Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 4 (23.1.1936)
- Date
- 1936-01-23
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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jüdisches Leben Abraham Weiss: „Ueber das Wesen des Talmuds.“ Ter in l'i'lirimnirir brr •Ccfironftiilt fiiv bir UsMfintrrijnff des - .stiöcntums Berlin. Tr. -’ltirnfinm wag rin vortresf' - Iiriior <'örlrin'frc jrin rin Wcbnrr ist rr nullt. Vor nicht. inir. hir bnilüiie Sprncho mit liininid-■> f'off jn*l)rrv|d)t, sondern auch bnh'ibrr :l)iumi.>5 --- rhnc rtinn erfoI.trt ,n sein --- 'dez-artig stcisc und unbc-iiflirf) ■vipridit,. bafr sogar die in der vorderslen Buche Sitzenden. die Hond ans Cl)t Itqcit innsten, 11m uberIjniipt etwas zu Ucrftrllfn. bcr■ ist für ein. deutschsprachiges . jüdisches Pnblilnnt nur bann Jfrhfjbnr,.- nirim rr Uichrrbnrchschiiittlichri; ,511 bieten hat. Ta dies leider nicht brr Falt ivar, so war es fein Bönndcr. daß - - ein bei den Blontag' Vorlesungen nnerhörier Borgang! — verschiedentlich Zn Ich rer den Saal bereits Vvr Schlnst des nicht einmal ciiistündigeii Bvrtrages verliefen. Tie Hanplgesichtspiiulte des Bstststschen Bortrages waren folgende: Im babistonischen Eril macht das Iiidenlnm die B-andlniig durch, die vom Prophetentinn zrim Talnind fuhrt. Bach der Rückkehr ans dem Eril Will man nicljt mir äußerlich heimkehren. svubern auch innerlich znrückkehren: man wendet sich mit allen Lebensfragen an die Bibcl^ Tie Bibeleregese führt znin Btidrasch, die mitten 1111b Bräuche finden ihren Biederschlag in der Halacha. Tiefe erste, tannaitische Periode endet mit Rabbi Icchnda hamassi. der die Mischna nach einem bestimmten Shstein giisammenstellt. Tie zweilc, ainvräisehe Periode läuft in Babylonien ab und bringt init der Ende des 5. Jahrhunderts erfolgten Redaktion der Gemara den Abschluß des Talinnb. Zur Erklärung der einzelnen Entirncklnngsperivben des Talmud sülchte Tr. Weis; $ue Anzalil Beispiele an. die aber schon tatbestandsmähig derartig kompliziert waren, das; sie für alle diejenigen, die sich nicht schon jahrelang mit dem Talmud beschäftigen, überhaupt nicht verständlich waren. Es gibt in Berlin ausgezeichnete Kenner des Talmud, die in klarer und gründlicher Art eingehende Kenntnis deS Talmud zu vermitteln wissen: erinnert sei nur an den vorzüglichen Bortrag, den vor einiger Zeit Rabbiner Tr. I. Iacvbovitz gehalten lial.. Ter Bortrag von Tr. Weist wäre zu entbehren gewesen. (iiinthrr Looser. Dr. Brasch: „Das religiöse Verlangen der Gegenwart und die Psalmen.