Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 15 (1936)
- Issue
- 3 (16.1.1936)
- Date
- 1936-01-16
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/2277379-2278137-2278140--10588-2290721- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
C.-V.-Zeltung Nr. 3 16. Januar 1936 Fragen der Preisgestaltung Sehr viele Räuflet,tc unb Getvcrbct-reibende. vor allem im Eitizelhandet. rvcrden' mandnnal im. Zwei f-c l u b e r d i e Z u l ä s s i g-k eit oder Uuztltässtgkeit einer bestimmten PreissKlluitg -. sein.' Das/gilt z. B. anch -für den Begriff der „Preissd)lcuderei". der leineswegs.immer ,iV einfach zn fassen ist. mir. ecauf den. ersten' Blick "auc'fiolit- .. Daß P r eis f. ch feit bergt . (wie ivir den -'Be- '. griff alsbald fe.ftlegeit tverde») verboten' iind tinter Umständen sogar strafbar.ist, dürfte allgemein bekannt sein — wobei der Sprachgebrauch bereits" das Wort „Preissd)lenderei" in bewnszten Gegensatz etwa zu ..Preisunterbietung" oder „Preisherabsetzung" gestellt hat. Es ist deshalb auch vor- . stündlich, daß der Begriff der ..Preisschleuderei" in der allgemein übliü>en Auffassung den Begriff der Unlauterkeit miteinschließt. Nur wo die Grenze zwischen „Preisunterbietung" ' und „Preisschle»- derei" anfängt, oder mit anderen Worten, wo die erlaubte Preisnnterbietuiig oder Preisherabsetzung . in die unerlaubte Preisschleuderei . übergeht, das ist vielen -llaiifleüten. und Vor allem denen.'die sich nicht eingehend mit dein ganzen Fragenkomplex befaßt, haben, nicht immer voll gegenwärtig. Und es ist ans der subjektiven menschlichen Einstellung heraus nur zu verständlich. daß mancher Einzelhändler die Maßnahme' eines Konkurrenten, die ihn persönlich trifft, bereits, als unlauter oder als Schleuderei empfindet, auch.wenn sie es nach den objektiven Regeln der Gesetzgebung, der Rechtsprechung und der Auffassung der. öffentlich-rechtlichen Vertretungen der Wirtschaft noch nicht ist. Andererseits mag mancher. der ans irgendeinem Grunde bei einer Ware Preisherabsetzungen vvrnimmt. dies nicht int Bewußtsein der ..Preisschlendcrei" tun. und doch kann sich seine Maßnahme schon dicht air der Grenze des geradenoch Erlaubten bewegen oder sie gar schon überschritten haben. Es wird deshalb vielen willkommen sein, einmal einen ungefähren Ueberblick über dieses Gebiet zu bekommen, das in der täglichen Praxis des Kaufmanns eine so große Rolle spielt. Wir folgen dabei einem Referat, das Shndikus Wendkandt vor dem Beirat der Einzelhandelsvertretnng der Industrie- und Handelskammer Berlin gehalten hat. und das im Wortlaut in der Iahresschlußnuntmer des ..Wirtschaftsblattes" der Industrie- und Handelskammer Berlin abgedruckt ist. Der Referent weist dabei insbesondere darauf hin. daß die bloße Preisunterbietung als solche niemals eine unzulässige Waffe im Wettbewerb um den Kunden ist. Das heiße aber, keineswegs, daß jede Preisunterbietung gestattet ist. Anch hier gelte der fundamentale Grundsatz des gesamten Wettdewerbsrechts, daß jede Wettbewerbs- Handlung u u z u l ä s s i g tvird. w e n n sie zu unlauterem Zweck oder mit uit» lauteren Mitte l n