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Central-Verein-Zeitung · 1932-10-28 · 44 (28.10.1932) · p. Seite 446

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
11 (1932)
Issue
44 (28.10.1932)
Date
1932-10-28
Page
Seite 446 (sequence 10)
Language
German
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446 Das Syndikat des Landesverbandes Mitteldeutschland des Centralyereins ist telephonisch unter Leipzig 120 38 zu erreichen. Abseits von allem zerstreuenden Getriebe, nur fernem Lehramt und seinen vielfältigen Forschungen hingegeben, bei denen ihn seine Gattin als leidenschaftlich teilnehmende Mitarbeiterin unterstützt, lebt Emil Goldmann, menschlich und materiell anspruchslos, das vorbildliche Leben eines deutschen Gelehrten. Ernst Lissauer. Professor Hans Driesch Am 28. Oktober d. I. wird Hans Driesch, der große Leipziger Philosoph, 65 Jahre alt. Der hier zur Verfügung stehende Raum macht es unmöglich, den ganzen Umkreis der wissenschaftlichen Leistung Drieschs mehr als anzudeuten. £ein Weg geht von der Raturwifenschift zur Begründung des Vitalismus; 1999 erscheint die „Philosophie des Organischen^ worin die epochemachende Beweisführung für bk Autonomie des Lebendigen sich findet. Von dort her dringt Driesch zu emer neuen Grundlegung der gesamten philosophischen Wiffensc^rft, in der ,stOrdmmgslehreE (1912) vcrp das Buch wird von nun an ein Stündardwerk der modernen Philosophie. In den zwanzig Jahren seither hat Driesch ein umwWnhilosophie gesckafsen. 1917 fische ,WirMch?eitsWhr-" des System der folgt die metap darauf 1926 die yrundproöleme der Pchchologie" und 1927 das moralphilosoplüsche Werk .Die fittli^ Tat- Dieses letzte Werk ist Zeugnis des ethischen Durchbruchs einer denkerisä-en Persönlich leit von einer Größe und Lauterkeit, wie sie in der in dieser Hinsicht mehr als kärglichen Gegenwart kaum ihresgleichen hat. Der sittliche Urgrund des Menschen Hans Driesch bestimmt auch feine politische Stellung, wie auch seine Einstellung zum Judentum. Einer der aufrechtesten und unerschrockensten Demokraten und Republikaner, überZeugrer und aus seiner Ueber- Bgung nie einen Hehl machender Pazifist, von stem Gerechtigkeitsgefühl, ein Mensch, der von je und immer seine Stimme für denjenigen erhoben hat, bcm Unrecht geschah, ist Drrefch ein aufrichtiger Freund des Judentums, ein Mitkämpfer gegen den Antisemirismus. Wir haben ihm nicht nur mannhafte Worte in diesem Kampf zu danken, nicht nur Mitarbeit in diesen Jlätttrn und im Morgen". Wer, wie der Versager dieser Zeilen, das Glück hacke, durch Jahre hindurch mit Driesch zuiammenzuarbeiien, weiß, daß die Situationen, in denen diese Worte ge'prochen oder niedergeschrieben wurden. siK mehr als einmal zu einer „sittlichen Watt machten. Daß Deutschland ei um foIci>cn Mann bennt. und, wie wir wün'chen und zuversichtlich hoffen, auf Jrhrzamte hinaus noch besitzen wird, ist ein GlDck nicht nur für Deutschland, sondern für die Welt. Mauritius Kahn. KIctae Chronik Rabbiner Dr. Mevhaus (Mülheim, Ruhr) und Frau feiern am Sb. Stöber das Fest der silbernen Hochzeit. — 2er Tvvützend: der Ortsgruppe Halber-, ftadt, Adolf Jacobson, wird am 1. November 70 Jahre alt. — Das langjährige Mitglied des Erntralvcrrins Havrn Kanter (Frankfurt a. M.) feierte am 27. Dl:oo:z ml: seiner Gattin das Fest der silbernen Hoch-alt.