Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 14 (2.4.1936)
- Date
- 1936-04-02
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Statistische Notizen Berlin ' 2!<ifinücf)i' Amt her Stadt Berlin hat in diese» Tagen das „Statizti,"che Jahrbuch N'4'." heraiisgegeben.;'»» .»«apitel „Sonstige Religivn«- gemctiisct>nste»". das sich in seinen Anqadeii aus Mitteilungen der Rxligiv-nsgemeinschafteit stützt: finden sich auch fidlen über die Indische Gemeinde Berlin nach dein Stande .vom l. Januar I -4 4. Danach tvol)»t.en au diesem Stichtage. gemäß einer Schatzung, i (>:i 000 Glaubenssnden in Berlin. Tie Zahlder" Shnagvgen wird mit 1 *i, die der Versammlungsräume für gvItesdienstliche-Zivecke mit - "."» angegeben, 1.7 geistliche und 4 Hilssgeistliche »vnrden-ermittelte Inn gesamten IahrI044 fanden 470 ■. Alonftrumtiuneu, 4*0 religiöse Trauungen, "l-!- Bes!attnngen init kirchlicher Begleitung siatt. Tic Zahl der Austritte aus-der (Gemeinde betrug indemselben Zeitraum r»-jl. Besondere Zissern sind für die Gemeinde 'Addas Iisrvel <JOO Mitglieder. 2 Spnagvgen, 2 Geistliches und die Gemeinde Spandän «">:»»; Mitglieder, l Spnagvge und je 1 Geistlicher iind Hilssgcststlicher) genannt. Tie Zahl der rein-jildischeu E h e schließniigen betrug, nne aus dem stapitel „Bevölkerung" ersichtlicli, int Ialsre 1 l> -4 4 l<)2.";; In demselben Zeitraum ivurden 471 Ahschehen geschlossen. einschließlich der Ehen zivischen Inden und stvnsessions- . lasen. Um aber zu einem brauchbaren Vergleich zu rammen, nuist man berücksichtigen, daß in Wirklichkeit 2>>.'.l> rein-jüdische Ehepartner diesen :'.7I jüdischen 'Ahschehepartnern gegenilberstehen. Aus rein-jüdisch-n Ehen gingen 47-4 .strüder. ' d. (». 22u st naben und 'Mädchen. hervor. Tie Zahl der -stiiider aus Atifchehen dürste bei INN liege». Ter geringen Gebnrteiizahl steht eine tjofje Sie r b e z i f s e r gegenüber: sie betrug im Jul,re 1044 iiisgesanit JlüI. Bemerkenswert ist auch die Schnlstatistik." Tanacli gab es: am l. Mai 10-44 in Berlin >.)>»«» jüdische S ch ü l c r an den bssentlichen höheren .Unäbenschulen. am I. Mai I0:!:> „och 4207. Zür die Mädchen lauten die e-itsprechenden Ziffern l-JöfS, und -717». Tie städtischen Mittelschulen waren von insgesamt 2>>4 schillern <1044: ."1771, die städtischen - Balksschulcn van 4<il4 ist-NI>, die städtischen Landerschulen. d. h. die Hilfsschulen, van 114 <I24) Schülern besucht. L 6 h. Bamberg Jur die Bevi'llerungsbewegung einer basterischen Mittelgemeinde sind Juble» kennzeichnend, die die Veränderiingeii innerstalb der Israelitischen .stnltiisgeineinde Bamberg angebe». Tie Gemeinde zahlte im Jahre >vM 07. Leelen. 10-44 und zählt gegeninäetig 7-'i.s Personenb In den Ialiren I',»!!, lintl und i:ir* wurden insgesamt zwei Geburten verzeichnet, denen Stcrbcfälle im gleichen Zeitraum gegennberstelien. ^»nnlreinr Tas Ial,r I weist sür die Blaunbeimer silbische Bev.atkerung einige bemerkenswerte 'Aendcrungen gegenüber den vorangegangenen Jahren ntis. Tic Zahl der G e b u r t e u «I04:ist 12: 1044 1U> ist aus angestiegen: damit ist nngetähr die Ziffer des Jahres t','42 erreicht. Tiefe Zunahme dürfte zum Teil auf die Zunahme der Eheschließungrn iin Jahre I'.nN znrückznsühren sein. . Demgegenüber gab es >04."» w Tvdesfäll e^ Heber drei fünftel betrafen die Altersgruppe zwisci^n stst und nt». Ialiren.. über ein Ittnstel die zwischen 40 und <»u Ja streu. In der Altersgruppe "über Ialiren waren ebeusaviele Stcrbeiälle zu verzeichnen >vie in der Altersslnse van st-bis 40 Jahren <>^ Prozents. Tie G e s a in t z a l, l der Manul,cüner jüdischen Bevvlkeruiig. liauptsächlich durch Atlsivanderuug »veiler znrückgegangen, betrug Ente lnn."