vorgenvmmeu wird. Zu - unlauterem Zweck, das bedeute nicht etwa das Verbot der Preisunterbietung, die dezwectt. dem. Mitbewerber Kunden auszuspannen. Vielmehr sei das ja das Ziel und Ziveck jedes Wettbewerbs überhaupt unb keinesfalls unlauter, auch dann' nicht, wenn der Mitbewerber hierdurch schwer geschädigt .werde. Zu unlauterem Zweck erfolge die Preisunterbietung jedoch dann, weint es »sich um die sogenannte r u i n ö s e Preisunterbietu na handle. Das heißt, kein Unternehmer dürfe die Preise seiner Mitbeiverbcr spstematisch mit dent Ziel unterbieten, die Mitbewerber zum Erliegen zu bringen, sich damit das Monopol zu verschaffen und dann seinerseits weit höliere Preise . zu diktieren. Daß dieser Fall im heutigen Staat nur äußerst selten eintrcten könne, liege auf der - Hand. Zu unlauterem Zweck erfolge ferner die- Preisunterbietung bei dem sogenannten Lockvogel a n g e b vt. also dann, wenn ein Kaufmann alle seilte Waren mit einem festen Prozentsatz Gewinn kalkuliert, bei einem, bestimmten Artikel, von dem er nur wenige Stücke am Lager hat. diesen Grundsatz aber verlaßt und sich mit einem viel geringeren Getvinnaufschlag oder gar ohne Gewinn begnügt. Diesen billigen Artikel stellt er ausfällig heraus und lockt mit ihm Käufer atj, denen er dann die normal kalkulierte Ware auf» Ein. Fall unzulässiger Preisunterbietung, der — wie cs in dem Referat weiter heißt — .l)ätistger vorkvmntt, ist der der P r e i s'u n t e r.« bietung mit uns ittlichen M i t t e l n. An erster Stelle sei hier der Falk ztt erwähnen, daß die Preistmterbietung nur. durch Vertragsbruch ermöglicht werde. Das gilt insbesondere für alle echten Markenartikel, bei denen die Händler vom Fabrikanten verpflichtet sind, die Ware nur zum vorgeschricbenen Preis abzngeben, so daß eine Preisunterbietnitg nur durch einen Vertragsbruch oder durch die Ausnutzung des Vertragsoruchs eines anderen (nämlich des . Vorlieferanten) möglich ist. Durch Ausnutzung dieses eigenen oder fremden Vertragsbruches verschaffe sich der Unterbietende einen Vorsprung vor allen anderen-Vertragstreuen Händlern. Rach ständiger Rechtsprechung sei eine solche' Preisunterbietung sittenwidrig ttnd verstoße gegen § 1 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Eine weitere Frage ist die. ob der Verkauf unter Selbstkosten zulässig ist. Hierzu betont der Referent, daß die Metnung. der Verkauf unter Selbstkosten schlechthin sei sittenwidrig, und zu verbieten, falsch ist. Es sei wirtschaftlich durchaus nicht unverständlich, wenit der Kauf-, mann . die Getteralunkosten ungleichmäßig auf die einzelnen Artikel, die 'er vertreibt, umlege. Dafür könnten die verschiedensten Gründe sprechen. »Rechtlich gesehen bestehe jedenfalls keinerlei Handhabe, ein'gegenteiliges Verhalten ztt erzwingen. Wie steht es aber ■ntiLbrm. Fall, in. dem, - die Gestehungskosten selbst vom Preise nicht mehr gedeckt werden, in dem der Verkattsspreis unter dem Einkaufspreis oder Herstellungspreis liegt, in dem also die. S e l b st ko st e n i m enger e u Sinne unterschritten werden? Auch hier weist der Referent unter eingehender Begründting (z. B. Zwangslagen durch drohendes Verderben oder unmodern werden von Waren, andererseits auch durch vorübergehende wirtschaftliche Depression ^und. der dabei eintretenden Notwendigkeit znr "-Beschafsung. flüssiger Mittel, um sä!