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Central-Verein-Zeitung · 1928-11-16 · 46 (16.11.1928) · p. Seite 642

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
7 (1928)
Issue
46 (16.11.1928)
Date
1928-11-16
Page
Seite 642 (sequence 2)
Language
German
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ö42 :? handelt auch der . jüdische : Teittsche den ü"tcn und! grvsien Traditionen - dc^ . Ecniralvereins entsprechend.! Daher, denn auch die überragende Bedeutung der an Material. unanfechtbaren , A u f f I ä r u n g s a r b e i t in ihrer Witkurrg aus die nichtjüdischen Volksgenossen. Au die im Arbeiterviertel, in der Beamteuwohnuug, im Bauern- . hguse Wohnenden mit allen Mitteln moderner Aufklärung l>eranznkommen. ist ein schweres, aber durchaus lösbares Problem. Auszukkären sind Behörden. Organisationen. Parteien - über die gefährliche' Wendung.- .Anfzurufen, laut aus.glrnsen! sind die deutschen I n d e n zur Tcilnakjme, yir Mitarbeit, ( * \ur Opferwiüncheit. _? Einer zweitausendköpsigen Blervge ries Adolf Hill e r am 2. November nach Ausführungen, die von Iudenhns; trieften, in Nürnberg zu. .esfei unmöglich, auf der Grundlage einer verindetm Republik die Wiedcrgesundung unseres Volkes herbeizuführcnn. Das Parlament sei eine Erfindung der Hilden. E^ müsse-einer.nationalsozialistischen Diktatur weichen. 'Einig im Kampf, rastlos in ihm ausgehend, müsse das Ziel doch noch zu erreichen fein: Ein "Deutschland. das frei von Inden und Iudeyknechten, das wieder ein Volk toird, das die Achlung der Well jzeniesü- Diese Hitler-Rede^ lohnte ein viertelstiindiger Beifall. i11cco . Drohung versteljt das kleine Kind. Schon iciii 2 st eg zur Macht verrät die brutale Gewalt. Das deutsche I n d e n t u m weist, was es bei der weiteren Verstärkung der Hitler- Partei zn erwarternchak. Es sei auf der Wacht imb es helfe kräftig denen, die asts Vtcbc zuui dettkistten Vaterlaitd und zinn Judentum, im.Kumpfe ans den Brillen stehen. Die ernste Sage beleuchten die folgenden Berichte: t Eine Hitler-Versammlung in Nürnberg {2. November 1928). Bereits nachmittags um drei Uhr wartet,' die M.'ng,' vor dem l Saaleingaiig aus die Eröffnung dc's R'anmes zur Hitler-Vcrsamsu.'uug. ■ lim Yil Uhr war jeder Sitzplatz restlos belegt nv.d aus den selbst fein Stehplatz zu erhalten. Ein Polizeiaufgebot zw-u- Iid)cr Stärke reelle den Andrang, der bis znr letzten *:. :<!c dauerte. Der Saal tour mit Hukenkreu z-uhueu und Oitln ■rn , gcschrnüclt". (^c'gen l^alb nenn wurde das Ersckjeimn Eitlerangekündigt, was die Menge zu brausenden Ovationen t^rau!. deren Stärke noch zunahm, als Eitler, gefolgt von Str^llu'r und den nakiouagozm'.iNischen Siadträten. das Spalier der Sturmtrnpps durchschritt,;un die Bühne zu erreichen. Die völlstst^u Erik' rnse. das ..Bravo. Hurra fritier! frril imjernu r!!cr! (t3 lebe unser Iührcr! Kämpfer des Volkes" und jo weiter uahiuen in ul', rsclpvängiicher Weise zu. inobei auch Streicher ein gut Tcil dieses Lobgesanges abbclaiu. Die üa^lle spielte das rullm r>,d das stehend gesungen tvnrde. Die Analyse der ein.zcllneu Schichten des Publikums uberia'äne. wenn man Vergleiche ,;u den Ver'auuuluugen St rmchms zog Erngezogene Erlnndigungeu zeigten, das; sich die Arl'eiker in der H.ihl ungestihr mit der B,ühl der '?!up,esteltteu von Bureaus. sZabrrkeu lind Üaufhäuseru die Wage hielten. Diese Ntai'cn maäjNu v'.cl!