Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 15 (9.4.1936)
- Date
- 1936-04-09
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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V JungeMädels lernen der Mutter helfen fyrnu C. ist tine iirrniimtine Sie weift, baß auch irr den. wie mein so sagt, noch besser ge» stellten Faniilien die ‘JJiiitter es l,ente recht schiver Hot. wenn sie den Haushalt noch nicht erheblich verkleinern konnte und doch ohne Hilfe auskommen must. Das versteht sie auch den Heranwachsenden Töchtern klar.zninachen. die sie während der Ferien lim sich versainmelt, rim sie in die Geheim» NisseDer Kochkunst eiiizniveihen; und tvie gern „nd gilt die, Mädess Das begreifen können! So tragt -nm Beispiel eine,, die zniit erstenmal eine Siippe: .kochen lernte, sv-wrt/ wie sie das? gleiche Gericht snr ihren Brildcr, der Diät leben muß, Herstellen dleberhanpt: ist das Kochen ancht eigentlich eine - herrliche Sache.Mänkann sehr gilt ein ganzes Teil der erlernten Mäthci'natik. Ehemie. Botanik, Zoologie und was sonst noch da.zngehören mag. dabei veriverten. damit man hinter die nahrhaften Harmonien kommt, die sich ans dem Zusammen» klang der Fleische und Gemüse mit den vielen verschiedenen Gewürzen ergeben, die Süßspeisen vom einfachsten Pndding bis zur raffiniertesten Torte zu wohlgereimteit Gedichten machen. Das ist jedenfalls das Ziel — aber vor die Bvllendnng haben die Götter viel Arbeit gesetzt—- so war ja ungefähr der Sinn des alten 'Sprich» Wortes, nicht wahr? Zn diesem Fall sind cs die Götter der Gastlamine. die alles zunichte brennen können, wenn man sienicht weise zu beschränken versteht, die Götter, die auf den scharfen Schneiden der Küche>rmcner ihr unheimliches Wesen treiben, trenn man sie nicht geschickt zu lenken weift, imd viele andere mehr. Sv blitzblank und klar in ihrer nnsaftlichen Ordnung auch die Küche der Frau O. erstrahlt: sie steckt doch voller Geheimnisse und kleiner Tenselchen, die ans jedem Tops gucken und sich sogar in dein riesigen BvrratSschrank zu schassen machen, in diesem echt jüdischen Borratsschrank mit seiner Hülle von guten Dingen, die alle für den Eingeweihteil den Dlist'einer heim» -licl,en Tradition um sich haben, den Duft von Plazzeloksch oder gefülltem, Freitagabendsisch oder Scbalet. ' lind zivischeu all dem hat man's natürlich im Anfang nicht so ganz leicht, wenn man eins von diesen frischen jungen Mädels in« besten Backfischalter ist. die in den iveiften Häubchen, den weiften Kitteln mit der Strippe am Gürtel> an der lustig Bestecke iiiid Topflappen her-timbaumeln. und mit -ihren sehr wichtigen Gesichtern so reizend aussehen. freilich: Trau O. arbeitet ja mit einem Messer, das noch ans der Ausstattung ihrer Groftmutter stammt livie viele der guten iliezepte übrigens auch Hund das wahrscheinlich all seine Arbeiten schonaucavendig kennt, tvenngleich es natürlich auch vom Alter etivas mitgenommen und nur inehr, den