-. - kige Verbindlichkeiten, zubegleichen) 'darauf hin.-daß eine solche Preisunterbietung . nicht' - schlechthin sittenwidrig sei. Gleichwohl habe jedoch der -Gesetzgeber Vorsorge, getroffen/ daß mit dieser Freiheit kein Mißbrauchgetrieben'werde. Die Verordnung'über Wett bewert'. des Neichskommisfars für Preisüberwachung vom Ll. Dezember 10:54 bedrohe Mißbräuche beim Verknus unter Selbstkosten untre gewissen , Umständen mit Strafe. In dieser Verordnung sei zum ersten Male der Satz gesetzli chverankert. der schon beim Schleudern mit Markenartikeln erwähnt worden mar: ..Das Verschaffen einer günstigen Sitnativn im Wettbewerb durch ---Ausnutzung eines Vertragsbruches ist sittenwidrig." Im einzelnen bestimme diese Berordnnng über den Wettbewerb, daß. wenn ein Kaufmann seine Zahlungen einstellt, seine Preisgestaltung zu prüfen ist. Hat er seine Selbstkosten unterschritten und Schulden gegenüber Darlehnsgebern, der Betriebsgefolgschast, Warenlieferanten, dem Staate uim. böswillig nicht bezahlt, so ist er deswegen mit Ge- - fängnis und Geldstrafeintinbeschränkter Höhe zu bestrafen. Diese Vorschrift besage jedoch-nur etwas über die Strafbarkeit, die v o n d er Za h l u n g s e i n st e l l u n g abhangt. Es sei alzer nicht so. daß die Wettbciverber ruhig - Zusehen müßten, wie ein solcher Mann sein wirst-i schaftsschädlichcs . Verhakten bis ztim Znsammenbrnch fortsetze. Vielmehr gelte für die zivilrechtliche Beurteilung dieses Tat - be stau des nach dem Wettbewerbsrecht folgender Satz des Berliner E i n i g n n g s - amt es: „Es ist unzulässig. Preise zu berechnen, die unter den Selbstkosten liegen, wenn diese billige Preisgestaltung nur dadurch ermöglicht wird, daß der Kattsmann vertragsbrüchig gegenüber seinen Gläubigern wird. d»M er. keine Steuern bezahlt, die Angestellten nicht tariflich entlohitt. die Darlehnsgeber und Lieferanten nicht bezahlt, mit der Miete im Rückstand bleibt nsw." In allen diesen Fällen könne sofort «ttf Unterlassung und Schadenersatz geklagt werden, ohne daß das notweitdige bittere Ende, die Zahlnngskiitstelliing. abgewärtet werden müßte. Sie sei nur Voraussetzung für die Strafbarkeit. Wir Haben aus dem interessanten Bericht nur die Stellen entnommen, die sich mit den in der Praris besonders Häufig auftauchenden und für den einzelnen besonders schwer zu beantwortenden Fragen ans diesem Gebiet befassen. Ztnn Schluß seiner Ausführungen gibt der Referent der Auffassung Ausdruck, daß der Kattsmanit mit der Erhebung von Vortvttrfeit gegen MiE bewerbet: in Fragen der PreiSschleiideret vorsichtig sein müsse. Er müsse immer bedenken, daß die Freiheit des Wettbewerbes notwendig sei., daß diese Freiheit gleichzeitig Unbequemlichkeitett mit sich bringe, die er nicht scheuen dürfe, tvenn er seinem Berns gerecht werden wolle. Entstehen Zweifel bei ihm. ob dies oder jenes gestattet sei. dann möge er sich getrost an das