Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 15 (11.4.1935)
- Date
- 1935-04-11
- Page
- – (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Die 2. % , . Tck?flnb, beit 2. April. Ans bcru?fu->fnnb sind IOCm'> oftibc JctlncTjmcv rvi'djiaicit. Tic ^ificrnmäinQ stärkste anc-Irinbiidic rtrupbe ist bic deutsche, nn zweiter und dritter Tickte stehen Oesterreich und Polen. Tie Wettkämpfe werden größtenteils im Stadion twn Tel 'Aviv anScwtragcu. während die wassersportlichen Bcranstalnrngen in der Bucht von Haifa stattsindcn. Für Zuschauer sind 47 000 Plätze, davon 5500 Sitzplätze, vorgesclien. Mehr als 5OM Sportler und 40 000 Zuschauer sültten das Stadion von Tel Aviv bei der feierlichen Eröffnung der zweiten Btakkabiade am R^rch. mittag des 2.?lpril. Ter Himmel ivar trüve, und am Bormittag fielen sogar einige Regenlropsen. Obivohl es nachher trocken blieb und die Sonne zeitweilig durchbrach, waren doch einige der gar zu sommerlich getleideten ausländischen Teilnehmer peinlich üverraseift. Das änderte aber nieifts an dem überwältigenden Eindruck der Erössmingszeremonie. Ihn 3 IIhr begann unter Fansarentlängen der Einmarsch der ausländischen MaktabimaniischlUten unter Borant'ritt der Testerreiner, die. von lautem Beifall begrüßt. eiu riesiges vlauweiße? Falfnentnch .pnischen siel, ansgespannt hielten. Es folgten in alphabetisclfer Ordnung die' anderen Ländergrnppen. zahlenmäßig am stärtsten die deiitsclfc' in ihrer lleidsamen Lrackst. Auch so entfernte Länder wie Südafrika und die USA. hatten starke Abordnungen entsandt. Nachdem die Ländergrnp^n mit ihren Fahnen, T. auch mit eigenen Musikkapellen, einmal dcis Stadion, im Gleichschritt unb mnstcr-i Hafter Ordnung mnschritten hatten, stellten sie »ich mit der Front zur Ehrentribüne ans. so das; die Zahnen die erste Reihe bildeten. Als letzter hielt der Malta bi Erg; Zsracl. also der Gastgeber, seinen Einzug. zahlenmäßig so stark ivie alle Anslandskontin.gente zusammen. Aach einleitenden Worten des Makkabi-Präsidenten Tr. L e l c w e r, lfielt der Ehrenpräsident des Makkabi-Weltlmrides. Lord Btelchett. die Erössnnngsanspraelfe. Als er die 2. Malkabicide für eröffnet crllärte. tvnrde unter stürmischem Beifall der Menge unter den klängen der Hatikwah. der offiziellen jüdischcff Hhmne. an dem Turm, der das Stadion gegen das Meer hin abschlicht, die blau-weiße Maklaoisahne gehißt. während sich die Zahnen der ein- ^cltten Abordnungen salutierend senkten. Gleichzeitig wurde ein Schwärm bon Brieftauben mit der Ervssnnngsbotschast abgelassen. Anher einer llrcihe von hohen englische>r Beamten und öcu Spitzen der jüdischen Institutionen waren auch die Generaltonsiiln bzn». Konsuln zahlreicher fremder Staaten erschienen. Tie Stadt Tel Aviv steht natürlich ganzim Zeichen der Mallabiade. Tie Makkabilcutc männlichen find weiblichen Geschlechts beherrschen mit ihren verschiedenartigen Uniformen das Straßenbild. die 'Stragen selbst sind mit blau-weißen Zahnen