vierten Teil so groß ist tvie in seiner langvergangenen besten Zeit: so wirkt sich eben bei Nlessern das Alter ans. tllber nur die Geduld nicht verlieren — und diese Gefahr scheint weder bei der lehrenden noch'bei den Lernenden zu be» stehen, denn cs geht alles in größter 'Ruhe vor sich — abgesehen freilich von dem Geschwätze und Gekicher, da-? ja zu diesen Mäde.ls gehört wie ihre jungen, frohen Angen. - lind es ist noch nicht einmal iimner grundlos. Man stelle sich-folgendes vor — es ist allerdings X >.«°u°chuiiv,ig8leinmetr \ Nürnberger Str. 56 (neben Woolworth) änfter't schwer zu beschreiben, aber es sei versucht: Gin Befehl vom Kopfende des langen Küchentisches: ..Hühner rays!" Gelächter. Papicrgeraschcl und bald liegt , vor .jedem der Blödels ein Huhn, mehr oder minder goldgelb von Fett. Am nächsten Tag muft es in allen Familien, deren Töchter hier versammelt sind. Huhn geben, weil eben das Zu- , bereiten gelernt weiten soll. Gut. Zuerst also das Ansnehmen. Mancher Seufzer Des Mitleids, tvird Dem -.Bortührhuhn" geweiht, das sich imtpr , den knndigeti Händen der FrauL. in seine -Einzel» ' bestandteile anslöst, damit die Mädels auch von. der Anatomie Die.nötige Ahnung' bekominen. Aber -dann wird doch das Mitleid besiegt von Interesse, Eifer, wie mait Das ,nennen mag. Die-Messer setzen sich sehr-zaghaft, selch ungeschickt noch.-in Be- . - wegnng. Das Abziehen der -gesenglen Füße ivird bei manchen der Mädels tvie eine Pcdikürcbehand» Inng. „Haha, die, Suse hat be>i ihrem Huhn am Brnstbeiit nachgefühlt, obes noch Eier hat!" Großes Gelächter — aber noch nicht das größte. Denn die kleine Tunkelbloiide an der linken Ecke des Tisches war gar nicht zaghaft und hat dort, wo beim Huhn einiges entfernt werden muß. ein wenig viel entfernt — min. sagen wir es ruhig: sie hat das ganze Achterdeck glatt uiid erbarmungs» los abgeschnitten lind das, was einmal ein Huhn war. sieht jetzt ans wie eine Bahnhofshalle en miniaturp. Und als noch die Aachbarin dieser grausamen Ehirnrgin ..all dies Gelbe" rauszn» nehmen versucht, womit sic das Fett meint — da Mtlft Frau O. schließlich doch das Ruhesignäl geben: ein sehr deutliches Aufsetzen des T-eckcls auf einen Topf. Tenn bei allem sichtlichen Spaft an der Sache darf schließlich der Ernst' nicht vergessen werden. und er kehrt schnell wieder, als die Mädels sich in ihre kleinen blauen Hefte einige besondere Tricks anszmchreibeit haben, die ans Der langen, teilweise auch schon von Grvftmntterszeiten herstammenden Erfahrung gegeben werden, und die Doch besonders zeitnah sind, da sie die Gesichtspunkte der Kosten- und Zeitersparnis wesentlich berücksichtigen, sei es in bezug ans Einkauf des Materials. auf die-Handhabung der Geräte, die, Behandlung des Geschirrs öder schließlich die Pflege der Hände. Gummihandschuhe? Nein, es geht so und man muß den Fingern durchaus die Küchenarbeit nicht auseheu. wenn man erst mal richtig Bescheid weiß. Manche Mutter