— 2as Bankhaus 6. Merzö cr ch (Osftnbach c, M.), da sie n Inh a: er zu unseren treuen Miegiiedern, zählen, kannte cm 13. Oitober auf das bun dorrst:'-narr Begehen zurückblick-n. Wir gratulieren unserer. Freunden herzlichst. — Tr. Carl Melchior (Hamburg) ist zürn Senator der'Deutschen Arad zzziz in Manchen ernannt worden. — Am 24. Okäräer kannte Direktor 2. L o e w e nberget auf eine vchrziasthrige TästgkeiL bei Herrnann Tietz zurückb dicken: Lrervenberger kam aus San Frarrzisks inr Jahre M'Z2 auf einer Urlaubsreife nach Teusichland. Auf ruunfch seiner betagten Mutter kahrtr er nicht mehr nach Amerika zurück. Ter oain als 24jäirige nahm eine Ausbilfssieäung als Kontorist bei der Firma Hermann Tietz in München an. Durch seine bcckn deren Fähigkeiten und Charaktereigen'chaften siel Laenrenderser den Inhabern der Firrna auü und dir'- betrauten ihn reit einer Vertrauensftelung. An der ganzen Entwicklung der Firrna nahen L-eeva-eräerZer tätigen AntL.il. Wie er stets Las volle Ter trauen der beiden Gründer, Herwann und Oskar Tier. besaß, so ist er, der viele Jahre Prokurist ist, auch Freund und TerLrauLer der ietzigen Inhaber, r-ir wünschen der: treuen Mitgliede und F'remadr des Geutralrererns D. Lrswsnberger noch viele Iaürr segensreichen Schaffens in dem ihn so befriedigendeu Wirkung-kreise. Nach Kirburg. sin dar in Nr. 42 der ,.C. V.-Zeitung" vom 14. d. -'L reraW'-nLllänen Notiz über dir Kündigung des Betfeales rer Jüdischen ErmcinL: lloburg wird uns noch falgrnde rrgänzrnds Mitteilung gernacht: Es hanra'.a sich um eine frühere katholische Kapelle, dider israrluischen Kultuscemeinde bereits vor 68 Jahren zur Benutzung überlassen wurde. Tie i'rarlitische Kultusgemeinde rat Dährrnd dir'es ganzen Zeitraumes sämtliche Unterhalrunasnab llmbaukosten aus eigenen Mitteln bestritten. Der Staorrat hat, wir berichtet, die Kündigung mit den Stimmen der nationalsozialistischen Mehrheit c:een die Vertreter aller anderen Vartrren mit rierrebahrliüer Frist zürn 31. Dezemder d. I. ausastpavven, ruck dein Boidehalt, daß die Snnagoge in Len si.astand der früheren katholischen Kirche zurückversetz: werden soll. Strrndkuter. Ter neueste Propst der H«rrn Hitler, Erik Han nasse n, ist, wir Sir reit Recht ennuhmen, Jude. Sem eigentlicher Rane ist Steinschneider. Darrung! Wir erfahren, daß in Kreisen jüdischer Geschäftsleute für einen anftolichrn „Rrich-sausschuz der Er« ruerbcklofcn T-cutla lands" Sammlungen unternonunc-n rourdsn, dir, nie vrrrrgrbru wurde, der Beeämpfting des Loykatts crgrn jüdische Geschäfte dienen sollten. An anderer Stelle hat Ich der Srauuler als Beauftragter des Lande.'arbrin'a'ntes au.ngwun. Mit dsm Sanrmlerbr'chäfrirr nch bereits cir T.'.izei. Aus diesem Anlaß er'uck.'n wir neurraings alle unsere Freunde, vor Hinaus - ab: von C üt'rn an Anbckannte sich an zustllncnzer S.elle rj. erluawsTer Obengenannte ha: ats sinn: ciuziren. Üue-'.re'..- eene Nummer der „L. B.