehrhaus f veranstaltet otn 18. Juni. 20 Uhr. im tlogcnhaus. Kleistitraße 1Ü einen Vortrag über Argentinien.- Land. Wirtschait, ■ Zu tunst. Es spricht Aiartha Weilt. / Hilfsvercin der Juden in Deutschland ED. Berlin W 05. Ludendornstr. 20. Die S p.rechstunden finden in Zukunft statt: Montag,., Dienstag, Donnerstag. Freitag 9—'13 Uhr. Sommerfellen in Lehnitz für Kinder ist ein beruhigender Gedanke für alle- Eltern, die. nicht mit ihren Kindern reisen können. Hier werden die Kinder, .unter fachlicher Leitung gut und.liebevoll betreut — haben Gelegenheit zu Sport, ^Hand- und Fußball. Tischtennis, Waldlauf und «chwiminen nnd die Möglichkeit zu Liegekuren in dem. ausgedehnten eigenen Waldpark. Ten Höhepunkt bilden die Freitagabende. die eindrucksvoll und, festlich in Lehnitz gestaltet -werden. Anmeldungen.: Verband Berlin des jüdischen Frauenbundes, Dienstag. 16 bis 18.Uhr. Freitag 11 bis 13 Uhr, Königsallee lla. Die Jugendpflegeabteilung Norden des Jüdischen Wohlfahrts- und Jugendamtes Berlin richtet für die Jugend seines Bezirks zwischen 10 und 17 Jahren einen ständigem Singekreis unter Leitung von Herrman Schwarz, dein Organisten des Friedenstempels, ein. Die Teilnahme ist unentgeltlich. Es sollen regelmäßig einmal pro . Woche Singestunden stattsinden. Die Aufnahme findet am 8. und 10. Juni, 17 bis 19 Uhr. im Jugendamt. Berlin N 58, Schönhauser Allee 23—25, statt. Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C 2, in .Frankfurt/Main beim Bahnpöstamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordamerika a) Seeweg 12.6. ab Berlin; 12.6. ab Hamburg 19 Uhr („Europa“ 13.6. ab Bremen) 19.6. an New-York 15.6.; 15.6. .. . 19 Uhr („Oueen )kar5“ 171 6. „ Oherdonrg) 22.6. „ 16.6. „ ..; 17.6. „ .. 19 Uhr („Washington“ 17.6. „ Hamburg) 25.6. „ „ 17. 6. „ „; 17.6. .. „ 19 Uhr („Columbus“ 18.6. „ Bremen) 26.6. .. .. b) Luftweg 13.6. ab Berlin; 14.6. ab Köln (Flughafen) 10 Uhr; 14. 6. ab Cherbourg (Schiff); 19.6. an New-York 19. 6. ab Berlin 11 Uhr; ab FrankfurtlMaln 18 Uhr Luftschiff „Hindenburg“; 22. 6. „ „ (Zuschlag auf Auslandsporto bei Nachbringeflug 15 Pf. für je 20 g, bei Luftschiff 50 Pf. für je 5 g) Südamerika a) Seeweg 12.6. ab Berlin; 13.6. ab Hamburg 8 Uhr (Schiff 16. 6. ab Lissabon); 26.6. an Rio; 30.-6. ah Buenos Aires 17.6. .. ...; 18. 6. .. .. 9 Uhr (Schiff .20.6. .. Neapel); 2.7. .. ..; 6.7. .. .. b) Luftweg. 13. 6. ab Berlin 9 Uhr; 13. 6. ab Frankfnrt/Maln 13 Uhr (Französische Luftpost), Laufzeit 5 Tage 17.6. „ .. 21 Uhr; 17.6. „ . „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost), .. 3 .. , (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien 125 RM für je 5 g, nach Argentinien 1.50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 16.6. ab Berlin; 17.6. ab Köln 21 Uhr; 19. 6. ab Southampton (Schiff), Laufzeit 15—17 Tage 23.6. „ „; 24.6. „ FrankfurtlMaln 19 Uhr; 26.6. „ Marseille (Schiff), „ 15—17 „ , b) Luftweg 13.6. ab Berlin 10 Uhr 15 Min.; ab München (Bahnp. Amt 1) 13 Uhr, Laufzeit 8—9 Tage 17.6. „ „ 10 Uhr 15 Min.; „ „ (Bahnp. Amt 1) 13 Uhr, „ 8—9 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) " Palästina a) Seeweg 13. 6. ab Berlin 16 Uhr; 14. 6. ab München 9 Uhr (Schiff 16. 6. ab Piräus): 20. 6. an Jalta 15. 6. „ .. 21 Uhr; 16.6. .. Frankfurt 19 Uhr (Schiff 18.6. „ Brindisi); 22.6. „ Jaffa 18.6. „ „ -21 Uhr; 19. 6. „ Hamburg 15 Uhr (Schiff 21.6. „ Brindisi); 25.6. „ Haifa h) Luftweg 12.6. ab München (Bahn-p. Amt 1) 18 Uhr ' Laufzeit bis Jaffa 2 Tage 13.6. „ Berlin 6 Uhr; 13.6. ab München 18 Uhr, ,. „ Jaffa 2 „ 11.6. „ Berlin 10 Uhr .„ .. Jaffa 2 „ 16.6. „ München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr „ „ Jaffa 2 .. 