Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 7 (1928)
- Issue
- 13 (30.3.1928)
- Date
- 1928-03-30
- Page
- Seite 175 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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175 Einladungen an die Lehrerschaft ergangen. Etwa. 200 Lehrer und Lehrerinnen waren der Aufforderung gefolgt und nahmen die geistvollen Ausführungen des Redners mit großem Beifall entgegen. Tie Kölner Prepe gab den Vortrag in spaltenlangen Ausführungen wieder. Professor Kinkel stellte den Humanitätsgcdankeu in den lUiittctpimft des Erziehungsproblcms und verlangte in Anwendung auf das religiöse und politische Leben Achtung vor der Ileberzcugung der anderen. Tie Praxis der Antisemiten -lehnte er ab und wies im Kampf um die Entgiftung dem Erzieher eine entscheidende Rolle zu. Lhne die Bedeutung der Bererbnuaslehre zu verkennen, wandte sich der Redner gegen die Theorie vom angeborenen Charakter und legte dar, datz'jedem Erzieher der Glaube au die Sehnsucht des Kindes zu Gott und zur menschlichen infd)aft eigen fein müsse. Ter Ausdruck der Zukunft des Gemciufchastsgedankens fei die Liebe. Auf dieser Voraussetzung ausbauend, wurden die Ausführungen zu einem Hohenlied auf die edle Menschlichkeit und am 3d)hi|fe von den Zuhörern durch begeisterten Beifall anerkannt. In der Tiskmsion sprachen ein Lehrer und ein Kölner Schulrat im <dunc des Vortragenden. Tie übrigen Veranstaltungen verliefen ebenso harmonisch und erfolgreich. In dem Vortrag „Religion und Politik" führte der Redner die Zuhörer in einem chronologisckxn Entwicklungsgang, vom ^Utcrtum ausgehend, zur heutigen Staatsvcrsassung und wies nach, dasz nicht die Politik den Charakter verderbe, sondern dah schlechte und unreife Charaktere stets dre Politik und auch die Religion mißbraucht hätten, und legte dar, daß nur der wahrhaft religiös sei und nur der die wahre Politik treibe, der, Herr feiner Eigenliebe, wirklich die Wahrheit suche. Er verwarf den Rassenwahn und forderte Menschenliebe statt Hatz. 9htjc dann seien Irrungen, die sogar Zu Grabschändungen geführt haben, unmöglich. I. * Am Sonntag, 18. März, fand in Königsberg die Delegierten^ tagung unseres Landesverbandes Lslprcuszerr stätt. Neben Vertretern der Provinzortsgruppcn waren interessierte Mitglieder aus der Lrtsgruppe Königsberg erschienen. Geheimrat Professor Tr. I a t k e n h e i m (Königsberg) erössnete als Ehrenvorsitzender des Landesverbandes die Tagung und übergab die Leitung! dem stellvertretenden Landesverbandsvorsitzenden, Rechtsanwalt Wilk (Tilsit), der später von Apothekcnbesitzer Wolfs (Draunsberg) abgelöst wurde. Syndikus Sab atz ky erstattete den Geschästsbericht und trug eine Reihe wichtiger Fälle aus dem Arbeitsgebiet des Landesverbandes vor. Tann sprach der ftellvertectende Syndikus des C. 23., Tr. Hans R e i ch m a n n (Berlin) über: „C e n t r a l v e r e i n und Wahlen/ Er kenn zeichnete die Stellung der einzelnen politischen Parteien der Iudensrage gegenüber, gab eine Fülle von Anregungen für die praktische für die nächste | Nrrmmerl4öer 1 C.v.-Zeitung vom 4. J=5prii l müffenbiszum j 31. März aufgegeben fein. Es Wird dringend gebeten, in allen | Korrefpondenzen mit den In seren- 1 ten unseres Dlatlesstetsaufdiebc- ' zügliche Annonce | in der „E.V.-Zeitung"ausdrücklich | Bezug zu nehmen. ■ Man dient damit ' auch eigenen Interessen. lMDklfk für direkte An-! - fragen und Bestellungen „L.D.-Zsitung* \ Anzeigen-Verwaltung l Berlin 8>V 19 Je ru salcm er tr.16-49 Blüten- Scrilcudcr.^vNrg garaut. reines Biencnprodult (LUeeod.Lindenblüte) edelster Qualität, Postdose (9 Pfd. netto) M. 10J), 5 Pfd. netto M.6,— franko Haus unter Rachn. Julius Knutzen. Zllalenie -Grcmsmüdlcn (Qstholstoin). Postscheckkonto: .Hamb^!^g 34727. Will U. SfilMcrenDc erhaUen in Tübingen gute, rituelle Mnsion oder MillagsSisch zu mäfügcin Prerse. Anfragen unter 8. Z.4121 bef. Audols Jyoffe, Ltuttgari. Bad Salzbrunn. EofeLlenfsdieräfller empfiehlt'fein Haus füc Kurgäste und Touristen. Besitzer: 2nl?. Sarteli. Telephon 261 Amt Waldenburg. 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