geschmückt und zu Ehren der Gäste hat nian die Pnrim-Festbeleuchtnng in Gang gesetzt. beider ist die Festessrendc durch einen bedauerlichen Unglückstall getrübt worden. Drei ausländische Mattcibilente. die trotz des heftigen Bandes und Irotz der frühen Jahreszeit am Strande von Tel Aviv badeten, wurden von der starten Unterströinnng abgetrieben. Ein Araber bähte bei den Rettungsversuchen sein Leben ein. Schließlich gelang es unter grohcr Blühe, zwei der Gefährdeten zu retten, während der dritte, ein Franzose. nicht mehr geborgen werden konnte, so dah mit seinem Ableben gerechnet werden muh. Zu Ehren der beiden Toten wurde ans dem Stadion die Mal'tabisahne unmittelbar nach ihrer Hifsung auf Halbmast gesetzt. Er?:0 ErgröMe Zn den Wettkämpfen führt bisher die amerikanische Mannschaft mit 81 Punkten. Tic Südafrikaner haben 39. die Palästinenser 33 Punkte erreicht. t 0 0 0 0- M c t e r - L a n i : Tr. Zack Horawih (Südafrikas 33.11 Min. vor UTA und England. 1 1 0 - M c t c r - H i n d c r n i s l a u s: P. Smiih (Südafrikas 10 Sek. vor Easvi (Palästina) und Sandler iNSA». 2 0 0- M e t c r - L a u f für Damen: Shbil Stoii (UTA) und König (Qcslcrrcich) totes Rennen. W e i t s v r u n g i ü r T a m e n : Frciwald (Polen» vor Kost (USA'» und Gottlieb (Testerreich'». 1 0 0 - M e t e r - L a u f für Damen:- Kost (USAK 6 0 - M c 1 e r - L n u f für T a men: Koff kUSt'k) vor Mchcr (Deutschland) und Freiwald (Polen). T f f c n c r 2'0 c 11 b c m c r b ii o c r 10 0 M c t r r für Damen: Deutschland vor Polen und Lcsicrrcich. Z w v I s k a m v f : Rosenberg c'Polcn'». ctinfanU'i: Gräber «Polen) vor Ewenezhk (Polen'» nnd Dareo «Palästina). S i e b c n k a m v s: Kurzseld «'Polen'» siegt nach hartem Karuvi gegen Mendle (M ü n ch c rt). Z nßbal!: Litauen—England 1 : 0, Palästina- Polen 2 :0. 4 0 0 - M e t e r - t a f s e l l a n s s ü r Männer: Oesterreich vor USA, T e u t j 6; l a n d und Palästina. Endkampf im Tnenen Wettbewerb über 1 <> 0 Meter: Südafrika vor D e n t s ch l a n d , Oesterreich und englischer Hcerech'portgrnppe. Lilian Eapeland. eine besonders vielseitige junge Athletin ans Amerika, die tags zuvor Siegerin im Kugelstotzen geblieben war. stellte mit 37,34 Metern einen Makkabi-Wcttrckvrd im Diskuswerfen auf. Fußball 'Nach Abschluß der Berliner Fiitzoallineisterschastcn ergibt sich folgendes Bild in der I. K l a s s c : Spule gew. fnt. urrl. > oci'biiTims Pinitl« -Glikoah la . 10 S 1 1 34 : 12 17 : 3 Hawaii Ih . 10 7 1 2 32 :13 15 : 5 Haaibar 1:> 10 •'? 1 30 : C. BSG 33 l . Ul 3 1. « 10 :10 7:13 Hagibor Ib 10 2 — s 0 :31 4:16 ZSK I ... 