Seite der Jugend
- Journal
- Seite der Jugend
- Volume
- 1934
- Issue
- 18 (6.12.1934)
- Date
- 1934-12-06
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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im Lande Juda umher, zerstörten die Götzenaltäre und ermutigten das Volk zum Kampfe. Als Mattbatias sterben sollte, segnete er seine Söhne und sprach: „Seid stark und steht mannhaft für das Gesetz ein, denn die aut Gott hoffen, werden nicht unterliegen. Euer Bruder Simon ist klug im Rate, ihm gehorcht allezeit. Und Juda, der Makkabäer, sei euer Anführer und kämpfe für das Volk.“ Darauf starb er und wurde in Modiim begraben. Juda der Makkabäer nahm den Kampf für Israel mit Freuden auf. Trotz der grossen Uebermacht griff er die Syrer an und besiegte sie in drei grossen Schlachten. Daun zog er mit den Seinen nach Jerusalem zur Tempelstätte. Als alle sahen, wie das Heiligtum verwüstet war, da zerrissen sie ihre Kleider und weinten. Juda wählte Priester aus, und sie reinigten den Tempel. Man baute einen neuen Altar, stellte den Leuchter, den Räucheraltar und den Tisch wieder auf, legte Brote auf den Tisch, räucherte auf dem Altar und zündete die Lampen am Leuchter an. An demselben Tage und in demselben Monat, an dem der Altar entweiht worden war, am 25. Kislev 165 wurde der neue unter Gesang und Harfenspiel eingeweiht. Man feierte die Einweihung des Altars acht Tage lang und brachte dem Herrn Freudenopfer dar. Juda und seine Brüder aber setzten fest, dass die Tage der Einweihung in jedem Jahre vom 25. Kislev an acht Tage in Freuden gefeiert werden sollten. Warum übt gerade das Cbanukka-Fest einen so starken Zauber auf uns Juden aus? Ein jeder unserer Feiertage muss von uns vollständig in seiner Art verstanden sein.' Erst wenn wir seinen tieferen Sinn, den Grundgedanken, erfasst haben, kann er uns etwas geben, und von Bedeutung für uns sein. Ich kehre aus dem Gotteshause heim. Das erste Licht brennt am Chanukka-Leuchter. Alle Sorgen des Tages, aller Zwiespalt ist ver- : stunmit. Dieses glückliche Gefühl muss jeder selbst empfunden haben, um es zu verstehen. Dieser eine, stumme Blick, den ich mit meinen : Eltern, meiner Schwester, je mit jedem meiner Glaubensgenossen am heutigen Abend wechsle, diesen frohen stolzen Blick kann ich nur dann haben, wenn ich aus dem Leuchten des ersten Chanukka-Lichtes die frohen Augen der heimkehrenden Juden sehe. Irene Blumentha! (Berlin), 18. Zug, 14 Jahre. Das Vermächtnis dos fdaftafhias Mattaihias: Mein Ende naht. Es kann ’def Mensch nicht ändern, was ihm das harte Schiksal auf erlegt. Ich geh' nicht gern von dieser schönen Erde; noch ist mein Volk von Knechtschaft nicht befreit.' Ich hätte gern erlebt ein schnelles Ende der Syrerherrschaft, die mein Volk bedrückt! Ich kann ihr Ende nimmermehr erleben; es will der Tod nicht auf sein Qpfer warten, das ihm der Herr in seiner Macht bestimmt. Doch wenn mein Wort euch etwas nützen kann, die Weisheit eines alten, grauen Mannes, so hört mir zu! Ich will es euch verkünden, was mir der Herr zu künden euch gebot: (Zu Juda) Mein stärkster Sohn! Du sollst der Führer sein, ein Held der Schlacht, wenn dich der Feinde Macht zu gotlgefälfgen Ruhmestaten ruft. Bewahr’ die Liebe dir des ganzen Volkes, Der Bund ' auf der pädagogischen Woch© des PhiSanthropin Mit grosser Liebe haben unsere Frankfurter Jungpns in verhältnismässig kurzer