mag Gefahr kaufen, einen Teil ihrer Autorität einznbüßen. wenn zum' Schluß, während man die Erzeugnisse der jeweiligen Koch» stnnde gemeinsam verzehrt, einstimmig natürlich! — festgestellt wird: .So gut schmeckt's bei uns zu Hanse nie!" Aber die Mütter werden sich zu trösten wissen, wenn die Töchter ihnen bald mit all ihren neuerworbenen Kenntnissen, eifrig zur Hand gehen. Hilde Marx. der Israelitischen Kattenbauschule in Ahlem ist eine Mädchenabteilung ins Leben gerufen worden, die bereits bis zum Jahre 1921 bestanden hatte. Jüdische junge Mädchen werden im Haushalt. Küche und Nähi'tnbe. ans dem Ge» flügelhvs und Im Gemüsegarten so ausgebildet, daß sic später überall Arbeit und Brot finden oder einen eigenen Haushalt führen können. Es ist für die Ausbildung in allen Zweigen der ländlichen und städtischen Hauswirtschaft gesorgt. Diese Ausbildung nunaßt zwei in sich abgeschlossene Jahre, denen nach Begabung und Wunsch ein drittes Jahr hinzngefügt werden kann. Aus den Familien Martha H e i m a n s o h n (Tangcrhüttc Altmark> feiert am 10.-April ihren 75. Geburtstag. — Hugo Schlesinger (F'rankstirt a. Bl.) wird am 15. April b0 Jahre alt. Mar Hirsch, StettinMitglied des Bor» standes"der Ortsgruppe Stettin und des Landes» Verbandes Pommern des Eeutral-Bercins, vollendet am 22. April fein 75 Lebensjahr. —- dl in 1. April ist Rudolf Kl e stad t ,aus B ü r e n Der 20 Jahre Boritelier der jüdischen Gemeinde und langjähriges Mitglied des Eentral» Bcrems war, nach Düsseldorf verzogen. Der'frühere Direktor der Siualco-A.-G., Tel-. ,.mvld,' Eärl - B o g e ist von- T e l m o l d . nach /-Frankfurt a.- Al. verzogen. - Die, Gemeinde ..-Det»c mvID veranstaltete ans. Anlaß, seines Scheidens - einen AbschieDsgottesdienst. Der erste Borsitzeiide der Ortsgruppe Herford des 'Eentral-Bercins, Erich Hvffmann. richtete Worte des Abschieds und 'des Tankes an den Scheidenden. Albert F r e u d e n t h a l legte anläßlich seines , Wegzuges von B o d e n s e l d e scii, Amt als Vorsteher nieder. Er stand 25 Jahre.lang an der Spitze der Gemeinde und nahm deren Angelegenheiten mit, licsviiderein Interesse wahr, getreu der ihm überkoinnienen Tradition seines'Hauses, in dessen Händen das BvrNeheramt seit 120 Jahren lag. Die Geineinde bedauert seinen Weggang um so mehr, als sie. mit ihm nicht mir ihren Borsteher, sondern darüber hinaus' ein besonders wertvolles Btitglied und einen treuen FrennD verliert. In diesem Sinne sprach Lehrer Singer (Northeim) dem scheidenden Borsteher im Festgvttesdienst den Dank der Gemeinde aus. Zn seineM Nachfolger wurde Nathan Ka tz gewählt. Kürzlich wurde der neue erste Kantor der Svna» . gogcngemcinde G t e i w i tz. Josef, G r a b v w s t i. durch den Bvrstelier. Instizrat Kvchinann, feierlich eingesührt. Grabowski steht im 25. Lebensjahr, er ist ein Schüler von Oberkantor Blagims Tavidsvhn, Berlin. L. Rabbiner Dr. Sänger: Die Juden in Amerika In der Gruppe Westend des