Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 35 (2.9.1937)
- Date
- 1937-09-02
- Page
- – (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Ejr. 3£ * S.SepfemSer 1937 C-V.-Zelfung Seife 2% fportblattder Clfififi Gute Leistungen der Bayernvereine Das Turnier des ISK Berlin — ein sportlicher Erfolg Im Handball enttäuschte der ISK Der Jüdische Sport-Klub (ISK), der schon oft mit der Veranstaltung bedeutender Sportereignisse an die Oeffentlichkeit getreten war, führte am 29. August ein Handball- und Fussballturnier durch, zu dem er neben guten Makkabi- und ,.Schild"-Vereinen aus Berlin und dem Reich die Fussballer des ITUS Nürnberg unddie Handballer des ITUS München verpflichtet hatte. Auch in den leichtathletischen Rahmenwettbewerben starteten einige Spitzenkönner der Bayernvereine. Insgesamt war dieses Sportfest ein voller Erfolg, für den man nur mehr Zuspruch von Seiten des — zurzeit allerdings übersättigten — Publikums hätte erwarten müssen. Erfreulich ist jedenfalls, dass es dem rührigen Berliner Makkabi- •verein zum ersten Male wieder gelungen ist, alle drei jüdischen Sportverbände auf einer grossen Veranstaltung zu vereinen — gewiss kein leichtes Unterfangen, in jedem Fall jedoch ein Werk, das die Dankbarkeit aller Sportkreise verdient. Nürnbergs Fussball überzeugte Die F u s s.Ti a 11 elf des Nürnberger . ITUS. entpuppte sich im Verlauf ('.es Turniers als eine Mannschaft von recht erheblicher Spielstark«. Nachdem sie zunächst Hagibor mit 2:0 (1:0) aus dem Felde peschlagen hatte, triumphierte sie in der Entscheidung mit 1:0 über den Veranstalter, der sich zwar tapfer wehrte, das siegbringende Tor fünf Minuten vor Schluss jedoch nicht zu verhindern wusste. Den zweiten Platz erstritt Bar Kochba Hakoah. Berlin, der Hagibor in einem viel zu harten Kampf ebenfalls mit 2 : 0 das Nachsehen gab, sich jedoch gegen die stämmigen Vertreter des angenehm enttäuschenden Schild Hamburg nicht durchsetzen konnte (1:1). Die Hamburger, die eine, standfeste, und sichere Verteidigung besitzen, spielten, im Sturm zu wenig konzentriert. So endete auch ihr Spiel gegen den ISK unentschieden 0:0. Man hatte allgemein *nit einem Sieg der Elf des Veranstalters im Handball turnier gerechnet; aber einmal mehr rächte es sich, für Vorschusslorbeercn empfänglich zu sein. Schon gegen die schwächste Mannschaft des Turniers, -den ohne S'ieradsky antretenden Bar Kochba Leipzig, bedurfte es letzter Anstrengungen, um schliesslich knapp mit 7: 5 siegreich zu bleiben; gegen die Mannschaft des ITUS München reichte es dann nur zu einem 4 :4-TJnentschieden, wobei das vierte Tor erst wenige Minuten vor Schluss erzielt werden konnte. Die Bayern hatten namentlich einen sehr schnellen und gefährlichen Innensturm zur Stelle, während die ISK-Hintermannschaft doch wieder zu offensichtliche Schwächen zeigte. So kam Bar Kochba Hakoah, dessen Mannschaft gegen München nach gleichwertigem Spiel mit 3 :2 (2 :1) gewann und dann die ISO 33 Berlin, die zahlreiche ihrer Stammspieler 'verloren hat, trotz tapfersten Widerstandes mit 9 : 3 (2 :2) schlug, zum Gesamtsieg. Die ISG-33 Hess indes beim Spiel gegen Bar Kochba Lcizig. das sie mit 5:4 verdient gewann, erkennen, dass guter Ersatz vorhanden ist. Man wird kurz über lang doch wieder mit der ISGzu rechnen haben. Klaber, Werthen, Lewin und die Olympische Staffel der ISG 33 Trotz der hochklassigen Ballspiele dürften die Leichtathletikkämpfe das meiste Interesse der Zuschauer beansprucht haben — nicht zuletzt wegen des Zusammentreffens der Bar Kochbannd IS'G-Aktiven. Es gab wenige, aber um so inhaltsreichere Wettbewerbe. Einmal gelang es dem „alten" Dr. Lewin, zum ersten Male in dieser Saison seinen allerdings krank ins Rennen gehenden Klubkameraden Schattmann über 100 m in 11,1 zu schlagen, für Schattmann wurden 11,2, für den Dritten, Einstoss (PTG Aussbur?). 