10 1 — 0 0 : 13 2 :18 Ans der T «t b c 11 c geht die Ileborlegenheit der Hakavh-BIanifschgsten hervor, dereri zweite Elf allerdings ihren zweiten Tabellenplatz nur dem besseren "Torverhältnis von Hagibor fa verdanlt. -vagibor Ta. die gegen Hakvalf il> einmal gewann nnd einmal unentschieden spielte. h,rt mit viel Pech den .pveiten Platz an Hat'oah Ih verloren, während auch in diesem Jahre der von vielen als Favorit betrachtete RZF-Reichsmeister BSG- 33 sich gegen die erfahreneren Makkabi-Btannschastcn nicht durchsetzen konnte nnd obendrein durch Be-- setznngsschwicrigkciten zurückfiel. Ilnerivartet ist auch für m.iifchc das schlechte Abschneiden des I.S.K. gekommen, doch zeigt auch das'Torverhältnis, daß die Mannschaft einfach noch zu jung für die routiriertc Gegnerschaft ist. Zn der 2. Klasse wurde B.S.G. 33 ll Meister, in der 3. Klasse setzten sich Hatvahs 'Alte Herren und bei den Zngendmannschasten die Zugcndlichen Hakoahs durch. Auch bei den Schülern siegte Hakoahs t. Mannschaft. Eiri ansschlntzreicties Tressen' liesi'rten sich am ' 7. 2lprit B.S.G. 33 und Ha ko ah 2tlte Herren. B.S.G. vermochte nach scharfem Kamps, in den: die Hakoahner leider nicht immer völlig fair spielten. mit 2 :1 knappe Sieger zu bleiben. Weitere Ergebnisse: BSG 33 Schüler T—' Haloah Schüler 13:1 CH, BSG .33 Zugend U—Hakoah Zngcnd I> 3 :1, BSG 33 Alte Herren—Hggibor V 2 : 0, JDSE 05 l—ZTK III 2 :1, ZSK II—Hakoah ITT 1 :1. H. A. G. S ii dwcstdeut s ch la n d. Bar Kochba Zriedberg I—RsZ Marburg 12:0 (1:0). Tic Zriedbergc'r warsn stark überlegen. Lediglich der gute B.'arbnrger Torwart veränderte eine größere Niederlage. RjZ-'Mainz I- -ZSB Langenselbold J‘0 : 3 (0 r 1). Langenselbold scrrigte in überlegener Weise die Mainzer auf ccgenem Platz ab. — Hanau I—Schild Frankfurt a. M. l 0:6 (0 : 3). Hanau zeigte in den ersten Minuten eine leichte Uebcrlegenheit. Tana«h nahm d:c Schild-Elf das Spiel in die Hand. _ Als guter Torschütze fiel der Zngendspielcr Roscnthal ans. Glncklichcrlveise können die Frankfurter Bereine noch ans einen guten jugendlichen Nachwuchs zm riickgreifen. — Schild Ia »Zrantnirt a. M.—RjZ- Marbnrg I 6 : 2 (3 :1). Tnr«ch die Kn Sieg errang die Schild-'Mannschast die Bt c i st e r s ch a s t i n der Gruppe Hessen der Sndivei'tdentscheu Arbeitsgemcinschast. Ein schönes Tressen, in dem von beiden Seiten die besten Leistungen gezeigt wurden. — Langenselbold I—Bar Kochba Frankfurt a. M. I 1 : 4 (l: 2). Nachdem Sieg über Mainz und Unentschieden geg-'n Schild Frankfurt a. M. erwartete man seitens des Gastgebers ein hartnäckiges Ringen, in dem inan sich auch nicht getäuscht sah. Tie Sturmreihen waren sich unbedingt ebenbürtig. Lediglich die ausgezeichnete Frankfurter Hintermannschaft entschied den Kampf. — _ Tic Entscheidung in der Gruppe <-üdwest der Südwestdeutschg'n Arbeitsgemeinschaft nähert sich ihrem Ende und Ivird ivahritcheinlich am 2*. April zwischen den Lokalrivalen Bar Kochb-a und Schild Frankfurt a. M. ausgetragen, die beide pnnktegleich stehen.?h. Ist Handball T," interessantesten Spiele de-- 7. 