> ."»üstst. Zwar stieg die Geburtenzahl. bezogen aus die Ge famtbevblkeriing, von - aus 4 rvm Tausend, gleichzeitig aber erliblite sich die Sterblichkeitszisser van j:t.s v. T im Ial,re lüüt aus u> v. T. im Iabre t'.'üa. Ter Tier b I i ch fett s ü der schm st war also genau so groß wie iin Iaßre 19-",4.. nämlich v. T. Tie (£ () c i cl> l i e ßu n g e n sind zalilenmästig von .">ü im Ial,re IüN4 auf 42 im Ialire tw!7» gestiegen. Bei den Bl i i ch eben ist ein radi- , kalcs Ab sinken sest;ustellen: mir eine van den 42 ge» schlassenen bßen mit iüb.ticT>cn (chepartnern war lst!- eine. Mifchebc. Ter pro',cnlnu!e Anteil der Mischeben an der Ge'amt ial,l der - geichlvnenen .bsten (Ist:;:;-. 44-Präsent: lüül: nach -st Pro senk »ist lüstü auf -.4 Prozent gesunken. -i)r. S. B. Aus der wissenschaftlichen Welt Professor Josef Jadassohn . Var. einer Wache ivurde die .ärztliche Welt, durch -die Aachricht ilberraschr.: daß Pratesj'vr Joses J a d a s s v-b w. der. bis zu seiner lfmeritierung Ordinarius der Termatvlvgic a». der IluiaerstZät Breslau war, in.Zürich/wo er zulcstt bei "seinem .- Saline lebte, im 7.4..-Tkebeusjahre van einem aualvvlle» beiden -am Auschlust au cluc Operatiau durch - den Tav erlast ivardcu ist. Diit il)m ist. ein.Manu dahiiigegaiigeu:' der' nicht nur eine Zierde seiner Wisscuschatt'gewesen ist, sviideru der walsl auch nach dem Tvde T a r i e r s den - gräßteu iuteruativnaleu Namen in der Termatvlvgie hatte. Gibt es dach in dieser kaum ein Gebiet, das er nicht in mikroskopischer. thevretischer und praktischer Beziehung bearbeitet und bereichert hätte. "Seine, zahlreichen, wissenschaftlichen Vervffentlichungcn ansznzählen. " ivurde zu weit fuhren »Nd den Nahmen dieser kurzen, schmerzlichen Mitteilnng überschreiten: erivähncn möchte ich nur. daß er der "Herausgeber" des : grasten, dermatalagischen Staiidardwerles: „diaiidbnch der Haut- und Geschlechtskrankheiten" war, lind daß er Geschäftssührer iiiid später nact, Messers Tvde-Präsident der ..Teutschen Gesellschaft mir..Bekämpfung der Geschlechtsfraiikheiten" und Mitherausgeber des Archivs für Termatvlvgie geweien ist. stein interne-r oder intermativnaler Termatalagenkangreß fand iir den lepte» Iahrzehntci, statt, bei dem er nicht eine . hcrvvrrageiidc Nahe gespielt hätte. Iadassahn ivurde am Ist. September 1 stJH in - Liegnist gebaren lind erhielt seine dermatvlvgische Aiisbildnüg bei Prafesjar A r i st e r in Breslau. Tie Stelln'ng als erster Assistent der Universitäts- Hautklinik verließ er, um die Ikeitliug der dermatalvgischen Abteilung am Allerheilic;enhvspital zu übernehmen, tum wo ans er als Ordinarius für Termatvlvgie nach Bern bertifen wtirde. -bier wirkte er lange Jahre tmd erivarb. sich durch seine erakten 'Arbeiten den glänzendsten tvissenschastlichen, Namen tmd eilten Weltrns. Aacl, dem Tode tum Neißer ivurde er denen Nachsvlger m>i dem Vehrstnhl