Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 16 (16.4.1936)
- Date
- 1936-04-16
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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J. Juristische Wochenschau Kündigungswiderrufsklage Wi? lmr dem ,.bi r u u d e i g e n t u m" 1!*;t<». S. 31.^,- rutiu'hnuMi, lint ., Dm-i.. Vlrliril-jflcridjt in kinein -.'Jirnjivifrcit nlirr denüiitficrvur einer .Uündiguug tu'ii tv>riinM\nU ausgesprochen, däf; ° B e li v r d c ii a nei c u r 1 1 t c mcljt bei ^nCu'ii in Untermiete uu’hmni mllim., tzine bei der Bezirs.'-»,. roni'.-iituitii. augeiirllte Pru'eri» uuu' n;istqeiTcht" geksnidigl worden. Sie verlmigte' •Jiiidjirttjiuc■ .HniiDiqii.i.i(i. wegen nululliger Harte. Ta? Gerülit wies died>giderruisllage ab und erklärte,' die lila-^ ,gerD chäbe. durch ihr .eigenes Bericluilde.» ihre. Steilung,; ri' S ie. , tin.be dtenttltcl, -- mit. Bvllsgcuvheii autzerlialb der Behörde;n tun qc> fjnbt.. Bei dieser Sachlage liatte sie. die Pflicht gehabt.. dev., Gricudiulie des' n• 11io11o 1 fo.^tn11f11fr()c11? totnntes ,511 nei,len und ihr- Berhalten danach ein-' zuricliten. Z,u den sich daraus ergebenden Pflichten gehöre es.auch. dai; sie nähere Bindungen zu jüdischen 'gerinnen löste. Wenn auch leine a»sdrüclliche' Bestiiilmliug gegen das ^!bvl>nen bei Juden ' für Beliördenangeftellte ^^r^M)p,' sv bilde ' die .Klägerin dvcl, durch il>r Berhalten gezeigt, das; sie fiel) mit mitivnalsvzial istischeu Griindsätzeu nicht vertrant gemacht l>abe. Zustellung eines Steuerbescheids Ter A e i ich? f i n a n z h v s bat in einem Be-. schlus; vom tu. o 111 i l'.mr. — VI A 477 bä — folgendes ausgesiihrt: „bin Bescheid ist dem Steuerpflichtigen. der siel) im i'l u oinii b besi'cidet, und der nach der Zustelluiigsiirkiinde in der Lbolinnug selbst zngestellt werden satt, auch dann fvriuriclilig zugestellt, ivenn er dem Bevvllmächligteu zugeilellt ivvrdeii ist, den der Stenerpslichtige dem Ziiiauzamt benannt hat." Aus dem Wetlbewerbsrecht Tem T. ii t i q f e i t s b e r i ch t der I n bn - st r i e - > > 11 d v> a 11 d e l s k a m m e r 3 11 Berlin für!!>:',ä, der einen iuslrukliven tlederbtiek über die (viitwicllnug ans den Gebieten de» slbirtscliaftsrechts und der 2birl>cl>aflspvlitik unter besmiderer BerüclsicislignTig der Arbeit der, .Kammer gibt, entnehmen mir zu der ,frage der B e s e st i g 11 n g 11 » 3 n l ii i f i fl e r iT i r m o n z ii s ii ti e. die einer J-irma einen it,rer Bedeiitiing nicht znkvmme-iiden Bvrsprnng im bbettbemerd ermögliche, das; der Üampf uns Beseitifliing mit grvtzem Grfvlg weitergesührt uwrdeii sei. „Dem Bvrgehen der Main», iiicr hat sie!, dabei dankenswerterweise die A'eichspvstdireltivii Berlin angeschlvssen: die Jernsprecl,- iiintcr haben Anweisung erhalten, in da« amtliche Zernsprechbiich I!'