'April in Berlin lieferten sich Ire Zngendmannschasten des Bar Kochba. der BSG 33 nnd des ZTSE 05. die in einem vom Spiel,insstchntz veranstalteten Z n g e if d - H a n d b a l l t n r n i e r anfeinandertrasen. Tic Tressen, die sämtlich über die volle Zeit gingen, stellten an die Jugendlichen große Ansordernirgen. Schon die Borrnndenkämpse brachten schöne Leistungen. Zunächst war ZTSB 05 I mit 8 : 1 gegen Bar Kochba II siegreich. Anschließend holte üri) Bar Kochba I gegen BSG einen 10: 5.Sieg. TaS Ergebnis trügt jedoch: dei'n die BSG-Mannschast loar 45 Minuten lang ihrem Gegner ebenbürtig nnd schon hier hätte es eine Ileberraschnng geben können, wenn nicht der BSG-Torstcher durch sehr schwache 'Abwchrlcistnngen dem Bar Kochba die Torerfolge zu leicht gemacht hätte. —?Iachdem im Spiel um den dritten Platz die BSG--Els Bar Kochba II mit 12 :0 das Nachsehen gegeben hatte, traten die beiden Borrnndensiegcr zum Erldspicl an. Lange sah es nach cinein übcrlegeifcn Sieg des Bar Kechlm ans. der mit 3:0 nnd zur Halbzeit mit 4 :2 in Führung gegangen war. Tie jungen ZTSEer gaben den Kampf nie verloren. Unter dem Znbel der Znsckfaner holten sie SstPritt für Schritt das verlorene Terrain ans. zogen bei 4 :4 gleich, machten auch einen nochmaligen Führungstreffer des Gegners wett nnd zogen dann mit zwei weiteren schönerl Toren auf und davon. Die P e r b a n d s s p i c i c , die crwartungs« gemgß berliescn, verblaßten gegclf dieie-5 Ereignis. Zn den Männerspielen konnte ZTSE 05 II mit fünf Ersatzleuten BSG II nur 3:2 schlagen, ZTSE 05 IV gewann gegen BSG IV mit 3:0 und ZTSE 05 V landete gegen Bar Kochba 3 Zgd. mit 15:1 den höchsten Sieg des Tages. Bei d«'N Frauen behielt ZTSE 05 I gegen Bar Kochba II mit 7:0 ebenso glatt die Oberhand, wie BSG I gegen ZTSE 05 III mit 9:0. ZT^C 05 II besiegte BSG II mit 4:0. Zu drei Gesellschaftsspielen hatte sich 'der Bar Kochba Mannschaften der Zngendnnd Gpmnastikgrnppe Schönebc-rg eingcladeu. Bar Kochba mußte sehr viel Ersatz einstellcn und zeigte in keinem Spiel dis gewohnten Leistungen. Die ..Zweite" verlor 0 :3, die „Erste" sogar 3 : II. Allein den Frauen war es Vorbehalten, die Ehre zu retten (2 :1). F. Spiele in S ü d w e st d e u r f ch l a n d: RZF Wiesbaden I — Schild-Frankturt a. M. I 3:2 (3:1). Zm Entschcidnngsfampf um die füd -- w e ft d e u t s ch e ll, Z F - M e i st e r s ch a s t, die in Dar m st ä d t vor zahlreichen Zuschauern ansgetragcn wurde, komcken die flinken Wiesbadener einen knappen Sie«g erringen Ziu allgemeinen waren sich beide Mannscharten ebenbürtig. — Bar Kochba-Frau kinot a. M. I—Bar Kochba-Mannheim I 6:2 (4:1). Das Spiel zwischen den beiden Malkabivereincn nahm einen spannenden Bcrlanr. Die Frankfurter konnten dank ihres guten Stürmers Toreuikh. der allein fünf Tore erzielte, den Verteidiger des füdwendeutschen Meiitcrtitels bezwingen. — RZF Darmstadt I — ZSB Ossenbach I 12 : 2. Darmstadt stellte diesmal eine sehr slinle Elf. die vorzüglicif .kombinierte und ihrer» Gegner denn auch haushoch absertigte. --- Schild Frantnirt a. M. Damen I — RZF Wiesbaden Damen 8:0 s3 :0). Zn den Torerfolgen teilten sich Erna Roscuthnl (2), Lotte Sichel (2), Else Ostrowka (Ti. — Bar Kochba Frankfurt a. M. Tarnen s—Afchaffenbnr,z