>mb' M Prozent der 'T^esuchc'r aus. Ausfallend roar. dai; sehr vulc > toerker und kleinere Eeschistsleute erscyrencu waren. VnutXg.il: 15 Prozent der Versammlung gehörten den so.ermuliteu grbl'.ivmn Schichten au. Besonders zalilreust lvar auch die Studeuv i-', vertreten. Eine kleine Zahl der Versarunlluugsteiän huu r bestand .ins Lehrern der umliegenden Ortsä)<ü'.eu. wie U'aeulveim ustv. Et.oa h.ü vom Hundert der Hörer waren Zrauen. Nürnberg. Die na t io na! sozialistische^'Bewegung hat e i u Vierte! ihre r S l mn m e u bei den. Neich-Bagswühlen aus B i^'f r n erhalten. D rer nreichstagsal^eordüele ^wurden - hier gewählt: ^usterdcm sind vier weitere ugtionalsozialistische Reiehstag^ibgeordnele gebürtige Batjeru. Diese Eulu.u-.'klung. geht seit, bei; Maitagen l'.)2^ weiter imt> hat besonders!y'nrnberg als ihren Stützpuntt. Vlit n'elclzen Mitteln wird hier lwar vitet^ Die Nürnberger-Nationalsozialisten stehen unter der Führung des sruiheri'li Lehrers und Landtagsabgeordneten U'r, der frer.ansgebür. eines wüsten Wochenblattes, des er", ist. Das Blatt' wird im Strastenverkanf reistend Warum '-Weil .fdini politischer Inhalt sointeressant S t r c i dj ..S t ü r.u, a Gesetz;? und auch^enlHtz ist Nein, sondern weil seine Seiten angesütlt sind mit - «•.- -s- --- in- Dcta tu den le kinoartigen Schauermärchen, mit gepfefferten, oft bis 1 gelriN.den Schilderungen von Sertuüverbrcchen. Erst ten Wochen-'hat inr 'Nürnberger .Stadtrat ein Vertreter des ihristlachen BoUsdienttes. Lehrer an einer Mittelschtüe, ans die sittlich? den ..Stüt l ic Ti des 'B'vNe modernen üährdimg des Volkes imP insbesondere der Jugend durch wer" hmgewuneist . *. istionalsyzialzft.cir-i k>ezeschnen sich gern' als die „Reiniger" Sie-entrüstest sich-moralisch über die Lustbarkeiten der Eiroststädte; ..stbdr.'.Euiv bei rieb. Iaz mg stk und Negertänze. Es fei da bin gestellt ob wöu'dstsen'.Dingen eine sittliche. Gesähidnng des Voll.. ' ' - - ' .. . ■ Streicher niedriaste Ans. a sozial ist ii l ren.zeu .Zutritt"' . t^ ljl im, r.v> nnd für 'W'ä d»s Ms>n scher und seine Dreunhe hier erzählen, past: vvlikinmnsN^zst derlAit-'.-seilies .Blattes und zu der Ankündigung - iemer i3Vr'ammhmgcU'./-Es<chringt. rvenig davon in die Oessei'.ttich' fUit, uusl seder. geblldet'e Äensttst eine berechtigte SstM davor hat, und.-der Jugend ausgetst.. Zroeisellos aber ist, das; der nudsdör'-s.S^rnLeDO^DMÖ 'dem Büttel der Anskitzelung -ItNstinkte.'pisistr.fstrd.-Prvträgandlt maeljcu. e.ch^t^ Hobe stehen die märNschreieriicl>cn Themen natioualr Vorträge in ürnbstrg. Erellrote Plakate, mit Haken- Unterdrück ..Inden hal^'n keinen verknuden ' sie- ^allwöchesttlicli. Die 'Versannnlungsthemen . IndengZs-.Münster lmd-, Bankhänslcr -— unser Ruin". ,'iiele^er'VWsttt>cn'fchwöier''. .slstichr-samiiter an allen Ecken -:r". Diefe^MküstNcwzieh^. Streicl^r füllt mit ihr Woche e. dp u.