“ Auf einem Vortragsabend des Liberalen Vereins für die Angelegenheiten der Jüdischen Gemeinde zeigte Tr. Brasch, welche Bedeutung die Psalmen für den religiös fucl>eirden Menschen unserer Zeit haben können. Neben der Bibel seien e8 gerade die Psalmen, die das wiedererwachte — jüdischer Geist religiöse Empfinden nkesentlich zu beeinflussen vermögen. Ter Psalmist preist die Herrlichkeit Gotte?. wie sie sich ihm in der Natur, im Mi.kro- und Malrokvsmus. offenbart. — Tie 150 Pwlmen 1 Tehillim-Lobgesängei. die von König David ver- - saßt und auch für die nichtjüdiiclie Liturgie grund- Icaend wurden', setzen sich teils ans lprischen. teils'' aus geiäuchtliciien chöesängen zusammen. Tatz-erste jndnM Blich. das in. deutscher .spräche gedruckt ivurde. .mar die Psalmenüberietzniig von Mo'es. --. Mcndeu-whii,' aus der Biarga L t t l e r sunf rezi- Neüe Untersuchungen über die Zuckerkrankheit bei Juden In einem ans dem wissenschaftlichen Abend der Berliner jüdischen Aerzte am 16. Januar gehaltenen Bortrag berichtet Professor Hermann Strauß über eine Reihe neuer, von ihm angeite.llle>. lliitersnchniigeii über das Verhalten der Zuckerkrankheit bei Juden. Strauß hatte in seiner Arbeit über die Krank- . heilen der Jude» .(E.-B.-Zeitung I9Ü4. Nr. öl, 4. Beiblatt) schon aus die merkwürdige Tatsache hingewiesen. , daß trotz des wesentlich häufigeren Vorkommens der Zuckerkrankheit bei Juden als bei Nichtjnden die Häufigkeit der Erblichkeit sich relativ - wenig unterscl-eidet. Tie angestelltcn Untersuchungen Strauß', die sich aus 500 Fälle beziehen, haben wiederum gezeigt, daß sich die Erblichkeitshäufigkeit kaum von der bei Nichtjnden unterscheidet, d. h. in etwa 25 Prozent der 'Fälle nachzuweisen ist. Für die Erklärung dieses Befundes nimmt er an. daß bei den Juden durch Umweltsfaktoren, insbesondere durch die starken ■ Anspannungen und Erschütterungen des Nervenshstems eine ganze An,^ihl sogenannter versteckter- Dispositionen geiveckt wird: ist doch bei der Beurteilung des Erblichkeitsfaktors ganz allgemein zwischen offenkundigen und schlummernden Tispositivnen zu unterscheiden. Tie schlummernden Tispositionen sind vielleicht sogar häufiger als die offenkundigen: sie können eine oder mehrere Generationen überspringen, io daß sie nicht immer ohne weiteres in die Erscheinung treten. Unter der Berücksichtigung dieier schlummernden Tispositionen stellte nun Strauß Untersuchungen an. wie häufig bei Diabetikern die Gefahr besteht, daß die Kinder zuckerkrank werden. Es zeigte sich, daß. die Kinder eines zuckerkranken Elternteils auch nur in etwa einem Dritteln der Fälle die Aussicht haben, zuckerkrank zu werden. Auch wenn beide Eltern zuckerkrank'sind, werden meist nur die Hälfte oder ein noch geringerer Anteil der Kinder zu Trägern eines offenkundigen Leidens. Tabei läßt sich im einzelnen gar nicht Vorhersagen, welches Kind zuckerkrank wird. Allerdings ist zu bemerken. daß der Keim der Zuckerkrankheit aus Enkel oder Urenkel' übertragen .werdenkann, ohne daß Zeichen hierfür in den dazwischenliegenden Generativnen offenkundig werden müssen. Von den sonstigen Ausführungen von Strauß ist die FeststeUmig bemerkenswert, daß die weitaus überwiegende Mehrzahl. d. h. mindestens zwei Tritte! der Falle, von Zuckerkrankheit bei Juden zu. der sogenannten leichten, also gutartigen Form mit verhältnismäßig langer Lebensdauer gehört. — Zn dem Beobachtungsmalerial war das Ziisammeiivorkommen