-Zruunp' rrrgezrig:, die natürlich keinerlei Gewahr taf»r tirret. Laß er von L-enn Unterzeichneten Verein crurft.Arn ist. Lentralverein Le-T':r Sllratsbürarr jübiftcheu C.aubeas, Ortsgruppe München. S§?chäfttlche Jloü^n Die Freie IüLr'chr Trlkshcch'chulr und der Verein für jüdische Geschichtr und Lireratu? veranstalten Sonnabend, Len 29. Oktober, isu B a ch . S a a l, Lützowstraße 76, abends § Ahr, ^rn Konzert unter Mitwirku-:; ven Maria Mapr-Ianorrftaja, Ilse Nathan, Magnus David'ann. Ler Gollanin, Hanns John, Mar Ianrwfki, Cab Cbeia'e, Chor unter Leitung von Aleranoer BZcinbaure, ^rnn Streich, trio. Die Darbietungen wirb Arno Rakel 'erläutern. Ausführliches Brrzramm im Vorlesungsverzeichnis der Freien Iüd-säen Vrlk-bechsabuir, kosirnlos erhältlich in allen jüdischen. Bure-h anrlungen, an den Theaterkassen Hermann TTch. Alerand-errlatz. Leipziger Straße, Fran.ill.7tLr Alle». .-adnAe und im Sekretariat, Oranienburger Straße 29, Deidrndamm. D 2 5321. Wer nicht gut sieht, trägt eine Drill?. Wer nicht gut hört, trän: einen ..Original-Mn'ti^. So heißt nämlich der von den Aerzt.m ernifohl-ne elektrische Hörapparat, den die Tcutsche Allellll-C es. m. b. H., in Berlin-ReinickrnLorssOst, Vri:n.---:snr. 4, llir 27 Jahren in den Handel bringt. Wer 'ck-rrerhörig ist, sollte sich in seinem Interesse 'oftrr mir der Firma in Verbindung setzen, um. nah Rat und Auskunft über diese kleinen elektrischen Hörrvrarate, die das gesprochene Wort kristallklar wie:ergeben, errriien zu lagen. Leiden Sir an Sieh:? Bei ginti'chen Erkrankungen liegt bekanntlich eine Stof-michselülrung infolge fehlerhafter Blntbssmaillnhei: vor. Zur Entfernung der schädlichen Vnllandnilr im Tlut ist Togal in hervorragender Weise geeignet. Togal hemmt die An- 'ammlung der Harnsäure und vernrrgr: ihr- Auscheidung. Weit über WA) Aerftr haben sich in sehr voendev Weise über dir gute Wirrung des Togal ausgesprochen. AröerLslossgrsiL SDiuzL viele -u rveitg-henden Einschränkungen. Auf manche liebrrmordene Annehmlichkeit heißt es da, rranigsiens vorübergehend, verzichten. Bei allen, dir'en au-gezrmungen.en Eparmaßfollte man sich selbst aber nicht vernach- Lenn beim Arbeitsvchenden ist es doch so, ^der erste Eindruck der beste im Mit ungepflegten hnen und unangrnebmrm Mundgeruch kann man nirgendwo Freunde erwerben. Ter Wabisxruch müßte also lauten: ,.Tu etwas für dein, fulliaes Aussehen, pflege deine Zähne, Lomir sie eine Empfehlung für dich sind, benutze eines Lev bekannten Mittel, wie die berühmte Ehlsrodon.t-p-ahnposte, die von höchster Qualität ist, und spüle am Tage ö'tovs Leinen Mund mit dem wohlschmeckenden und überaus sparsamen Chlorodont-MunLwa er. So schabst du die Grundlage für eine sympathuches Acußeve und hast Erfolg im Leben." Bad WarmLnrns. Destere AurLa^senkung für Herbst» und Divterkuren. Wem os in der Hauptsaison nicht möglich war, eine Kur in dem Rheuma- und Gichtheilbad Warm.dru.nn zu ciLraunen, der sollte jetzt, nachdem die Dadererwalnun.g dir Kurtaxe wesentlich herabgesetzt hat. ohne die Üeillungcn ciu-uschränken, nicht versäumen, feinen Koster silv Bad Warmbrunn zu packen: Ter Kur- und Badebetvieo wird in vollem Umfang aufrechtrrhalttn. Verlag: Eentralvrrein deutscher Smatsbürger jüdischen Glaubens e. V-. Berlin >V 15, Erster Str. 42. Tel.. Adr.: „Ee ntralglaubeu Berlin", B-'st schock: Berlin 3S472. Hauptschriftleiter: Tru Ludwig Holländer. Verantwortlich: Dr. Margarete Edelhetm. Beide Berlin V.'15. — Unverlangte