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Central-Verein-Zeitung · 1937-01-28 · 4 (28.1.1937) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
16 (1937)
Issue
4 (28.1.1937)
Date
1937-01-28
Page
– (sequence 21)
Language
German
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Aus den Gemeinden Neues Altersheim in Frankfurt a.M. Am 23. Januar wrde das Jüdische Altersheim in Frankfurt a. M. nach altem jüdischen Ritus durch ein Einlernen offiziell seiner Bestimmung übergeben. Aus diesem Anlass hatten die Ortsgruppe Frankfurt a. M. des Jüdischen Frauenbundes und der Provinzialverband für jüdische Wohlfahrtspflege in Hessen-Nassau, die Träger und Begründer des Heims, eine Anzahl Gäste geladen, darunter Vertreter der Vorstände der beiden Frankfurter jüdischen Gemeinden, der Logen und der jüdischen Organisationen. Auch zahlreiche Spender waren anwesend. Rabbiner Dr. Jakob Horovitzusprach den Wunsch aus, dass die vielen Gönner des Heims weiterhin so tatkräftig mitarbeiten wie bisher. Zur geschäftsführenden Direktorin des Altersheims wurde die Geschäftsführerin des Provinzialverbandes für jüdische Wohlfahrtspflege in Hessen-Nassau, Hilde Meyero w i t z, ernannt. Das ausserordentlich zweckmässig eingerichtete Heim umfasst bis jetzt zwei Etagen mit 16 grossen, hellen Räumen, die 27 alten Leuten eine behagliche, angenehme Unterkunft bieten. A. H. J. Aus oberpfälzischen Gemeinden In Amberg (Oberpfalz)' fand eine Gemeindeversammlung statt, die durch die Anwesenheit des neuen Bezirksrabbiners Dr. S a 1 o m o n (Regensburg) besonders wichtig wurde. In die Gemeinde wurde nun einverleibt das Gebiet der früheren Kultusgemeinde Sulzbach, nachdem von dort im Herbst 1936 die letzte jüdische Familie nach Nordamerika ging. Die Gemeinde wurde 1666 gegründet und war durch ihre berühmte hebräische Druckerei weit über Deutschland hinaus bekannt. Die historische Synagoge in Sulzbach ist vor längerer Zeit bereits durch die Stadt angekauft und in ein Heimatmuseum umgewandelt worden. Jüdische Winterhilfe München Die Jüdische Winterhilfe München betreut etwa 15 Prozent der Münchener Juden. Im Dezember 1936 wurden u. a. verteilt 1077 Zentner Kohlen sowie Lebensmittelpakete, Nahrungs- und Genussmittel. Im November wurden an Haushalte über 700 Zentner Kartoffeln verteilt. Nahrungszulagen erhaltendie auf Umechichtungsstätten befindlichen Jugendlichen sowie die Schuljugend. Ausserdem wurden.zwei Verteilungsstätten für Frauen und Männer eingerichtet, In welchen Kleider und Wäsche ausgegeben werden. Die gesamte durch die Jüdische Winterhilfe entstandene Arbeit konnte von der gemeindlichen Wohlfahrtsstelle bewältigt werden, ohne dass neue Kräfte zugezogen wurden: mir bei der Kleiderausgabe helfen ehrenamtlich Gemeindemitglieder. Bevölkerungs-Bewegung Krefeld Die Zahl der Gemeindemitglieder in der Synagogengemeinde Krefeld betrug am 1. Januar: 1532. In den Monaten November und Dezember 1936 sind 4 männliche und 13 weibliche Personen zugezogen, aber 20 männliche und 24 weibliche Personen fortgezogen. Von den Fortziehenden gingen nach Orten innerhalb DPutschlands 17, nach sonstigen Ländern 15 und nsch unbekanntem Ziel 12 Personen. Dem Gesamtzügang von 18 Personen steht ein Abgang von insgesamt 49 Personen gegenüber. Regensburg Die Israelitische Kultusgemeinde Regensburg umfasst gegenwärtig 310 Seelen. 1936 sind 24 Personen abgewandert, 15 Personen zugezogen, 5 Sterbefälle zu verzeichnen gewesen und nur zwei Geburten. —mm Saarland Zu Beginn des Jahres 1935 gab es etwTa 4500 Juden im Saarland, die bis Ende 1935 auf ungefähr 2000 zurückgingen. Am 1. März 1936 wohnten noch etwa 1000 Juden im Saarland, eine Zahl, die sich bis zum Ende des Jahres nur noch unerheblich verminderte. Im ganzen Jahr 1936 gab es nicht eine einzige jüdische Trauung im Saarland. In Saarbrücken haben soviel Geburten wie Sterbefälle stattgefunden; bei den Beerdigungen auf dem Lande handelt es sich fast ausschliesslich um Menschen über 65 Jahre. Innerhalb von zwei Jahren haben sich die Juden des Saarlandes um 