von Blnldrucksleigeriiiig und Zuckerkrankheit außerordentlich häufig, und zwar anscheinend etwas häufiger als'bei N ichtj nden. Stxanst fuhrt dies daraus zurück, daß auch die Tisposition -zn Blntdruckileigeriingen bei- Juden -etwas liänsiger ist' als bei Nichtf uden. glaubtaber - doch ans -Grund .seiner vergleichenden Erhebungen-, daß die' Zuckerkrankheit an sich für dw. Entstehung der Blutdrucksteigerung mit verantwortliche zu machen ist.' ". ' B, (i. ■ Sozialpädagogisches Seminar Frankfurt a. M. Tic Zcntrolwohliahrtssrcllc der deutschcn Fnden hat in Reroiiidung mit dem Prvviiizialverband snr jüdische Wohliahrtspslege in Sesien-ilassau und dem Ziidischcn Lehrhans in Frantiurt a. Ai. ein Sozialvädagogöckcs Seminar ins Leben peruien, das der weiteren Beruisausbitdnng jüdischer Ziigenddildncr und Sozialbeamter dienen soll: Zm Winterlehrgang werden veranslaltet: a) Heilpädagogischer Kurs: Grundlagen der T-sychovathologic und -tlierapie des Kindes- und Zugendalters. Leiwng: Tr. mc-ll. Arnold Mcrzd a ch und Tr. med. Mar M eher. 'Montags 20 Uhr 15 Min. bis 22 Uhr. Israelitische Rcligionsschulc. Hermesweg 7. Anmeldung und Borbeivrechung am Eröisn'ungsäbend Alontag, den Fedrnar, den Rabbiner Tr. Jacob H 0 r 0 v i h und Proieisor Tr. Eurt Bon dp einlciten. Als Teilnehmer kommen in Frage: Lehrer. Religionslchrcr. Lozialbeamtc. Iugendlciterinnen. geprüfte Hortnerinnen und Kindergärtilerinnen, geprüfte Krankenschwestern, sowie Äerzte und Änstaltserzieber. b-'Einführung in die Grundlagen und die Praris der jüdischen Wohlfahrtsvilege. Arbeitsgomeinichaiten unter Leitung von Professor Tr. Ernst K a n-t 0 r 0 w i c 3 für Heller der jüdischen Wohtfahrtspilege. Montags 16 dis 19 Uhr. Israelitische Reliaionsschule. Hermcswcg 7. Anmeldung durch die Leitungen der jüdischen Wohlsahrtsstcllen. Beginn: Montag, den 27. Januar. 'Auswärtige Teilnehmer können 11. U. ReiselUichüsse und Frciquartier erhalten: Anträge sind an Fräulein M. Levi. Frankfurt a. M.j Fraucnsteinstrastc 18, Iu richten.__ Hamburg Tic Franz R 0 s e n z iv e i g - G e b ä ch t - 11 i s S t i i t u n g . das Z n d i s ch e L e h r h a u S der Hamburger Teutsch»Israelitischen Gemeinde, veranstaltete gemeinsam mit der Ntittelstelle für Erwachsenenbildung der Reichsvertretung und nrit Unterstützung des Reichsausschusses der jüdischen Jugendverbände in Wilhelminenhöhe bei Ham- Hock Muhtet 4M £s 1 Freunde, die die C.-V. - Zeitung nicht lesen. Ihnen müssen Sie diesen Bestellschein geben. Senden Sie mir bis auf Widerruf die C.-V.-Zeiiung 66 Pfennig-für die Monate Februar und März zuzüglich einer, einmaligen Verspätungsgebühr von .20 Pfennigen zahle ick befVorlage.der Postquittung an den Briefträger. Die letzte Januar-Nummer erhalte, ich kostenlos. : ' Ort: ‘ C.-V.