in Breslau, den er bis zu seiner Gmeritiernng innehattc. A»S seiner Schule gingen zahlreiche "Aerste hervor, die später selbst hervvrragendc Termatalagen wurden, wie - B l v ch in Zürich. A' a e g e l i. A r n d t und I e s; n c r . der spätere Nachfolger van Iadassahn. Ter Tod van "'.'Iadassahn bedeutet einen schivcreit Verlust inr bie Wissenschatt, die mit -ihm riiten ihrer Besten verloren hat. Dr. Ucorg Seegall. Professor Gotthold Herxheimer Prviessar Gattl,ald wrrlieimcr, bis 1 üw! Prasektar am strankenhans in tiüiesbadc», starb ans einer Aciie in tiapstadt. Herrheimer ist dnrch die zahlreichen "Arbeiten, die seiner Ileder entftantiiteit.. und durch miete Vorträge und Referate bei den Vertretern seines Jaches sehr bekannt und geschäht geivesen. Darüber hinaus war sein Name vielen "Aerzten tmd Studenten wohlbekannt,, denn er hatte den ..Griiiidriß der Pathvlvgischen Anatvmic" van Schmaus seit desieit Tode heransgegeben. Ter „Schmans-sderrheimer" gehört dadnrch, daß ihn sein Herausgeber bei jeder seiner zahlreichen Anstagen, die das Werk bis hetite er-, lebt hat. auf den.neuesten Stand der 'Wissenschatt brachte tmd durch seine eindructsvolte. klare Tarftellting. ergäitzk durch ein hervorragendes Bildmaterial. zu den klassischen Lehrbüchern, der Pathologie. Herrheimer war int Jahre >!>ü'- Vorsipender der Teutschen Pathvlogiichcit Gesellschaft. . «.8. Professor Or. Opet 70 Jahre alt Aml: 'April feierte Proscsiar Tr. Otto Opet seinen '7«>. Geburtstag. Opel, ein geborener...Ber- Uner. verbrachte seine Studienzeit in Berltm, habi- Jitierlc sich ur Bern, tim dann nach stiel überznsiedeln, wv. er lange Zeit" als Privatdv.zent "b.z>v, .... als qnste'rvrdentllcher Professor, in den letzten:. Jahren als Ordinarins Rechtsgeschichte iind bürgerliches Recht lehrte. Im Stndiensahr ivar er Tekan der juristischen, fsakuttat der Universität stiel. Opel ist der Verfasser von Werken ans vielen Gebieten der Rechtswisiensäiast.' vor allem ans.dem Bereich desIIamilien- und'Namenrcchts tind des Theaterrechts. Annäße ans, seiner Heber sind in bedentenden ,Iachzeitschristen erschienen. Opet zählte zeitweilig auch zu den Mit- . Herausgebern des Archivs für Nrheber-, ^ilm-mnd Theaterrecht. 4!4I!) veröfsentlichte er eine Schrift über den Schutz der nationalen '4Niiidcrheiten. Seit feinem Ansscheiden ans der akademischen Lehr-, tätigkcit lebt Prosessvr Opet in Hamburg im Ruhestand. . E. (j1. L. Ehrungen für Professor H. Tiktin Im rumänischen Senat hielt der frühere Ministerpräsident Nicvlae Ivrga, -der bedenteiidstc Vertreter der rumäiiischen Geschichtsivifseiischaft, dem — wie in der vorigen Numiner gemeldet —vor kurzem in Berti» im -M, Lebcn-sjahr verstorbenen jüdisch-rnmänischen Philologen Professor v. T i k t i n einen warmen Nachrns. Tie r n nt ä it i s ch e A k a d e in i e der W i i - s e n s ch a s t e n ividmete ihm eine feierliche Gedeliksitznng. an der zahlreiche Mitglieder der Akademie. an ihrer Spitze der Historiker und frühere Ministerpräsident Professor Ivrga lind Minister N i st o r . teilnähmen. Ter Präsident der 'Akademie. Professor Radnlescii Motrii. eröffnele die Sitmiig mit einer Ansprache, in der er die ansierordentlicheii Verdienste des Verstorhenen um die rumänische Sprachwissenschaft hervorhob. Ginen Vortrag über die Bedeiitnng des ivissenichaitlichen Werkes TiktinS hielt Professor Ivrga. Tie Akadeniie hat beschlossen, einen Betrag, von I iiMHi» r.'ei für die Veröfsentlichmig des iviüenicliastlichen N'achlasses Professor" Tiktins zur Perfil gung zu stellen. Aus den Pamilien Gngeii Hofsmann (Berliii W ."