Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 20 (14.5.1936)
- Date
- 1936-05-14
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Sokolow •Witten "in einer Zeit fetjinerer ^efnrumo lim das jübiidie Vluibnitmerf in Palästina er* Tctdf>t IMS £>it\ Uinilnidjt Dom Tode eines seiner größten Vorkämpfer: Nahum Sokolow ist gestorben. Als wir tt)m nit dieser Stelle vor' wenigen Monaten unsere (Glückwünsche -?>n seinem 73. Geburtstag aussprachou. war unsere Hosfnung uocfi uiierschüttert. daß diese starke Persönlichkeit .ihrem Werke noch lange' 'würde dienen können.- Bielen ungetanen' - eintenjngendsrisel, eiitgegenselireitend. stand er damals mnl)-.mitten im (leben. Nun ist er'fn^ immer svrtgegangen. ohne Daß Krankheit ihn vother von der Höhe seines Wirkens und Plauens hinnntergeführt hätte. Aal>nm Svlvlow war eine zentrale Gestalt der zionistisehen Bewegung. Wie er ans dem kleinen polnischen Tors Wüschogrod in. Polen..- von wo er ansging, seinen Weg in die große Welt nahm, wie er Gnropäer wurde, und Jude vliev, europäischer Diplomat, der ans allen üontinente-» und in allen Sprachen..' zu vianse war und doch Jude mit dem brennenden Herzen für die Weife seiner jüdischen Bruder — das war nicht der l>üeg eines einzelnen Menschen. sondern das Symbol einer Gpoelie. Sololow. den tief im jüdiseheN Mi* lien verwurzelten "ülenschen des Sstems-Prägte die Begegnung mit der enropäisehen Geisteswelt znm Zionisten. Jnnerhalv der zivnistischcn Hierarchie dient.er sieh empor, kommt früh zu f.ührenden Aemtern, bereichert die Beloe.gnng dnnch literarische Arbeiten, dnrelikämpft unzählige.'Tagungen und. .Kongresse, verhandelt mit Staatsmännern und Reyiernngsehess. .Als er mit "BZeizmann im Jal|ro 1917 die Siegesfahne der Balwnr-Teklaration einliott. bereitet er seiner Idee die sehicksalhast entscheidende Spendung zur Wirklichkeit.' Seit. jener Zeit ist seine Wirksamkeit, mit der Weizmanns so eng verbunden, daß Weizmann ändert!,alb Jahrzehnte später, 1931. das seither viel zitierte Wort von ihm sagen -mußte: ,/chlenn ich von ihm spreche, ist es nur beinahe, als spräche ich von mir selbst." Im gleiciien Zaine geivinnt diese fast mystische Zdeiitität politische.Bedeutung. alS auf dem Baseler Zionistenkongreß Weizmanns Wieder,valst znm Präsidenten der Zionistischen Organisation imd der Zewish "Agency nicht dnrcligeset.st werden kann. Damals tritt der 79jährige Svlvlow unter ü Per ans schwierigen Berhältnissen an seine Stelle: nicht als GrponeNt einer anderen politischen Richtung, sondern als der enge Zrennd. dem nur die. Vielzahl seiner Lebensjahre einen Vorsprung au Unnmstrittenheit gibt. Das Opfer dieser Plaßhalkerschatt finde.t nach sechs Zähren seine» Lohn darin, daß Weizmann w.ie- Seittier bekleidete Sokolow das Amt des p-t>renprändenteu der Zewish Agency und der Zstonistischen Organisation, des Präsidenten des üeren -Hajefsod und deS obersten Leiters der gesamten zionistischen Zlnltnrarbeit. Wie wenig er diese Würden als nur dekorative ..Altersersclieinnugeu" auffaßte, beweist sein Vorhaben, im Znni dieses Jahres eine Weife für den Ueren -Hajessod nacl, Argentinien anzntreten. Erst der Dod hat seiner unermiidlichen Arbeit ein Ziel gesetzt. Der lod hat in den letztest Zähren unter den allen Vorkämpfern des Zionismus reiche Grate gelialten. Biakik,. "vchtzkin. Schmarja Lewin gingen in kurzer Zolge dahin, und nun folgt Sololow in diesen mit Palästinasorgen besonders bescliwerken Dagen.' Gine Epoche. die in diesen Männern Gestalt ge-, Wonnen hatte, sctieint siet, ihrem Ende znznneigen. Gs ivar eine Gpoche. die im jüdischen Sste'n ansbract, und über "Böestenropa nach Palästina führte, und die ans diesem "Wiege nickst nur Räume, sondern ä.ncl, Zeiten durchschritten und ihre Gegensähe zu einheitlichen Ergebnissen gesonnt hat. So ist diese zionistische Generation und ganz besonders Sokvkow. um den mir über alle S tandorlsnnterschiede liinweg l,ente trauern, fast wider. "JLtllen znm Snmbol jüdischer Weltossenlseit geworden.