u.amullriptL werden ' nur Zurückgesandt, wenn Frrrumftstag tvilistgt. — Verantwortlich für den Anzelpent: l: F. Dinner, Derlin-Wilmersdrrf. — Druck: studslf Masse, Berlin 87V läl. -ick 8 SLnA Wsiß i ";i In der Straßenbahn fiel sie mir auf: eine fe' it. Mrrrtr Brünette mit schönen. Augen und Lrnstmns- Dert blühendem Gesicht. Ich bcrbachetrtr dies suöne Menschenkind, konnte mich nicht satt sehen. Sie trug weder einen Trauring, noch einen Lerlobungsröckg; sie wup cstsd ledig. ' Die entzückend; Klo ine stieg aus. Schade! Leider feilte mir die Möglichisit, ihr Zu folgen, ich mutzte eilig weitem - . Ob ich dies holde Fräulein wohl jemals wudersrh? Ich fuhr jeden Morgan mir derselbsn Straßenbchn^ beobachtetr die Ha'rostllllrn,^ immer in der Hoffnung, die Ersehnte wiederzutresiftn. .Vergebens! ALrr ich konnte dies blühende Fräulein nicht vcr- Men. Dskannttich spielt der Zufall eine große Rolle in: Leben! Kurz: auch mir half ein Zufall: ich traf msine Schöne beim Bummel durch ■ eine belebte Gosch-ists. Pratze. Sie besah sich besonders die Auslagen der Geschäfte, die kosmetische Artikel führten. Unauffällig fölrte in ihr. — Schließlich betrat sie ein größeres Gefchüfi, und ick stack rs edrnfulls. um auch rnm Sch:in e:vr Kstinigßst.t zu kanstn. Ta sah ich denn, daß sie eine Dose Marnlan-Cr-eme erstand. Am cs ob-ukürzra; di: Schöne und ist wurden gute Kameraden, une nun. sind wir vorloock. Mein Liebling ha: mir just eingrstanden, woher sie diese Uedrerzentö Houstuunheit hat: sie pflegt ihr' Gesicht sormäitig r.:.: Marrban-Ereme. Und ich sollte es auch tun. Ich bin cstreut, daß es fo kam. Auch mir fchöncktr Marrlon-llremr überraschenden Erfolg: Äun-eln und Fa.-Ln warten bald g:mildert und dre Geüchtshaut beraum wieder aulzublübett. Man mutz mein hevst.res E-rsivr seien und es mir dem da. maligen Zanand rerstcichen, um zu erkennen, welche Blü'.e di; farvrfr ümrnlan.Erem.e cus meinem Gesicht hersusgLhalt bat. Meine. Brsuck und ich sind vnir unserem llus'm.en mehr als zufrieden. Wer oeiV. ob mein: h:Mg: Traut mir damals, in d-tr SsiraZenbabn av'-stallen wäre, hat:: sie nicht die derst :che Qhfia r-s.• au: dar.! Mary lau.-Creme gehabt? Ich werd; fenr Stuv.d< niemals vergessen. Auch Ihrem G-ückr meine Tome, mein Herr, wird die prächtig w.rlende Marnlan-Treme erfreulichste Vorteile st: rin reu.. Saba ck> aie Marylan-Lrcme kennen, werden sie deureiscn. wau-m. mehr als 2ll 000 Damen und Herren ihrer Bmv'ßcvung in Dankbriefcn, deren Zahl nrrariell bcg.auöig: ist, Ausdruck - gaben. f Wenn. Sie Ihr E-:ücht lieb haben, lassen Sie sich eine Probe üstarvlan-Lremr ftni.a. Auch ein aufschlußreiches Büaglchin über kl:-:: Eestchispsieg; be« kommen sie da tu; etenka'üs v.Aig kostenlos. Nur .1 eine 4-Pfg..Mare: braurlx'n Sie avisrvaeüen. Diese kleben Sie auf einen Briamm'chlag, stecken unten- F stehenden Bemrssmrin hinein, basten Len Umschlag . offen und fchrciren ccf Pie Wäcksti:: Lss Umschlages Ihre genaue 'ALvess:. st^ Srakisbezugsschrin: An den Marnlan-Bericieb, Ver- Un 243, Friedrichstr. 24. Senden Sie mir bitte völlig kostenlos und x^rtafmr eine Brrbr Mar:)lan-Creme } und das lehrreiche Schönheirsbächlrin. mit Abi diidungen. - :

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