Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 5 (1926)
- Issue
- 31 (30.7.1926)
- Date
- 1926-07-30
- Page
- Seite 412 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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41* eiten persönlich eingetreten ist. — Die staatswifseiftchaftliche Kommtssion der lniversität Heidelberg hat den Bankier Paus Marburg in Rerv-Avrk zum Doktor der Staatswissenschaften ehrenhalber ernannt. — Zn dem vor allem durch seine Tatkraft ins Leben gerufenen jüdischen Landheim in Wolfratshausen im Isartal starb am 10. Juli der Geheime Sanitätsrat Dr. Karl Oppenheimer aus München. Die jüdische Gemeinde verliert in ihm ein über ihren Kreis hinaus überaus angesehenes und beliebtes Mitglied; an seinem Grabe gedachten Vertreter verschiedener ärztlicher Verbände seiner als des Begründers der Kinderfürsorge und Säuglingsberatung in Bayern, die zum Vorbild für ähnliche Einrichtungen im ganzen Reich gedient hat, und rühmten seine selblose Hingabe an sein Werk. — Am 1. August feiern Herr Lehrer a. D. Josef B a u m und Frau Elise, geb. Gamiel, in Sötern (Provinz Virkenfelo) das seltene Fest der goldenen Hochzeit. Herr Baum war über 40 Jahre tu Sötern als staatlicher Bolksfchullehrer und Kantor tätig. — Unser langjähriges Mitglied, Herr D. A r n b t, Berlin-Schöneberg, feierte vor kurzem mit feiner Gattin das Fest der goldenen Hochzeit. Frau Arndt ist, seit vielen Jahren Vorsteherin der Lina Morgensternschen Volksküche vom Verein Berliner Volksküchen von 1866. — Am 28. Juli vollendet Herr Max Lev i)," Vorstandsmitglied unserer Ortsgruppe Forst, sein 70. Lebensjahr. Der Jubilar gehört zu den Gründern der Synagogengemeinde und zu den eifrigsten Fördern des Centralvereins in Forst. Wir wünschen ihm einen gesegneten Lebensabend." — In Fellheim (Schwaben) starb der älteste jüdische Veteran Schwabens, Herr Albert E i n ft c i n, Antiquitätenhändler, .Kriegsteilnehmer der Feldzüge 1866 und 1870/71 und langjähriger Vorstand der Knltusgemeiude Fellhcim. — Bei dem Priegnitzer Gauturnfest war Fräulein Edith L e w y (Wittenberge) fünfmal siegreich. Im Viererkampf, der zugleich Meistcrschastskampf war, im 100- Meter-Lauf und im Kugelstoßen war sie. die beste, im Hochsprung und Weitsprung stand sie an dritter Stelle unter den beteiligten Turnerinnen. Fräulein Lewy ist damit Gaumeister der Frauen des Gaues Priegnitz im Vicrerkampf, im 100-Meter-Lauf und im Kugelstoßen geworden. — In Löwen in Schlesien rettete der 18jährige Berthold Lemberg am 8. Juli die Tochter des dortigen Töpfermeisters Alster beim letzten Hochwasser aus der Strömung der Neiße. Antworten. Nach Essen und Karlsruhe. General M o r d a c q', der Kommandeur des französischen 80. Armeekorps, der seinen Sitz in Wiesbaden hatte, wird jetzt von gewissen Blättern aus naheliegenden Gründen zu einem Juden oder Jüdenstämmliug namens Mordechei umgestempelt. General Mordaeq, ist, wie wir von zuständiger Stelle in Paris erfahren, weder Jude noch jüdischer A b st a m m u n g. Justizministerium. In der „Berliner Volkszeitung" war neulich berichtet worden, daß in einem Kanzlsiraum des Preußischen Justizministeriums nationalsozialistische Sprüche mit judenfeindlichen Bemerkungen angeheftet waren. DasPreutzische I u st i z m i n i st e r i u m hat sofort ein* gegriffen und Vorsorge getroffen, daß sich derartige grobe Ungehörigkeiten nicht wiederholen. G. L., Berlin. Der Bauingenieur Rudolf Abel aus Bremen wurde vom Amtsgericht Verlin-Wedding wegen antisemitischer Beschimpfung des Schwerkriegsbeschädigten Gustav Lewy aus Iastrow zu 50 Mark Geldstrafe bzw. fünf Tagen Haft und Tragung der Kosten verurteilt. Deutsche Turnerschast. Turner jüdischen Glaubens, die am dritten Jugendtreffen der Deutschen Turnerschaft am 1. August in Hirschberg teiltrehmen, werden gebeten, sich am Sonntag morgen bei dem Vorsitzenden der Ortsgruppe Hirschberg des Cerrtralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Herrn Georg L e v y, Hirschberg, Wilhelmstraße 10, einzufinden. Nach Thüringen. Das „Deutsche Tageblatt" berichtete am 4. Juli d. I. aus Jena: „Hier wurde ein Mädchen aus bürgerlicher Familie kurz nach ihrer Konfirmation von Zwillingen entbunden. Der Verführer ist, wie man hört, der Sohn eines jüdischen Ktnobesitzers . . Wir wissen nicht, ob diese Nachricht nach irgendeiner Richtung hin auf Wahrheit beruht. Jedenfalls ist der einzige Kinobesitzcr in Jena evangelisch. Mehrere Ansragende betr. Bad Landeck. Bad Landeck ist keineswegs antisemitisch. Die in einer schlesischen Zeitung geschilderten judenfeindlichen Vorfälle beziehen sich nur aus das Kaufmanns-Erholungsheim „Hmdenburg", das durch einen judenfeindlichen Verwalter geleitet wurde. Wie wir erfahren, verläßt dieser Verwalter jetzt seinen Posten. Es ist anzunehmen, daß auch in dieses Heim, das ja der durchaus nicht judenfeindlichen „Gesellschaft für kaufmännische Erholungsheime" angeschloffen ist, nun wieder Duldsamkeit einzieht. Hmannp^ Derömanrir^ -1 j r^hlA917 Hotel-Restaurant S? 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