üü vom .Namen de« Jnliabers abweichende ssirinenbezeichniiiigen grundsätzlich nur aiifziinehmcn, wenn cs sich um Betriebe handelt. welche in das Handelsregiüer unter der an-, gegebenen Jirmieriing eingetragen ünd. Aalnrfleinas; ist diese Znsammeiiarbeit mit der üieiclispoiidirekliv» vvn einsclmeideuder Bedeutung. da auch ans diki'e Überse die Inhaber-van Firmen mit Imchtöiieiide», nn,',iiliissiqeii Be;ei.et,inin.qen i;P--;;mimaen iverden, ficn im bvettbewert' einer;m taisiqeii Bc?,eiel>niinq;n t'vdieneii, da ne andern- .ialls-i>mi. dem .itiiiidenbreis., an den sie iidi. ivenden um sseriisvrechbnch mehl -met,r asisqr'miden..werden,4-mi neu." . : .;\n einem. llrtrü vmn .25. Tebrnar lOüfl dis., lü-'i,Hab das „i e i.d, s q e r 1 eli t es inr iinchilas.si,q, erllart, wennsdas, Wnblitiliii,, darai" an'- merliain gemacht werde, das; eine inleriiatwnale!L>ersicherliiiqsqesellsel,ast. die in De»liil,tand weschaite betreiben dars, ein interiiatipnates linier nehmen i'ci und unter il,ren Bvr'tands- und ttn'rinaltiiiiqsratsiiiitqtiedern eine Nn;abl vmi Persviien habe, die j ii d i s dj f l i 11 q e n d e "Ji a 111 e 11 ti'oflcn. \jii den jetzt in der Zeitschrift „Die Das Kainmerqericht hat sveben ein Urteil. qc* fällt, das vvn qrvtztcr Bedeiitniiq für t'lnqeneüte. iiisbcsvnderc jüdische 'dnqestellte ist, die ans iviel,- tiqein biriiiide srisltvs entlassen iverden. Dieses ' am 27. Februar t!>ü6 vvm .üai»merqerici>t verkündete llrteil (2b. U. I6Iä bt) ist uvch nicht vervssenl lieht. ' Nach dem Gesetz hat der Tieiistlicrr die B!vqlichkeit, bei wichtiqem Grunde den Niiqestellten. mit dem er einen längeren Bertraq qeschlvsien hat, svivrt chbentlassen, vhne Gel>alls;a'hlniiq iiir die restliche Dauer des Bertraqesd ssehtl dagegen ei» wichtiger Grund fiir die.bntlasiinia des '.'lngeftellten, dann ist der Dienstherr;nr ^nnelia!- tiiiifl des DienstvertrageS für die gesamte vertraglicl,e Zeit verpflichtet, auch ivenn es sich nvcl, um Zähre handelt.. onne dritte B.ögiichleü kennt daS . Gesetz nicht. " D a s tz a in in e r q e r i et, t l ä ,'? t. i e l; t 1 in 2b e .g e der G e s e t; e s e r g ä n 11 n g eine, d r i t t e V v s >1 n g 11 : der Dienstherr ist zwar berechtigt, einen r'lnqestellten bei wichtigem, Grunde sristlvs zu enttasseii, aber unter Umständen verpflichtet, ihm eine angemessene Itebergaugsentschädigiinq zu bezahlen. Älit diesem bedentdeutsch e Volk? Wirtschaft". 1. April-Heit 4vcrö-'cntlichten (üitscheidniigsgründen heitzt cs. ivenn der Hinweis ani den jüdischen b'harakter eines linlernehmens dag, dienen.'ivllc. den eigenen bbeitbewe.rb auf .nvi'.en des angegriffenen Biit-, bewerl'ers zu fördern, 10 ft i dies ein Tfnil nnlaiiteren Wettbewerbs. Die 'Bcliagte könne lieh ii i d,t darriif bernfen. das; es im Sinne nativnalsvtzalisiilcncr bbeilaiiscliaiinng liege, gerade die ländliche Bevvileriiag', vvrc einer wirtschaftliclieii Beeiniliii'nng dnrlch ziidi'clje-.greise. p: bewahren. : Zn ' be'liiümiüi. . inivieweit es -hierzu, einer Zern- .liäjbnng S ciPer. - Berdrängnng jüdischer. . .ll.inerb s.ne.hmn,!ige^i vvm. .Wirli.chaftsmarlte.bedarf, in •' . S ach e c derZ Ss ich a <s r..e g r e r a n g.. und Der' , -.P a r.be.i.H Svwcit diele. .Steltcir,.