17.6. „ Berlin 6 Uhr .. Jaffa 2 „ 18.6. „ Berlin 10 Uhr: 18.6. ab München 18 Uhr, .. Jaffa 2 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für je 5 g, mindestens 15 Pf.) Herbert Grün bei „in im Verhör des schüchternen Bibliothekars, den Karl Heinz Jasiö mit Geschmack, Kultur und reizender Täppischkeit gibt, und der an Geldübcrslnß leidenden verliebte» Prinzessin, der ans Spiel in Schlössern geivohnten scharmanten Liselotte Cohn nach rüekivärls anszervllt wird, kommen sic alle in daeE Stück hinein, die fördernd oder hcinlnend das am Schluß mit Be- , ivährnngsfrist wiederhergestellte Eheglück haben entstehen sehen: der Paprika-Gras .Lach de Nagnsaludh, von Fritz Plelelpor mit mehr als nur karikaturistischen Zügen ansgeslattet. die Ber- Liselotte Cohn und Carl Heinz Jaffe Fot. K'.kolcr käuferin Irma (Edith Herßlik), zwisclien Schuh- Verkäufen und Revue schmerzlich hin und her gerissen, das Dienstpersonal der Prinzessin, stilvoll von Fritz Lion und Gina Petruschka -verkörpert und — er kommt auf die Bühne, und das Publikum , erhöht seine Beisallsfreüdigkeit um einige Grade — der Schnhwarenhändler'/Filosel: Mar Ehrlich! Diesen „Südfranzosen" muß man gesehen " haben, wie er die- Worte zu einem zioerchsellerschntternden Kauderwelsch mengt, durch Ertemporös Astitspieler nnd Zuschauer zur lachenden Einheitsfront fügt und das heitere Spiel zu einem Wirbel steigert, in den alle atemlos hineingezogen lverden. Man verstehe wohl: das will keine Kritik sein, sondersi der Dank für den harmlos-srohen Abend, dessen jüdischer Wert vor-allem darin liegt, daß das Spiel einige hundert Juden für drei Stunden heiter stimmt. Geht hin und seht und lacht! Am Schluß ehrlich verdienter Beifall oder, würde Schnhhändler Filoscl sich versprechend fragen: Ehrlich, verdient er Beifall? lind alle sagen ja! Zn ihm, seinen Mitspielern, dem Regisseur nnd dem Bühnenbildner. A. H. Musiknotizen Bei der jetzt beginnenden L o n doner Opern- Teafon wirken u. a. als Dirigent Fritz Reiner (Rew-Pork). al-S Sänger Emannel L i st und Alerander^K i p n i 4 mit. Zur Ausführung gelangt n. a. O s f e n b a ch s „Hoffmanns Erzählungen". In einem ausschließlich Beethoven gewidmeten Programm dirigierte Otto Klemperer als Anstalt zu den,.Wiener Festspielwochen" im Großen Ntnsikvereinssaal in Wien ein Konzert mit den tttziener Philharmoilikern. Solist des Abends war Bronislaw H u b e r m a n, der Beethovens Violinkvnzert spielte. 'Bei den S'al.zbnrger Festspielen l936 biregiert Bruno Walter außer dem Atozartabend'und Mahlers 3. Sinfonie noch ein drittes Konzert.mit den Wiener Philharnwnikern unter dein Titel „Deutsche Rvmautiker". (Webers Eurpanrhe-Ouvertüre, Brahms 2. Sinfonie (Schumanns 1. Sinfonie). c, In der großen Oper in Paris ging „Don Giovanni" irVder Salzburger Einrichtung in Szene. Bruno W alter war der D i r i g e n t des A b.e u d s. Lotte S ch o e n e sang die Zerline aus '„Avec nn charme delicieux“. v Carl F l e sch spielt am 12. Juni mit dem Orchester der Philharmonischen Gesellschaft in Par i s Beethovens Biolinkonzert. In der Staatsoper Wien sang Kammersängerin Vera S ch w a r z als Gast die Leonore im „Troubadour". In einer Fidelio-Aniführung der Wiener Staatsoper gaitierte Friedrich Schorr in der Rolle des Pizzaro. Jssah D o b r o w e n dirigierte letzhig im italienischen Rundfunk mehrere Ausführungen der Oper „Boris Gvdunow". In einer Aufführung von „Tristan und Isolde" im Covent Garden in L o n d o n. die auch auf zahlreiche englisck-e und außerenglische Sender übertragen wurde, wirkten u. a. Emanuel List und Sabine Kalt er mit. Fanny Cleve gab nach Rückkehr von ihrer Rußland-Tournee