Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 11 (1932)
- Issue
- 13 (25.3.1932)
- Date
- 1932-03-25
- Page
- Seite 122 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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122 i i ♦.. getreues Sprsgelbilö unserer Zeit Vor kurzem wurde Josef Maria -Franks Buch „Volk im Fieber" (Tieben-Skäbe-Vorlag, Berlin) der Lefsenilichkeit übergeben; ein Kapitel, das Tagebuch eines jüdischen Schülers, war bereits vorher in der ,.(5. V. - Zeitung^ Nr. 52 vom 25. Dezember 1631 abaedruckt worden. Eine fachkritische Besprechung in diesen Blättern hob neben sachlich begründeten Vorbehalten den Wert besonders dieses Tagebuches als eines Dokumentes tiefsten Seelenleides und schlimmsten Politischen Ungeistes hervor. Wie stark der Eindruck des Gesamtwertes aus Menschen ist, die in dem von Josef Frank geschilderten, von PoliLrscl>en Haß verhetzten norddeutschen Kleinstadt-Milieu leben, mag nachstehender Brief eines Lesers an den Verlag zeigen: „Es ist mir heute ein Bedürfnis, Versasser und Verleger für dieses Werk wärmsten Dank zu sagen. Endlich ist darnit ein Buch erschienen, das in der Bloßstellung der heutigen politischen Verlogenheit, insbesondere der maßlosen politischen Verhetzung und Vergiftung unserer Jugend, ein getreues «Lpiegelbild unserer Zeit darstellt. Für solche Volksgenossen, die mit dem Begriff „Staatsbürger" nichts' anzufangen wissen, dürste das Buch besonders lehrreich sein ..." Artur Schweriner 50 Jahre alt. Am 31. März feiert unser langjähriger Mitarbeiter, der stellvertretende Syndikus des Centralvereins, Artur Schweriner/seinen 50. Geburts-' tag. Mit seinen zahlreichen Freunden gratulieren wir dem tapferen Streiter sür Deutschtum und Judentum und wünschen ihm noch viele Jahrzehnte erfolgreichen Wirkens. j Kleine Chronik \ Michaelis Lefchnik, Berlin, konnte am 1. März auf eine ununterbrochene 25jährige Tätigkeit als Ehrenbeamter im Dienste der Stadt Berlin zurückblicken. — Ernst Brisch, Königsberg i. Pr., feiert am 1. April d. I. sein 60jähriges Geschäftsjubiläum. — Jacob Marcus, Berlin, der seit Gründung des _ C. V. diesem angehört, feiert am 25. März feinen 75. Geburtstag. — Emil Pietsch, Kiel, begeht am 19. d. M. sein 40jähriges Gefchäftsfubiläum. — Unser langjähriges Mitglied S. S t e i n, Lügde, kann auf eins büiahrige Tätigkeit als Versicherungsagent der Aachen- Leipziger Versicherungs-A.-G. zurückblicken. Wir gratulieren allen diesen Freunden herzlichst. — Am 19. März starb im nahezu oolleudeteu bo. Lebensjahr der Patriarch der Gemeinde Limburg a. d. L., Lehrer Emanuel D l u m e n t h a l. Seit Bestehen der Orts, gruppe des C. V. war Lehrer Blumenthal ihr Mitglied. Ueder 40 Jahre war er der jüdischen Jugend Führer und Lehrer. Der Verewigte war auch Mitbegründer und Ehrenmitglied des Vereins Rassauischer JfraeUtischer Lehrer. Ehre seinem Andenken. — Die Jiu- Jitsu.Gruppe des Rcichsbundes jüdisch erFrontsoldaten gewann zum dritten Male und damit endgültig den Wanderpokal des Reichsverdandes für Jiu-Jilfu. NiederlasirrngSmöglichkeiLcn Nr. 395: Für seminaristisch gebildeten Religionslehrer und Schächter in Provinz Niederschlesten. — Nr. 395: Für praktischen Arzt in süddeutscher Mittelstadt. — Schriftliche Anfragen von Mitgliedern an den Lentcalverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Berlin W 15, Emser Straße 43. Die diesjährige Generalversammlung des HUsr- Vereins der deutschen Juden findet am 31. März, 20 Uhr, im Kaiserhof zu Berlin statt. U. a. hält Rabbiner D r. S. L e v i (Mainz) einen Vortrag über „Erlebnisse an der Ostfront in den Jahren 1914—1918" und „Dir gegenwärtige Lage der Juden in Osteuropa". Druckfehlerberichtigung. In dem Aufsatz „War Goethe Antisemit?" von Julius B a b auf S. 165 in Nr. 12 der „C. V.