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Central-Verein-Zeitung · 1927-01-21 · 3 (21.1.1927) · p. Seite 37

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
6 (1927)
Issue
3 (21.1.1927)
Date
1927-01-21
Page
Seite 37 (sequence 13)
Language
German
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37 Zurück zur Scholle. S/U Hauptversammlung des Ncichßbundcs jüdischer Frontsoldaten bat, wie wir erfahren, beschlossen, eine großzügige Siedlungsakticm innerhalb des deutschen Judentums cinzuleiten, an der fid) u. a. Rittergutsbesitzer S a n d c l o w s k y(Norgehncn), der gleichzeitig Mitglied des Hauvworstandes des Ccntralvereins ist, als Sachverständiger beteiligen wird. Auch Professor Franz £ p V c iv l) e i m e r und der bekannte Sachverständige für Sicdlungssragcn, Domänendirektvr Dyk, arbeiten in der Sachverständigenkommission mit. (5s soll ein Siedlungsfonds gebildet werden, ans dem heraus auf einem eigenen Gute, nach einem genau vovgezeichneten, von ersten Fachleuten Geprüften Plan, geeignete jüdische Landwirte nnd Gärtner angesiedelt werden sollen. Ter R. j. F. teilt dazu noch mit: . . Ter Reichsbund jüdischer Frontsoldaten ist wie fctir anderer Bund nach dem Lande orientiert. Tcm Lande entftan\mt die Mehrzahl seiner Mitglieder, da ursprünglich das Land ja relativ eim weit größere Anzahl von Kriegstnlnehmcrn gestellt hat als die großen Städte. Ebenso umschließt er in seinen Reihen die Mehrzahl der jüdischen Landwirte.... Ter Neichsbund jüdischer Frontsoldaten, dessen Mitglieder einst den deutschen Loden im Weltkriege verteidigen geholfen haben, betont sein Recht auf diesen Boden gegenüber allen Versuchen, ihn vom Boden zu enrserncn. Er glaubt sich wie kein anderer Bund geeignet, dieses Recht aus Grund der Vlutsteucr, die er einst gezahlt hat, in Anspruch nehmen zu sollen. . . Das Schächten und die Jagd. Uns wird von zuverlässiger Seite geschrieben: ,,Vorige Woche begegnete ich aus freiem Felde einem bekannten Bauern, der zugleich Jagdpächter ist und der. die Büchse im Arm, mir sein Mißgeschick klagte. Vor einer halben Stunde hatte er dort unten, zwei Kilometer entfernt, einen Hasen angeschossen. Ter Hund hatte den Hasen übersehen, seine Spur nicht gesunden, lies in falscher Fährte davon, der Hase in seinem angeschossenen Zustande schleifte sich von Furche zu Furche, der Jäger immer hinterher, bis endlich nach einer halben Stunde der Hund wiederkam und dem Hasen den Garaus machte. Sehr viele Schächtgegner in T-eutschland, die nicht sehen können, wie ein £chse durch den Schach tfchnitt in Sekunden getötet wird, nehmen an dem geschilderten Dorsal! gewiß keinen Anstoß. Tie Qualen eines Hasen sind ja nicht so groß, vielleicht weil der Hase nicht so — groß ist wie ein Lchse. H. St. in Teitelbach. BaterftLdtiscke Stiftung in Hamburg. Im Jahre 1876 errichteten Hamburger jüdische Mitbürger diele Stiftung zum Andenken an die bürgerliche Gleichstellung der Israeliten. Zweck der Stiftung war, bedürftigen Angehörigen des Hamburger Staates Wohnungen gegen ganz geringe Mietzahlung zu gewähren, ohne Unterschied der Konfession. Tie Feier des fünfzigjährigen Bestehens am 21. Dezember 1926 zeigte, wie sich eine solche Stiftung im Laufe der Jahre entwickeln konnte. Begründet mit einem Heim mit 12 Wohnungen, konnte^bei der Jubelfeier das zehnte Heim eingeweiht werden, womit die Stiftung über nahezu 400 Wohnungen verfügt. So kommt bie_ von Hamburger Juden ins Leben gerufene großzügige Wohlsahrtscinrichtung etwa 500 Personen, ohne Unterschied der Konfession, zugute. A. B. Freie jüdische Volkshochschule. Beginn der W'.ntervorstlungen: 24. Januar. Sondcrveranstaltungen: 1. Kapellmeister Albert K e l l e r m a n n: Entwicklung der hebräischen Gesänge und Melodien von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Mit musikalischen Beispielen (Oberkantor Gollauin, Frieda Wol? Sopran, Agnes Lenbach, Alt. Charlotte Rostn, Violine. Chor der Neuen Synagoge). 