!>>> wird am 4. April «ist Jahre alt. — Iran Sale Gtnnpel geb. Laser «Berlin» begeht am 4. April' ihren so. Geburtstag. — Gustav Wolf «Tüssetdvrf) feiert nur 7. April seinen 80. Geburtstag. linier sehr starker Beteiligung ivurde in stassel Lev Lazarus zu Grabe getragen, der über , zwei Jahrzehnte das Amt eines Gemeindeältesten bekleidete, iodann zehn Jahre das des .greisvvrstehers. Des Verstorbenen öffentliches und privates Wirten und Helfen für die Armen war vorbildlich. Ter (5.-V. verliert einen alten trenen Irennd. ' Rioritz Badt, der langjährige Vorsitzende und Gründer der Ortsgruppe S ch ö n Gt n ke des tzcntral-Vereins ist am ."!«». März im 76. Lebensjahr gestorben, Orr iiutt viele Jahre hmdnrch Repräsentantenvvrsteher, Vorsteher der Lhiiagvgengemeinde und über Jahre Stadtvervrd- Ter Vorsitzende des Vorstands der Snnagogengemeinde st ö s l i tt, Rechtsansvalt Herinann Irie'dländer. ist nach langem, schweren Lei- . den in Berlin gestorben. Auch der^entralvercin beklagt den Verlnst cnies^trcnen Ircnndes und . Iorderers. stur stich fand in Rostock die feierliche bin- führiiiia von Rabbiner Tr. T. A. W tute r. Lübeck, in das Landesrabbinat Mecklenburg statt. Tie Mitglieder der Gemeindevertretung und der Gemeinde Rostockwaren zu diesem Akt in der Shnagoge vollzählig erschienen. Tirektvr Mar Samuel. Rostock, begrüsstc im Namen des Lberrat-"- denneuen: geistigen .Iiihrer. Aut 1">. Niärz ivurde Tr. LÜmter im'Anschtuß an die Laiide.-.versammtnng den. Gemerndevertreterrt gsis nänz Mecklenburg "in der über hundert Jahre alten Shnagoge zu-Güstrow vorgeftcllt.. Z.er, . 'Vorsitzende der. Güstrvwcr -Gemeinde, Rechtsan- »valt Mar Marcus... wies auf die Große.der Atifgaben hin. die dem neuen Landesrabbutcr gestellt', sind. . - ., " . - „ - <rr, .. ■■■■ In stassel verabschiedete sich am Mar^ Landrabbiner Tr. Walter, nachdem er dort 17 Jahre segensreich, gewirkt hat. vvn femer Gemeinde, um in den Ruhestand ztt treten, ^.r. Walter früher in Brvmberg, trat sein Amt in stapel im' September 1010 an. Er hat in dieser Zeit sein Amt in Stadt und Land mit der ihm elgonen Willenskraft tind Umsicht geführt. Im Namen des Vorsteheramtes ividmete Tr. Heß. nn Jiameii der Gemeinde Hans 'M v s b a ch e r, dem Echeidenden, der seinen Wohnsitz nach^Berlin verlegt, Worte der Aiterkenmmg und des Zankes. Das Elternhilftzwerk für die jüdische Jugend EB. das.seine Ausgaben darin erbbekt. in enger Zusaminenarbeit mit Behörden. Lchnlen ' und Elternschaft begabten Schülern d,e Bollendniig ihrer Schulausbildnng -zu ermögltchen und zu erleichtern und sie in allen Bildnngsfragen zu beraten hielt feine ordentliche Mitgliederversammlnng'im Vvrtragssaal der Shnagoge Iasanenstraße. Berlin, ab. Es war eine Neuwahl des Vorstandes erforderlich geworden, da nch einige bewährte Vorstandsmitglieder gezwungen . sahen, ans persönlichen Gründen ihre Aemter zur Verfügung zil stellen, darunter auch der 4. Vorsitzende Oiechtsämvalt S ch »v a r z und die bisherige . l.stasiensührcriltIran'Midas. ... Ter die Versammlung leitende 2. Vorfitzenoe, Walter Eallmann. sprach dem ansscheidcnden Vorsitzenden den ganz besonderen Tank für seine dem E. H. W. geleisteten Tienste atis. Zinn I Vorfitzendeii wurde einstimmig SenatSpräsideiit i. R. Tr. Spittel gewählt, zum stassemvart Emil Iridbcrg. Auch dein erweiterten Vorstand wurden wertvolle--neue straite gewonnen.