Kinderblatt
- Journal
- Kinderblatt
- Volume
- 1936
- Issue
- 2 (fälschlich 10) (Fragment) (5.3.1936)
- Date
- 1936-03-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 10 Beilage der C.-V.-Zeitung 5. März 1936 GH u I) e r v t trf) c r'53 o v f ri i f) (i i § tag. Der Himmel ist leuchtend blau. Leine Farbe spiegelt sich in allen Gewässern der Erde, in den Fluten der Meere, der Leen und Flüsse wider. Tie Lonne glänzt .und sendet ihre langen, goldenen Strahlen durch das Weltall. Sie freut sich über ihre Schönheit— bis sie plötzlich ganz erstaunt einen kleinen Punkt, einen Schatten nur ans einem ihrer Strahlen entdeckt. Ter Punkt wird größer und größer. So lange sie hier oben am Firmament die Herrschaft führt, hat noch niemand gewagt,'sich ihr Pi nähern. So einfach daher zu fliegen und ohne Erlaubnis ihre LiraIilen zu durchkreuzen!^Sie ärgert sich, geht an diesem Tag besonders früh unter und überläßt es dem guten lUonö, die Well in sein mattes Licht zu tauchen. Hnzivischen hat sich der Keine Punkt als ein richtiger Luftballon enlpnppt, und in dem kleinen Korb eng aneinandergeschmiegt sitzen Ruth und Ernst. Lie sehen sich erschrocken um, denn sie haben sich ihre Reife zum lieben Gott viel leichter vorgestellt. Nuw aber steht vor ihnen ans einmal groß und rund wie eine Wand der Riond, und es sieht aus, als ob hier schon das Ende der Welt wäre. Bums! stoßen sie auch schon mit ihm zusammen — denn ausgebildete Piloten sind sie ja nicht — und die Hülle hat ein Loch. Das Gas entweicht und der Ballon beginnt langsam zu fallen. Schnell klettern sie aus dem Korb heraus, machen einen kühnen Sprung — und sitzen glücklich auf dem Mond. Diesen Aufenthalt hatten sie allerdings auf ihrer Fahrt nicht vorgesehen, denn -sie wollen doch den lieben Gott suchen und der avohnt nicht aus dem Mond, soviel haben sie schön in der Schule gelernt, viel eher wird er im Paradies anzutrefsen sein. Aber nun stecken sie hier fest und es ist gar nicht so gemütlich, nachts mutterseelenallein aus dem Mond zu sein. Es rnhrk und regt sich nichts, mir der feine Sand rieselt hörbar von den Mvndgebirgen in einen -Krater. Rulls und Ernst vergessen im Augenblick ganz wo sie sind, und wie in den Tunen amMeer setzen sie sich ans ihre Hosen und rutschen eins, zwei, drei denBerg herunter. Doch da geht s schrecklich tief hinab. Tie minder kriegen Angst, es ist so glatt; lein Baum und kein Slranch ist da. der sie anfhält, schon sitzen sie ganz unten im Krater und können fast den Himmel nicht mehr sehen. Mit ihrem yjfiit ist es vorbei. Reichlich fließen die Tränen. ' Ter Mond, ans der ganzen Welt als gutmütig bekannt, hat Mitleid mit den beiden. BielleichE ist's auch ein wenig Rengierde und -Selbstsucht, wenn ersiel, der unfreiwilligen Besucher anstimint und verspricht, mit ihnen ans die Snclie nach dem lieben Gott zu gehen. Seht der Erschaffung dev -Welt, seit Gott Sonne, Rlond und Sterne am Firmament ansgehen ließ, hat er ilin niclit wieder gesellen und es sind doch seitdem viele tausend Fahre vergangen. Warum sollte er also den Kindern nicht helfend Ans sein Geheiß setzen, sich Müde rasch in die blinkende Sichel und schon gel)t die 'Reise los. Hier und da funkelt ein Stern am Himmel: tief unten aber liegt die Erde — von der ans die Kinder abgefahren lvaren —- int Schlaf. . Ans einmal wird es strahlend hell um sie. Tausende- Millionen von Sternen flimmern und sind greifbar nah und der gute Mond, der im Bergleich zu diesen winzigen Sternen viel zu groß ist, komm nicht weiter in diesein Gewimmel. Mitten in der Milchstraße befinden sich die KHnder, und als sie merken, daß der Ri und gar nicht mehr vom Fleck kommt, hüpfen sie von.ihrem Sitz herab, jedes auf einen Stern und lassen sich von diesem weiter tragen. Sv lustig hatten sie sich die Milchstraße gar nicht vorgestellt. Es ist doch etwas ganz anderes, ans einem Stern durch die Welt zu schweben. U*' S* Out Himm ihr Lead! MstMg uns heute die Korbte und M»fle «Ä kSchtk uni Wie, undAritzetuund Arnieln MÜ LukM wlL Mrlll. Knd gebet uns »Mte und Ochstet und Äpitzte, und Zeigen und Hpflf und harnsn und Kröpfte. Huf nainal im Mre ist Sk