Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 16 (1937)
- Issue
- 13 (1.4.1937)
- Date
- 1937-04-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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schiedenen, vom Referenten aufgewiesenen Gruppen wies Rabbiner Dr. Baerwald in seinen Schlussworten hin, mit denen er, als Vorsitzender des Lehrhaus-Kuratoriums, für den anregenden Vortrag dankte. —mm. Schlussfeier in Mannheim In einem bemerkenswerten künstlerischen Rahmen — Bruchstücke aus Mozarts „Judith" wurden von Chor und Orchester des Kulturbundes unter Kapellmeister Max Sinzheimer eindrucksvoll zu Gehör gebracht — fand die stark besuchte Schlussfeier des Lehrhauses statt. Besonderes Interesse fand der Vortrag von Rabbiner Dr. Max Grünewald über den ..Ursprung des Judentums aus dem vorderen Orient". Aus dem Referat des verdienten Leiters des Lehrhauses, Professor Dr. Billigheim er, über „Unsere Jahresarbeit und unsere nächsten Aufgaben" ging hervor, dass das Lehrhaus von 450—500 Schülern besucht war. So. Arbeitsbeginn in Dresden Das im Januar 1937 im neu errichteten Heinrich-Arnhold-Bau eröffnete Lehrhaus hat sich in diesem ersten Vierteljahr seines Bestehens bereits als wertvoller Mittelpunkt der Dresdener kulturellen Gemeindearbeit erwiesen. Die Kurse sind erfreulich gut besucht, wenn auch" 'der erstrebte rein jüdische Lehrhausgedanke lebendiger Wissensüberlieferung in einer Gemeinschalt von Lehrer und Schülern noch nicht voll verwirklicht werden konnte. Rabbiner Dr. Albert Wolf (Dresden) liest über „Jüdische Geschichte im Rahmen der Weltgeschichte". Seine Darstellung der jüdischen Frühgeschichte orientiert sich an den neuesten Forschungsergebnissen von Elias Auerbach. Rabbiner Dr. Fuchs (Chemnitz) sprach über „Die Propheten Israels", ihre individuellen Grundgedanken und ihre Stellung in der Geschichte. Ueber das ..Naturwissenschaftliche Weltbild der Physik" gab Rudolf Strauss einen sechs Abende umfassenden Kursus, in dem er die Grundlagen der klassischen Physik, die Relativitätstheorie, Quanten-Theorie usw. in grossen Zügen darlegte. Auch die Kurse über „Textile Warenkunde und Gewebeprüfung" sowie Vorträge über „Textiles Kunstgewerbe" (Orientalische Teppiche, Batik), welche stud. ehem. Siegfried L e w y unter grosser Beteiligung abhält, sind zugleich von praktischem Wert und theoretischem Interesse. Dr. Alice A p t. Lehrerin an der hiesigen jüdischen Schule, will in ihrer Arbeitsgemeinschaft über „Soziologie der Juden um die Jahrhundertwende" einen Abriss allergesellschaftlichen Kräfte und ihrer Wandlungen in dieser Zeit geben. In das „Reich der Gebete" (Jüdische Liturgie) führen die Abende der Ä'rbeitsgerneinschalt von Eva Büttner. Sie bemüht sich,"den lebendig-geistigen Gehalt und den Aufbau unserer Gebete den Teilnehmern nahezubringen und mit ihnen an Hand von Ehe Münk, Elbogen u. a. die historische Entwicklung und die innere Kraft unserer Liturgie zu erarbeiten. Professor Wahl e, der frühere Leiter des Weimarer Goethe-Archivs (jetzt in Dresden wohnend), sprach im ersten seiner Goethe- Abende über den „Jungen Goethe". Aus seiner reichen Kenntnis aller Quellen zeichnete er ein höchst lebendiges Bild. Einen Vortrag mit vielen Lichtbildern über „Jüdisches Leben, Gebräuche und Jüdische Feste in der bildenden Kunst" hielt Frau