Jüdischen Frauenbundes sprach ,Rabbiner Tr. Säuger über „Die Juden in Amerika". .In äußerst lebendigem- Bortrag schilderte er — der kürzlich ciiie . Neise durch Amerika gemacht hat — die geschichtliche Entwicklung des ainerikanischcn Indentiuns, seine soziale Gliederung und religiöse Einstcllnng. rmd behandelte zum Schluß die Fraae einer Auswanderung nach Amerika. - Die Einivandernilg deutscher Inden wurde 178:j mit der Denkschrift eines dcinschen Iiiden eingeleitet, der die Bitte vorbrachte, 2000 Familien den Ackerbau in Amerika zu gestatten, Eine Grnvpeneinw'andernng Dieser Art oder in Noch iveit größerem Maße, so wie spater die ^osteuropäische war. kaiin^. heute nach Ausicksi Dr. Saugers vei der auch , in Amerika bestehenden Arbeits-. Ivsigkcit nicht inehr in Betracht s koinmen./ Trotzdem ist aber im Augenblick Am«-rika. und' vor altem der dllcste», nach Palästina das größte Einwanderniigslaiid. besonders für junge Bienscheu. Immer'ivicder sielen die in Statistiken genannten deutschen Namen anierikanischer Juden ans, ein Zeichen Dasür, wie starken dlnteil die jüdischen Einwalidcrer ans Deutschland in Wirtschaft. Kultur und Wissenschaft geivvnnen liaben. Heute wird auch - in Amerika der Wirkungskreis für Inden erheblich enger. Der Nedner verstand den Gegensatz zivischen der dünnen Oberschicht der hohen'. Gesellschaft und der dichten Blcnge- Die sich um den East Broadway drängt, ebenso gut .zu zcich- S€IHIA€iKI»l€l&I -chachaufgabe Rr. 60 3. Rotrnstcin (Berlin) , Matt in zwei Zügen / - Wci5s: K;i2, DfS, Ld3, Lt-5, Srilö, Se7, Ba;v . r> ■" G> Sfliwari: Kf5, Th7, Th3, Lh5, Lei,. Sa8, Sp3. La 4. c7 .1.9; Lösung der Aufgabe Nr. 59: 1. <12—(14 ulrohend lic7—e5 niattV .... f7—fi;.' 2. i >ü7—c7 matt . .. I.)i!-fG, . 2. I)"7—h7 matt .... >-5X>I I. 2. I )p7—rl4 matt .... e lX'I-'l en s.a^ant. 2. Tc-3—e4 matt .... Si-l—fri l>2w. I>e2Xc2, 2. Dg7—g4 matt .... l',-2—Ü5, 2. Sb.’l—<12 matt .... SaT—c« 1 »zw. TeS—e8. 2. Sb3Xeo matt. Auf 1. l>i-7XfT f *!<rt Ke4—c5! Schachausgabe Rr. 61 ' von Gerhard Lewgohn (Quedlinburg) Selbstmatt in vier Zügen Weiss: Kal, 1 >1>7, Tc6, Lbl, Be4, f5 (6) Sehwarz: K.i3. La4,-fl> t3j Ricbtigc Lösunaen der Ausgabe Nr. 59 gingen ein, , von: Frau Tilde Lldter, Tierarzt Atar Koschmtnskr (Landrbergs, Atar -Lehmann oAördlingen>. Atantred Lindaner cAtiiiuheni, ,Narl Bechhvser, Lothar Lchönthal (Nürndergi. Karl dtußbauin (Aheydti. Julius Eahn - «dteuwiedi. Tr. rneü. Meverbos' (Rotenielsi. L. Blehrl'änder iKviiitadt'. Ocki. Lindner (Burgkunftabt>. Adolf Schuch. Julius Lcivy ,Breslau/ Jacob Baiiiberger, Jacob Baiiuianii <Kölnh Gottfried Ginnbel StullgarN, Hans Lteinberger (Bavreuthi. Sicguiui'.d HAunerlih i'Gießen'. Ella Rüben (Bünde Loiiis 'Lewiii'vhn. Arthur Liebert. Georg K. R! Israel, Hans Eviiu, Auaenarzt- Tr. Ezelliher, Iuitizrat Kurt Zacunet, Walter Iveliohn, Saintätsrat Tr. S. Touike, Tr. Herbert (*. Hirschberg. Rechtsanwalt Tr. Herbert Fraenlel. Willy Michaelis, 