- Zudem sie den Zionisnms als ein Geschenk Gnropas an daS Zndentnm der Zahrhiindertwende entgegenuelimen. verpflichteten ne sich tür immer einer Zdee deren 'Ursprung 'zwingende Forderungen auch für P"dlW Gestaltung Zun jüdischen Zukunft einschkießt. , Nr liva Kfitliiiiann-Juiigniiuiii Der Schriftsteller Sokolow News Bedeutung nir die iiitmdie 1) gar uiätt ahziiichätzcii. Sokolow uu 7ede ein nngcmein sructstbarer ühriew wenn uuni 'eine kleineren t,.rillt, nelierlicl, >uet,r als hundert Bände. Noch bis zuletzt lieferte er verschiedenen, jnoi'chcn Zcilnngc,, allivöchenllich einen' großen ,'otiiiulH'» '.’l.rtifct; imd ivenii man bedenkt, welche orgauhateriicheu gesell schaftlichen Pflichten er Näudig ersutttc.. w iß seine Arbeitsfähigteii einfach unvergleichlich. Tabei schrieb er nie leicht und leichthin. er-hatte immer eiivas zu nnze-n. er bractge. allerdings in' breiter, zuweilen iveitschweisiger Zvrm, Wesentliches, Sachliches vor. .Ter Schriftsteller Sokolow war ein "lAaskil. ein- "Mann der Aufklärung-im besten Sinne des ' Wortes. .•Wiste» war seine Bl acht, sein Arbeitsgebiet umfaßte., das .historische wie das geographische, , ">h->tiirwisieii>chnften - imd > Philosophie, Literatur und Politik. Er schrieb ein vorzügliches -öebraiich, und seine -zahlreichen jiddischen Werke. sindsprachlich nicht.minder volllomine». Taneben .. Die 61eichl»erecliti§un§ äer litauischen^ Juden J'ot. Jitrberl Somuufiid.!!< rhn hat Sokolow verschiedene Bücher und kleinere Aiifsähe in deutscher, englischer und französischer Sprache versaßt. Seine bekanntesten hebräischeil Bücher sind eine Geschichte des AntilemltismilS. die vor mehr als sniiszig Zähren in Warschau erschien. eine Geographie Palästina-5. ein lerikalischeS Werk mit Biographien zeitgenössischer jüdischer Antoren. ein Spinoza-Buch imd' znleßt. voriges Hahr in Tel-Aviv ersclneiieii.das dreibändige Werk „Z s ch i m" (Männer,.'worin Sokolow sich mit den Ideen bedeutender Zeitgenossen a,iseinandersetst und u. a. Persönlichkeiten ,vie Georg Brandes, Walther Aathenan. Hermann Gehen darftcült. Seine Geschiclste des Zionisinns, die engliM, n^ZLiiner Vorrede von Lord' Balfonr erschien. ist wohl am iveitesteii verbreitet worden. Sie ist ein grvßangelegteS Werk, besonders zcl schäßen. weil darin vor allem die Vorgesehichte des Ziviiismiis ailssührliih dargestellt ist: Svkvloiv versteht unter"'Zionismus hier alle jüdischen und nichtjüdischen sbesonders die englischen, Bemühungen änn Palästina etiva seit der christlichen Zeitrechnnng. Was er auch schrieb, er war immer interessant und leseüsivert. Sokolow hatte eine io migehenre Personenkenntiiis — es gab tatsächlich kaum einen bedeutenden ßnden oder für das Ziidciitiiin bedeutenden Alaun in den lebten sniiszig Zähren, den er nicht kännte —, er hatte ein so nnszeimliches Gedächtnis, eine so große Assoziaticmsfähigkeit, daß er mit all diesei, Vorzügen alles aüsglich. >vas etiva an seinem Stil — vielleicht durch seine »»getvölstiliche 'Vielsprachigkeit — unpersönlich und trvcken sein mochte.. Gr hat auch Avvellistiscstes versaßt, aber er mar niemals ein Dichter, niemals ein ilammender Schriitsleller. sedvc-Ii. was seiner Zeit, den jüdischen Literaturen in allen Sprachen und besonders den