- .Ihrer und aller '.»Aitglieder hingebiingsvoller Nlitarbeit bedarf das E. H. W. in Zukunft mit so mehr, als die bevorstehende Nen- . orditnng des jüdischen Schulwesens erhöhte Anfordernngen an seine Tätigkeit stellt.'Ein ans Riitgliederkreiscit gestellter Antrag, den Mitgliedsbeitrag von bisher nur 4 RM jährlich zu erhöhen, wurde daher freudig begrüßt. Der Jugendverein Gabriel Rießer, Köln, der vor-einigen Wochen ätis dem früher nctitralen. jetzt zivitlstischen Verband der jüdischen Iugendvererne ansgeschieden ist. hat zu' bestehen aulgehört.^ Das Vermögen wurde der Indischen .Winterhilfe zngeführt. Ter Verein zähtte tu seiner Blütezeit nahezu 1000 Mitglieder. " . DaS Erholungshtzim Lehnitz bleibt von Montag. dem 0. 'April, bis Mittwoch, dem lä. April, geschlossen. Am l-i. April wird es wieder für erholungsbedürftige "Erwachsene tmd stinder gköffnet. 'Anmetdnngen rechtzeitig erbeten im Büro des Jüdischen Irauenbmtdes, .Berti,i- Grnnewald, stönigsallee bla. Tel. Hochmeister 074«.;. Sprechsttmden: Ttenstag von 4 bis 6 Utjr^ und Ircitag von 1l bis t Uhr. " Gymnastisch-orthopädisches Institut Aliee/Bloch. Stuttgart. Ic-vpctinstraßc lgciördcrt von drr ReichsvertretuMt der Juden in Deutschland und vmn Oberrat der Israelischen Aeligiensacineinschait "Lllürttembergs). beginnt am 17. 'April einen enstnhr,- gen Lehrgaitg inr Ütltsbjldting von Turn- und ^port- "lehrern. Schulgeld nivnatlich 747» RM. Das stind fiiclste nacl» Ausdruck: ..Aber Sie tämpfelt ja iwclf erwiderte esschließlich. ..Sie hinten herum nu Regen und quälen fiel), und sind geduldig —" ..'Was für-ostvrte. du stind — es wäre besser, du lvürdest mich nicht versteifen und lieber über mich lächelt —. Aber du liaft d.en Atem der Zeit verspürt — viel zt, früh-verspürt -Gr legte, seine große, eilt wenig" zttterrtde -Hand aus den duitkien Itlugeuskopf: ..Gott erlfalte dich deinen -Glte.ru- ..'Vater ist fort —", murmelte '.>Nartiu itud saif mit besclpvvreitder Bitte in. das sreutde Besicht: „Wir baugeu uns so sehr nach ilim. 'INtltter und ich ..Gr tvird euch bald zu sich holen — du weißt docli. daß utau glauben soll, incht wahrA Tßas heißt deuit. fromm Tein Sich Gott überlaßen ob er tum deiueit Baker voti euch-gerissen hat. oder ob er mich hcrumschickt mit dem , Seiseufasteit —- — denke ltach. ine-iit Junge -- tva>:< bedeutet, es denn, iu Gottes Hand zu fein V‘ Gr ftaud aut. griff nach -Htit und -gofser. daitu beugte er sich zu Martin herab llud drückte seine Wange au die des .giudes. "Martin ließ ihn gehen: er blieb reglos, atlch ltachdem die Türeins Schloß qeiaUeu war. Als er fein Alleinsein begriff, begann, er plötzlich daran zu zlveiielu. ob eben noch ein Gast hei ihm gewesen war. llttwirklich und wie. ein Bild seiirer'lebhaften Phantasie erschien it,m dieser alle 'Ohmn --* — Aber eine seltsam ivvliltueude. Sicherheit lmtte fielt auT-dasWhu!Oaesenkt. Gr setzte sich an sein Pull und begann post, ueueun den Bogen mit'seinen PiiiielftriAiett "ztt bedecken. Gs ivurde eine zarte, goldene Bsvrgenröte — darunter lag ein duttkles Ield, gattz im -Täuuner. Aber die 'Böolle, die von Osten auszog. warf einen Glänz über das ikächtlicho Tal- Tas stind lächelte vor sich hin. Aus den Musikzeitschriften Tas '.