- bislier -eine Be- , iciiraiifiniq i.ä'entiicher. vder.l iv-irtichciftlschcr BPe-/ ltätigiuiw vöir- Nwlüarierlisfnr-gebvten erachtet.und,• dies in entsprechenden 2llnvrdntziigeirWtzdNrisdriich l gebräclit.' habetzl iV.itt.cii iieces,-nicht, an -Hinweisen' -.dar'a 11 sse!,!eii-s las'en.-„das;, damitsder dlmfang .sd'er '. gebdlenen- Blatznabinen. iiingrenzt.und deren Gr-' weiteriliig durch private Hand imstatrhait sei. l'ierade um. der Dlirchsetziing der nativnalsvziälisl.ischen Weltanschailiing willen könne die Gii'tsci,eidiing darüber, wann, wv and ans welctie 2beüe ne zu verwirkliclien sei, nicht de» Trägern des wirtschastticheii .Uviikurrenzkampses überlassen werden. samen llrteil lehnt das .Uainmergericht die entgegeiigejetzte . Gnlscheidnng des ^leichsarbeilsgerichts vvm Jahre I'ü2!>.ausdrücklich ab und sagt, sie siehe nicl,t im Wege, weil damals vvn der jetzt aiicrkaniilen freieren Stellung des Richters gegenüber dem geschriebeiiei! Gesetz nvch keine Nede ge- Bvu den Gntscheidungsgriinden können in di-esem häihmen nur einige sehr wichtige Sätze initgeteilt Werdens Sv meint da» .Uammergericht. eS fei möglich, einem sristlvs entlassenen r'lngcsretlteii unter llmständeii auch dann eine angemessene llevergangseiitichädigiing znznbilligcn, w^zi die Bvranssetzniigeii des Gesetzes zur 'Wiederhcrstclluiig des Beriifsbeamtciitums nicht vorliegeii: dieses Gesetz sieh-t im ch; l ti bei imbitligen Härten die 2jnhliliig vvn llebergangsgeldern vvr. Noch in der „Znriskisclie» 2bvcl>enschrist" l'.'bü, S. 2!nn, hatte ein bekannter 2trbeit»rechtler, Landgerichtsrat Nvhlsing, die-2lnsid,t vertreten, eine ähnliche Z-esksetzniig einer Uebergangsentschädigung im Privatbetrieb sei unbedingt unzulässig. Das -gaininergericht erwähnt diese Vfnfidjt von Nvhlfiiig, 11m sie ausdrücklich abzulehnen. Der entlassene Privatangestellte, ein jüdischer 1 ^rontkämpier, hatte im Jahre 192Z zusammen m^k einem . anderen Herrn einen, Plicterverein ge» gründet, denen Hänptvvrstand er angehörte. ZM chitire ,nn2 ,>ch!vtz er einen Dienstvertrag mitdem '»licterverciii. wvnach er für, die Zeit biZ Ende,, im;! gcg.rn Geaalt zum - Geschäftsführer bestellt iviirde. Nach am 6. Blarz- 19(33, am Tage nach der illeichskagswahl und mehr als einen Monat- , nach der 2'iachti,bernahme, ivar er einstimmig . zum geschastsfiihren'den.Borstandsmitglied, wieder. qlmiitiuit ivovDch. iX\ui -IKcii ivuröc il)nt lNls tzliilatz der l'Deichichalknng das, Dienstverhältnis / -gelillidigk. .?