hebräischen und jiddlsäien Lesern me l, r n v t. .tat: ein gescheiter. sachlicher, vielseitiger, rechtschaffener, bis ins Greisenalter. natürlich oisener -Üvpf und ein Schriftsteller mit Herz. L. H. Eine Erklärung des litauischen Innenministers Ter liianische Znnenminister, General Zillins Gaplikas, hat der -Züdiichen Telegräphen- Agentnr eine acissührliche Grklärnng über die Politik der litmnschen tlccgiernng gegenüber den jüdischen Gnnvvhnerii Litauens übergeben. Veranlassling zu dieser Erklärung bot ein in der englichen Presse-stark verbreiteter Bericht, demzufolge-. die litauische .Negierung den Juden ..den strieg erklärt" haben sollte. -Innenminister Gaplikas begnügt sich-nicht nur damit, dieser Aleldnng. 'ans^ eiitschkedeiiite eiitgegenzntreteiisonderst gibt dari'iber h'inanS auch noch bekannt, daß die titanische Negierung bereit sei. vor kurzem getrvsiene Maßnahmep, die sich für die wirtschaftliche- Lage der Zilden Litauens schädlich answirken, tu if ,g,i n g i g zii machen. Das Interview, daS in der. gesamten litauischen Presse miedergegeden wurde, hat bei den litauischen Zilden große Genugtuung aiisgelöst. KeineGefährdung jüdischer Existenzen durch die Handwerksgesefzgebung Tie im Ausland verbreiteten Befürchtimgen — so heißt es ln der Grliärlnig des Inneiimiuisters - . daß die Ginfnhrnng deS Prüfnngszwanges fiir Handwerker die Lage der jüdischen Handiverker des Landes schwer bceinträchtigen konnte, sind völlig nnbegrnndet: die Negierung hat ihren Standpimkt m dieser Zrage geändert, das Gesehesvrojelt hat Zeine ivirkliche Bedentiing mehr. Das ganze tvnrplizierte Problem des litamscheii Handwerkerstandesstvird endgültig-von der demnächst z>, gr»iidendeii Handiverkerkamuier behandelt ,verden. Tie Entscheidungen dieser stammer werden ans d.ie Intereisen aller Handwerker des Landes abgestimmt sein. Aneh die jüdisehen Handwerker werden bei der Iormnlierllng des Geiehes von der Negierung zu Nate gezogen werden. Tie jüdischen Lehrer, so führte der "Minister Weiler ans, haben ebenfalls keiiieiü Grund zur Sorge. Wohl ,verden sie in Znkunst ihre allgemeine Ausbitdiliig in litailiseheii Lehrerseminaren erhalten, doch hat die Negierung nicht die- Ndsicht, AilshildmigSliirse für die Spezialisierimg jüdischer Lehrer in jüdisehen Gegenständen zu.verbieten. Innere Autonomie der jüdischen Gemeinschaft Was die Zange der religiösen Bertretmig betrifft, so beabsichtigt die Negierung nicht, ihre Pläne den Juden aufzuzwingen.' Die'•Regierung hat eine Verordnung erlassen, diirch die der Nabbinerverband anssctiließlich als Berufsverband Die Beisetiung des verstorbenen Glireüprändenten der Iewish Agenci, und der Zioiiiitischeii Organisation, zstahnm Sokvloiv, faiid Mittivoch. den -0. "Mai, statt. Ter Tranerzilg ging vom Hanse SokvlvivS um 11 Uhr.39 Minuten vormittags ab. Bei der Beisehnng ans dem Willesten-- Zriedhos hielt der Ghief, N'abdi des Britischen NeicheS. Tr. I. H. Herst, die Trauerrede. Am Abend faiid in der Großen Synagoge eine Traner- . leier'für Sololow fisttt. . anerfanut wird: dies geschah ans Gründen formeller Art. die nch ans dem gegemvärtigen Statut des Nabbinerverbaicdes ergeben. Infolge dieser Gnticheidiing unterliegt der Rabbinerverband nicht der Autorität des Bildungsministeriums imd kaiin darum keine vssiziellen Schritte nn Namen der jüdischen Gemeinfchast unternehmen.