-Zeitung" muß es heißen: „Freilich, der von allen Judenfeinden so viel zitierte Ausbruch vom 23. September 1823, wo Goethe gegen den Kanzler Müller über das neue Gesetz tobt, das die Ehr zwischen Christen und Juden gestattet, ist zum mindesten in seiner Tonart durchaus n i ch t charakteristisch." Geschäftliche Notizen Wie dir Hausfrau beim Eirreinkauf sparen kann. Hausfrauen, die sich dis jetzigen niedrigen Eiervrsi'e auch für den Winter zunutze machen wollen, legen dir billigen Sommereier am besten in Earantol ein. Es hält die Eier über ein Jahr lang absolut frisch. Jede Apotheke und Drogerie führt es. Trinkt Fachinger. 1317 schrieb Goethe an feine Schwiegertochter Ottilie: . die nächsten vier Wochen sollen Wunder leisten. Hiezu wünsche aber mit Fachinger Wasser und weisem Dein vorzüglich begünstigt zu werden, das eine zu Befreiung des Geists, das andere zu dessen Anregung..." W. von Goethe." Bad Salzuflen am Teutoburger Walds. Das besonders wegen seiner Erfolge bei Herz- und Rheuma- Erkrankungen zur Berühmtheit gelangte Thermalbad Salzuflen hat mit seinen Frühjahrskuren begonnen. Alle Kurmittel, darunter dir selten kohlensäurereichen Thermal- und Solbäder, Fangopackungen und das neue Inhalatorium nnt pneumatischen Kammern ZRoeckl-ÜKandschuhe 22 eigene Filialen in allen grösseren Stadien des Reiches stehen bcm Kurbedürftigen zur Verfügung. Zahlreiche Unterhaltungen, regelmäßige Konzerte werden geboten. Die schöne große Kurhausterrasse sowie Lese- und Schrerbräume sind heizbar. Die Preise für Unterkunft, Kurtaxe und Kurmittel sind den Zeitverhälrnissen entsprechend herabgesetzt. Zu den Osterferien wird für einen zehntägigen Aufenthalt nur 4 Mark Kurtare erhoben. Joobab Tölz. Der Winter behauptet sich noch auf den Bergen und bietet Gelegenheit zum Wintersport. Tölz ist ebenso Luftkurort, Wintersportrlatz und Jodheilbad. Demzufolge hat die städtische Kurverwaltung Bad Tölz die im Jahre 1932 ohnedies ermäßigte Kurtare für Gäste, die keine Kur gebrauchen, bis zu einer Aufenthaltsdauer von 14 Tagen um etwa 50 Prozent gesenkt. Bis zu einem Aufenthalt von 7 Tagen wird überhaupt keine Kurtaxe mehr erhoben. Es ist also kein allzu kostspieliges Vergnügen mehr, zu pauschalierten Preisen einen kurzen Ostarurlaub in Tölz zu verleben. Radiogramm der Bad Bramdoch Radium - Mineralquelle. Nebenstehendes Bild (Radtogramm) wurde mittels der Bad Brambacher WettingueUe erzeugt. Sie ist die stärkste, selbsttätig an der Erdoberfläche austretende Radium-Mrneralquelle der Welt. Die Quelle steht auf der ganzen Welt einzigartig da. Neben ihrem hohen Gehalt an Radium-Emanation wird in ihrem Wasser auch gelöstes Radium vorgesunden; nicht zuletzt zeichnet sich die Wettinquelle durch eine hervorragende mineralische Zusammensetzung aus. Allen diesen Eigenschaften zusammen ist es zuzufchreiben, daß mit der Wettinquelle so einzigartige Heilerfolge erzielt werden. Verlag: Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. B., Berlin W15, Emser Etr. 42. Tel.- Adr.: „Eentralglauden Berlin", Postscheck: Berlin 30472. Hauptschristleiter: Dr. Margarete Edelheim, Berlin W 15. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Helmut Cohn, Vln.-Schlachtensee. — Druck: RudolsMosse, Berlin. n * \\. * *.\ m! H n; ii.muh. lumm a um sag e Julius Cäsar. Das war kein Lob, er wollte bequeme, gleichgültige Mitarbeiter. UeberfiüssigesFett macht trüge zu allem. Darum bewahren Sie sich ju££ndIiche'Schl:'nkfceit und Frische. Trinken Sic Dr, Ernst Richters Frühstückskräutertee Er macht schlank u. elastisch, erneut das Blut und steigert die Leistungsfähigkeit. Paket M. 1,80, K u r pack g. (6 fach. In h.) M. 9,—, extrastark M. 2.25 u. M. 11,25. 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