Einigung sa nt t‘ f ü r W e t t b e w c r b s st r e i t i g k e i t en wenden. Hier erhalte er die unparteiische Entscheidung seines Standesgerichtö. Für den Einzelhandel Einer umfangreichen Besprechung der von der ' Forschltngsstelle für den Handel beim RKW errechneten U m s ä tz e d e s Ei n z e I ha n d c l s für November 1W4 in der „Franksurtcr Zeitung entnehmen wir:-„Tie Inderzifter für die Gesamt- Umsätze des Einzelhandels im Illovember stellt sich — entscheideitd beeinflußt durch den erwähnten 18 Prozent Zuwachs der Lebcusmitteltlmsätze — aus 104 gegen 101 int Oktober. Verglichen mit 10:;:; errechnet sich ein Umsatzznwachs von 17 Prozent. Die Tertilumsätze bleiben auch im November noch etwas l um 4 Prozent) hinter dem Rekordstand des Vorjahres zurück, trotzder inzwischen eingetreteneit Preisstoigertiitg tun rund 4 Prozent, halten aber gegenüber 103:; noch immer einen Vorsprung von 20 Prozent. Auch die Schuhwarenumsätze . bleiben unter Vorjahrsstanb: hier wird auch der Stand vom November 19.;:i noch nicht einmal erreicht, obwohl die Schnhpreise annähernd konstant geblieben sind. Auch bei den Bekleidnngstiwsätzen 'könnenmöglicherweise Verlagerungen in den einzelnen Geschäftstppen die Tragfähigkeit der statistischen Unterlagen beeinträchtigen. Bei den starken Ve r s ch i e b tt n g e n . die sich wahrscheinlich zivischen a r i s ch e tt u n d n i d) i arische n G e s d) äst e tt dnrd,gesetzt haben — für den Schuheinzelhandel liegen hierfür eindmcksame Belege vor untre es wid)tig ztt wissen, ob in den Unterlagen der Statistik das Verhältnis zwischen arisdien und nichtarisdien Gesdsttsten annähernd . der tatsäd)lid)en Lagerung entsprid)t." .. In Heit 1 des Wirtsdiattsblattes der Industrietmd Handelskammer Berlin bittet die Einzelhandel s v e r t r c t ti tt g alle Einzelhändler, in jedem Falle von einer S P e n d e n g e w ä h r tt n g für To nt b o lnti n d ä h n l i d) e Z tv e ck e Abstand zu nehüten. und ridstet aud» an alle Lrganisativuen der Wirtsd)aft. der Arbeitstront sowie gesellige Vereine die Dringende Bitte, die -Einzelhandelsgeschastsinhaber nicht um derartige Spenden anzngehen und dadurch zu einem Acrhalten zu veranlassen, das wirtschasttidi und wettbewerblich in keiner Weise gered)tfertigt sei. Preiserhöhtntgcn gäbeit zu Bedenken Anlaß. Ferner cradite es die Kammer für geboten, daß ' jungen befähigten ,Uralten die ^elbstandigleit nid)t erfdimert' tverde, atid, wenn tut- Einzetsalle der normale Ansbildnngsgang ntchl nbgelcistet sei. ' Leipziger Frühjahrs-Messe 1936 Die Leipziger Frühjahrsmesse!0.°W beginnt, wie dem t)girtsd>rtftsbtntt der Industrie- .tmd -Haitdetskaminer-- Berlin ztt' entneluneit ist., airi- . Sonntag, dem l. März und endetnin Montgg, dem ' 0. März. 