Zeit eine Ausstellung zusammengebracht, die auf der pädagogischen Woche des Philantropin gezeigt wurde. Auf dem mit Zeltbahnen gedeckten Tisch haben die Bastelarbeiten der einzelnen Fähnlein Platz gefunden: eine hübsche Plastilinarbeit, die ein Lager darstellt, der Bauernhof „Sei still“ (mit allem Komfort und sogar mit elektrischem Licht), Radio- und Morseapparate. Links liegen Bücher, die auf den Heimen gelesen werden; das Gruppenbuch der „Löwen“ gibt den Eltern einen feinen Bericht über die Arbeit einer Gruppe: so schön die erste Seite gemalt ist, so vorbildlich ist das Buch geführt. In der Mitte haben die Veröffentlichungen des Bundes, die „Seite der Jugend“ und die' Jüngerenzeitschrift „Unsere Fahne“ ihren Platz gefunden. Ganz rechts soll ein gedeckter Freitagabendtisch bei den Eltern die Vorstellung einer schönen Freitagabendfeier hervorzaubern. Wie auf dem Tisch, so ist auch an der Wand jedes Plätzchen ausgenutzt. Unter den Fahnen und Wimpeln der Ortsgruppe zeigt ein Plan den Aufbau des Bundes. Rechts hängt der Stolz des ganzen Frankfurter Bundes: eine Urkunde, die uns verbrieft, dass wir als einziger Bund in der Gemeinde Frankfurt uns für die Sozialarbeit eingesetzt haben, und wir empfinden das als die beste Bekräftigung für unser Grusswort „Bereitschaft", das unter dem Zuruf „Kommt zu uns, schliesst den Ring“ von der Wand leuchtet. Nicht ganz geglückt ist leider ein Schild, dys in drei Sätzen die ideologische Stellung des Bundes umreissen soll. Ich bin dafür, nicht zu versuchen, Dinge, die nun einmal nicht einfach sind, schlagwortartig auszudrücken. bewahre auch' in gleichem, vollem Masse dem Herrn und seinen heil'gen Priestern sie, dem Volk und seinen edlen Richtern. Und wenn du mein Gebot erfüllst, so wird dich Gott mit Macht erfüllen, * , mit Heldenmut, mit wahrem Glauben." Und dieser Glaube ist der Sieg, der höchste Sieg, den du erringen kannst. , Juda: Ich will cs tun. Du sollst in mir den Jünger deiner. Grösse finden! Mattathias: (zu Siincm und Jonathan): Ihr, meine lieben Söhne, sollt die Weisheit eurer Väter pflegen, Gerechtigkeit und Wahrheit üben. So wird der Herr in seiner Gnade Euch Kraft und Zuversicht verleih'*»! Simon und Jonathan: Wir woll'n es tun. Du sollst in uns die Jünger deiner Weisheit finden! Mattathias: (zu Eleasar und Jochanan): Ihr, meine jüngsten Kinder, helft den Auserwählten meines Volkes die Stätte neuer Macht errichten. Unel denkt an meine wahren Worte: Der Mensch ist schwach und kraftlos nur, wenn nicht die Hand des Herrn ihn leitet. Eleasar und Jochanan: Wir wolln es tun. Du sollst in uns die Jünger deiner Liebe finden! Volk: Wie du gesagt, so soll es sein. Ganz Israel sei Goltesvolk! Mattathias: Ich hebe segnend meine Hände und rufe dich, du Herr der Welten. Es soll in dieser Zeitenwende dein Wort als Siegeszeichen gelten. Dich ruf ich auf, mit deiner Macht wirst du dein Priestervolk geleiten wenn es zu neuer Kraft erwacht, dann wird mein Geist ins Jenseits schreiten. (Er stirbt.) . Juda: Du hast das Grösste uns verheissen, der Knechtschaft Bande zu zerreissen. Du sprachest wahr. Zu grossem Werke erfüllt uns neue Kraft und Stärke. Jürgen Frankel (Berlin) 5. Zug, 15 Jahre Tausende sind es, und Gorgias führt sie an.