11.3 gestoppt, zum anderen stellte Werthen (Bar Kochba Hakoah Berlin), eindeutig unter Beweis, dass er auf der langen Strecke keinen Gegner des jüdischen Sports zu fürchten braucht. Die 5000 m. gewann er in 16.27,0 überlegen vor Wienskowitz (ISG 33), der in 17.31,0 einkam und damit bekundete, dass" seine durch Krankheit hervorgerufene Schwäche doch noch nicht überwunden ist, und Laskan (ISG 33), der den dritten Platz vor dem zweiten Bar Kochbaner Hirsch sicherte. Das interessanteste Rennen war jedoch die Olympische Staffel. Während die kombinierten Bayern von vornherein auf verlorenem Posten standen, gab es einen schönen Zweikampf zwischen Bar Kochba Berlin und ISG 33 Berlin. Schon Bergmann III erlief auf der 800-m-Strecke den entscheidenden Vorsprung, ihn verloren noch nient einmal die prächtig kämpfenden IS'G-Sprinter gegen Schattmann und Dr. Lewin. So war es für Fröhlich ein Leichtes, auf den letzten 400 Metern den Vorsprung wieder zu vergrössern und der ISG 33 in 3.49,0 einen ebenso schönen wie klaren Sieg zu erringen. In den technischen Weitbewerben zeigte sich der Sportbundmeister Klaber (ISO Fürth) von seiner besten Seite. Den Weitsprung gewann er mit 6,43 vor dem Münchener Scherz, das Kugelstossen mit 11,73 m vor Samuel (Bar Kochba Berlin), der 11,06 m stiess, und Tombowski (10.S3 m) und das Speerwerfen mit 48.12 m vor dem ISGer Pförtner und dem Münchener Heifeld, der noch den Makkabimcister Grünspan auf >den vierten Platz verweisen konnte. Lediglich im Diskuswerfen musste sich der Fürther mit dem zweiten Platz hinter dem Leipziger Sieradsky begnügen, der auf 32.80 m kam. Auch hier errang Reifeld einen dritten Platz. Die 4Xi00-m-S'taffel wurde eine sichere Beute des Berliner Bar Kochba, der in 46.6 die kombinierte Bavernstaffcl (47,3) und die ISG 33 (47.4) hinter sich Hess. Eine (inoffizielle) Gesamtwertung der Leichtathletik würde den Berliner Vereinen einen knappen Punktvorsprung gegenüber den Bayern gebracht haben. Manfred Friedmann. Bill Fuchs in Holland Das internationale Tennisturnier in Noordwijk (Holland) dauert infolge schlechten Wetters nunmehr über zwei Wochen. Beendet wurden die Doppelspiele, die dem Karlsruher Dr. Bill Fuchs einen grossen Erfolg brachten. Im Herrendoppel erreichte er mit Heron den 3. Preis, im Gemischten Doppel errang er mit der holländischen Juniorenmeistern! van Ryssel den Endsieg. stark und gab in dieser Form keinen Endspielgegner ab. Schiedsrichter Schmulewitz hatte da? sehr faire Spiel von Anfang fest in der Hand und traf seine Entscheidungen schnell und umsichtig. Vor dem Hauptspiel trugen Schild Stuttgart und Hakoah Stuttgart ein Handball spiel aus, das Hakoah durch besseres Zusammenspiel mit 9:7 gewinnen konnte. Edwin Halle. Schild-Stuttgart wieder Fussballmeister Schild Breslau im Endspiel 5:0 geschlagen $ie& y<to$iddAtkd Sonntag, 5. September Berlin \ -Lelch'tathletik: ■ Vereinsmeisterschaften 'der ISG 33 für Männer- und Frauen, Jugendwettbewerbe. Sport-., •platz. Grunewald", 9 ühr.r i Nordwestdeutschland lftisst>all: Schild Hamburg—Makkabi Altona, Hamburg, Schild-Sportplatz Lokstedt, i.. . ' * Der Berliner Makkabi veranstaltet auf dem Grnnewaldsportplatz am 12. September ein Sportfest, das leichtathletische Wettbewerbe, Boxkämpfe, Fussball- und •;■ Handballspiele kombinierter Mannschaften zwecks Aufstellung der Bezirksvertretungen im Pokalendspiel im Programm vorsieht. Wieder gehört eine Meisterschaft der' Vergangenheit an. Reichlich spät, während eigentlich schon die Vorrunden um c'ie neue Meisterschaft beginnen sollten, musste dieses Jahr das Endspiel um die Fussballmeisterschaft des Sportbundes ausgetragen werden. Stuttgart blieb in der Vorentscheidung in Hamburg Sieger, Breslau zu Hause. So musste Breslau die schwere Reise nach Stuttgart antreten. 