'Arthur Eiieiiharbt. cBerlii". Weitere richtige Lö'uugen der Aufgabe Nr. 58 gingen ein von:' Ella Rüben .lBünde'. (nevr'g K. R. Israel (Berlin), Rechtsanwatt Tr. Ernst Bvchm nen wie die Berichiedeiibeiten unter den religiö» fcn Gruppen der Reformgemeindc^- der Konservativen und Lrthvdoren und die Uitgcivöhutichfeiten und oft Taft Kuriositäten etwa des Gottes» , dieunes in der ..Free Shnagogue". Herzlicher Dank Der .zahlreichen '-Hörerschaft wurde dem Redner für feine reichhaltigen Ausführungen zuteil. H. M. Linie Reis- und St'jabtilinen-Anpslanzungcn dienstbar gemucht werden., Ziveintal werden inzwischen wieder Gepäck und Pas; inspiziert, -aber es ist inehr Formsache? in fünf ''JJiimitcir ist alles erledigt. Roch eine R'acht auf dein Festland ist zu -überstellen, eine Nacht, die nicht selir'ruhig ztt werden, verspricht. In langen Reitien ftelieu die ans den Sesseln hervvrgezogenen Betten. Es lvird nie ganz dtmlel. iinliler Hastet -jeina'.td dnrcl> den ßtanm. Dort wird geilüstert. dies nitd jenes verlangt. Schlaipntver hilft endlich darüber liinweg. . Ant nächsten Bormittag ist Fusan erreicht. Tie .lui'im Es geht miss- Schiss. Brennend gern 'würden' tvir die Koreanerinnen oder Koreaner in ihrem weißseidenen Staat mit den für die Männer typischen schmalen-'schwarzen Zhlind'erhütchett photograpliieren. aber am O.uai ist das Zücken des Apparates verboten. Befestigtes.Gebiet . . . 'Hafeitanlage. ' hRntng liegt die See, .nur am Spatnaelmtitlag mied sie Hervegter. Es setzt Regen ein. in der Kabine gelingt es mir sogar, ein bißclien zu nhlafen. Es ist.gerade so. als ob ich vorausgeaimt hätte, daß mir noch e.ne'schtas» KvseTR'aeht blü'lieit sollte. , Ankunft in Japan Abends '-•> Uhr — Anknnst in Japan -- Einialuck in _^li;innvioffi.. Stromenöer Regen. Ilm,'.!» Uhr geht mein Zug nn-iter. Um -O-K Uln' kommen die japanischen Behörden an Bord. .-Fast eine Treioiertelslunde dane.rt die Unterhaltung, denn die Aendernnc. des Beruies-will auch liier erklärt sein. Uiid vieles andere noch dazu, ivie in Nlandschnkno. Zehn Biinnten vor Abgana des Zuges lverlane iell, das^MfTTMomilie' nalnrlich keilte Bettkarle -mehr. Ich .kann .mich auch nicht ml)! versiaudlich macheit. bin znm. crilenmal ganz, allem. Kurz entschlossen packe ich meine , diversen Gepäckstücke sckmell selbst ii den Zitg. lasse mich, lmndemude. irgendwo nieder. Aber noch bin ich nicht lnir selbst überlassen. Ein baumlanger Japaner-Journalist stürzt auf mich zu', überreicht 'mir seine Karte, in , japailischen Schristzeicheil, die ich -natürlich nicht .entziffern kann: er nberhänst mich mit Fragen: eine junge Tame kommt diesen weiten Weg hierher ganz allein, wieso, lvesllnlb. wozu., wo ich ivohnen werde, bei wem, in welcher Stadt. Wenn ich nicht so furchtbar müde gewesen wäre, wer weiß, vielleicht wäre ich mir „höchst wichtig" vvrgekommen-. Aber so konnte ich einfach nicht mehr Rede und Antwort stehen, und er müßte ein Meister seines