>Aärzl,eit der deutschen Mvtiatsschriit ..Tie _hi H i i f“ besaßt sich mehr such ausführlich mit dem Problem der Betätigung von Indeit ans mnsikaliielfem Gebiet. Tie Zeitschrift bringt «größtenteils halbseitig» die Porträts von W e i l l. ' T o ch . stle m p e r e r , Ai a I» t c r , L f f e n b a cif. Bi e i» e r b e e r-, 'M e n d e l s »' o l, n . S ch ö n - b e r g. Tie 'Anjiätze: ..Ietir Traeieke als Indeiigegner'" von. Erich 'Roeder. ..Ter Jude als Mnsiksavrikant" von Julius" Iriedrich. ,.N! e >t d c l slohn. M a l» l e r n n d iv i r" von Riüiard Littcrsweid. . Tem zuletzt genaimteii 'Anssatz cittnrhmeii »vir svlgendes: ..Tie anisällige Tatsache, daß zivei jüdische stompvnisten -wie Ielir Mendelssvlili-Barthvldi» und Gustav Nialilcr sich in der Musikgeschichte des denllcheii Spraetiraniits ciiieii so hervvrragenden Platz eroberten, könnte ans den ersten Bliü hin «eicht zu einer irrigen Bent'tcilnng jüdischer Schvp'erkrast verleiten, die den Er- . salirnngen und der Anssassiing der nativnal- - -sozialistischen Beivegnng ziiwiderliese .und. -ins Ge'icht schliige-. . . Tie Odsektivität der nativiiaiivzialiniichc» Weltantelntmug ist zugleich die höchste Siibjektivität iti bezug ans das Volk, ans dem ne geivachien ist. Also tautet die Irage nach der lüitsNerischeil Schöpfertrasl des Indentnms . . . iininer: handelt es .sich objektiv '.im Schöpserkrast. um einen spezifisch j-ü d i s ch c n Iormivillen Oder handelt es sich inir subjektiv um ein Schvpsez'tnm zniälliger Aitlehntnig und Einsühlimg. . nätzer bczeichnet: um ein S ch v p - fe.rtnm ans z »v e i t c r H a n d?" Ter Verfasier kommt z» dem Schluß, ..daß Mendelssohn tust allem Respekt, den »vir seiner Lcistung zollen können, ohne lins etwas zn^'ver- - gelten, nicht--den Beweis für N'irklicl»es Schöpfer-, tum-gegeben hat. das dem deutschen ebenbürtig oder gar "noch gleichgeartet zur Seile zu stellen wäre". Zur 'löiederanisülirnng der Baehschen ,.M a t t h a n s - P a s s i v n" dnrch Meitdelssohn schreibt der Bersaver: ..Ta damals nicht >o wie"heule das Ge'ctz der »verkgerechien Bach-Wiedergabe betannt war", laßt sich von uns aus svwicfv.nicht nberprusem »v i e tzNcndclssvhn Bach .ansführte, und-ob cs imr-darum der 'tzkitwelt verborgen blieb, tute stark er Bach nach seinem eigenen Mnsilgefühl musizierte, iveil damals noch keine sichere Anscifannng über Bach bestand." Ueber 'INahlcr heißt es: - „Mahler verkörpert einen anderen Tnp des künstlerischen Indcnttims. als Mendcssvhn . . . Akut" gerade diese völlig andere Haltung —- '.lAendelsivhn mid '.»Aahler crsa,eiiieil iiincrtzalb ihrer Oiaisrn trotz blntbedingter Gemcinsamkciten gerade als Öu'penpvte -- liefert uns das" Näiteriat zu einer nochmaligen Berncinnng des selbstschöpserischen Indentilm-:- innerhalb des deutschen Schaffensranines. Selbst eine außerordentliche Begabung wie" Mahler ... nntertag demnnerbiltlichen Zivaiigc des Blutes, zerbrach an der großen inneren