'Die - Musttrutesse. schließ! am Freitag., dem h. Marz, die Textilittid Betleidtutgsntessc. aut Nlitttvvdi. dent 4. Mär;. Die.Große Tedinisdie Äkejse und Bnumesse datiert bis znmstMoiitag. dem 0. März, mit Aiisuahme der ihr angegliedcrten Messe für Photo. Kino. Opt'il, die bereits am 6. Atärz schließt. Inventni’vei'ka.iif 1936 Nachtrag zur Verbotsliste Unter „glatten weißen Wäsdiesto'ie»" sind soldie ztt verstehen», bei denen der Stoss ttidst .'gemustert ist. B e t t st e 11 e tt. B e t t-s e dem u n d Kapok-fallen nidit unter den Bogriii ..Tertilien". Diese Artikel, dürfen » i d) t in de» Invcntnrverlaiif einbezvgen ixerden. Sonstiges B e t t s ü 11 nt a t e r i a l darf nur dann im Inventiirverkanf angeboteit tverde»,. wenit es. atts Spitittstossen im Sinne des Spinnstofsgesetzes besteht, also aus svlehen Stoffen, die sieh znin Verspinneit oder zum Verzivirnen eigtten, wie beispielsweise Rohtvolle.' Bei Waren, die teils ans Spintistossi'-n. teils ans anderen Stoffeti hergestellt worden sind, toie - z. B. Steppdecken mit Federt,- oder Daiiiiensülltmg. mttß ttntersdjiedett tverde» ztoisehen svldten, bei betten der Gehalt an Spitittstossen inengen- oder tvertmäßig üherwiegt. und sold>eit. bei denen dies nid,t der Fall ist. Nur erstere dürfen in den Inbenttirverkaiif ei »bezogen loerdeu. _ «>j. Internationales Büro der Wertpapier-Börsen Schon seit längerer Zeit besteht ein Internationales Büro der Wertpapierbörseit. 'Ihm gehötett gegenwärtig >4 europäische. Börsen und Blaltervereiitigniigeit an. In den letzten Monate» find die Börsen von Budapest. Oslo. Svsia und Stod>>olnt nett hinzugetreten. Bisher waren sd|vn in dieser Vereinignng folgende Börseit znsatwtte»gesd>losieti: Amsterdam. Be r l i tt, Brüssel. Paris. Wien. Zürich. Reval, Barcelona und die Börsettiiiaklervereiiiigiiug in Italien. Zur Zeit tverde» folgende Angelegenheiten einer Prüfung unterzogen: geietzliehe oder andere Plaßnahineii. die in den einzelnen Länder» . ergrisfen worden sind, nm den - Eigenlüinern von eittivendeten oder verlvrengegangenen Inhnberpapiereit wirkianieit Sd)>itz zu geivährleisteii. jede gegenseitige Anpttsinng der veridsiedene» 2Kn'seuzeiten. Verbesiernng der Knrs.tibertraguiig im Rundfunk, Berbesjernng der zwisdien deit Börsenbestehenden interttatwnalen /telegraphischen Berbinbtutgeit„ BekanntmacHnngsarten der Erojjiinngskurse -von geivissen Hauptivertpapieren a» Auslandsplätzen und Maßuahmeit zur ErleieHternug unb'Förderung des Arbitragegesd)äfts. kroUeme der jüdischen Privatbanken Int Zusammenhang »ul der Atnlegtütg' vott .'*(>() 'Millionen MM I'.-proleniigeSdiatzanwetsnit'. .ge)i der: Deutschen Oundisl'.tDu schretbt die-..RH e t - / tt-i j 'ch e ' N S Z 'F.st st tistF> Ne>istadk Hchtrdl > u. al:"/ ' -/ ' ..B'>:e es i-n/ sstldien ''Fäliegt t:bi:co, >>:.' tontDe - . auch.'Diesmalunter der Führungder. -st»eleist-?--. bltuk - eine-'t Bankentntd>'Banktetgeiuetuu^au- -. gebildet-.-.welche den Vertrieb -der. itiiaiai:- toeiningen dttrchsnhrt. Unter dein ZcianintigS' angebot stehen diesmal' »eben der Reidisbank und der Preußiidie» Dtaatsbant acutniidvieriig Olium'ii. es besindeit sich alle-n zioanzig- Privatstbankiers darunter. - Frither tvar die Li'le »nt die Namen von drei Pr-ivatbankHatuertt langer." DaS zitierte tsilatt neiint datAi die Namen dieser drei'Bankhäuser ..und ialjvt iovt ... . Sie sind als Zeidntutigs'tellen .uislp'sdsiedeit. Der Grund da>t't'r t>t, dai; >:e bci den früheren Zeichintngsangel'olen mir verhältnismäßig ivenig Zeichnungen, etiva int üntfange einer Depositetikane.einer Grvßvaitl.'aebrachl haben. Die -Ufsachett da'ur 'ind verschieden. 