Danrerr 6 :0 (4 :0). Alle Tore konnte die jnirge Mrttelstürmerin 'Anni Freund auf ihr Konto buchen. Das Spiel war fair und schrrelt bis zum Schluß! Ph. Ist Lei6)!alhletik Das RZF-He im „Haus Berta" bei Dorsten-Schermbeck sah am 10. März die 2llaldlaus Meisterschaft err des LandesveHandes Weit des RZF-Sports sic!, abwick'eln. Tie tMetdüng war mit etrva 80 Lärrsern nnd 20 Länierinneu ans N Ortsgruppen über Erwarten zahlreich. Zn allen sechs Klanen, die nacheii»ander liefen, ronrdcn schöne, spannende find dabei faire Kampfe gezeigt. Den Löwenanteil hvlre sich der ZTB Köln 02. Nur in den Mannsichaitskämpfen manchmal hart bedroht von der Svorigruppe Tortmnnd des RZF. Eine besondere Leistung vollbrachte bei den Damen die erst 15 Zähre alte Edith Herz vorn ZTB 02. die die 2000 Nieter in 8,20,3 znrücslegte nnd als erste vor. der Dortmunder G. Hinield durchs Ziel ging. Tie mit großer Spannung errvartete Revanche zwischen dein ehenialigen 2. TTB-Waldlansmeister Ecrf (Köln) nnd dem bekannten Langstreckler Moll (Aachen) konnte der erstere trotz eines sabclhaiten Endspurts seines großen Gegners mit Brustbreite für sich entscheiden. ll. ll. Tennis Ter Makkabikreis verarrftaltete vor Aölahrt seiner Tennis-Repräserrtativen zur Mallabrah ein offizielles Training der llAannicl^st in der llllcstender Tcnnishalle in Berlin. Bei den Tomen lieferten sich die mehrrnaliige ehemalige deutsch^ Meisterin Frau Fricdleben und die Mürrchenctiu Gntmann einen sehr harten, spannenden nnd sportlich arrs hohem 'Niveau stehenden Kampf, dcir Frau Friedleben nur durch vollste Konzentration und dank größerer Rorrtinc 6:4, 6:4 geroarni. Während die deutschen Tarnen bei der ^Olaffabtuh ganz klare Siegeschancen haben, scheinen die Herren schwächer zrr sein. Wenn auch die Hallenspiele vom 24. Marz, die mehr dem Training als dem Kamps dienten nnd auch mir über eirren einzigen Satz giifgcn, eine klare Beurteilirng nicht zulasten, so mußte rnan doch erstaunt fein, daß Buchwaltcr (ehemals RjF Bri'slMi), der bei der Vorjährigen RjF-ReichsrncistcrscI>rst nur Tritten werden konnte, gegen den bisherigen 2)b7kkabr. Spisienspicler Licl>er kein einziges <opiel «wzngeben branchK. Weitere Resultate: Nloser — Lichtenstcin gegen Tr. Plaut—Goldstern 7: 5. Fräulein Grrtnrann—Goldstein gegen Fräulein Groß—Buchwaltcr 6 : 3. II. A. (st Tie Tcnnisabterlung des ZTSE 05 trainiert täglich aus der Tennisanlagc am Heidctl)crgcr Platz. Mecklenburgisch^ Straße 32-36.' 'Auskunft und Anmeldungen in der Geschäftsstelle dc- Z,TSE. 05. Berlin 0 2. Burgskraßc 30, Zimmer 64 (v 2 Weidcndamm 8484). v >->-» S»1 yy'vWi'j V Zu einem musikalischen Ereignis gestaliete sich die d e u t s ch e Er st a n s s ü h r n n g von Handels dreiaktigem Oraiorinm „Zoseph" (Zoseph nnd seine Brüder) durch den „L i e d e r t r a n z" in Mannheim. Man bar es in der Bearbeitung Friedrich bhrlfsanders. an der man .allerdings, um die dranratische Wirkung zu sreigerrr. verslstiedene Strcrchirrrgen