Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 49 (3.12.1926)
- Date
- 1926-12-03
- Page
- Seite 644 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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m imb „Asstmilanten" sind verkrampfte und unfähige Politiker; die Rabbiner stehen -als „Pharisäer" in des Wortes unangenehmster Bedeutung auf der Bühne. Sie sind Wortklauber, Gesetzesklügler, Formalmenschen, die aller tiefen Religiosität ermangeln. (Der Nabbibeschwörer scheint zudem mehr aus Anskis „Dybuk", denn ausdem Zeitgenössischen jüdischen Schrifttum entlehnt ZU sein.) Und selbst Nabban Gamaliel ist, ' genau besehen, eine unmögliche Figur. Ist ihm zuzutrauen, daß^ er am heiligen Versöhnungstag, während drinnen im Tempel das (Lündenbekenntnis gebetet wird, aus seinen geistigen Gegner mit dem Schlachtmesser in der Hand eindringt, um ihn zu töten? Kann man von ihm annehmen, daß er am Ende seines Lebens irre geworden ist an der Wahrheit der jüdischen Lehre? Dann wäre wirklich nicht zu verstehen, wie das Judentum, das er vor allein repräsentiert, jene Schicksalsstunde überdauert hat und an seiner Religion sesthalten konnte bis ans den heutigen Tag. Und das i st der eigentliche Vorwurf, den wir diesem S tü ck z u m a chen haben. Es entläßt den Hörer m i t de m Bc w ußtsein : d a s C h r i st e n tum ist der w a h r e Weg zu Gott, das Judentum ist tot. Werfel konnte zu diesem Ergebnis nur kommen, weil er dem Pharisäischen Judentum in Jesu Tagen lind damit dem Judentum überhaupt nicht gerecht geworden ist. Jrn Pharisäismus ist denn doch etwas mehr von wahrer Religiosität geborgen, als aus diesem Stück ersichtlich ist. Es mag nicht ganz leicht sein, sich in die Eigentümlichkeit des rabbinifchen Judentums einzuleben; und es mag schwer sein, diese Welt auf die Bühne zu zaubern. Daß es aber auch dem Fernerstehenden möglich ist, hat Moritz Heimann mit seinem Drama: „Das Weib des Akiba" (Verlag S. Fischer, Berlin) bewiesen. N u r w e n n m a n dieGrößeder j ü d i s ch e n R e l i g i o n Z u t i e s st erfaßt, kann man begreifen, w i e aus ihrem Schoß neue Glaubensgemeinschaften h e r v o r g e h e n konnten, ohnedaß hierdurch dieKrastdes Juden tum sh erab-- gemindert wurde. Wenn darrnn Werfel seine eigene Darstellung mit den Worten bekräftigt: „So ist es! So war es", so können wir nicht umhin, ebenso kräftig zu versichern: „So war es nicht; so kann es nicht gewesen sein!" Apotheker Rich. Brandts hlutreinigende ZekMeizeryMen das gute alte Hausmittel für milde und sichere Regelung des Stuhlgangs. Extr. Sei. pal. 1,5 Extr. Achill, mosch. — Aloes. — Absyntn. &a 1,0. Extr. Trif, — Gent äa 0,5. Pulv. rad. Gent. — Trif. La q. s. f. pil. 50. „Warum sind wir Deutsche?" Von H. Stern. Sechs Aufsätze für die deutsch-jüdische Jugend. Philo-Verlag1926,31S. Die deutsch-jüdische Jugend steht in scharfem Kampf gegen Zwei Fronten, gegen Zionismus und gegen Antisemitismus. Die Schrift Sterns bietet ihr das Rüstzeug für diesen Kampf. Er legt im ersten Teil in klarer, übersichtlicher Weise die geschichtlichen, kulturellen und sozialen Tatsachen dar, die unser Deutschtum begründen, während er im zweiten Teil in überzeugenden Worten die Gegengründe gegen die antisemitischen und zionistischen Argumente Zusammensaßt. Die Schrift, die bei dem Mangel an Zusammenfassenden Darstellungen des deutsch-jüdischen Gedankens eine fühlbare Lücke aussüllt, kann unseren deutsch-jüdischen Jugendvereinen wie auch den Studentenverbindungen als Grundlage für die Unterrichtung ihrer Mitglieder dringend empfohlen werden. Aber auch unsere noch auf der Schule befindlichen Jungen und Mädchen sollten unbedingt das Büchlein besitzen, weil sie darin das Wissen finden, das sie nötig haben, um ihren völkischen Klassenkameraden Rede und Antwort stehen zu können. Die Ortsgruppen sollten daher das Büchlein in weitgehendem Maße an unsere Jugend verteilen. K. -L. DIE ALTBEKANNTEN WEINBRANDMARKEN Edelstück IJIl NEAPEL GRAND HOTEL VESUVE Allerersten Ranges. Am Meere. 160 Zimmer mit Bad oder fließendem Wasser. \Mi@SS3S€l@flv Bheinstr. 19-21 G. Pätzolds Taunus-Hotel. Bestrenommiertes, allseits empfohlenes Haus mit modernstem Komfort bei massigen Preisen. Grossrestaurationsbetrieb familiären, fein bürgerlichen Stils. Telephon 7060 und 7061. Autogarage. Hoiel Halm-'; Konstanz. Erstes Reisende-Hotel mit allen modernen Einrichtungen. Gavmißch. palafl-Sotel Sonnenbichl. Pension M. 10,— bis 16,— tftitd %)lleni)agen ülacjjf. ‘Berlin CV0 Tauenhienstraße 20 Potsdamer Straße 5 Steinpr. 4220,4271,6950 ^Ühow 1421, 7033 Delikaieffen-aus u. Stadtküche I. Ranges Lieferung von Fest- und Gesellschaftsessen, kalten Büfetts usw. (auf Wunsch einschließlich kompletten Tafelservires) nach allen Mtzen Deutschlands. Geschmackvolle präsentkörbe in jeder Preislage. Mit kostenlosen Vorschlägen gern zu Diensten. 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