2. Gad Shelaso (Mitglied des Staawrhcaters): Lidelrezitationen in deutscher und hebräischer Sprache. Dr. Io/eph L e h m a it :t : Erläuternde Einführung. Näheres siche Inserat. — In dem Gintertriinester 1Ü27 (Januar bis April) lesen u. a.: Dr. Fritz Goldberg: Jüdische Autoren in der modernen deutschen Literatur. Dr. I. Lewkowitz: Die Entwicklung der jüdischen Religion bis zum Beginn der Neuzeit. Rabbiner I. Nobel: Der Talmud. Dr. Fritz Schiff: Jüdische Stof'e in der bildenden Kunst der Renaissance und des Barock (mit Lichtbildern). Zyklus (in Verbindung mit dom Jüdischen Frauenbund): Jüdisches Frauentum. Frau S. Drontky, Dr. Margarete Bereut. Dr. Irma K l a u s n c r - C r o n h e i tu , Dr. Mar« garste E d e l h e i m, Frau Dr. Badt.Strauß, Frau E. V e r g e l* (droit ernenn. Mündliche Buchkritik über Neuerscheinungen der jüdischen Literatur: Professor Dr. E l b o n c rr, H. Stern, Dr. H. T o r c z y n e r, Dr. Mar; Wiener, Dr. R. W c lisch. Die politischen und kulturellen Leistungen der Juden in den abgetretenen Gebieten: Iustizrat Heinrich Kirschuer: Posen. Professor Dr. Julius Schneider: Oüerschlesien. Vorlesungsverzeichnisse in allen jüdischen Duchhaudlungerr. Näheres im Sekre« tariat bei G o! d m a n n, 2)orckstraße 68 (Telephon Hafcnheide 472). Tie Lesehalle der Jüdischen Gemeinde Berlin, Falaucnstraße 50 (Synagogengeoäude), ist in den Wintermonatcn auch am Souuabend nach Schluß des Abcndgottesdicnstes bis 10 Ilhr geöffnet. An den anderen Tagen ist die Lesehalle Sonntag von 10 bis 2 Ubc mittags und 4 bis 10 Uhr abends, Montag bis Donnerstag von 4 bis 10 Uhr aben.ds geöffnet. In den Lese, räumen liegen über 100 jüdische Zeitungen und Zeitschriften aus verschiedenen Ländern und in verschiedenen Sprachen aus. Eine reichhaltige Vüchersammluug ist angeglicdert. Eintritt frei. klsLsser Strasse 7........_ Aach fange Mädchen, welche sich für einen Beruf ausbilden wollen, finden Auf nähme und Förderung. Beste Referenzen. — Prospekt auf W unsch. k. Wssb. Landcrzrehungs', Erholung?' und Ferienheim Eliie Sünrger. Ausländerinnen int Haufe. Berlin W30# Haberlandstraße 4. Rollend. 8523. 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FortbildungShcim f. junae Mädchen ^Wtffknfchafiei', Sprachen. Kunst. Gesetzliche Fortbil' ,"dunü*schu!fächcr. erste Lehrkräfte. GticUschaftliche u. Z hauSwiriichaftirche Llusbtldttng. Körperpflege durch kSyrnnastlk, Tartz. Sport. — Gute Empfehlungen Näheres Vrospekt. | KZDsW>öSS SSVSSil Töchterheim Marta 9eligmann. Wissenschaftliche Ausbildung. Haushalt. Sport. Gesunder Amemhatt. Kleine Anzahl v. Schülerintten» f» «NA 8-!Ks«Ä- SSÄS.r.S'äSK!: (Nähr res fit he Stuwers iut redaktionellen ^.eil.) Sonderveran^eHunaen: 1. Kabellmerster Albert Kell^rmonn: Cn.Nvl'cklung der hebräischen Gescmcre und JUclodien von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Mit musikalischen Bei. spielen (OberkantorGollamnZtiedaBorf, Sopran. AanesLenbach, Alt. Lhattolte Äosen» Droritle. Chor der Akuen Lllnagoge). 4 Vorträge. Dienstag abends 8-9 Uhr in der Aula der Kaiser» Friedrich« Schule. CharlotteuburA. Knesebeck' stratze 24 (am Stadtdahuhof Saviguhplatz, Untergrundbahnhof Uhlandstratze) 2. Ead Etzelafo (Mitglied dt-8 Staatsrheaiers): vibelresitationen in deutscher und hedräi'chcr Sprache Vr.Zosevü Lehmann: Erläuternde Einführung s Sonntag vortnntag 12-1 Uhr: 3-9. Januar Borirag-saal Synagoge Fasanenstra^e. ll.FedraarAula Synagoge Ryktstr..I3.Februar Trauma! SynagogeLiudenstr.). Hörergebühr: Einzelvortrag 1 Mark, der Desamlzykins 3 -Ulark. fffifstfiollenbat Tferlin rW Tauentzienstraße 20 Potsdamer Straße 5 Steinpf. 4220,4211,6950 LÜhow 1421, 2033 Delikaiessenhaus u. StadMche I. Ranges Lieferung von Fest- und Geseslschastsessen, kalken Büfeitö usw. (auf Wunsch einschließlich komplettenTafelfewices) nach allen Plätzen Deutschlands. Mit kostenlosen Vorschlägen gern zu Diensten. Welngroßbandlung / Znu. ausländische Eplrltiloscn Versand flMrtU&in Fienmra Grcihcftr. 3 Töchtervensionat Cohn - Bernstein. Staat!, gen. Fcribildungsschnle. (W-issewch. n. vrakt. ttu-bild.) Vorbereitungs.Syntnassumu.Abitur. Eig. Lilla nlltEarten. Vene Terpstegung. ErlteNeier. 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