* Judas winkte. Gehorsam eilte der Krieger die Treppe hinab. Sie kommen also, dachte der Feldherr. Sein Gesicht blieb' unbewegt. Jeut gilt es den Kampf. Und er wandte sich zum Gehen. Unten im Lager hatte man unterdes die letzten Zelte aufgerichtet und grosse kupferne Kessel über die Feuer gehängt. In langer Reihe drängten die Krieger heran, um Abendmahlzeit zu halten. Wo der Feldherr vorüberkam, da grössten sie stumm. Sonst aber nahm das Lagerleben seinen täglich vorbestimmten Gang. Die ersten Schatten einer sternenlosen Nacht senkten sich nieder, als Judas dem Baruch winkte. Im Zelt standen sich die Männer gegen, über, Feldherr und Krieger, Gestalten von Erz. „Wir werden sie schlagen“, sagte der Makkabäer hart. Baruch schwieg erwartungsvoll. „Du wirst“, befahl Judas, „mit zwanzig von den Besten im Lager bleiben. Wenn Gor'- gias kommt mit den Seinen, so werdet ihr mit * Trommeln und Lärmen nach Süden ziehen, ins i Gebirge hinein. Die Syrer werden dann glauben, i das ganze jüdische Heer habe sich feige zurückgezogen, und werden euch folgen. Ihr aber klettert eilig auf Bäume und lasst die Feinde ruhig unter euch vorüberziehen, hinein ins Unbekannte.“ Die Männer vcrliessen das Zelt. Die Nacht war jetzt völlig herabgekommen, und im Lagpr brannten die Feuer. Sinnend bückten die Wachleute in die leuchtende Glut Von Gruppe zu Gruppe schritt der Feldherr und befahl mit leiser Stimme den Kriegern, sich zu rüsten. Er- I staunt sahen sie sich an und gehorchten stumm. 1 Als alle angetreten waren, liess Judas die hin- 1 teren Lagertore öffnen und zog mit seinem fj ganzen Heer hinaus in die Nacht Nur Baruch U blieb zurück, der Späher, mit zwanzig von den 1 Zur gleichen Stunde zog Gorgias heran mit | 6000 Kriegern, die wohlgerüstet waren. Ahi irünnige waren bei ihm, Verräter, die alle |1 Schleichwege kannten und die Pfade, die zu i dem jüdischen Lager führten. Wo die Nacht S zu dunkel war, da wiesen die Feuer den Weg, | die oben im jüdischen Lager, gen Hinmiel 1 schlugen. Gorgias, der träge syrische Feldherr, I] sass in seiner Sänfte, die von Sklaven getragen || wurde, und lachte sich ins Fäustchen. Bei Nacht und Nebel würde er die Jüdlein überfallen und?' j alle gefangen nehmen wie Karpfen heim Usch- |] zug. Der Krieg würde mit einem Schlage zu Ende sein, und die Sklavenhändler müssten l\ gewaltige Summen zahlen. Noch während er f schmunzelnd rechnete und die Möglichkeiten ab- | wog, meldeten ihm seine Kundschafter, dass da« | Nest leer sei. Mit Hast und Lärm hätten sie die | , jüdische Nachhut ins Gebirge ziehen sehen. | Gorgias war zornig. Waren sie so feige, die | Jüdlein, dass sie davonliefen, wenn ein Gorgias £ Zeichnung von Mas Bielefeld (Berlin) Der Tod dos Mattathias Judas, dos- Makkabäer, sieg? bei Emmaus Der nachfolgende Abschnitt entstammt einer Schrift, an der Kurt Julius R i e g n e r und Günter Friedländer gemeinsam arbeiten, und die es unternimmt, die „Geschichten um die jüdischen Feiertage“ aus dem Lebensumkreis der heutigen jüdischen Jugendbewegung wirklichkeitsnah nachzugestalten. An diesem Abend ging die Sonne blutig rot ' über Judäa unter. Judas, der Makkabäer, stand auf dem Wachtturm des Lagers, das die Juden auf einem Hügel im Westen des Waldgebirges nahe bei Ein maus errichtet hatten. Unten in der Ebene lag die Zeltstadt der Feinde, unnahbar und trotzig mit ihren Wällen und Schanztürmen, von denen in dieser Stunde manchmal eine Lanze oder ein Kettenpanzer im Abendrot aufblinkt©.' Judas lauechte hinaus über das stille, abendliche Land, und