Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 30 (27.7.1928)
- Date
- 1928-07-27
- Page
- Seite 426 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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m Am 18. Juli verschied nach kurzem schweren Leiden mein geliebter, unvergesslicher Gatte, unser treusorgender Yater, Schwieger- und Grossvater Justizrat Tor^i im soeben begonnenen 70. Lebensjahre-. Im Namen d.r trauernden Hinterbliebenen: Bertha Holz geh, Jacoby, Königsberg I. Pr., Berlin, Breslau« Unsere Organisation beklagt das Ableben des Herrn Justizrat |H Ajll^nn.üj 10 FF* ■'/ aä Der Verewigte gehörte jahrelang dem Vorstande unserer Ortsgruppe als stellvertretender Vorsitzender an und hat sich um unsere Ortsgruppe grosse Verdienste erworben. Noch nach seinem Ausscheiden aus unserem Vorstand stand er uns jederzeit mit Rat und Tat gern und willig zur Verfügung. Das Andenken dieses edlen, cm Deutschtum und Judentum hochverdienten Mannes wird von uns stets in Ehren gehalten werden. . LmMMM fiestiier WWW lüissMn MOZm. e. F. Ortsgruppe Königsberg L Fr. Prof. Dr. F&Ikenlieim Vorsitzender. Sabatzky Syndikus. Durch den aoi 18. d. M. erfolgten Tod des stellvertretenden Vorsitzenden unseres Aufslchtsrates, des Herrn Justizrat NM. haben wir einen schweren Verlust erlitten. Der aus der Not der Zeit entstandene Gedanke, den mit wirtschaftlichen. Sorgen kämpfenden Genieindemitgliedcrn durch Schaffung einer Darlehnskasse zu helfen, entsprach der menschlichen Giite seines Wesens und veranlasste ihn, wie bei so vielen anderen Aufgaben, auch uns seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen. Die Gerechtigkeit seines Urteils und der Reichtum seiner Erfahrungen und Kenntnisse halfen uns, unsere Aufgabe zu erfüllen. Königsberg i. Pr., den 19. Juli 1928. WM ifiiMiiasie NMKM i.Pr, E. 6.m. li.BL Der Aufsichtsrat: Arthur Colm Vorsitzender. Der Vorstand: Simon Rawraway Geschäftsführer. ,..-1 L In tiefer Trauer steht die Synagogengemeinde an der Bahre des Vorsitzenden ihres Vorstandes Herrn Justizrat iril©i Eine kurze schwere Krankheit hat ihn in wenigen Tagen dahingerafft und die Gemeinde ihres bewährten Führers beraubt, der 40 Jahre dem Vorstande angehört, 20 Jahre ihn geleitet hat, unermüdlich in der Arbeit zum Wohls der Gemeinde, zur Förderung des deutschen Judentums. Ausgestattet mit reichem Wissen und grosser Erfahrung h^} er seines Amtes vorbildlich gewaltet, stets bereit, in Achtung abweichender Meinungen unparteiisch sachliche Gründe nach Gebühr zu würdigen, stets bemüht, Unstimmigkeiten auszugleichen. Die Wiedervereinigung der Adass-Jisroel mit der grossen Gemeinde ist sein bleibendes Verdienst. Der Ausgestaltung des Jugendunterrichts galt sein besonderes Interesse. Alle charifativen Massnahmen waren seiner Unterstützung sicher, die Fürsorge für die Beamtenschaft lag ihm am Herzen. So hat er sich die Liebe und die Anerkennung aller Kreise der Gemeinde erworben, so ward vor wenigen Monaten die festliche Veranstaltung bei seinem 40jährigen Jubiläum in Wahrheit ein Freudenfest der gesamten Gemeinde. Ein Leben voll selbstloser Arbeit und Mühe, aber auch reich an Segen und Erfolgen, ist abgeschlossen. Sein Gedächtnis w ird in der .Gemeinde unauslöschbar treu bewahrt werden. Königsberg i.Pr., den 18. Juli 1928. . FersfäM M MMMtMMUZMMM fler NsMWMWö. Prof. Dr. Falkenlieim. Prof. Dr. R. Cohn. Durch das am 18. d. M. erfolgte Ableben unseres Yerbandsvorstehers, des Herrn Justizrat sind wir in tiefe Trauer versetzt worden. Königsberg i. Pr., den 19. Juli 1928. Vsrüsi " fler Spio|8Bleffi8toil8a AtMWW. Artur Cohn Stellvertretender Verbandsvorsteher. Nach langjähriger Mitarbeit als Stellvertreter wurde Justizrat Holz vor 6 Jahren an die Spitze des Verbandes berufen. \ 1' i! 11 n i IS In treuer, unermüdlicher Pflichterfüllung hat er, eia Vorbild an Lauterkeit und Unparteilichkeit, die grossen uud schweren Aufgaben erfüllt, vor welche die jüdischen Gemeinden Ostprenssens in der Nachkriegszeit gestellt waren. Seine Fürsorge galt ebensosehr der Erhaltung und Förderung der Gemeinden wie besonders aber auch der Hebung der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Gemeindebeamten. Die hohe Wertschätzung, die er in allen Kreisen des ostpreussischen Judentums genoss, fand sichtbaren Ausdruck, als er bei Begründung des Preussischen Landesverbandes jüdischer Gemeinden in dessen Rat als einziger Vertreter Ostpreussens entsandt wurde. Seine Arbeit im Dienste des ostpreussischen Judentums wird unvergessen bleiben.