Dr. Lydia Aschh.eim-Baruchsen (Breslau). Dass das Dresdener Lehrhaus auch Sprachkurse in seinem Lehrplan hat. entspricht dem lebhaften Bedürfnis für Englisch, Spanisch und besonders Iwrith, das in der sehr modern aufgebauten, von über 100 Studierenden besuchten Hebräischen Sprachschule von dem Hebraisten J. Schöner gelehrt wird. E. B. Dr. Reinhold Lewin: Unsterblichkeitsgedanken im Judentum. Im Jüdischen Frauenbund in Königsberg Pr., sprach Gemeinderabbiner Dr. Reinhold Lewin über den „Unsterblichkeitsgedanken im Judentu m". Die erste Vision 'der, Auferstehung des. Leibes., und der 'Seele taucht spät, erst in dem Kapitel über den Propheten Ezechiel auf. Obwohl ja schon die Schöpfungsgeschichte mit.dem Begriff des Paradieses auf die Stätte hinweist, die einst die Seelen wieder aufnehmen wird, gewinnt der Unsterblichkeilsgedanke im Judentum nur allmählich an Kraft. Erst im .12. und dann im 15. Jahrhundert, als die Juden in Deutschland ..für ihre Religion den Märtyrer-Tod zu sterben wissen, wird die Sehnsucht nach einem gerechten und ausgleichenden Jenseits zum Glauben. Aus dem unbestimmten Reich der Schemen, der „Scheut", wird die „kommende Welt". Und mit der wachsenden Zerstreuung der Juden gewinnt die Hoffnung, dass mit dem Tode hier auf Erden nicht alles zu Ende sein kann, immer mehr an Boden. Bis endlich dann unsere Totenfeiern und unsere Totengebete immer inniger durchdrungen und erfüllt werden von dem Trost, den der Gedanke an die Unsterblichkeit der Seele uns gibt. _ L. L. Der Verein zur Förderung ritueller Speise: häuser gibt soeben zur beginnenden Reisezeit in der 204. Auflage ein Verzeichnis der ihm angeschlossenen rituellen Hotels, Pensionen und Speisehäuser des In- und Auslandes heraus. Das Heft, das ausserdem koschere Bäckereien und Konservendepots enthält, ist durch die Geschäftstelle, Hamburg 13, Beneckestrasse 2, zu beziehen. r Ruf Goldstein Erich Juliusburger Breslau 13 Hohenzoliernstr. 63. Breslau 5 Telegrafensrr.9 GRETEL REYERSBACH RUDOLF NATHAN VERLOBTE Köln-Sülz Berlin W 30 ^Remigiusstrasse 28 Bamberger Strasse 22 Statt Karten! URSEL BLUMANN ERNST-AUGUST SEELIGMANN VERLOBT E Berlin W. 30 Karlsruhe i. B. Westarpstrassel. März 1937 Gut Winkel b. Berlin Hermann Wallheimer Hildegard Wallheimer geb. Freund Vermählte Berlin-Charlorlenburg, am 4. April 1937 Niebuhrsfrasse 72 STATT KARTEN KARL EICHENWALD RUTH EICHENWALD geb. Schweitzer VERMAEHLTE BORGHORST / OBERN IGK, 4. APRIL 1937 V Am 1. Peßachtage -wurde uns.zu unserer großen Freude ein Sohn geboren. Dr. Alfred Wallach und Frau Elsbet geb. Heilbrun Erfurt, 27. März 1937, Gustav Freytagstr. 12. EINE FAMILIEN¬ ANZEIGE In dieser Grösse tcostet RM. 9.60 ö M. Untermayer-Augsburg LEINENHAUS UND WÄSCHEFABRIK BRAUTAUSSTATTUNGEN Mcht ynrascfticiityngsfähig! Nicht foerufsreif? Eignungsuntersuchung and -ffirderung durch Psychotechn. Laborai. Kuhn £n4sbacheri733 D.R.P. ^^MWtiWiB»**^ AUSLP. erftdff 3rVer Süjle die sefiöne iuuQendlKhe 'form. <\kdnnqen Sie eine AismMseridung frank» [mvervmdüch und crVie ftaitfzvzanq jur Sie. C^eta. Sie uns nur tlhre q^naue eftdr-esse uad^fir 06ermoft auf. feumann Serfin SW-19 JWm 3aJü*|ir.T7 iiAliilhlh^^^ L. POSEN Wwe. Frankfurt a. M. Gegr. 1869 Kalserstrafie 23 Juwelen / Gold f Silber / Uhren auch Ankauf. 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