Zwiespältigkeit seiner Seele, die vergebens ans ihrer Welt hinansdrängte in Bezirke. . die ihr nicht eigen Lin jüdisches Konservatorium in kerlin Am l.">. April wird in Berlin-EHarlottenbNrg die ..Indische Private N! n f st t s ch n t e H v l I n e n d e r" erötsnet. Sie steht unter der lünstlerischen Leitung von Sn'aniie Landsb e r g - H v l l a e n d e r : die Verwaltung des neuen Instituts liegt in den Händen von stnrt Hollaender. Vorgesehen ist Unterricht in allen stäcturn. die normalerweise an stonservatorien gcpüegt werden. Als Letz rkrä'te sind bisher n. a. geivonncn: ,Tnr Geiana neben Susanne Landsbergc u de C'AlMluInt .v n t t m ä ttTiTMr^dw'"^" eingetcilt in fünf 'Stuten. Rita H i r s ch Woligang Roiö. Biargarete R o s e n st e i n tind ab Angust 1040 Theodor S ch a e n b e r g e r. für Violine, ebenialls nach 'Ausbildungsstnien gestaffelt. 'Werner L h w e n..stnrt O p p e n h e i m e r und strieda Peters - 'M o s b e wn. für Violoncello Ern»t Silber st e i n und Tritz 2b allenb e r g. für stontrabaß Rndals L e v h. 'Acht Bläserklassenstverden von den Solobiäsern des Berliner .»tiiltnrbiiiidorchestcrs geleitet. Züc -Lchlag.ze»g. Aecordeon und Gehörbildung ivurde stnrt Sali n q e r, der, wie auch einige andere Lehrkräfte, ans dem früheren Sternscheii stonservatvrinm für Musik zu Berlin hervorgegaiigen ist. gewonnen, sür Orgel Erivin Ivspe. für Zupfinstrumente Helmut Spittel. Gertrud Wertheim hat die Eembatoklasse übernommen und leitet außerdem ein Colloniui» XIuAienm. in dem stammer-. mnsik und chorisches Ni-nsi zieren gepflegt ivird. Rudolf Schwarz ist für die stapellmeister- und Lrchesterklasse, den weltlichen Ehvrgesang und die Unterrichtung in .Oaininermnsik vorgesehen, während für geistlich-ihnagogalen Lhorgesang, Theorie. Harmonielehre und stontrapnnkt Tr. Oskar G n t t m a n n verpflichtet worden ist. Er ist airch der Leiter des der Alnsikschnle angegtiederten Beth-Hachasanim. einer' regelrechten A v r b e t e r - s ch n l e, in der h a u P t a m t t i ch tätige Vvrbeter inr größere Gemeinden ansgebildet werden sollen. In dieser .»lantvrenschnle. deren Schanung die Zustimmung des Schnldezeriiats der - Berliner Jüdischen Gemeinde wie aiich der Indischen Lehrer-bildnngsanstalt zu Berlin gesnndeit "hat,-werden jüdische 'Wissenschaftler durch stnrie und Vorträge die steniitiilsse der Besucher, die übrigens nicht zAbitnrientcn fein müssen, mit allen Gebieten jüdischen 2biisens criveiterit und vertiefen. In dem neuen stonservatoriiint hält Tr. 'Ainiel-ieie Land an Dvrträge über Musik- >v inen schalt tind Tr." Hermann S ch i l d ln r ge r Svndervortr'äge über noch zu bestimmende Themen. Tie Höhe' der Schüler h o n o r a r e ist tun Zeitninständen entsprechend festgesetzt. . Am Semcsterichtllß »verden jeweils Uebergaiigsp rü i li i. gen abgehalten, die endgültigen "Abichtnßprüfuiigen. über die eine Btscheiiiiguwz ausgestellt wird, vor einer gemischten crternen stommissivn. Alles weitere ergibt ftch ans dem TTstw^Proipekt. der-von^ der Geschäftsstelle der, Mnnkschule. 'Berlin-Eharlvttcnbnrg 4. --ybelstraße 0. I.. zu beziehen ist, k- 6. L. Das in Nr 12 der E.-B.-Zeitung vom 10. März erivähnte He't ..Zehn Lieder" von Hugo 'Adler ist nenerdriigs in den Berlag Ah W. stanfntanii. Leipzig 0 1. übergegangen. \