- Unrichtig' ist ferner die Behauptung, daß-die .Juden in Litauen nicht das Recht auf höhere Bit« Magister Kirsch dergute Likör, Magister München VII dnng und Eintritt in den Staatsdiensthaben, Ter' Prozentsast der Inden in den freien Berufen ist sehr hoch und was den Staatsdienst betrifft, so scheinen sie nicht viel Interesse dafür zu haben, diesen Beruf zu ivählen. Immerhin gibt es viele Juden in der Pc^izei und anderen Zweigen deS Staatsdienstes: manche Juden bekleiden sogar aiikerordentlich verantwortungsvolle Regierungsstellen. Keine Beschränkungen für Juden auf wirtschaftlichem Gebiet Was das wirtschaftliche Gebiet-beirifst — bemerlt General Gaplikas —. so muß betont werden. daß die Ylegieriing gegen den Grundsatz des freien Wettheiverbes nicht verstößt: es ist darum unrichtig, von irgendwelchen Verfolgungen und P-inschränknngen gegenüber den -Juden zu - sprechen.. Sogar beim Flachsmvnopvl hat die litauische Negierung darauf geachtet, daß die jüdischen Handelsnnternehmnngen nicht daran gehindert werden, mit der staatlichen Kooperativgesellschaft erfolgreich in Wettbewerb zu treten?.. cJ«‘ facto haben die I>iden beträchtticije Erfolge bei der stonkurrenz im ZlachShandel.- In bezug ans das allgemeine politische Leben des Landes werden die jüdischen Znteressen tu dem . neuen Parlament, das in -stürze einberufen iverden wird, sorgfältig berücksichtigt werden. Bon fünfzig Sitzen werden zwei jüdischen Vertretern Zufällen. . Ans all dem ist zu ersehen, daß an den Berichten, die von einer Versvlgun.g der Juden in Litauen sprecheii,nichts Wahres ist/ Die litauische Negierung hat.zu wiederholten Zvtalen ihre objektive Haltung gegenüber allen Bürgern ohne Unterschied der Nationalität und des Glaubens kundgegeben. An diesen Grundsätzen hat die litailische Negierung in der Vergangenheit stets ehrlich festgehalten, und sie ist entschlossen, sie aiich in Zukunft gewisseiihaft zu beachten. Judenf eincüiche Exzesse in Polen Sir Arthur Wauchope an die Jewish Agency. ..Alii tiefstem Bedauern habe ichvon dem - Tode Nayum Sokoivivs .erfahren. Ich verstehe, iveleü sclicecklieher Verlust dies für Sie fein wird. Zcl, iali üi ihm -stets einen wahren Gentleman und eästen Zrennd." Der'Vorsitzende des Gentral-Vereins hat der Jewish Agency, der Zionistischen Weltvrgauisalion iiud der Ziouistiscyeu Bereinigung für Deniichlaud das.Beileid des Gentral-Bereius ausgesprochen. - „ In B nska iLstgälizienl kam es zu schiveren indenieindlichen Aiisschreitimgen. alS sich das Gerücht verbreitete, ein Jude habe gegen eine religiöse 'Prozession einen Stein geschlendert. In den jüdischen Häusern wurden die Zensier eingeschlagen und viele Juden'ivnrden schwer mißhandelt. Tie Polizei stellte fest, daß der Stein von einem Zigeuner geworfen worden war. In Prvposzna haben unbekannte Täter denjüdischen Z-riedhvf gesehändet und. mehrere Grabmäler zer-Z stört. In Nemlüsic-Szlachecki. streis Czeiistvchan. wurde die Wirtschaft des Inden Mei.r Binantal niedergebrannt. Tas Wohnhaus, ein Laden mit der gesamten Ware und die'Getreidespeicher wurden vernichtet. Während, des Brandes wurden viele Gegenstände, die der Eigentümer zu retten versuchte. von Bauern geränlst. Nirr die Thvrarvlle konnte Binantal ans dem hrennenden Hanfe-retten. Ans der stleinbahn zwischen Warschau und Gora- -stalwarja ivnrden der Sohn des „Gerer Rebbe", Israel Alter und seine Begleiter mißhandelt. Tie Uebersallenen imirden geivaltsam daran gehindert, die Notbremse zu ziehen. In Wilna wurde der junge Ehalnz Jakob Zeldman. als er mit Bekanuten eine Straße in Wilna passierte, von zwei Nationäldemokraten nverfallen, die init Giieiigeivichten auf ihn. losfchlngen und mit ' Messern ans ihn einstachen. Sterbend wurde'er-ins Hospital .