die Hammerscbläge, mit denen seine Gefährten die letzten Zeltpfosten in die Erde rammten, hätten auch friedlichem Hüttenbau dienen können. Aber Krieg hing über Judäa. Eben lösten sich unten am Wall des jüdischen Lagers die Posten ab und wechselten das Feldgeschrei. Da spannten sich Judas’, des Feldherrn, Sinne. Zwischen den Macchien, niedrigen Büschen, die am Abhang wucherten, kam ein Läufer heran, die Feldbinde der Juden am Arm. „Hierher“, schrie Judas mit befehlsgewohnter Stimme, „hierher, Baruch, und berichtet“ Atemlos, keuchend taumelte der Späher die Treppe des Wachtturms empor. „Feldherr“, stammelte er, „sie kommen.“ „Wer kommt?", fragte der Makkabäer zurück. „Die Feinde, Herr, viele Gute Photographien geben einen eindrucksvollen Einblick in das Fahrtenleben, und als Ergebnis bleibt eine für den ersten Versuch gelungene Ausstellung, unaufhörliches Drängen der Besucher vor unserem Tisch, schwer ge- ' füllte Sammelbüchsen und stolze Gesichter der - Pimpfe. Günter Friedländcr. Rehe in SüddeuflscIhSarad Am 13., 14. und 15. November sprach Dr. Eva R e i c h m a n n - J u n g m a n n in Bamberg, Würzburg und München über das Thema: „Warum deutsches Judentum?" An einem Längsschnitt durch die Geschichte, einem Querschnitt durch die Gegenwart und an den Massstäben, die wir am jüdischen Leben überhaupt anzulegen haben, bewies die Rednerin die tiefe Verantwortung, die der Bundesarbeit für die Sicherung einer deutsch-jüdischen Zukunft innewohne. In Bamberg fand der Vortrag Im geschlossenen Kreise des Bundes Deutsch-Jüdischer Jugend statt. Es waren von den jüngsten aufwärts, über die Mittleren und Aelteren, bis zu den Eltern der Bundesmitglieder, alle vertreten, die in eifriger und erfolgreicher Arbeit dazu beitragen, dass der Bund in Bamberg die ihm zukommende bestimmende Rolle im Jugendleben der Gemeinde spielt. Vor und nach der Ansprache der Rednerin, die sich bemühte, die zum Teil schwierigen Gedankengänge auch den Jüngsten verständlich zu machen, wurde gesungen und Mundharmonika gespielt. Es war ein gelungener, für alle Teile erfreulicher Abend. In Würzburg war der Ortsring jüdischer Jugendverbände Träger der Veranstaltung. Schon dieser äussere Rahmen ist ein Zeichen dafür, dass es in Würzburg dem Bund in der kurzen Zeit seines Bestehens noch nicht gelungen ist, die Arbeit in der notwendigen, fest gegründeten Form aufzunehmen . Es war. aber gerade aus diesem Grunde wichtig, dass in den Worten der Rednerin auch einmal beispielhaft davon gesprochen wurde, was deutsch-jüdische ' Verantwortung, was Ringen uni deutsch-jüdische Zukunft dem Bunde heute noch und heute erst recht bedeuten. In München hatte der Bund die ganze Gemeinde zu dem Vortrag eingeladen, und eine. ansehnliche Zuhörerschaft war der Einladung gefolgt. Nach dem Vortrag sass der Führerkreis des Bundes noch lange mit Frau Dr. Reich mann- Jungmann zusammen. In Frage und Antwort, Widerspruch und Erklärung, in gemeinsamem Zweifeln und Suchen wurden die Gedanken, die der Vortrag aufgeworfen hatte, vertieft und erläutert. Es waren Stunden, in denen man sich ehrlich und ohne Vorbehalt den Grundfragen unseres Seins stellte. Die Not, in der man es tat und in der man sich zvl den gesuchten Antworten vorwärtstastete, bewies, dass der Bund in. München auf gutem Wege ist. Die Bundeslcitung des Bundes Deutsi Jüdischer Jugend weist nochmals i allem Nachdruck