Faches.gewesen sein, wenn-er ans meinen zwei' Worten' eilten Bericht znsammengezaubert haben sollte. Endlos scheint diese Nacht, sie will kein Ende nehmen. Kerzengerade gehen die Lehnen in die -Höhe. An ein begiiemes Anlehnen ist nicht zu denken. Bon Sttmde zu Stltnde sehe icch nach der Uhr. versuche mir gut znznreden. daß ja .am trächsten Nachmittag, alles überstanden ist. nnd daß es daitn irgeitdivo ein Bett gibt, ein .richtiges breites Bett, das nicht hin nnd her schankelt. -in dein man liegen kann, ach, Io lvunderbar beguein liegen . - Also doch eingeschla-sen! ' Kobe lind Osaka hat der Zug inzivischen passiert. Khoto, Nagona präsentieren sich, im strömenden Regen. Toch zeigen ne. sür mich neu, die für Japan lnpischen Wohitverhättnisse: Keine Wohnhäm'er, keine Wohnblocks — man lebt im e t g e.n e n Hans' mit Garten^ Ungeheure Alisdehmmgen haben daher die Städte. - Unausliörlich prasselt der Regen nieder. Zlvei Stnndcn vor meinem endgültigen Ziel etioa läßt der Blick — ans der einen Seite ans den' Paci'ic. aus der anderen Seite hinauf ins Ge- _b'i'-T' - tviii; f.-Ijii-.-ljr.iui-OlXtti:!:--. die Sckiöii- 'Scheit des Landes ahnen.' Jedes- Fleckchen Erde scheint hier ansgenützt zu . sein, lleberalt wird Reis angebant. ans jedem Hügel'sicht'man Anpflanzungen. Tunnels nnd wieder Tunnels passiert, der Zug. Das Wetter hat kein Erbarmen. Grat: .'und trübe liegt das Bcecr.da. grau ttnd trübe wölbt sich der Himmel über das Land. Ich kann mir nicht vorstellcn, daß meine: Reise überhaupt mal ein Ende nehmen,- kamt . . . aber endlich, endlich, endlich kommt doch die Stunde, die einer vierzehlitägigen. fast linnnterbrockieiien Fahrt ein Ende macht: Bahitstation Tokio. Den Opfern der Röntgenologie Bor der Röntgemtation des Hamburger St.-Gcvrg-Krauk.utliauses wurde ein Gedeuksteiu sür die Opfer eutbüttt. die die Strableiiiorsc-iiiiug in der ganzen Lbett gefordert bat. Der Feier wotmten .zablre.ickle Äerzte und Forscher aus Deutschland und aus zebu fremdeu Nationen bei. Für die deutsche NöutgeugcseltschaTt. die dcut Gedenksteiu setzen ließ, sprach Professor , Dr.. F r i ksBerliu) Worte des Gedenkens aü alle, 'die im Dienste der Forschung und Der Aiuveudung der Rvitgeiiftratileit starben. Im N'umei! des llleicltsärzteführers ivies Professor Dr. Hvlzmann darauf bin. daß sich unter den Opfern der Strableuforschtlug Aiigebörige jeglichen Standes und Berufes, jeglicher Nation und. jeglicher Naue betäube». Dafür, daß sie tl)r Leben gegeben bätten. damit andere leben könnten, danke ibneu Die gesamte, deutsche Aerztesrbatt und..das ganze deutsche Volk. Für die Vertreter des-Anstandes sprach der 80jährige Professor Böetöre (Paris). Der Stein trägt die Inschrift: „Deit Röntgenologen und Nadivlogen aller Nationen. Aerzten, Pbbnkern/ Ebemikerii. Technikern. Laboranten und Krankeiischivestern welche',ihr Leben, - znm Op'er brachten int Kampfe gegen die Krankbeiten ihrer - Biitmenschen.' Sie wären , beldenmniige LVegvereiter für, eine erwlgreickje nnd gefahrlose Anivendnng der Röntgen- und' Radinmürahten in. der Heilktilide. Unsterblich in der Toten Tateiirnhin. Die Deutsche Röiitgengesetlschast." Ans -dc-r'--Rücksel-te-dc-.