80 v. H. vermindert. * In der Jüdischen Gemeinde Bonn wird ein fünftes Viertel der für das Etatjahr 1936/37 erhobenen Kultussteuern von den Gemeindemitgliedern eingezogen werden. Ein entsprechender Beschluss der Gemeindevertretung ist angesichts der Finanzlage der Gemeinde notwendig geworden. * Die Chewra Kadischa, der Beerdigungs- und Wohltätigkeitsverein, der Synagogenverein Hannover ■ feierte sein 17ojähriges Bestehen. In einer Feier sprach der Vorsitzende, Rudolf Herzberg, über die Geschichte der Chewra. Die „Blätter des Verbandes Jüdischer Heimatvereine", Berlin, konnten Ende 1936 auf ihr zehnjähriges Beetehen zurückblicken. Diesem Ereignis ist die Januar-Nummer der Zeitschrift gewidmet, in der u. a. die Glückwünsche namhafter Persönlichkeiten des jüdischen Lebens veröffentlicht sind. Selbsthillegruppe jüdischer Körperbehinderter In Deutschland, Ortsgruppe Berlin. Jahreshauptversammlung am 2. Februar, im Hause der Jüdischen Reformsemeinde, N. 4, Johannisstr. 16, 19^ Uhr. Besondere Einladung erseht nicht. — Sprechzeit der Beratungsstelle, NW. 87, Tile-Wardenberg-Str. 10, Montags,' 11—13 Uhr, und nach teleühonischer Ver»' einbarung (C 9, 1305). Postschlüsse nach Uebersee Vorbemerkung: Diese Uebersicht erscheint-wöchentlich. Sie ist ohne Gewähr. Postschluss für Luftpostsendungen ist in Berlin beim Postamt C2, in Frankfurt/Main beim Bahnpostamt 19 oder Flughafen. Einwurf bei anderen Postämtern oder in anderen Orten bis zu 1 Tag früher als hier vermerkt. Nordamerika a) Seeweg 1.2. ab Berlin; 1.2. ab Hamburg 19 Uhr („Europa" 2.2. ab Bremen); 8.2. an New-York 3.2. „ „; L 2. „ „ 8 Uhr („Hansa" 4.2. „ Bremen); 12. 2. „ 8.2. „ „; 3.2. „ „ 19 Uhr („Aquitania" 10.2. „ Cherbourg); 16. 2. „ b) Luftweg (Luftschiffverkehr und Nachbringeflüge finden während der Wintermonate nicht statt) Südamerika a) Seeweg 31.1. ab Berlin U Uhr; 1.2. ab Frkf./M.. 8 Uhr (Schiff 3.2. ab Bordeaus); 15.2. an Rio; 18.2. an Buen. Aires 2. 2. „ „ 15 Uhr; 3. 2. „ München 9 Uhr (Schiff 4. 2. „ Genua); 16. 2. „ „; 20.2. „ 3. 2. „ „ 14 Uhr; 4. 2. „ Frkf./M. 8 Uhr (Schiff 5. 2. „ Cherbourg); 22.2. „ „; 26.2. „ 4. 2. „ „ 22 Uhr; 5. 2. „ Hamburg 13 Uhr (Schiff 5.2. „ Hamburg); 25. 2. „ „; 2.3. „ b) Luftweg 30.1. ab Berlin 9 Uhr; 30.1. ab Frankfurt/M. 13 Uhr (Französische Luftpost); Laufzeit bis Rio 5 Tage 3.2. „ „ 21 Uhr; 3.2. „ „ 24 Uhr (Deutsche Luftpost); „ „ „ 3 „ (Zuschlag auf Auslandsporto nach Brasilien 1,25 RM für je 5 g; nach Argentinien 1,50 RM für je 5 g) Südafrika a) Seeweg 2.2. ab Berlin 23 Uhr; 3.2. ab Köln 21 Uhr; 5.2. ab Southampton (Schiff); 23.2. an Kapstadt 4.2. „ „ 8 Uhr; 4.2. „ Hamburg 19 Uhr; 6.2. „ „ (Schiff); 24.2. „ Walfischbai (Von Kapstadt in 30 Stunden nach Johannesburg und Pretoria; von Walfischbai in 4 Tagen nach Lüderitzbucht) b) Luftweg 29.1. ab Berlin 22 Uhr 15 Min.; 29.1. ab München (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; Laufzeit 8—9 Tage 2.2. „ „ 22 Uhr 15 Min.; 2.2. „ „ (Bahnp. Amt 1) 24 Uhr; „ 8—9 „ (Zuschlag auf Auslandsporto 35 Pf. für je 5 g) Palästina a) Seeweg 28.1. ab Berlin 23 Uhr; 29.1. ab Hamburg 15 Uhr (Schiff 31.1. ah Brindisi); 3. 2. an Alexandrien 1. 2. „ „ 15 Uhr; 2. 2. „ München 9 Uhr (Schiff 4. 2. „ Piräus); 7. 2. „ Haifa 2.2. „ „ 15 Uhr; 3.2. „ München 9 Uhr (Schiff 4.2. „ Brindisi); 8.2. „ „ b) Landweg 29.1. ab Berlin 15 Uhr; 30.1. ab München 9 Uhr (über Belgrad—Istanbul); 3. 2. an Haifa 31.1. „ . „ 15 Uhr; 1.2. „ „ 9 Uhr ( „ „ „ ); 5.2. „ „ 3.2. „ „ 15 Uhr; 4.2. „ „ 9 Uhr ( „ „ „ ); 9.2. „ „ (Leitvermerk „lieber Belgrad—Istanbul") c) Luftweg 29.1. ab München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr; Laufzeit bis Jaffa 2 Tage 30.1. „ Berlin 6 Uhr; 30.1. ab München 18 Uhr; „ „ „ 2 31.1. „ Berlin 10 Uhr; „ „ „ 2 2.2. „ München (Bahnp. Amt 1) 18 Uhr; „ „ „ 2 3.2. „ Berlin 6 Uhr; „ „ „ 2 4.2. „ Berlin 10 Uhr; 4.2. „ „ 18 Uhr; „ „ „ 2 (Zuschlag auf Auslandsporto 10 Pf. für je 5 g, mindestens /5 Pf.) Einzelhandel im Reich ALLENSTEIN DÜSSELDORF ESSEN KÖNIGSBERG i. 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