Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 3 (1924)
- Issue
- 39 (25.9.1924)
- Date
- 1924-09-25
- Page
- Seite 599 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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599 Vereinsnachrichten. Fraueugruvve Berlin - SchSnederg. Nächster Vereins-abenb am Mittwoch, 1. Oktober, pünktlich 8 Uhr -abends, Eisenacher Straße 1.03, -vorn rechts II. Life Eiern, und Margarete Fried: „Was bezweckt der E. V." Lahlreiches Erscheinen erwünscht; Gäste willkommen. Der Vorstand. I. A.: Regina 3 u ck e r m a n n. Krauengruvve Berlin 8, SW, SO. Nächste Zusammenkunft Donnerstag, 2. Oktober, nachmittags 5 Uhr, bei Frau Eckstern, SW 47, Graßbeeren, ftraße 68: Paul Frank: „Z erstört die Jugendbewegung unser Familien lebe n?" Aussprache. Teilnahme von Gästen, ins» besondere der reiferen Jugend, sehr erwünscht. Der Vorstand. I. A,: Margarete Fried, Vorsitzende^. Atts den Vorträgen. Auf Anregung der Ortsgruppe Essen des E. V. hatte die Synagogengemeinde eine Reihe von apologetischen Vortrügen für Interessenten aller Bekenntnisse veranstaltet. Die Versammlungen, die an drei aufeinanderfolgenden Sonntagen im September stattfanden, waren sehr gut besucht, so daß der dafür bereitgestellte Männerraum unserer Synagoge bis auf den letzten Platz gefüllt war. Ein überaus großer Teil der Besucher war aus nichtjüdischen Kreisen, deren Vertreter wiederholt ihren Dank für die erhaltene Aufklärung den Rednern persönlich aussprachen. Im ersten Vortrag behandelte Herr Dr. Eschelbach er (Düsseldorf) das Thema: „Gerechtigkeit und Billigkeit im» Talmud". Rabbiner Dr. Drenemann (Offenbach) sprach im zweiten Bortrage über: „Auserwählung als Dienst an der Menschheit. Der dritte Redner, Professor Dr. G o l d st e i n (Darmstadt), hatte als Thema gewählt: „Ehrfurcht als Grundlage der jüdischen Religion". — Die Reihe dieser apologetischem Vorträge soll im Laufe des Winters in gleicher Weise fortgesetzt werden. — In der Nürnberger Ortsgruppe des Eucken.Bundes, der sich in diesem Semester mit der Philosophie Kants beschäftigte, hielt Rabbiner Dr. Heilbronn einen Vortrag über „Kant und die Juden". Er legte dar, daß die Kantische Philosophie auf die Juden stets eine besondere Anziehung ausgeübt habe. Er begründete das mit der guten dialektischen Schulung, die die Juden gewöhnlich auszeichnet, unddie so ihre Fähigkeit begründet, den schwierigen Ausführungen der Kantischen Erkennungstheorie zu folgen und sie auszubauen.' Besonders verwies er noch darauf, daß Kants Ethik und die des Judentums eine geraume Strecke parallel laufen und den gleichen Zielen zustreben. Die Ausführungen fanden fast ungeteilten Beifall, nur ein Diskussionsredner sprach im antisemitischen Sinne, wurde aber in kurzen Worten widerlegt. Sin neues Lehrlingsheim. Die dem Arbeiterfürforgeamt angeschlossene A r b e i t s g e m e! nfchaftderjüdifchen Arb eitsnachwerse, Berlin, Augustastraße 17, hat mit Hilfe des jüdischen Wohlfahrtsamtes Berlin kürzlich in den Räumen Linienstraße 139/40 ein Lehrlingswohnheim eröffnet. Dieses Heim kann zirka 16 Jungen aufnehmen und dient vor allem dazu, denjenigen Junten ein Heim zu geben, die kein Elternhaus haben oder aus sittlichen oder wirtschaftlichen Gründen von Hause fortgenommen und vor den Gefahren der Großstadt bewahrt werden müssen. Für einzelne Jungen sind Freunde gewonnen, welche Patronate für einen einzelnen Lehrling, b. h. die Kosten für ein Jahr, übernommen haben. Aufnahmen und Unterkunft erfolgen ohne Verzögerung am gleichen Tage. Man hofft, das Heim trotz der ungeheuer schwierigen wirtschaftlichen Lage auf die Dauer halten zu können, und erbittet Spenden an Geld, Büchern- Bildern und Spielen. _ Rabb. Dr. Heppners jiidisch-literirrischer Abreitz-Kalender ist für das Jahr 5685 (1924—25) in der seit Jahren bekannten Ausstattung neu erschienen. Neben dem für Haus und Synagoge notwendigen Kalendarium finden wir die Geburts- und Sterbetage aller bedeutenden und irgendwie bekanntgewordenen Juden, sonne hier und dort eingestreute Weisheitssprüche aus dem jüdischen Schrifttum. Die Gesellschaft für Jüdische Volksbildung (Frankfurt a. M., Melemstraße 22) g>:bt ebenfalls erneu Kalender für das Jahr 5685 (Lunch) heraus (Pr. 30 Pf.), der alle das religiöse Leben 'betreffenden Angaben enthält. —rn. Zn den nächsten Tagen erscheint ein Antiauariatskatalog des Bhilo^ Verlags (Berlin SW 68, Sin bestrafte 13), der sich durch besonders preiswerte Angebote gediegener Literatur auszeichnet. Vorbestellungen auf den Katalog werden schon jetzt empfohlen. Verlag: Cenlral-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens e.V-, Berlin SW68, Lindenstr. 13. Telegr.-Adresse: „Centralglauben Berlin". Postscheckkonto: Berlin 30472. Für d. Cchriftl. verantw.: i. V. Dr. Al fr e d W i c u c r,Berlin SW68. — Unperl. Manuskr. werden nur zurückgesandt, wennFreuuuschlog beiliegt. — Verantw. s. d. Arneigeweil: Max Junge, Berlin-Friedenau. — Druck von Rudolf Mosse, Berlin SW 19. Plätzevermietung für Gotteshaus Johanrnsstratze IO, Losenhaus, KleiMtratze 19, Losenhaus, Joachimsthaler Straße 13, im Bureau: Johannisstraße 16. täglich von 9 bis 2 Uhr. Jüdische Reform-Gemeinde. seit 28 Jahren anerkannt beste \ 9 UlJlIJIlMJUlflMlMUJWI ( färbt echt und natürlich _ . in allen ^uartcen, I vom. hellsten Blond . bis zum tiefsten Schwarz.I I Probekartons zu. 1 Portion- Goldmark 150.| ■ Orig-Karton zu 4-Portionen - Goldmark 4,5'1 mJjn/üunmjL J.F. SCHWARZLOSE SÖHNE V BERLIN, Markgrafenstr. 26. 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