-Zeitung, Vertrieb, Berlin W 15, Emser Str. 42 12 Oliva 8141 bürg eine Seminanvoche. bei der als Lehrkräfte Dr. Fritz B a m b e r g e r - Berlin, Professur Eurt Bondy. Professur Dr. Atartin B u b ,e r und Professor Dr. Kant 0 r 0 wicz wirkten. diidische hshrerhüdungs-^nstalt Berlin Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden teilt mit. daß Gesuche von Abiturient e n (Abiturientinnen > um Anfnahme in eine I ü d i s ch e L e h r e r-b-i I b u 11. gsanstalt zn Litern IllllE nur noch bis zu in 1. I a n n a r 10 3 6 eingereicht werden können./ Lehrhaus Berlin Es beginnen folgende Arbeitsgemeinschaften: 28. Januar: S t e r n b e r g , „Philosophische Probleme in der'Bibel", Fasanenstr. 7R8V: Kau der. „Geschichte der Inden in -Spanien". Prinzregcntenstraße 69-7V. 29. Januar: -Pulvermacher, ..Uebiingen im Betrachten von Kunstwerken", Marbnrger Straße.-5». III. I. Februar: Bl c tz g c r . ..Franz Rosenzweig. Stern der Erlösung", Prinzregentensiraste 69/79. 5. Februar: 'Kuhn.. „Erperimental-Psychologie". Marburgcr Slrastc 5. III.' 29.15 Uhr. Arbeitsgemeinschait Adler: ..Ter seelische Standort des modernen Juden" f ä L11 an P raklischc K n rse : 29. Januar: Rndnli Eohn. ..Buchhaltung für Anfänger", Lühowsirahe 16. 11» Uhr: Rudolf E v h n . „Buchhaltung für Fortgeschrittene". Lützowstratze 16. 29.39 Uhr. 6. Februar: Glücksohn, „Photographieren für Fortgeschrittene". Alarburger Straße 5. III, 20 Uhr. Sprachkurse: In die englischen, französischen, italienischen, spanischen Kurse können Teilnehmer noch ausgenommen werden. ERZIEHUNG imi UNTERRICHT Private Waldschule Kaliski Knaben u. Mädchen. Sexta bii Unterteil. Erweiterte Aufnahme für Ostern. fag«(lnt»rnat mit fremdsprachl. Konversation, Werkarbeit, Sport. Grunewald, Bismardc- Dahlem, Im Dol 2-5. Großes Gelände. Eigener Sportplatz. Schwimmbad. - Dr. Heinrich Selver. Lotte Kaliski. Zum 1. April finden in in einem neu eriirrneten privaten Ileim fnnr fi Kinder) norh einige Kinder l'iebeyo! >> Aufit.itune und- ITle^n hei Htaa.fl. Kepr. Erzieherin. Atiireh. .m. Herrn Kahhlner Dr. Manfred Swarsensk.v, Berlin-IVilmer-.dorr, Motzstr. H. der sie Priv. 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April ihn Kindergarten, vom 6. Jahre ab in d. Schule ausgenommen. Meldungen bis 1. März an die lsra«littsch«Taubsftuminaii-Anslalk Dir. Dr. F. Reich. Berlln.Wetftensee, Farhstr. 22 Englisch, Hehräiscb. Zweck n. Ber-nf. Abendkurse f. Erwachsene. Dr. Adler, Bin. |, Martin-Lnther-Str. 58 (Stadtp.). Fernspr.: G 1. 4971 L Zickel’s Höhere Privatschule für Knaben und Mädchen (In getrennten Klassen) Berlin-Schöneberg," ' .16. Gl 4213 Grundschule (Knaben und Mädchen) — VI — IT. II Nachmittags.Arbeitszirkel Fremdspr. Konversation Beziehen Sie sich bittebei Anfragen a uf die C.- V.-Ze?f u n g Kinder-Erholungsheim Dr. Kindler Private hauswirtsch. Lehrgänge der Israel.-Taubstummen-Anstal! z. Bln.-Weißensee. Praktische Ansbildung i.all. Arb. d. Hauswirtsch.'(auch Unterr ). M.Pens.RM.20.-.Krankenk.n.Nebenk.R>I5.- Or. F. Reich. Berlin-Vfeifiensee. Parkstr. 22 Prof. Beniamin’s Kindersanatorium und Erziehungsheim 700 m hoch. Ebenhausen (Isartal). 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