> Steins ftnd fotgenoe-Nällien e-iir-- gemeißelt: , tstcampora. Atbers-Schönbcrg, AgoNino. Bäcker. Bäer. Baeljer, Barrois. -Barbey.^Banernschiiildt. Blackall, Bergoitie, Sch'.vesler Blandine Köln. Blanche. Bvilean. Bvine. Bvisnörc, Boniiiot. Brejcha. Bruce. Berleinont.. Bvulie. Bourdon. Eaiter. Eaillods. Ebanssonr. Ealdwcll. Eardona, Earö. Eamazo. Ehapörvn. Ehabrv. Etansen. Eoppvla, Enrie, E.zepa. Tanne, Talch. Tatitmitz. Demesander. Demönitron. Dill, Tirlam. Dodd. Degvney. Destvtp Dnmont. Döhan, Tvminn!. Drentuß (Ferrara l, Dneretet. Tnervgnet. Elischer. Farago, Fernandez. Fischer lKopenhagcnl, Foivler, Freud (Wienf. Funk lBertin). Fuchs. Glidden. Giesel. Schwester Glvssinde Metz. Guilloz, Green. Hall-Edwards. Harlt- (?), Hauer. Heber. Holzknecht, Hops. Holzwarth. -Inianti, Iangtas. Mc. Intofh, Iedticka. Karräbian. Ktittgiiiß. Krouchkoll. . Knvch. De'kcating-Hart. Ledvn. Lee, Leonard. Levn-Dvrn, Lombard, Lörnbäck. LvNer. Ltibena. Blaelett.' Blalmuac. Menard. Meyer. Blertens, Blelvtlte. Morrison. Btorlet. E. H. F. Blütler. N'ordcntott. N'ninai. Opitz (Stettili)..Pen» natv. Pnthvmme. Pirie, Pia na/ Radguet. Raslon - Ntetfen. Rhens. Riddell. Richard. Rofenblatt (Odessa).-R<'barts. Schnnrp'eil, Schrei»' Der. Schuhmacher Schroeder. Simms. Simon, Cimvnyi. Snow.- <7oret. Spenee. Steiger, Suqnet, Tanteigne. Tirabofchi, Bio!, Wagner. Wagner. Walsham, Wiedmann. Wichclhans. Wilivn,, Williams. -H. tlllolsf '(Potsdam >. Ans Amerika: Abbe, Baker. Bnchanan, Eg'clhvn. Iaevtti. Early. Krauß, Ketls, Lyle. Eäbällero, Weigel. Thomas. Fleisch» mann. Tilkin. Gatterhe. Nlonhonse. Bauer. Friedlander. Swett, Pivuell, Hvnse. Zumpe, (Berlin). Parkcre Tcetcrsayt. Reichsausstellung jüdischer Künstler im Ju» dischen Museum zu Berlin. Das im Reichsverband jüdiicher Kulturbünde'begründete Sekretariat sür bildende Kunü veranttaitet in Gemeinsck>-ist mit der Künstlerhitie der Jüdischen -Gemeinde Berlin, der Reichsvertretniig der Juden-..in Deutschland nnd dein Jüdischen Museum eine Ausstellung von Löerken jiidischer Künstler im Reich, die am Sonn» tag. 26. April, in den Räumen, des Jüdischen Ntnsenms feierlich eröünet wird. Es werden Arbeiten von Künstlern ans Breslau, Dresden, Düncldort. Frankfurt a. Hamburg. Hannover. Köln, Manaheiin, Plünctien. Stuttgart gezeigt. Die Berliner Künstler haben im Interesie ihrer Kollegen in den anderen. Städten diesmal aus eine 'TBDtril'rgcu.g an d-ec-Frühjahr-:-ausstellnng verzichtct.- In Paris kam der zweite Band der Mc» utoiren von S'traivinsky unter dem Titel „Chro- .niquep de m:i vie" heraus. Atit großer Anerkennung spricht der berühmte Komponist von den Dirigenten Toscanini, B r u n o Walter. Krempe rer, die er auf seinen Konzertreisen leunenlerntc.