>>iir der Utage hatte'er fein Gehalt vvn Blai bis 2liigiiit lUZtz,verlangt, das ihm,auch --schön das . Landgericht Berlin, .an. Januar 1934 znge'prvchen hatte. Dieses Urteil wurde soeben^ , Vvm Uainmerqerkclit -bestätigt, nachdem der Recht?» - 'lreit.eniige-Zeit ans Grund de?.Gesetzes über den -Zliisgleich cb,ürge.rls.ch-rechtlicher.Ptnsprliche--bis - zur.- - Gilt'che!d.i.!ng des Rerchsmimskers-des-Jnnerw-aus».,.. geiei-.r worden war. ' .,*• Das- .hainrnergericht geht auch auf-.die-Front» läw.pfereigenschaft des Klagers ein und sagt dazu wörtlich: -, „Hinzu kvinint, das; der Kläger Frontsoldatnnd'verwiiiidet war: das; auck) nach der national» sozialistischen Nechtsaiissassiing solche Nichtarier unter Umständen schonender zu behandeln -sind, ergibt sich unter anderem ans 88 3, Nbs. 2, 15 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Beruss» . beamteiitums." Das Kammergericht wendet also auch die Au?» nahmebestimmungen. die im Berufsbeamtengesetz zugunsten der Frvntkämpser ergangen sind, aus Frontkämpfer in Privatbetrieben entsprechend an. Zligul,stcn de? Dieustherrn ist nach Ansicht des Kammergericht? zu prüfen, ob die Weiterzahlung . des Gel,alt? -als tragbar angesehen werden kann. Dabei war von Bcdentung. das; im vorliegenden Falle der Angestellte auf Grund seines' Anstelliingsvertrageö jedes Jahr 4 Wochen beurlaubt zu werden pflegte, daß er auch hätte er» , kranken können, .ohne dah das Dienstverhältnis ihm mntinaßlid, daraus sofort gekündigt worden iväre. sowie das; sein Nachfolger, der sich erst ein» arbeiten mutzte, zunächst mit geringerem Gehalt hätte eingestellt werden können. Durch die Weiter» Zahlung - de? Gehalts au den Kläger HMe der 2-erein also keiüc grötzereu Ausgaben gehabt, als wenn diese Fälle Vorgelegen hätten öder einer von ihnen. Wie lange eine Aufwandsentschädigung zu zahlen ist, hält das Kammergericht für eine Er» messenssache. Zu dem Urteil des Kammergerichts sei aus eine ältere Entscheidung des Landesarbeitsgcrichts Berlin — 302 S. 802 33 — vom 1t. Juni 1933 lvgl. G.-B.-Zeitung tllr. 45/1933) hingewiesen, die ebenfalls die Grundsätze des ' Bernfsheamtengefetze? auf Angestellte in Privatbetriebe in ähn» lieber Weise wie das Kammergericht entsprechend anwendet. . ' Reehtsamvalt Dr. Ernst Rudolf Katr (Berlin). Uebergangsentschädigung auch bei fristloser Entlassung von Privätangestellten Einzelhandel int Reich A tTENB U R G Kaufhaus M. & 8. Cohn Immer führend A NN ABERG l. jacoty mit. “ ' ' Chaskel Spezialhaus t. Damenkleidung BRANDENBURG a. H. M. Coiitzer i Sülme Das Haus der guten Qualitäten ESSEN ,'IK UD&dlJuhhcLJLJUS Li M B E C.K E R STR.39/43 F R A N K F U R T a. M. EMMA BLUM R E IN ECKSTRASSE 3 Wäsche, Wollwaren, Strümpfe M ü NSTE R i. W. SIE RKRAD E 8 Guten Erfolg bringen Ihnen Ankündigungen in der C.-V.-Zeitung BERLIN QlmuncnnuJe fLuu4^ciutL. Willi btK'.IN L .: V'ANDAUlR . KONI. BRAUNSCHWEIG Das Kaufhaus für Haus u. Küche Sp iel waren und Geschenke BRESLAU B r es Ia u Hauptgeschäft:OhlauerStraße5?6 FaSntuhl. 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