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Central-Verein-Zeitung · 1929-10-11 · 41 (11.10.1929) · p. Seite 559

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
8 (1929)
Issue
41 (11.10.1929)
Date
1929-10-11
Page
Seite 559 (sequence 16)
Language
German
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SS- Meine Chronik. In SensLurg (Ostpr.) verschied der langjährige treue Mitarbeiter unserer dortigen Ortsgruppe, Lmnitätsrat Dr. I. Kroh n, im 70. Lebensjahre, der noch bis zu seinem Heimgange die Kassenführung unserer Sensburger Ortsgruppe inne hatte. Ausgestattet mit hervorragenden Charaktereigenschaften und liebenswürdigem Wesen, zeichnete ihn ein unermtidlicher Pflichteifer als Mensch, als Jude wie als Arzt aus. Sein Andenken wird fortleben. — Unser langjähriges Mitglied, Stadtrat a. D. Salo Müller (Neustadt, O. ° S.), vollendete am 19. September seinen 75. Geburtstag. Die „Neustädier Zeitung" widmete dem Jubilar einen Glückwunschartikel, in dem besonders seines ausgiebigen Wirkens im Dienste des öffentlichen Wohles gedacht wird. „Sowohl die ,C^onik der Stadtverwaltung' wie auch die Geschichte der Charitas werden die Verdienste des Herrn Müller unvergeßlich festhalten". Herzlichen Glückwunsch! — Die von der jüdischen Gemeinde Laupheim kürzlich veranstaltete Moses Mendelssohn - Feier fand durch einen Vortrag des Landesverbandsvorsitzenden des Centralveveins, Dr. med. Feldmann (Stuttgart), über Moses Mendelssohn einen würdigen Abschluß. Nach einer Ansprache des Vorsitzenden der C. V.-Ortsgruppe, Jonas Weil, der die Versammlung leitete und unter den sehr zahlreich Erschienenen auch seinen Landsmann, den Filmmagnaten Carl Lämmle (New York) begrüßen durfte, gab der Redner in überaus fesselnder Darlegung ein Lebensbild Moses Mendelssohns, in welchem er seine Bedeutung für den C. V.-Standpunkt beionders unterstrich. — Der C. V. Landesverband Thüringen hat seinen treuen Mitarbeiter. Dr. jur. Otto Golds ch m i d t (Gotha) in der an: Sonntag abgehaltcnen Dclegiertenversammlung wegen seiner Verdienste um den Centralverein zum Ehrenmitglied des Landesverbandes Thüringen einstimmig gewählt. Cs ist dieses die erste Ehrenmitgliedschaft, die der Landesverband Thüringen seit seinem Bestehen verliehen hat. — Am Sonntag, den 29. September, wurde die völlig renovierte Synagoge in M e s e r i tz durch Rabbiner Dr. Elsaß aus Landsberg a. d. Warthe neu eingeweiht. Opferwillige Spenden früherer und jetziger Gemeinde- Mitglieder und die Beihilfe des Preußischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden hatten das Werk ermöglicht, das unseren Freunden in der Grenzmark das^Bewußtsein innerer Stärkung verleiht. Eine große Zahl andersgläubiger Festteilnehmer bewies das harmonische Einvernehmen aller Schichten der Bevölkerung. Mendelssohn-Feiern. Es ist uns leider aus Raummangel nicht möglich, noch mehr Berichte über Mendelssohn-Feiern aus unseren Ortsgruppen und befreundeten Vereinen zu veröffentlichen. Wir freuen uns über den guten Verlauf dieser zahlreichen Veranstaltungen. Die Serivtor G. m. v. &♦, das Institut für wissenschaftliche Handschriftenuntersuchung, beginnt im Oktober zwei Kurse über Graphologie. Der LLJCSilNO-Casfagnola Ä Französisches Tcchterinsiiiut „Castello Bianco". eine Kursus umfaßt sechs Vorträge und dient dazu, weitere Kreise mit der Bedeutung und den Grenzen der graphologischen Wissenschaft bekannt zu machen. Der andere Kursus dient der Ausbildung und umfaßt drei Monate Theorie und drei Monate Praxis — wöchentlich 1% Stunden. Die Vorlesungen finden Mittwochs abends in den Räumen dev Scriptor statt, Friedrich-Wilhelm-Straße 17 (am Lützowplatz). Anmeldungen dort, eventuell telephonisch: Barbarossa 2428. Beide Kurse werden von Fräulein Martha Goldberg — der bekannten Graphologin und Mitarbeiterin des „B. T." — abgehalten. Besonders interessieren werden die Vorführungen und Erläuterungen der Handschriften von Juden im Lichtbild. Verlag: Eentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e. B., Berlin SW 68, Lindenstr. 13. Tel.-Adr.: „Centralglauben Berlin". Postscheck: Berlin 30472. Hauptschristleiter: i. B. Dr. A l f r e d W i e n e r. Verantwortlich: Dr. Margarete Edelheim. Beide Berlin SW 68. — Unverlangte Manuskripte werden nur zurückgesandt, wenn Freiumschlag beiliegt. — Verantwortlich für den Anzeigenteil: Paul Burg Hardt, Eharlottenburg. Druck: Rudolf Mosse, Berlin SW 100. StLm.Q}evLg<fjLQ/STwWA CDeuijche Qe(chcifis/Felle jelsst Qtylunßien, CKomömstraße 35 a empfiehlt den neuen Ehrenburg DasbewesteLeVen des loül Nottichwantz Roman von I LJ A EHRENBURG Gebunden RM.?»— AU8 DEN ERSTEN BESPRECHUNGEN: Gin WbifAtc SchweM Eine Karikatur bolschewistischer Ideen und jüdisch-sozialer Verhältnisse. Mitteilungen der Jüdischen Reformgemeinde zu Berlin. Endlich einmal ein heiterer jüdischer Roman — ein jüdischer Eulenspiegel oder Don Quichote, lieber alle Schwierigkeiten siegt Lasiks Humor, seine Lebensbejahung. Ehrenburg ist hier ein bezwingender Humorist, vom befreienden Gelächter bis zum weltweisen Lächeln. Breslauer Jüdisches Gemeindeblatt Ein köstliches Buch! Eine wundervolle Dichtung! Saar brii eher Zeitung. Ein vergnügliches und dabei nachdenkliches Buch! Voll Lachen, aber auch voll verhaltener Kritik und voller Sprachkunst. Jüdisch-liberale Zeitung, Berlin. Ein heiteres, ein liebenswertes und ein unheimlich gekonnt geschriebenes Buch. Acht- Uhr-Abendblatt^ Hamburg. Man soll auch diesen Ehrenburg lesen, weil diese Geschichten ganz entzückend sind. VossischeZeitung. u la e ss te h e n in alle n O3 itchh and l ungen. 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