nnd Unrstellmrgen borgenonnnen liatie. Tennoctz sind, bon der drarnatischen Gefangenenszcnc Simeons abgesehen, die köstlichen ltzrischerr Szenen die Höliepirnlte des Wertes. Unter KapeUrrreistcr S i rr z I) e i m e r s beterrerrrder Führung wurde ihnerr Hermarin Schob (Berlin) rnit feinem prachtvollen Baßbariton als geradezu idealer Vertreter des Zoieph ebenso gerecht nuc Emmy Z 0 s e p h mit ibrern die Koloratnransordenrngen ihrer Partie mühelos bewältigenden Sopran. Während Norbert Nadclmann den Pbar-ao mit warm trmbriertem B«rß. aber etwas nn profiliert, fang, bot Mar Lipmarin (Tenor) die Gerangenenszene Sinrenos mit packender dramatischer Eiirbririglichleit. Wescirtlicherr 'Anteil am Erfolg des scipönheitsreichen Wertes halte neberr dem sein Bestes gebenden, in sckrörrcr Ge- »inlojil'nheit siriigeirden genirsclften Ehvr des „Liederlranz" das vcrstärtte Orchester der Zust r ,r in e n t «r l g e,n e i n s ch «r s t. das mit dem vor dein dritten Att als Einlage gespielten Händelschen O-mwU) grosso 'Nr. 7 seine Klangniiivmc nnd sirasse rhnthmische Disziplin erneut »nicr Beweis stellte. So löste diese erste deutsche Aiifsülfrnng des „ZogeplF tust dem auch ans Bruchsal. Heidelberg und Karlsruhe herbcigeeilten Publikum, rrnter dem sich auch der Sohn des Bc-- arbeiters E h r n s a n d e r befand, geradezu. jubelnden, stürmischen Beifall ans. für den rnit dein musikalischen Leiter alle führend Beteiligten immer rvieder danken mußten. Zn einem Hanskonzcrt hatte man jüngst Gelegenheit. einen nicht alltäglich begabten Flesch- S'chüler. den dreizehnj«ihri«gen Gerhard Kan der. zu hören. Ungewöhnlich, groß und warm ist der Ton dieses jungen GeigerS. der erfreulicherweise nichts vor. Wrrnderkirrdunarten an sich hat. Seine ganze, bereits erstaunlich hoch stehende Technik erwies Kander in Wicniawskis I)-moI1°Awlintyväkrt. pgs er nicht nur voll Können und Wärme. sondern auch mit so viel Musikalität und Temverament spielte. Man kann dem von Fräulein Schweizer (Karlsruhe) diskret begleiteten jungen Geiger trotzdem nur wünschen, daß man ihm. ehe er vor die breite Lesfcntlichkcit tritt, noch ein wenig Zeit läßt. Eine auch um ihre? nuisikalischen Rahmens ivillen interessante BtaimonideS-Gedcnkfeier, die zugleich die Semesterschllißseier rvar. veranstaltete das Mannheimer Lehrhans. Brachte sie doch als 'Ai.statt die E r st a n s s ü h r n n g einer neuen Komposition Hugo Adlers, des „Bormh adonoj bajom" ans seiner, hebräifthen sihorsnite. Entsprecl>end der Größe des Textes hat das ganze, für gemischten Ehvr nnd Solo geschrieben, große melodische Linie ,rnd wird hbmnenhaft ans dein Thema entustckelt. Zm Original für Orgel, bon Zvsef L e v i ans Klavier übertragen, nahm fich der ^vnagogeuchor unter ^inzheimer des neuen Werls mit 2llärnw. ivcnn auch hier und d«r etwas detonierend, an. Tonsichön wie Frau Weil-Elk. das Solo -sang, verdienstlich Zosef Lcvi am Flügel. Nachdem Franz Oppenheimer nnd Professor Dr. Billigheimer