'Fö i't das Zranlntrl'er 'Banlbau-'- inunev mehr zu einer Verinogettsvefioaltung getvvrdeti ttnd bei den beidenanderen Firnnui ist die Gestbditsgriiiidlage als Folge der bib tvanderiing der Ktindscha't. von-jndi'chen Book-, hansern kleiner geworden. Dieie Verkiiru-ntg der Litte der Zeichntittqst'teüe» >>t darum eine Reittignug. die fietjer noch ludit ihren Ahichluß gefunden hat." Zittttgleidten 'llroblent des Privaibanltergeiverbes tlherljaupl. das. »nie innere Lster sic!,.' erinnern werden, nt der . 'B.>trtidt.tstsvret>e - de» 'öfteren berührt ivirdichretlu die ..'?l a > t o n a!- zeit n tt g tu E i i iu n. a.: „Der letzte Monat des' vergangenen Jahres hat einige Transaktionen im T-t UMthatifir v-.' getverhe bekannt tverde» lauen, die kaum' anders als Rückwirktttige» eines geiviueit Sch'.iintpsnngsprozesies angesehen wetdett loniteu."' . In diesem Zilsnmine»hau,V wird an' -eu d'-erkanf eines Teiles des Geichaitskrenes dcr ,>m!M o-'-cor. Lien old Beziig genvinmen foivie am d-.e DtNaoae. daß die Eiomtnerz- und-Privatbank die isieichnke der '-Berliner'''Bantiirma "Marti» Tchni "»larn>4 "steifen & Sohn i. Lign. nheriioutiiien >,at. daß die Privatbankstrina Mar Marcus tn Potsdaiu ihre Geschäfte ans die "tzötsdamer brcdnba:tl. Filiale, der dem ReieHsitahriland nahe'tehenden Bank für Lan'dtvirt'chait. nberlraizenZ'-.n. »nd daß auch noch iveiterhiii Dransatlionen vorgeki^nuteu .find. Eine gewn'te Rolle bei dteien "Botgo.ngen spielen, jo ineinl das Blatt, zioei'vüos pcrsvii.ehe Sdiwierigkeiten, die dann.beiiande» ha!"-», wenn Inhaber oder führende Deilliabet st.ict'Iarter toaren. lind wenn vor allem der Anstoß z-ar Au'- lvsnng oder Uebertragung von Geicha>lc-i: durch 'A-nswandernng der Inhgber-gegeben >vo,d'cn nt. Der Artikel geht sodann ans die weiteren Uvsachen der rncklausigen Enlioictlnng inistr-valb des Prioatbanktergetverbes 'ein. Emditnng neuer Betriebe durch Ausländer in Holland Von Dr. Franz Ledermann, Amsterdam In .dem vom Präsidenten der Leipziger I n d u st r i c - und Handelskammer. Körner, erstatteten Tätigkeitsbericht für 1935 werde - es. wie wir der Tagespresse entnehmen. U. a. als inopportitn bezeichnet, daß dem Einzelhandel zugemutet werde, bei seiner an sich ungenügenden Handelsspanne alle dem Erzeuger zugebilligten Preiserhöhungen aufzusangen. Manche dieser Der Hilssverein der Inden: in De»tsd>land teilt mit, daß in Holland ein Gesetz in "Vorbereitung sei.' dos die gewcrblidic Niederlassung von Aiisläudeen cinsd)ränken wird, und warnt, donad,- vor der Niederlasiung in Holland.- Diese Meldung g>vt Leranlasinttg zu folgenden Ans'iihrnngen: Bereits ein Gesetz von 10h4 gab der hol ländisd>en Regierung.die "Besngnis. durch -loi:ig licche Berordiuittg die Besthästianng von An - läi.dern als Angestellten in zu bestiinmenden Best r nsen von der u o r h e r e i >t; tt Hot >e n d e n G e n e h m i g n n g des Direktors des Arbeils: IvsendiensteS abhängig ztt mad)en. Tie Regien,ng hat von dieser Befugnis mehrsadj Gebran n gemadit und den Kreis der genehtnigtt,tgsps!'g.!igeii Gewerbe und Berufe so ertveitert, daß es prattisdi heute.kaum..nod; Berufe gibt, iii denen 'Ausländer als Angestellte, ohne Gcnchmignitg tätig" werden dnrsen. Tie Berwaltnngsbehörden stehen sogar ans dem Standpunkt, daß ein Ausländer, der mit „feinem eigenen Kapital eine „staamlovze Bei-uvvt.