Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 6 (1927)
- Issue
- 16 (22.4.1927)
- Date
- 1927-04-22
- Page
- Seite 234 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- iw ‘ -I -t-;;n .;!? M1' r-' r ü! i l;! ' ( ■■ 1; 234 Vorträge Dr. Sigmund Feists tu Paris. Ter Tirektor des ReichenhenmÄcn Waifertlsiiuscs in Berlin, Tr. S^irumb $ti ft, hielt kürzlich' in der philosophischen ^vafitltot der Sorbonne und itn Hörsaal des Lycee Louis le grand zwei Vorträge. cms die er als Gelehrter und als Pädagoge, als Deutscher rirrd als Jude stolz sein darf. Zm ersteren Dortrage sprach er vor den Mitgliedern des Vereins der Sprachforscher über das Thema: Kellen und Germanen. Er bediente sich der französischen Sprach? und wurde nicht nur mit Qöstichfeii, sondern mit Vergnügen angelullt. Der Vorsitzende, Professor Tr. Penvrhös, stellte den Redner als Sprachforscher vor und durfte ihm am Schluffe für seine neuen und anregenden Mitteilungen. Im zweiten Portrage sprach Tr. Feist vor den Variier Neusprachlern über den gegenwärtigen '<-tand des neu'prachlichen Unterrichts in Teutschland. Er hatte eine große Anzahl von Lehrbüchern für den französischen und englischen Unterricht ruitgebracht und gab ausführliche Erklärungen über die Lehraufgaben, die Methoden, die 'Ausbildung der Lehrer und das neuphilosophrsä-e Fall? überhaupt. Ter Beifall war ein unbestrittener, und Tr. Feist wurde in den Kreisen der Wissenschaft wie in denen des Unterrichts gleich herzlich Lusgenorrirncn. Er ist der erste deutsche Sprachforscher, der nach Paris kommt. weine Chronik. Im Alter vou 75 Jahren starb in Magdeburg der Ehrenvorsitzende unserer Ortsgruppe. Max Kallmann. Kallmann. ein geborener Berliner, trat schon frühzeitig in unsere Arbeit ein, hat die Entwictlung unserer Ortsgruppe Magdeburg in jeder Beziehung günstig beeinflußt und lange Jahre sie mit besonderer Hingabe geleitet. Für sein segensreiches Wirken erwählte ihn die Ortsgruppe zum Ehrenvorsitzenden. Die Trauer über das Hinfcheidcn diesem vornehmen, grundgütigen Mannes ist in Magdeburg allgemein. Sein An. denken sei gesegnet. — Am 15. April feierte der Vorsitzende unserer besonders rührigen Ortsgruppe Usingen, Alexander Hirsch, in geistiger und körpcr. licher Frische unten Anteilnahme der ganzen Gemeinde seiner: di). Geburtstag. Wir wünschen dem verehrten Jubilar, der durch seiir Beispiel unserer Aus. klärungsarbeit in den letzten Jahren aufs tatkräftigste unterstützt hat. des seine Kraft ihm und dem deutschen Juden turn noch lauge erhalten bleiben möge. — Am ‘25. April vollendet unser langjähriges Mitglied Emil Strsisand (Berlin) in körperlicher und geistiger Frische sein 80. Lebensjahr. Wir sprechen Am 6. April ä. J. wurde der Primärarzt der Augenabteitung unseres Krankenhauses Ehrenmitglied unserer Gesellschaft Back langem schweren Leiden* das er sich im freiwilligen Dienste für das Vaterland xugezogen batte, im Alter von 65 Jahren in das Reich der Ewigkeit abberufen. 41 Jahre hat der kür uns allzufrüh Dahingeschiedene seine ganze Kraft ununterbrochen und unermüdlich unserem Krankenhause und den unserer Fürsorge anvertrauten Kranken gewidmet. Zuerst als Assistenzarzt, dann als Sekundirarzt un alten Krankenhause in der Antonienstrasse in erfolgreichster Weise wirkend, ging sein Streben stets dabin, seine ärztliche Kunst in erster Leihe den armen Kranken dienstbar zu machen. Die Eröffnung einer Poliklinik für arme Kranke, ohne Unterschied der Konfession, war sein Werkt das er dann viele Jahre in segensreichster Weise geleitet hat. Aber auch die weitere Entwicklung unserer humanitären Gesellschaft, die durch den Bau unseres neuen Krankenhauses, dieser hervorragenden Stätte ärztlicher Kunst und wahrer Menschenliebe gekrönt wurde, hat der Heimgegangene mit seiner treuen, opferwilligen Mitarbeit