au? dem Slchristtnm des Maimonide? gelesen, folgte die den Hötzcpnnlt der Feier bildende, die geistige Größe von tzAainronidcs in prackftvollcr Klarheit anizeigendc Gedenkrede von S!,tdtr>ihbiner Dr. Mar G r ü n e »0 a l d. Den loürdigen '?lnsklang der Feier bildete 'Alcred Roses „Zigdcil". vom Svnagogenchor mit 'Mar LZ p m a n n als einsilhlcndcn Interpreten des Solos klangschön gesungen. §<,. Die etwa 175 Seelen zählende Gemeinde Haigcrloch (Hohenzollern) hat ein reges jüdisches Leben. Lilcratnrverein, Zngendbnnd irnd Frauenverein vcrav.st«-llten Borträge nnd Arbcitsgemcinjchästen. E.-B. nnd andere jüdische Organisationen entsenden von Zeit zu Zeit Redner. 'Zwecks Gründung eines Kulturbundes für die jüdischen Gemeinden der weiteren Umgebung fand «ruf Veranlassung von Heinrich Levi. Hor^>, eine Werdeveranstaltung statt. Alfred Ä u e r b a ch, Frankfurt a. M.. Kapellmeister Haas. Hede Schack (Sopran) und IM Pick. Stuttgart, gestalteten einen gutgelungenen Nachmittag mit Borträgen und musit'alischsn Darbietungen. In Karlsruhe fand zum Abschluß der Winter- .'saison des Bercins für jüdische Geschichte und Literatur ein Konzert des Kulturbundorchesters ^Rhein-Main imter der Leitimg von Hans Wilhelm Sie inberg statt, der an Werken von Mozart, Mendelssohn und Strauß seine geuwhnte Meisterschaft erwies. Als Solisten wirkten Käte Ettl i n g c r nnd Wilhelm G n 11 m a n n mit: beide verdienten den dankl'aren Beifall. Das größte Interesse beanspruchte die U raufsühr 11 n q dreier Lieder mit Orchester von Dr. Richard F u ch s. Bei dem oft beklagten Vtangel an jüdischen 5Rusikwerken der Gegenwart werden sie wahrscheinlich find hoffentlich bald in vielen Programmen wiedcrkehren. Es erweist sich, daß wir hier einen Kompoicisten von großer innerer Kraft nnd Reichtum, der Mittel besitzen: hier ist eine starke nnd fertige Begabung in das Lickst der Ocssentlichkeit getreten.' " R. S—r. Die eigentliche Winterkonzertsaiwu beschloß der K u l t u r b n n b 3k h e : n—Al a i n für seine Hauptwirkimgsstättc Frankfurt a. M. mit einem stark besuchten Konzert. Da? Hauptwerk des Abends, das „jüdische Oratorium" „H awod a t h H a k 0 d e s ch" von Ernest Bloch (ausführlich gcivnrdigt in Nr. 26 der „E.-B.-Zeitnng" vom 28. Juni 1934) war leider an die letzte Stelle eines zu langen und anwruchsvollen Prograrnms gesetzt. Hans Wilhelm <otc inborg nahm sich dieser ernsten und gewichtigen Aufgabe mit Eifer an. der Erfolg war eine vornehme, arisgeglichene Aunuhrnng. in der mir gelegentlich der Lrchesterllang den Ehor ctivas deckle. Die Z ü d i s ch c E h ö r v e r e i rr r g u n g und der I ü d i s ch e K a m m e r ch 0 r lvaren von Dr. N. Ehrenreich nrid Herbert Fromm sorgfältig vorbereitet. Solist war Hermann Scheh. denen prachtvolle, edle Gesangskunst hier ebenso offenbar wurde wie zuvor in den tief ergreifend gestalteten Kiudertotcnlicdcrn Gustav Mablers. Nicht ganz so glücklich war teilweise infolge äußerer Gründe die