übergeführt. Tie Alörder Z'eldmäns tonnten verhaftet werden. Tie Polizei entdeckte in Warschau eine Instrnktionsschnle für antisemitische Terroristen, die von der iiationalradika.len Lrganisativn (Naral vor etiva. einem Plonat eingerichtet iv'nrde. Tie .".Schüler", von denen ein Teil ans der Provinz stammt.- iviirden in der Ansfnhrnng von Terrorakten gegen die Inden systematisch geschult. Geleitet wurde die Schule von' Ziigenienr Taddeniz Pieskiewicz und dem Stndenleii Victor Tvmaniki. Tie Polizei verliaitete 21 Personen, davon sechs ans Warschau und 1ä ans den Distrikten Lnvlin --und Bialystok. . . ' .^ Zn W a r s ch a u iviirde der jüdische Z'riedhvf geschändet. Tie Grabhütten der berühmten Nabbis von Nadzin und Amszinow ivnrden niedergerissen, mehrere Grabsteine ivurden zertrümmert. Ter jüdische Arbeiter Ghaim Nadziminski ivnrde niedergestochen und lebensgeiährlich verlebst. Auf dem "M > > c a n v > v - PI a b. i n iZ e 111 c 11 i > i d cs- Wlarschaner indischen Naleivki-Viertels. wurden jüdische Passanten niedergestochen. Zm Gis e il b a h n z n g Warschau—Ttivock ivnrde der snnge Na'bbiner Plelech•Aszkenaii. Sohn des' ..stvbjeler. Nebbe" überfallen und mißhandelt. t.T>e Ilebcrtälle aut Juden in der Gegend vöy Ttivöck hören nicht ans. Zn Ttwock leibst ivnrde der lohn des Lberrabbiners Elia Sehman durch. Hnligans. überfallen und erheblich verletzt. Tie antisemitische Presse, voran „WarszawskstTziennik "Narvdowi", äußert ihre Geniigtmmg über diese Uebersälle. die dazu angetan sind, die Juden von dem Warscisaner Svmmerfrischengebiet fernznhalten. r- ,d In dem Städtchen Karsznik bei Warschau wurden jü-diiche Einwohner schwer 'mißhandelt, die beiden südischen Arbeiter, Henech Orale und Israel Snkman wurden durch Mesierstiche lebensgefährlich verletzt. Indische Schüler ans Lodz, die Hach Warschau gekommeii waren, um im Belvederc-Schlvß das Andenken des Atarfchall Pylllidski zu ehren, wurden durch Nationaldemokraten überfallen und zum Teil erheblich'verletzt. Aus der CV-Arbeit Ostpreussen Tie £ rttzgrnppe -11 ö n i g s b e r g des E. V. hielt am r_>. "Mai in der Aula der Hindenbnrg- Tberrealfchnle . eine L n d iv i g - Hol 1 ä n d er* l-ä e d e nkfe i e r ab, zu der die Alitglieder der Syiiagogengemeinde geladen waren. In seiner Gedcnkrede zeichnete .Syndikus Tr. Hans .Reichliiniui «Berlin! Ludwig Holländer als den "Alitjchöpfer der iveltaiifchanlichen-Synthese von Glaube - 'nn-'d'Heimat und als das von freudigem, jüdischbc-michten Beranlivortnngsgefnhl durchglühte Vorbild des Jüden m Tentschiand. Tie von eiiiprägsamcn Zitaten dnrchivirkte Rede fand ungeteilte Anfnierkiamkeit. Tie Veranstaltung wurde diirch das Adagio maesto aus dem „Hvrn"-Trio von - "Brahms eingeleitet, das von den Herren Tr. Walter -N lei n istlavierh Tr. Robert L e viP iViolinef. Walter ",>N a g n n s (Gellv) mit Wärme vvrget.ragen wnrde.- Am 11. "Mai .sprach Tr: Hans Neichmann - iBerlinl vor den AHtgliedcrU der Synagogen- ' gemeinde G.l b i n g über „Gegenivartsantgabcn". Grenzmark Ans Anlaß eines Abendgottesdienstes in I a st r v iv , - aiii - dem Rabbiner Tr. I o f p e predigte."nahm der Syndikus des G.-B. für den Landesverband Grenzmark. Ludwig "Rosen- . t h a!. ntit den Mitgliedern unserer dortigen . Lrtsgruppe Rücksprache. Mitteldeutschland Am 13. Mai fand unter Leitung des £rts- . grnppenvorntzeiiden. Ernst (i a I m, eine sehr gut bestichle "yliigliederversammlniig im B e r n b n rger Gemeindeiaal statt, ans der der. Syndikus .stiirt .S chb a tz k v. Leipzig, über „Indisches Schickjfrfr südliche Aufgaben" sprach. litt dem LandSCllUlllBini Florenz: Ferien an der italienischen Riviera 1. VII: bis 30. IX. in Forte dei Marmi, breiter Sandstrand, nahes Gebirge, Pinienwälder, Wohngelegenheit für Eltern im Ort