-gröstteü,Ve ria r m n l n n gs i a a l der Stadt mit ll 0 0 0 b i s :"* «»>n f^x und seine pastr vol!röiw.nci\ M'derlÄrt-'Deines Vlartes nr •z*£. ■ “ 2 rm\ •' # I . : ) * \ \ I v * ' kOMschisderte. finanziert fip. -allvulaugeFgeglatcht. ..selbst das -!)abrst-tz,m den-'-Iahrcn \'.rll AMssiÄbert-;gcnvar)et^bis' h?l)e -Beantte, MUkhOpspE der'Hetzchwnrdcn.' Tenn: das ^^MMrstsw.i'rktstniMhenteP't; in -Aurw. dAsttWmHEmf/dßsJbürgt». lic(:ni der Barteiangehöriae bildeten wohl 7.Z Prozent der Nt'as''eneer'amn:- - lung. "Nach Verlautbarungen sollen \b neue Nil:alrcder na,I) Ttr Rede Hitlers der Partei beigetreten sinn. Interessant ist die Feststellung, dast vor allem streise. die sich als gutgläubige Anhänger des staitiolrZl-3mns und der Eoaugelisehen ein schützen, in überraschender'Zulle zu bemerseir waren ^besonders die Arbeiter dieses: At reife rvarcu von Hille re Tue. legnngen sichtlich erfüllt. Ein nicht endenwvlleuder Beifall schallte Hiu'er entgegen. a>- er sich erhob, um seine Isiede zu begnlnen. (Wir begnügen uics mit diesem Stiluinm»g-bltd. Tie '»Hde Hitlers über ..Rasse und Ankimst" bot nichts Neues, tvnrde aber trotz, dem. nwruber mir an leitender Stelle spreel)en, mit rasendem B.stall überschüttet. Die Schristleitimg.) Vogtland. Bon allen deutschen Laudesleileu austerhatb Bayerns tvnrde zu- , erst das Vogtland von der Hitler-Beivegung crgcrsseu. H o s in Bakwrn aus, das damals ein Hanptstützpnukt der "Nationalsozialisten war, nmrde in den Jahren IWV N! die Propaganda -über die sächsische Grenze nach Planen sehr kräftig vorgetrieben, und bald hatten die Nationalsozialisten hier einen sehr festen neuen Ebützpunkt geschaffen, von dem ans die weitere Propaganda in das übricsen Sachsen organisiert wurde. Tie wirtschaft-!ick)en Verhältnisse in den Jahren 19-2-1 und 1t>2^ betvirkten eilte ofsensichtlicl^e Schwächung der natioltastozialistischeu Beweglmg. Seit der andauernd r ü ck g ä n g i g e n> v n j u n 11 u r. insbesondere in der Hauptindustrie des Vogllandes, der Spitzen- und Slickerciindustrie, ist ober die Ankjäugerschkstt der Nationalsozialisten wieder in ständigem 'Wachsen. Ties wird schon durch .einen Blick auf die Stimmenzifsern der Neicksstagswaht 1924, Landtagswühlen Herbst ]92ti und Reichstagswahl 1^2-S erkennbar. Der Stimmengewinn der- Nationalsozialisten im Vogtland und den angrenzenden Gebieten des Erzgebirges übertrifft in vielen Orten dem jeder anderen P^rni. ,^o erreickstcn sie str Planen bei der Landtagstvahl 192*;; 5512, bei der Reichstägstvahl I92H aber 7752 Stimmen, und so konnten sie In der Amtrhanptmannschast An na borg im Erzgebirge statt I55 Stitnmrn bei der Wahl von 1924 diesmal :i55* für sich' buchen. ^Planen ist heute imnier noch der Organisatiousmittelpuntt der Nalionnlsozialisteu in Sachsen. Hier hat der sachsisck-e Gansührcc seinen ^isst hier befindet sich sogar die R e i ch s l e i t u n g der H i t l e r . I n g e n d. Es'ist somit 5ein Wunder, rveun besonders ^onde und den angcenzcnd,u Gebieten die Propagandct- - tölststeit der ^Natioualsozalisten unvermindert andaucrt. Radau- - atttisenntijthc Svenen, wie sie sich noch vor etwa zwei Jahren in Plauen

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