- Fchap", die h.vlländisdze Form der A.-G.. erriclitci.. der Genehiniguitg' bedar'. weint er s t dj i e i bst zum D i r e k t o r-erueitueit tvtll. Tie daranthtu vom ausländisdien Altienbesitzer versudite Ilmgrüuduug der "st. B. .ineiuc Vemiovtsd>ap oudc-r een sirma". die holländiid)e oisene Haitdelsge'ellsdjast. befreit ihn n'idjt von der Genehmigungspflid)t. da sie. nad) Ansicht der VertvalUiitgsbehörden eine Umgehung des Gesetzes darstelil. Tie-Aitsbreituug der Genthmigtittgspslid.il hat eine sehr uncrivnnschte Wirkung gehabt. Biele der Angestellten, die ihre Stellungen insolg- Versagung der Genehmigung verloren hatten, haben sid) selbstständig gemad)t und ihre Tätigkeit in entern loten'Ve.rtragsvcrhaltnis zu ihrent fr, hectut Tienstherrn fortgesetzt. Es ist begreiflid,. da'ß, die damit eintretende Vermehrung der Konti.rren z nnnmehr nud) den schwer um seine Etisten; ringenden Stand der selbständigen kleinen Kan'- lente und Handwerker veranlassen mußte, den Schutz der Regierung. anzurufen. u.strc Do sind '-chou s geivvrden. die verlangtet tung neuer ielbitandiger Betriebe u, durct> "Ausländer von her Erleilnng ei »iigiuig abliangig gen-acht n-erde. A trage eines Abgeordncten. hat die stc,i!> Ende vorigen Ialtre.-- erklärt, daß ein dielen "VstnN'sthc-ii :l,'cdtnung tragt, sic!, im Sladim» der Borbereitniig beiinde. Der stotn-urs .ist bisher noch tiichl. fero'seiitlic!?!. Bci .'den Schivterigkeiten, die. >»sbeiondere die Bekampsting Don - Berstichen zur Umgehung btete-r G-enemu-- gnngspslid,t bietet, ist'-es kaum mogliui. auch nur zi'i vertnnteii. wie das Geieß tut e’ev'ine:! aus> sehen wird. Sicher ist nur. daß ein solches Eieu'tz kommen und die Geiieliinigtnigsp'lichr 'bringen tvird. Sicher ist aber auch. Daß die lceg:eM>i g damit keineswegs das Zv.st g'er'vlgt. -die stiedcr-' tasinng von Ai-islaiidern damit ' voklke-mmen zu uiilerbinde». Der Ociickgang des Ab-atzes der holländischen Landbauvrodiitie in ^sttbindniig mit Der immer itoch steigende» .1rbciislc.'ie:iZiiser hat in., dc» inaßgebendcu -0 reiten. - die Dendenz .vee-. stärlt, eine Abhilfe in "der «vrn.odn-'g netter und Ertveiternng bestehender I'n.d.iistr'ei:. zu . tttrtn'tt. Diese Tendenz findet die Unterst-tlning dK: '.iegurnng und ihren. Ansdruck a. in der ervstn'---' lstrnüdnn'g der . Indii'triebauk in der.Provinz Lnnbnrg und den Pläne» der Ernd,l > z d itiitr in and.ereu—Provi>tge»—mit dem geiprochenen Ziel der Fing»zieruna neuer dniirieii. die in erster tUctljc lus:e-r. imnorücr:- ilvaren prodnzieren sollen.. S> d i " - Hiittel her Genehmigung dagi > > r die selbständige Tätigkeit von Aitslaudern uud aii-iiattOitdjcm Kapital in die Rictst'.u'a tu . : Bücherrevisoren, Steuerberater etc. writli-n ii:ivr-rzöpllch Ihr*-