Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 47 (25.11.1927)
- Date
- 1927-11-25
- Page
- Seite 664 (sequence 8)
- Language
- German
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$60 Tchoicm «leckem: „Tic crftc indische ^epttblir", Novelle». Dritte Auflage. Dcfterbeio u. C i e Verlag, Berlin 1925. 220 Seiten. Preis Mark. Schalem Alcckcm bat ftd' als feinnimujet als liebevoller Schilderer ostjüdischer Sitten längst einen großen Leserkreis erworben. Auch wo er Kritik übt und seine satirische Kunst spielen laßt, wird er nicht lieblos verlebend: -- sür die .Nennlniostsüdstchen Lebens sind diese Dichtungen weit' wiwäger als viele dicke wissenschaftliche Werke. Aus den Kindhcilserzählungen, die der vorliegende Band znsammensaßt, spricht das warme, verständnisvolle Her; eines großen Dickm-rs. Die Titclnovelle schildert in der satirischen Form einer Aobinsonade die politische und soziale Zerrissenheit der Juden. Dr. Gustav Haber: „Beitrag zur Geschickte der Zahnhcrlkunde -eß den «egvvtcrn, Babvlonicvn und Juden." 192t-. 4 2 Seiten. Die Arbeit liestrt einen interesianken Beitrag;ur Ge'chichw der Aiedizin im allgemeinen und der Zahn!ieiiknndo im besonderen. "Aus der einschlägigen Literatur, vor allem aus den talnn'.dischen Vorschriften, wird bewiesen, daß bei den Juden großer Lr>'rl aus Zatmorlege gelegt winde. Man kannte künstliche Zähne au? Gold. Silber und Hot;. Haber hat das Material geschickt zmammengeiragen, wenn auch manche "Anführungen aus dem Talmud zu Bedenken Anlaß geben mögen. Anschließend an seine Arbeit bat Haber aus dem Standardwerk von Prcuß die Abschnitte über Aahnhcilkrnlde abgedrncki. — Nach Haber verbreiteten die Juden die Kenntnis der Zahntzeittnnde in den germanischen Ländern. Dr. Siegfried Äawcrarr: ^.Denkschrift über die deutschen Gcschichts- und Lesebücher vor altem seit 1923." Henscl u. Cie. Verlag. Berlin 1927. 20$ Seiten. Preis 3 Biarl. Ter rühmlichst bekannte Pädagoge bat sich durch die vorliegende Schrift ein außerordentliche? Verdienst erworben. Ungestibr AO Ccsckiichls- und L^fcbücher, die an deutschen Schulen cingestchrt und. werden gründlichst untersucht, mit fest;ustellen. ob ne der Bölkerverwbnung dienen, wie es Artikel 14S der Rcichsverst''ämg fordert. Cs ergibt fick. daß auch die Geschichtsbücher des neuen Staates von Verhetzung und Verketzerung anderer Völker durchaus nicht frei sind. yCz^vCc uKe <nyt J'xvPvtfycAs^ttws Ax. 3^iyx&Vu%zAC fyCi64'i/n<H/*U’ ^aAXxax^ assa <^> txx&ZztttAx, AxL ctxA^lioclxCt ~Y2aAtojo{-UAAsQ M*. d€oApAltcrtfy. Ein Trugschluß. Cin Berliner Mitglied schreibt: Die Art der antisemitischen Kampfesn^ise bat in letzter Zeit Formen angenommen. die die Aufmerksamkeit der gesäurten ^cssentlichlcit auf sich lenkten. So bedauerlich die Vorkommnisse in ihren Ci n)el beiten auch sind, so haben doch erst diese in alle Volksweise die Erkenntnis hineingetragen, wie sie sich der; Nationalsozialisten gegenüber Zn verbalten hadern Verwunderlich bleibt nur, daß die A w s - w ü ch s e der Verhetzung'die Ablehnung aller Bürger finden, wäh renddom die antisemitische Propaganda nicht sonderlich v e r - a b s ch e w t roird. Immer wieder ist es nur die geschehene Tat, die die einmütige Ablehnung der besonnenen Voltskrcise zeitigt- Das polizeiliche Einschreiten hat die he unliebe nationalst statistische Werbetätigkeit znm offenen Geheimnis gemacht, und doch gehr man hieran vorüber, ohne davon wieder Ausschreitungen ^n erwarten, die eine öffentliche Gefahr find. Allerorts sind Zettel an Straßenecken und Briefkästen geklebt, die den Bor- und Nachnamen eine? Berliner Bankdircktors trägen, dem die Ausbeutung de? deutschen Vaterlandes nackgcsagt Ustrd. Cs ist alw absolut kein Grund dafür vorhanden, zu glauben, daß der Antisemitismus aus den Straßen Berlins verschwunden ist. Lanöesverbanüstagungsn im C. v. Die Dclegicrtcntagung des Landesverbandes Brandenburg unter Vorsitz des Herrn Hermann Bodzanowski am 16. November in Küsrrin war außerordentlich gut besucht. 45 Delegierte aue fafr allen Ortsgruppen waren erschienen, um die reichhaltige Tages- ■Mmrntj0kx 'Mi 'Wiiljüiii üijfii fieriöeüIeHeimMiia'ADDsrat für Jede Familie M.135,-. Dazu Kam era znmSel bs Hi 1 ni en M 125,-. Erhältlich in Photo- und Kinohandlungen. VcrlangenSie Druckschriften. Pathex, Düsseldorf X./88. ff Die bekannte Cpriiak firma G.^SZMgZ & Ey. G.m.b.6. Berttn wao, Eisenacher Straße 14. an der Motzstraste. Telephon: Kurfürst 1303. Sally NollaS * Rülhen i. 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