16 Stunden Bahnfahrt und nur eine eintägige Ruhe mögen den Jungen in den Knochen gesteckt haben. Ihr Versagen; wäre sonst nicht zu verstehen. Der Kampfverlauf. Bei herrlichstem Sonnenschein begann das Spiel unter der Leitung von Scbmuiwitz (Leipzig). Gleich vom Anspiel zieht Stuttgart stark an und kann sofort die ersten Ecken erzwingen. In der achten Minute entsteht eine gefährliche Situation vor Breslaus Tor. Die Latte rettet noch. Stuttgart drängt stark. Durch eine Verletzung seines Mittelstürmers ist Breslau gehandikapt. In der 27. Minute kann der Stuttgarter Wolf aus 20 Metern placiert und unhaltbar zum ersten Tor einsenden. Zehn Minuten später heisst es durch Dreifuss 2 :0. Breslau kann sich nicht freimachen, obgleich der Verteidiger Krämer manche gefährliche Situation klärt. In der 43. Minute gibt Joseph eine Vorlage nach links, Engel ''verfehlt und Aronsohn stellt das Halbzeitergebnis (3 : 0 für Stuttgart) her. Auch nach der Pause vermögen die Breslauer diesen Vorsprung nicht mehr aufzuholen. Dreifuss verwandelt aus der Luft direkt und unhaltbar zum vierten Tor. Stuttgarts vorübergehende Schwäche versteht Breslau nicht auszunutzen. Vollweiler muss einige Male eingreifen, meistert aber alle Bälle mit ruhiger Sachlichkeit. Schliesslich steht es 5 :0 für Stuttgart! Resigniert versuchen die Breslauer das wohlverdiente Ehrentor zu erzielen — ohne Erfolg. Dann ertönt der Schlussrpfiff." . Stuttgart verdienter Sieger . Stuttgarts Mannschaft war um eine Klasse überlegen und dürfte zur Zeit mit Hakoah Stuttgart die beste jüdische Fussballmannschaft in Deutschland sein. Technisch ist jeder Mann auf seinem Posten. Der Ball wird gut und sicher gestoppt, das Zuspiel ist genau, auch der Kopfball wird beherrscht. Vielleicht könnte der Schuss des Sturmes noch etwas kräftiger werden. Scharfe Ristbälle sah man wenig. ~ Breslau enttäuschte Sportbetrieb überall Südwestdeutschland Turn- und Sportschau des Schild Frankfurt a. M. Wie alljährlich fand bei herrlichem Sonnenschein die Turn- und Sportschau des Schild Frankfurt a. M. statt. Die Veranstaltung begann mit einem grossartigen Aufmarsch der 23 Abteilungen und der feierlichen Ehrung der dem Schild angehörenden Reichsmeister, die unter grossem Beifall der 2000 Zuschauer vorgenommen wurde. Der sportliche Teil wurde mit den Stabübungen der Kleinen eröffnet. Sodann folgte ein wechselvolles Programm: 100-m-Endläufe für Jugendliche und Senioren, verschiedene vom Veranstalter gewonnene Staffeln, Judo-Vorführungen, bei denen der Schild mit 5 :3 Punkten gewann. Ein gut gefahrenes Radrennen über zehn Runden sah Herrmann siegreich. Interessante Vorführungen boten die Kunstfahrer der Radfahrabteilnng mit einem schwierigen Reigen. Einzeldarbietungen zeigten die Boxer, Sportangler, Wassersportler, die Skiabteilung mit Trockenskiübungen und die Fechter, die auf Florett und Säbel antraten. Die Musterriege der Turner und Turnerinnen vollbrachte erstaunliehe Leistungen am Hochbarren. Ein weiterer Höhepunkt des Festes waren die Darbietungen der Rcitabteilung. Spannende Kurzspiele der Handballer gegen Spörtgruppe Mainz/Wiesbaden (1:0). und das Fusballspiel gegen JSV Offenbach (0 :0) Hessen auch die Rasensportier hervortreten. Es war wieder ein grosser Erfolg, den der Schild Frankfurt a. M. "dank der vorzüglichen Organisation errungen hat. Die Vielgestaltigkeit des Vereins feierte verdiente Triumphe. — rn. Nordwestdeutschland Hakoah Kopenhagen in Hamburg ■ Im F u s s b a 11 trafen sich am 29. August <iie 1. Mannschaften von Blau Weiss Hamburg und Hakoah Kopenhagen in einem Pokalspiel, den der bekannte Olympionike, Kurland, der Zweite von Los Angeles, gestiftet hatte. Im ersten Spiel in Kopenhagen waren die Dänen siegreich gewesen. Bei der Begegnung in Hamburg revanchierten sich die Hamburger und schlugen ihre Gegner, die erst in der 2. Halbzeit ins Spiel kamen, mit 5:3 (4:1). Auch der Mittelläufer, der Stifter des Pokals selbst, konnte HOTELS SÄKATORIEN PENSIONEN 1 Heim Or.Fritz M.Meyer, Berlin-Wilmersdorf. Güntzelstr.57 iMorphln-.ScMafmlttel-.Alkohol Kranke Sanatorium Äpolanf Bad Kissingen Wirtschaftliche Leitung: Frau Emmy Apolani Aerztliche Leitung: Dr. B. E. Latz f-GRUNEWALD §!n gepflegtem Fomilienheimam Elsterplatz j I (Nähe Roseneck) Komfortzimmer, mit bester Verpfleg., I jede Diät, umständehalber sofort evtL später frei. 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