Uebcreinstimmung zwischen dem Gcsamttonkörper und dem Soloinstrnment in dem eingangs gespielten Orgelkonzert Nr. 4 R-ckur von Händel, das Siegfried Würzburger mit gutem musikalischen Empfinden, wenn auch nicht mit letzter Souveränität, vermittelte. — tt. Ter K i n d e r ch 0 r der Jüdischen Vereinigung Frankfurt a. M. brachte unter Leitung von Dr. 5t. Ehren re ich. reizend .gesungene Vokks- und E Kinderlieber von Haydn. Josef Haas und Armin Knab zu Gehör. Die von Herbert Fromm zum Teil kanonartig komponierten jüdischen Volkslieder inihrer Eigenart sprachen besonders em. Das Programm-wurde durch das Vicrhändigspicl zweier Schüler sowie durch die sehr hübschen Kinderlieber von Leo Blech - voir Lcni Lorsch-Morgenstern zum Bortrag gebracht, ergänzt. Die „Gescllichi-rft für jüdische Boltsbildnng" in Frankfurt a. M. besaß den Mut zur Znaknralirät, indem sie zu einein Berthold-Auerbach-?l b e n d einlnd. Den Erschienenen wurde die echte, kernhaite und warmherzige Kunst des Schwarzwalddichters durch den Mund feine? Großneffen Alfred 'A u erbe ch nahegebracht. Er las. nachdenr er in wenigen Zügen den Bcenickien und Dichter geschildert hatte, ans der Hinterlassenschaft die licbcnSN'üroige. hiimorvolle Skizze „Der Tollpatsch" nnd Abschnitte ans einem eige-: neu feinsinnigen Buch, in deneri Mittelpunkt der Dichter steht. Gerade das Unzeitgencäße der Deranstaltnng wird von manchem der Ersckfienenen als wohltuend empfunden worden sein. A. H—e. Die Gemeinschaft Indischer Schauspieler Frankfurts unter Leitung von Alfred 'Auerbach veranstaltete in Ossenbach a. M. ihren ersten- Bühnenabend. Auerbach gab dem Spiel eine knr^e Programmatische Einführung. Das Spiel der ansjungen nnd jüngsten Kräften glücklich gefügten Genreinschast überzengte vom Ernst des 2llolicns und von der ,Fähigkeit zur Tat. Die Stücke 'Auerbachs. tvohl sämtlich erstmalig ansgestihrt. bieten vielerlei Humor in entzückender Ausmachung:. „Der eiifgebildete Kranke" in neuzeitlicher Gestaltung. ferner ganz stark „Der kleine Hiob", eine Szene ans dem. Osten, ein frischer Sketsch' „Das Wnnderbabn". Die Trnpbe zeigt nebenj gfitem Zni'ammenspiel bemerkensiverte Ein-,el-- leistungen: Sofie Seligmann gibt dem „Mäd-. chcn für alles" Durchtriebenheit, Annelieie Brannthal war am besten als derbe Kinder^ Wärterin, Marietta L u P e s c u müßte das sportbesessene Mädel noch gelöster, wirbelnder bringen. Rudolf Ganz gab einen Kranken, dessen Leidensfähigkcir an Echtheit glauben ließ. Wir nennen noch Hans Berk, Ludwig Busch und Hans D e s s a u e r. Ter gutbesuchte Abend warb der neuen Spiclgemeinschast Freunde. H.L«-n. Heinz 11 cf 0, Gleiwitz. las im Kulturbund in Beutherr und in anderen Städten Lbcrschlesicns aus eigenem Schaffen. Seine Erzählungen ^igen eine starke EharakterisierungSkunst. Ein sicheres Urteil über das Können des ziveiiellos begabten Autors wird sich erst fällen kaffen. n»enn eine Erzählung vorliegt, in der mehrere Personen handeuw austreten. - XJ«