darauf hin, dass si sämtliche Bundesraitglieder bis zi 1. Januar 1935 im Besitz der von j herausgegebenen Mitgliedskarte befind müssen. Wer sich keine ordnungsmäs; ausgestellte Mitgliedskarte bescha schliesst sich damit von selbst von c Zugehörigkeit zum Bunde aus. Das Materialamt des Bundes Deutsch-Jüdlsc Jugend wird sich, nachdem ihm durch die beim 41CKCu und Nadelverbote sein bisher! Arbeitsgebiet entzogen worden ist, in Zukunft : der Angabe und Besorgung von Bildungsmaterial rir.;SlU?ren tn?erIV? und im Reiche befass S®jH”zeitig m]U der Veränderung seines Aufgab kreises ist das Materialamt in die Hände von K Julius R i e g n e r ubergegangen. ÄtaÄ. de. C.. nur von. ferne herankam? Nun würde er die | ganze Nacht auf unwirtlichen. Wegen sich in der | Sänfte schaukeln lassen, müssen. Missmutig gab | er den Befehl zum Weitermarsch. So zogen die | Syrer in die Irre und verloren sich in den | Schluchten des Waldgebirges. | Judas aber mit seinem Heere, 3000 Mann, | die nur notdürftig gepanzert waren, stieg nieder s in die Ebene von Emmaus. In den Hände: | hielten seine Leuts Speers, Schwerter hingen | an ihrer Seite und schlugen gleichmässigen Takt | zu ihrem Schritt. Still war die Nacht, Zweig« | knackten unter den Füssen der Schreitenden, H und aufgescheucbte Tiere kreuzten ihren Weg. ß Vögel schrien auf aus tiefem Schlaf. Di* £ Juden marschierten leichtfüssig voran, da sie?_ keine Harnische zu schleppen hallen, und um* |; gingen in weitem Bogen das syrisch© Lager. U Als der Morgen graule, stunden sie nördlich von Emmaus im Rücken des Syrerheeres. Nahe vor ihnen türmten sich jetzt die Riesenwälle de« feindlichen Lagers, die von Kriegern entblößt ~ waren. Leicht gelang es den Juden, die ver-1 schlafen blinzelnde Wachmannschaft zu überrumpeln und die Befestigungen zu nehmen. | sie über die rasch herabgelassenen Zugbrücken | eindrangen, gingen ihnen die Augen über vor| Staunen über den Reichtum und die Pracht, d^g in diesem Lager herrschten. Aber Judas verbot*! streng, Beute zu machen und irgend etwas voin| feindlichen Gut anzugreifen. Die Waffen uti'j|; alles, was von Gold oder Silber war, liess e'.>; hinausschaffen und auf einen Haufen zusammen*! legen. Dann befahl er den Kriegern, sich mit| syrischen Harnischen zu panzern. Das übri:e| Lager zündete er an, so dass alsbald dicbl|'vj Rauchschwaden über der Ebene von Einmalig hingen, aus denen Flammen schlugen. fj Inzwischen hatte Gorgias die Juden im Ge-g birge vergeblich gesucht und sich mit seinem',: erschöpften, hungrigen Heer auf den Heimweg:; gemacht. Seine Vorhut sandte er zum jüdischen;; Lager zurück, um nochmals Umschau zu halten^ Die sah nun ihr eigenes Gezelt in Brand steckt und die Juden in svdschen Harnischen: und wohlgeordnet heranzienen. Da warf?:6e sich ihnen entgegen, aber es waren-ihrer im'" wenige, und so wurden sie jämmerlich schlagen. Gorgias, den man in diesem Augen* ■ blick aus dem Waldgebirge hervortrug, so dn£: er den freien Blick über die Ebene gewann > sah die Seinen fliehen und das Lager zerstört Da wurde er bleich vor Furcht und Entsetzet alle seine Pläne und Berechnungen waren durch kreuzt. In diesen Jüdlein schien ja der bös?; Geist zu stecken. Und schleunigst gab er d?j Befehl zum Rückzug. Judas aber mit seiner Schar frohlockte, das; die Feinde ohne viel Blutvergiessen ans de; Lande gejagt waren, und erbeutete viele Schätz