und ferner von hohem wissenschaftlichen. Geist und humanem Empfinden getragenen Tätigkeit gefördert und gestützt Dank seinem hohen Ansehen, seiner allgemeinen Beliebtheit nnd seiner gütigen Fürsprache konnten wir mit Hilfe edler Wohltäter im Jahre 1903 unserem Kxankenhause eine besondere Abteilung lür Augenkranke angliedern, die er seitdem als Primärarzt erfolgreich geleitet und in derer, begnadet mit hervorragender ärztlicher Begabung, zahlreichen Patienten Heilung nnd Erhaltung der Sehkraft, dieses kostbarsten menschlichen Gutes, gebracht hat. : Auch die Errichtung unseres Israelitischen Siechenh&usea, die einem dringenden sozialen Bedürfnis endlich Befriedigung brachte, haben wir der Förderung nnd den einflussreichen Beziehungen des Dabingeschiedenen zu verdanken. So war uns viele Jahrzehnte das grosse Glück beschiedeu, den nunmehr Herrn gegangenen nicht nur als hervorragenden Arzt, sondern auch als Mensch im schönsten und edelsten Sinne des Wortes schätzen und verehren tu dürfen. Den ihm anvertrauten Kranken war er nicht lediglich der berufsmässige Helfer, sondern jedem einzelnen, auch dem Geringsten und Einfachsten, ein warmherziger, au {richtiger Freund und Tröster. Für jede Not war er empfänglich, sein Herz und seine Hand standen jedem Armen und Bedürftigen offen. Za dieser Eigenschaft gesellte sich eine unvergleichliche Liebenswürdigkeit seines Wesens, ein offener, froher Sinn für alles Schöne und Edle und ein tiefes durch werktätige Mitarbeit bekundetes Interesse an allen die Allgemeinheit bewegenden Fragen. Und nun ist er, unser Fronnd, unser Arzt, unser Ehrenmitglied, eine Zierde seines Standes, den wir mit Stolz solange den unseren nennen durften, von uns gegangen. Sein gesegnetes Andenken aber wird in unseren Herzen und ia den Blättern der Geschichte unserer Anstalt fortleben bis ans Ende der Tage. Breslau, den 10. April 1927. Ser Verstand der IsrceliMen Rfanken-Verpflssimgs-llnsfßlf. 0®. Gssis VmEmKmMGs &mU Drn Dipk.-Kausmann. 31 Jahre all. verheiratet, langjährige PrariS "i in Bank. Handel. Industrie (speziell Markenartikel). Treuh.rndsachchr Leitenden ^osiriouen. Bilanz-. Cteurrwefcru Arbcitsrecht und moderne Otmanüakwu (auch Fabrikorgarnsallonj beherrschend, erprobt in Aus- «ns ArrSban lowir Lestuvg $rö wer Derkaufsorganifation. selbst rer* sterter Ein« irab Verkäufer, DerHandlungSleUer, Fillarrzdisporrent, unter Jurist, frei für Leitung, Mlelttm, MMMWWg fokorr oder fpärer. Berlin oder auswärts. Gef^ Offeriert unter jr.c. 12948 an Rudolf Moste. ©erllnSWlö. v Berl ln SW 11. Goar. ISoO. Bernburjrer Strasse 22n 22. Direktor: Professor A3exanäer von FiaSitz Zweiganstalt: CharlOttenburg* Kantstrasse S. Leiter: Fritz Masbach. follsiasäige AasMM in allen FMera ösr MssSl Kapellmeister-, Orchester- und Opemschule, Musik- und Sdmlgesanglchrer- Seminarc. (Theorie-Sonderkurse hei Professor Wilhelm Watte.) Beginn des Sommerseniesters: SPreiSsg, den April. Eintritt jederzeit. Prüfung und Aufnahme täglich. Hanptanstalt 11—1, Zweiganstal t A-5l/2. Prospekte und Jahresberichte durch das Sekretariat. Besuch im Schuljahre 1924,25 1367 ScHiiler. ^lach mehrjähriger Tätigkeit an der chirurgischen Abteilung des Israelitischen Krankenhauses zu Brrslau (Professor Sonstein) und Hamburg (Prosissor Levh) habe ich mich in Hamburg, Große Theaterslrcche 37. Eeke Colonnaden. als Chirurg und FaSarzt für Blasen- und Nierenleiden niedergelassen. Sprechstunden 3 h'r bis 5*/» Uhr iägllch, anher Sonnabends, 9 bis 10 Uhr vormittags Tiensrags, Donnerstags und Sonnabends. Fernsprecher: H. 3, Alster 823. Dr. med. G. MoHlESB. schönes Iimmer m.getk Äcrpfleöllng billig;u rgmieleu. «ng.eb.u.tl.ll.i'i bef.AuöolsÄioste».tzölniZi Akadem.Promot.. ofäzsi Nennungen. Kcnsuivcra durch einstusir. ^utrh! 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