im Rahmen der Festspiele am- 8. Juni einen Liederabend in Wien. Das Rose-Quartett konzertierte am 9. Juni in Wien. * Anläßlich der 50. Wiederkehr des Todestages von Franz Liszt findet am Sonntag, den 21. Juni. 12 Uhr. in Eiscnstadt ein Franz Liszt-Konzert statt, bei dein Ptoriz R o s e n t h a l als Solist mitwirkt. Die Veranstaltung wird u. a. auch vom Wiener Rundfunk übernommen. Moriz R o s enthal beendete in L o n dw n seinen Zvklus „Die Klavierliteratnr von Bach bis Brahms". „Times" schreibt aus diesem Anlaß n. a.: „Seine Konzerte waren die Ereignisse der Saison. Noch immer bleibt er der hervorragendste Interpret und Vertreter der großen Ntnsik- und Klavierepoche." , Für die Wintersaison wurde Astoriz Roienthal nach den Bereinigten Staaten verpflichtet. Joseph Schmidt gibt am 18. Juni im Großen Musikvereinssaal in iPfen einen eigenen Lieder- Jm „Cireolo musicäle letterario“ Ma iland (Direktion: Hans Baer) wurden neue Schlager des jungen Komponisten Alfred ,G u t t m a n n mit großem Erfolg ausgeführt. . Kapellmeister Hans B e r n st e i n leitet vor ein außerordentliches Konzert des Philharmoni-- scheu Orck)esters der Stadt Flore n z. Dabei gelangen „Variationen und Fuge über ein palästinensisches Hirtenthema' von Berthold Golds ch m i d t ln der Orchesterbearbeitung des Diri- .genten zur Uraufführung.- ' Die jungen Breslauer Tänzerinnen Margit Berger und Marianne L e w i n find mit ihren Tanzduetten für eine italienische Tournee verpflichtet worden, die sie in mehreren Monaterv durch alle bedeutenden italienischen Städte.führt. Zum Besten notleidender jüdischer Aerzte Berlins veranstaltet die Wirtschaftshilfe der Jü- , dischen Gemeinde Berlin. Abteilung Aerzte. am 15. Juni, 20^ Uhr, im Großen Saal des Brüdervereinshauses. Berlin - W 62, Kurfürstenstraße 115/116, einen Kammermusikabend unter Vtitwirkung hon Boris . Schwarz, Josef Schwarz. Godfried Z e e l a n d e r und Susanne Loewen stein. Das Konzert verspricht ein künstlerisches Ereignis zu werden. Zwei große, im Nähmen Indischer Veranstaltungen noch nicht aufgeführte . .Kammerniusilwerke, das Geistertrio von Beethovew und Tschaikvwskis einziges Klaviertrio. das dem Andenken an einen großen Künstler gewidmet ist. gelangen zur Aufführung. Im Anschluß an das Konzert findet ein Zusammensein im gesellschaftlichen Rahmen in den Räumen des Brüdexvereins. statt. Das Berliner Jüdische Museum eröffnet am -14.-Juni, KV Uhr. von.neuem seine Pforten. Außer den alten Beständen werden vor allem eine Anzahl von Neuerwerbungen aus Mitteln .des Jüdischen Mufeumvercins Interesse finden. Die Jüdische Pridäte Musikschule Hollaender, Berlin-Charlottenburg, beginnt nunmehr auch mit dem Unterricht in M u f l k g e s.ch i ch t e unter Leitung von Dr. Anneliese Landau. Für die ersten Unterrichtstage (15. und 18. Juni, 18J4 Uhr, Shbelftraße 9). die dem Gedenken Gustav Ptah lers gewidmet sind, haben sich vom Lehrkörper zur Mitwirkung zur Berfügung gestellt: .Paula L i n d b e r g - Salotnon, Snm-ne Landsberg-Hollaende r/Wilhelm G u t tmann und Wolsgang Rose. Auch Nichtvoll- . schillern steht die Teilnahme an diesem Unterrichtszweig frei. Näheres durch die Verwaltung. Else Dublon, nach erfolgreicher Tournee durch die "Schweiz, Holland. Amerika und England für wenige Wochen nach Deutschland zurückgekehrt, gibt am 2. Juli, 20^ Uhr. im Schumann-Saal, Lützowstraße 76. einen einmaligen Tanzabend mit neuem Programm (jüdische Tänze und Lieder). veranstaltet von der K ü n st l e r h i l s e der Jüdischen Gemeinde. Unter Leitung seines Dirigenten Ernst Ewald Gebert spielt das Orchester der K ü n st l e r h i l f e Werke vor» Gluck. Mozart u. a.